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Montag, 1. Dezember 2025

Ein Landwirt aus Schlier baut eine der größten Agri-PV-Anlagen Deutschlands

Es gibt schon länger Modellanlagen in der Region, die das Ergebnis nahelegen., wenn auch in kleineren Dimensionen bisher. Doch auch im  Apfelbau sieht man Vorteile für die Zukunft: Bei ungeschützten Bäumen wurde schon Sonnenbrand an den Äpfeln festgestellt....


Daniel Mautz  LinkedIn

Und plötzlich wächst unter der Solaranlage doch was. Wie konnte das nur passieren?

Ein Landwirt aus Schlier baut eine der größten Agri-PV-Anlagen Deutschlands. Auf seinem Biohof stellt er PV-Module über das Feld. 

Neben Strom erntet er auch höhere Erträge als auf seinem Referenzfeld. Sieben Tonnen pro Hektar. Kein Ernteverlust, keine verwüstete Landschaft, keine Apokalypse durch Modulschatten. Stattdessen weniger Austrocknung, stabilere Bedingungen und funktionierende Landwirtschaft.

Mittwoch, 22. Oktober 2025

Lasst mal die Korken knallen!

Die Kiesgruben-Erweiterung bei Oberankenreute (Kieswerk Tullius) gefährdet laut einem Gutachten von Dr. Hermann Schaad Teile des in Schlier gewonnenen Grundwassers. 

In der Gemeinderatssitzung gerade eben im Rathaus in Schlier, wurde beschlossen dass: Man rechtlichen Beratung wegen Schutz des Schlierer-Grundwassers nehmen möchte und vielleicht mit dem gleichen Rechtsanwalt wie die Gemeinde Baienfurt gegen den Kiesabbau klagen will.  

Der Gemeinde Schlier ist der Schutz des Trinkwassers wichtig.

Es geht um einen anderen Teil des Altdorfer Waldes, nicht da wo die Waldbesetzung sich befindet.


Martin meint dazu: 

Für Feiern ist es noch deutlich zu früh, aber ein Teilerfolg ist es schon und wir haben einige Fragen und Denkanstöße in der Bürgerfragestunde gegeben...

Wichtig jetzt, das viele schriftliche Einwendungen von Bürger: innen zur Kiesgrube eingehen

Montag, 22. September 2025

Heute in Schlier - Hintermoos Dorfstr. 2 + 3 (Ortseingang)

Es gibt frisches Alti-Wasser, liebevoll von den Anwohnerinnen dekoriert. 

Mit unserer Einladung zum Wasser-marsch! u.a. gegen Kiesabbau im Alti und für sauberes Trinkwasser.

Anlass: 11-16 Uhr Bänklefest in der Gemeinde Schlier.
In allen Teilorten haben Anwohner*innen Bänke rausgestellt 

und an vielen Stellen gibt es was zu sehen, zu essen, zu reden, zu spielen usw.
 

Montag, 20. November 2023

Pressemitteilung vom 20.11.2023

Schlier: Kran-Protest – Renaturierung nur schwer möglich 

Flächenversiegelung durch "Gewerbegebiete auf der grünen Wiese" und "völlig unzureichende Ausgleichsflächen" - darauf machten am 20.11.2023 kletternde Klimaaktivist*innen aufmerksam. Ihre Kritik brachten sie auf einem Banner mit der Aufschrift "Renaturierung?!" zum Ausdruck, das sie am Ausleger eines der Baukräne im neu entstehenden Gewerbegebiet Wetzisreute-Ost in der Gemeinde Schlier [1a,1b] anbrachten.  "Der geplante Natur-Ausgleich ist lange nicht ausreichend - und was von den Plänen letztlich realisiert wird, ist offen", sagt Hannah Schak (18), eine der Aktivistinnen.

In Wetzisreute sollen auf 58 000m² neue Gewerbe angesiedelt werden. Obwohl im Vorhinein seitens der Gemeinden suggeriert wurde, dass der Bedarf an Gewerbefläche riesig sei, scheint es derweil schwierig zu sein, überhaupt Investor*innen zu finden. "Auf allen Kanälen wirbt die Gemeinde Schlier mit dem angeblich nachhaltigen Baugebiet und versucht, sich als klimafreundlich darzustellen, um Unternehmen zu überzeugen, in Schlier zu bauen. Angesichts der Naturzerstörung, durch Flächenversiegelung und mehr Verkehr, ist das eine Frechheit!", empört sich Janika Bändle (21).


Auch die sogenannten "Froschtümpel", die seit wenigen Wochen angelegt werden, können nicht ansatzweise so viel CO2 binden, wie die ehemals intakten Böden, auf denen das Gewerbegebiet entsteht. Zudem ist mehr als fraglich, ob die selten gewordenen Laubfrösche die künstlich angelegten Minigewässer überhaupt annehmen. Die Gemeinde Schlier schreibt dazu selbst, "der dann noch offene Ausgleichsbedarf" werde "über das gemeindliche Ökokonto abgedeckt" [2]. Woraus dies besteht, ist unklar. "Bisschen grün, bisschen Wasser auffangen, bisschen Baumpflanzexperimente starten und gut ist? Es werden 58 000 m² Fläche versiegelt und die bisher intakte Natur zerstört", fasst Bändle zusammen.

"Dass Gemeinden durch erhoffte Gewerbesteuereinnahmen dazu getrieben werden, ihre Umwelt zu zerstören, darf nicht sein und ist ein Fehler im System", sagt Bändle. "Dass es hier gerade den Laubfrosch trifft, scheint mir symbolisch: Um den Klimawandel ignorieren zu können müssen die Wetterfrösche weichen." 

Der kürzlich vom RVBO beschlossene Regionalplan ermöglicht für die kommenden Jahre noch viele weitere Gewerbegebiete und schreibt so die aus Sicht der Aktivist*innen maßlose Flächenversiegelung in ganz Oberschwaben fort - entgegen allen Absichtserklärungen zum Klimaschutz [3a,3b,3c]. Verschiedene Umweltgruppen haben dazu Proteste angekündigt.



Freitag, 17. November 2023

Waldbesetzungsfilm jetzt auch in Schlier

Pressemitteilung vom 18.11.2023

Nach mehreren erfolglosen Anläufen, aber großer Nachfrage in der Bevölkerung wird der vielfach gepriesene Dokumentarfilm aus dem Altdorfer Wald, "Von Menschen die auf Bäume steigen", nun auch in der Gemeinde Schlier gezeigt.

"Mit den beiden Vorführungen 

am Samstag 18.11. im Dorfgemeinschaftshaus Unterankenreute und

Samstag 25.11. in der Sportgaststätte Dhaba in Wetzisreute, 

Beginn jeweils 19:00 Uhr

laden wir alle Anwohner:innen ganz herzlich ein, sich ein eigenes Bild von den Menschen im Alti zu machen. Vor allem bedanken wir uns damit bei den vielen Unterstützer:innen der Alti Baumbesetzung aus der Gemeinde Schlier" so der Organisator, Martin Lang aus Oberankenreute.

Montag, 16. Januar 2023

Gemeinden-Check: Schlier plant ökologisches Gewerbegebiet + Stärkung des Dorfladens

Es geht um 9 ha Flächenverbrauch durch Ausdehnung in die freie Landschaft. 9 ha Flächenfraß.
"Ein ökologisches Gewerbegebiet, das es so im Landkreis noch nicht gegeben hat"
Hermine fragt sich: 
 Ökologisches Gewerbegebiet ? Bisschen grün, bisschen Wasser auffangen, bisschen Bäumchen pflanzen und gut ist? Es werden im wesentlichen 9 haben versiegelt und bisher intakte Natur zerstört !

Auszüge aus der Schwäbischen Zeitung  15.01.2023, Bettina Musch

In den Gemeinden im Landkreis Ravensburg hat sich im vergangenen Jahr viel getan. Wie steht es um die Kommunen? Die „Schwäbische Zeitung“ nimmt die Gemeinden im Verbreitungsgebiet unter die Lupe und gibt einen Ausblick, was im neuen Jahr so ansteht. Heute: Schlier

Das Ereignis des Jahres 2022: Die Entstehung des neuen Gewerbegebiet „Wetzisreute-Ost“, das sich auf mehr als neun Quadratmetern ausdehnen wird, ist das Ereignis des Jahres 2022. Unter ökologischen Gesichtspunkten soll ein Gewerbegebiet entstehen, das es in dieser Form noch nicht im Landkreis Ravensburg gibt. Mit viel Grünplanung, der Anlegung von Froschtümpeln und strengen ökologischen Bauvorgaben für die Unternehmen, die sich dort ansiedeln wollen.

Mittwoch, 2. November 2022

L 317: Anwohner:innen bremsen Klimasünder mit Gehzeugen aus

Mit einer symbolischen Aktion der besonderen Art auf der L317 am heutigen Mittwoch (2. November 2022) drückten Anwohner:innen aus Oberankenreute, Schlier, Weingarten und Wolfegg ihre Empörung über "business-Zerstörung as usual" von Forst BW, Lokalpolitik und privatwirtschaftlichen Interessen in Zeiten der "Klimakatastrophe" aus. Mit sogenannten "Gehzeugen" [1], Holzgestellen in der Größe eines PKWs, die zu Fuß getragen werden und auf der Straße nach § 25 StVO auf der Straße transportiert werden müssen, verlangsamten sie für mehr als eine Stunde den Lasterverkehr bei der Kiesgrube Tullius bei Oberankenreute. Die Gruppe aus 35- bis 70- jährigen Bürger:innen stellt sich gegen die ungebremste Ausbeutung des Altdorfer Waldes durch Kieskonzerne.

Mit Botschaften wie „Eure Gewalt gegen das Leben ist unermesslich! Kapitalterroristen“ und „Der Weg zur Klimahölle wird gekiest“ fordern sie Wald- und Klimaschutz über die Partikularinteressen einzelner Konzerne zu stellen. „Unfassbar, dass hier wertvoller Staatswald, der der Allgemeinheit gehört, für private Profite geopfert wird. Was muss noch passieren, damit sich Politik eindeutig dem Gemeinwohl verpflichtet und Klimaschutz ernst nimmt?“, fragt Martin Lang (56) aus Oberankenreute. 

Den Ort für ihre Aktion hat die Gruppe bewusst gewählt. In den frühen Morgenstunden des 13. Oktober dieses Jahres ließ ForstBW mit Hilfe eines massiven Polizeiaufgebotes drei Hektar Buchen- und Mischwaldbestände für die Erweiterung der Kiesgrube Tullius roden [2]. Gudrun Bosch (47) aus Schlier dazu: „Alle, die hier spazieren gehen, Sport treiben und den Wald als ihr Naherholungsgebiet nutzen, sehen, wie hier die Natur vor der eigenen Haustür zerstört wird. So etwas auch noch in Zeiten der Klimakrise zu genehmigen, ist ein absolutes Unding und nicht verständlich. Selbst der wertvolle Waldboden ist von den schweren Rodungsfahrzeugen völlig kaputt. Ich frage mich: Wie erklären wir das unseren Kindern und Enkeln?"

Mittwoch, 29. Juni 2022

Lauratal: Der Wunsch nach weniger Individualverkehr wird lauter


in Regio TV  hier

Jeden ersten Sonntag soll das Lauratal im Landkreis Ravensburg möglichst in naher Zukunft für den Autoverkehr gesperrt werden –zumindest, wenn es nach den AnwohnerInnen dieser idyllischen Gegend zwischen Weingarten und Schlier geht.

Am vergangenen Wochenende haben die BewohnerInnen dieser beiden Orte schon einmal erproben können, wie es wäre, wenn das Lauratal für den Individualverkehr gesperrt wird. 

Auf Initiative der Grünen soll das Lauratal in den Sommermonaten – wie gesagt – an jedem ersten Sonntag zu einer Fußgängerzone werden. 

Wir haben uns dort einmal umgesehen und sind mit Besuchern – die größtenteils mit dem Rad vor Ort waren – und den verschiedenen Befürwortern ins Gespräch gekommen. Sehen Sie selbst und das mit nur einem Klick.

Freitag, 17. Juni 2022

Autofreies Lauratal am 25. + 26. Juni

Zum Auftakt der Aktion Stadtradeln findet am 25. + 26. Juni das zweite Aktionswochenende AUTOFREIES LAURATAL statt. 

Mit vielen tollen Angeboten und Aktionen laden wir ins Lauratal ein. Um unseren Forderungen nach mehr Platz und Sicherheit fur Radfahrer und Fußgänger zu unterstreichen, über alternative Verkehrsmöglichkeiten zu informieren und mit Bürgern ins Gespräch zu kommen, organisiert das Aktionsbündnis an insgesamt 3 Wochenenden im Autofreien Lauratal verschiedene Aktionen.

Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall, findet am Samstag doch zusätzlich zum Autofreien Lauratal und Stadtradeln-Auftakt der Supersamstag sowie die Kunst- und Museumsnacht in Weingarten statt.

Und was gibt es Schöneres als einen Radausflug durchs Lauratal mit einem Besuch in Weingarten zu verbinden?


Samstag, 25. Juni 2022

9:40 Uhr: ADFC Fahrradtour zum Baden an den Karsee (55 km), Treff Bushaltestelle

Löwenplatz Weingarten Guide: Martin Hulin 14 Uhr:
Die BUND Familiengruppe bietet fur Kinder, Jugendliche und Interessierte eine n Gewässergüteuntersuchung an der Scherzach an. Treff am Infostand Lauratal

14 Uhr: Der Radfahrerverein Weingarten bietet folgende Touren an (Treff am Infostand Lauratal)

Rennradtour: Länge 65 km, 700 hm, Durchnitt:23-25km/h,
Weingarten-Schlier- Kißlegg-Wolfegg-Kummerazhofen-Weingarten: Guide Manfred Strohm

E-Bike-Tour: Länge ca. 60 km, 660 hm, Weingarten – Wangen -Tettnang, Meckenbeuren -Weingarten, Guide: Dieter Knörle

Tourenrad: Länge ca. 45 m, Durchschnittsgeschwindigkeit 18 bis 20 km, Weingarten – Schlier – Bodnegg – Liebenau- Weingarten, Guide: Alfred Simma

Wichtig: Helmtragen unbedingt gewünscht, das Rad muss der STVZO entsprechen

19:30 – 22.00 Uhr: Der NABU Weingarten lädt Jugendliche von 10 – 16 Jahren (und Junggebliebene) zu einer Abendführung ein. Außer über Singvögel- und Greifvögel erfährt man viel über Fledermäuse, die mit Hilfe von Technik sicht- und hörbar gemachten werden. Bitte Taschenlampe und Fernglas oder Spektiv (falls vorhanden) mitbringen. Treff am Infostand. Leitung: Jürgen Sonnenmoser und Tim Kautt, Anmeldung unter nabu-weingarten-online@web.de

21:45 Uhr: Kultur im Lauratal: Krimilesung und musikalische Begleitung durch eine Singende Sage im Lauratal, Treff am Eingang des Lauratas Gisela Ogrady-Pfeiffer spielt die Singende Sage, Timmo Strohm liest Krimi- und Gruselgeschichten. Eine Kulturveranstaltung fur starke Nerven....Bitte Sitzgelegenheit bei Bedarf selbst mitbringen

ab 17.30 Uhr: Radler-Getränke Aktion: Das Kulturzentrum Linse bietet alle „Radler“ Getränke am Samstag Abend fur einen Aktionspreis von 1,50 € an.


Sonntag, 26. Juni 2022

14 Uhr: Stadtradeln Schnitzeljagd zusammen mit Bürgermeister*innen: Wir starten am Infostand in Weingarten, treffen uns mit den Schlierer Bürger*innen und jagen gemeinsam nach der Stadtradeln-Trophäe. Bürgermeisterin Fr. Liebmann und Bürgermeister H. Geiger sind mit dabei.
Start am Infostand im Lauratal, Dorfplatz Schlier ca. 14.30 Uhr, weitere Stationen werden noch bekannt gegeben. Guide: Martin Hulin


Samstag und Sonntag, 12 - 17 Uhr:

An beiden Tagen stehen das Spielmobil, eine Rollenrutsche und Pedal-GoKarts zur Verfügung, der Infostand an der Karl-Olga-Eiche am Eingang des Lauratals ladt zum Austausch und zur Diskussion. 

Leih-Lastenräder des BUND und Leih-e-bike der TWS können kostenfrei ausprobiert werden.
Über das Leihsystem wird informiert.

Das Lauratal ist an diesem Wochenende durchgehend fur den KFZ-Verkehr gesperrt. Nutzen Sie die Möglichkeit, entspannt das Lauratal für Wanderungen, Spaziergänge und Radtouren zu nutzen. Es lohnt sich!

Aktionspartner: B90/Die Grünen Weingarten, ADFC, BUND Ravensburg-Weingarten, NABU

Dienstag, 5. April 2022

Update: Die Entscheidung ist gefallen in Ankenreute

Update: Pressemitteilung von 06.04.2022 

Gemeinderat Schlier stimmt trotz Protest für Vollsortimenter auf der grünen Wiese

Am Dienstag den 5.4. fand ab 17 Uhr in der Turn- und Festhalle in Wetzisreute die Sitzung des Gemeinderats Schlier statt.
Ab 16 Uhr gab es deshalb eine Rad-Demo vom  Dorfladen in Unterankenreute zur Sitzungshalle, an der sich über 30 Bürger*innen beteiligten. 

Grund dafür war einer der Tagesordnungspunkte, in dem darüber entschieden wurde, ob ein Vollsortimenter in die Gemeinde Schlier, in das geplante neue Gewerbegebiet bei Wetzisreute, einziehen wird. Dies war bereits davor lange diskutiert worden, da unter anderem durch den Einzug eines Vollsortimenters der, in Unterankenreute bereits seit über zehn Jahren bestehende Dorfladen in seiner Existenz gefährdet wird. 

Sonntag, 25. Juli 2021

"Ein Wochenende für Radler im Lauratal"

Schwäbische Zeitung hier  von Simon Federer, Auszüge

Grüne befahren für Radfahrer kritische Stellen in der Weingartener Innenstadt

Die aktuellen schockierenden Fernsehbilder, welche die Auswirkungen des Klimawandels in Deutschland und weltweit zeigen, treiben die Weingartener Grünen bei ihrem Engagement für den Radverkehr an. Wie kann man in der Region eine fahrradfreundliche Verkehrspolitik vorantreiben und das Klima schützen? Antworten auf diese Frage haben sie am frühen Samstagabend gegeben. Anlässlich der Sperrung der Kreisstraße 7948 zwischen Weingarten und Schlier für Autofahrer übers Wochenende fahren die Grünen mit dem Rad durch die Altstadt und ihr Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat, Claus Keßel, zeigt, wie die Stadt ihre Verkehrspolitik zugunsten von Radfahrern verbessern könnte.

Vor dem Amtshaus bringt Keßel vor knapp 20 Demonstranten verhaltenen Optimismus in Sachen städtischer Verkehrspolitik zum Ausdruck....Der Bereich um das Amtshaus wird mittwochs während des Markts einen halben Tag lang für den Durchgangsverkehr gesperrt.

Am Löwenplatz müssen Radfahrer bisher absteigen. Der Platz ist laut Keßel gut dafür geeignet, dass Radfahrer durchfahren. Obwohl dies konfliktträchtig sei, gebe es wesentliche Vorteile: Ist der Löwenplatz durchgängig befahrbar, können Radfahrer einfacher in der Karlstraße einkaufen gehen und ihr Rad in der Nähe abstellen.

Der Fahrradparkplatz an der Linse hat knapp 15 000 Euro gekostet.......Entlang des Friedhofs ist beschlossen, dass ein Fahrradschutzstreifen eingerichtet wird. Geht es nach den Grünen, soll zudem wegen der Unübersichtlichkeit durch parkende Autos vom Friedhof bis zum Ortsschild in der Laurastraße Tempo 30 gelten.

Der Sperrung des Lauratals für Autofahrer für ein Wochenende gingen einige Anträge der Grünen im Gemeinderat voraus. ...

„In Mini-Schritten“ geht es mit der Verkehrswende in Oberschwaben voran, resümiert Hermine Städele die Aktion „autofreies Lauratal“. ...



Freitag, 16. Juli 2021

"Lauratal gehört ein Wochenende lang den Radlern"

Schwäbische Zeitung von Bettina Musch hier

Zwischen Schlier und Weingarten wird die Straße für Autofahrer gesperrt


Ein lange gehegter Wunsch der Schlierer und der Weingarter erfüllt sich. Am letzten Wochenende im Juli wird die Kreisstraße 7948 von Schlier nach Weingarten durch das Lauratal für den Autoverkehr gesperrt und gehört alleine den Radlerinnen und Radlern. Gemeinsam mit der Stadt Weingarten, die sich um die verkehrsrechtliche Genehmigung gekümmert hat, wurde der Rahmen dazu geschaffen.
Im Februar 2020 hatte die Schlierer Gemeinderatsfraktion „Dorf-Leben-Gestalten“ (DLG) den Antrag gestellt, eine Fahrradstraße mit Freigabe für Kraftfahrzeuge im Testbetrieb für zwei bis drei Jahre einzurichten. Sie schloss sich damit einem Antrag der Weingartener Grünen an, für die ebenfalls die Priorisierung des Fahrradverkehrs auf dieser Strecke schon seit geraumer Zeit ein Thema war.

...Die Verkehrsbehörde hatte jedoch schon im vergangenen Jahr der Verwaltung mitgeteilt, dass es vorstellbar sei, in Abstimmung mit der Stadt Weingarten an maximal drei Sonntagen im Jahr eine Sperrung für den Autoverkehr einzurichten. Und diese Möglichkeit wird es jetzt am letzten Wochenende im Juli geben.
Laut der Pressestelle der Stadt Weingarten sind dazu auch begleitend verschiedene Aktionen und Aktivitäten von Vereinen und Gruppierungen geplant. Stadt und Gemeinde selbst geben aber dazu nur den Rahmen. ..

Die Kreisstraße zwischen Schlier und Weingarten (K 7948), die auf knapp fünf Kilometern durch das Lauratal führt, wird von Samstag, 24. Juli, ab 12 Uhr bis Sonntag,
25. Juli, um 20 Uhr autofrei sein und vollständig für den Radverkehr geöffnet. In Schlier wird zu einer gemeinsamen Fahrradfahrt mit Bürgermeisterin Katja Liebmann eingeladen. Treffpunkt ist um
14 Uhr am Dorfplatz Schlier.

Ein erster Schritt für alle Demo-Radler, die eine Verkehrswende anmahnen

Dienstag, 15. Juni 2021

Eine Kiesgrube und ihre Alternativen

Artikel in der Schwäbischen Zeitung  hier  von Katrin Neef und Christian Reichl, Auszüge in blau

Der geplante Kiesabbau bei Vogt ist umstritten - Was für und gegen Ersatzgebiete spricht


Über das geplante Kiesabbaugebiet nahe Vogt im Altdorfer Wald wird weiter heiß diskutiert. Sechs Gemeinden haben Alternativflächen für Kiesabbau vorgeschlagen, um die Grube in Grund vielleicht doch noch verhindern zu können. Ökologisch gesehen hat der Alternativplan jedoch eher Nachteile.
Dass sie gegen die geplante rund elf Hektar große Kiesgrube in Grund nahe Vogt sind, hatten die Gemeinden Vogt, Wolfegg, Schlier, Waldburg, Baienfurt und Baindt schon vor einiger Zeit klargemacht. Die Grube ist umstritten, weil die vorgesehene Fläche in einem besonders wertvollen Teil des Altdorfer Waldes liegt und sich außerdem in der Nähe Trinkwasserquellen befinden. Die Gemeinden wollten aber nicht nur dagegen sein, sondern auch konstruktive Vorschläge machen. Denn Kies werde als Bau-Rohstoff unbestreitbar benötigt. Deshalb haben sich die sechs Gemeinden mit einem gemeinsamen Antrag an den Regionalverband gewandt, der für die Ausweisung von Kiesabbauflächen zuständig ist. Sie schlugen vor zu prüfen, ob es Alternativflächen an den bereits vorhandenen Standorten für Kiesabbau gibt.

Anmerkung dazu: Schade, dass hier in der Schwäbischen Zeitung  wieder mal eine Chance auf  eine kritische  Berichterstattung vertan wurde. Geschrieben wurde inzwischen genug über die Hintergründe,  mehr Weitblick wäre ohne allzu großen Aufwand auch für die beiden Redakteure möglich gewesen.

Momentan wird Kies aus Oberschwaben in großem Umfang  in die noch kies-reicheren Regionen von Schweiz und Österreich gekarrt. Warum? Weil es dort teurer ist Kies abzubauen als bei uns. Die nehmen Natur- und Grundwasserschutz in ihrem Land ernster!
Die Zahlen dieses Importes sind in Österreichischen Gutachten einsehbar, ebenso die Willensbekundung der Österreicher, ihre Importe weiter auszudehnen.
Nur der Regionalverband weiß von nichts... Das Umweltministerium allerdings auch nicht, die verwenden lieber die alten getricksten Zahlen der IHK.   hier sind die Infos zum Nachlesen

2020

·         waren 112.800 LKW-Fahrten wegen Kiesexport für Österreich und die Schweiz in unserer Region unterwegs (hauptsächlich im Kreis Ravensburg, teilweise im Bodenseekreis) .

·         In der Stunde ergaben sich 2020 somit 70 LKW- Fahrten quer durch Oberschwaben.

·         Somit ergaben sich bei der Berechnung genau 2.25 Millionen Liter an Dieselkraftstoff welche für den Kiesexport aus Oberschwaben nach Vorarlberg und in die Schweiz verbraucht werden. 

·         Dadurch wurden 5.962 Tonnen CO² freigesetzt

 

 

2023

·         Werden es nochmal 30.000 Fahrten mehr sein. Wir kommen damit auf über 140.000 LKW-Fahrten pro Jahr

·         Für den geplanten Export 2023 ergibt sich schon die unvorstellbare Gesamtsumme von knapp 3.5 Millionen Liter an Dieselkraftstoff. 

·         Dadurch werden 9.275 Tonnen CO² freigesetzt

 

 


Dafür werden bei uns Kiesgruben ausgewiesen. Dafür leiden wir alle unter dem immensem LKW-Verkehr durch unsere Ortsteile und dürfen dann die Straßensanierung auch noch bezahlen!
Der Regionalverband ignoriert eisern alle Hinweise und Einwände und hält an seinem Plan fest - warum nur? Kies ist ein ziemlich bedeutender Wirtschaftsfaktor und dementsprechend heftig sind die Bestrebungen zum Erhalt dieser einmaligen Einnahmensquelle. Wer dabei seine Finger im Spiel hat kann man hier in der Bildschirmzeitung lesen.
Dank sei Herr Binding von der SPD für seine Recherche.
Der spannende Artikel in der Bildschirmzeitung fragt: "Was hat die Kiesgrube in Grenis (bei Amtzell) mit einem russischen Oligarchen, mit Putin, mit Navalny und mit Trump zu tun. Allein die Frage wird verwundern? Die Antwort aber noch mehr! Es gibt tatsächlich Zusammenhänge."

Der Ergebnis dieser Prüfung: Es gibt zwar keinen Einzelstandort, der die geplante Grube in Grund ersetzen könnte, mit einer Kombination von vier Alternativstandorten könnte man aber die benötigte Menge von rund drei bis vier Millionen Kubikmetern Kies erreichen. Hierzu müssten im Regionalplan vier Flächen in bereits bestehenden Abbaugebieten zusätzlich ausgewiesen werden.....
Das sahen die Räte ähnlich und stimmten unisono gegen die Option, die fragliche Fläche im Humpißwald als Alternativstandort anzubieten. In mehreren Redebeiträgen wurde Kritik an der Landesregierung laut, den Behörden wurde Untätigkeit vorgeworfen. Auch Bürgermeisterin Simone Rürup sagte: „Es ist nicht fair, dass es nun an den Kommunen hängen bleibt. Das Land muss tätig werden.“
Hintergrund ist die Tatsache, dass der Wald bei Grund Staatsforst ist, also dem Land gehört. Der Kiesunternehmer Rolf Mohr, der dort Kies abbauen will, hat die entsprechende Fläche bereits seit längerer Zeit vom Land gepachtet. Die Landesregierung hat bisher eine Einmischung ins Thema abgelehnt und auf den Regionalverband verwiesen. ....
Außer Vogt stimmten alle Gemeinden gegen die Alternativstandorte
„Wir kommen zu dem Ergebnis, dass die Vermeidung eines Neuaufschlusses in Grund so wichtig ist, dass der Abbau an bestehenden Standorten besser wäre, auch wenn hierfür mehr Fläche benötigt wird“, erklärte Bürgermeister Peter Smigoc den Standpunkt der Gemeindeverwaltung.....
Vogts Bürgermeister Peter Smigoc ist auch Mitglied der Verbandsversammlung des Regionalverbands. ... Der Vogter Gemeinderat Peter Geiger forderte den Bürgermeister auf, in der Regionalversammlung gegen den Plan zu votieren, sollte die Kiesabbaufläche in Grund nicht gestrichen werden.

Was natürlich ein ziemliches "Rum-Geeiere" des Bürgermeisters nach sich ziehen musste, es handelt sich typischerweise um einen heftigen Interessenskonflikt. Das bringt die Doppelfunktion Bürgermeister / Mitglied des Regionalverbandes unweigerlich mit sich.
Daher unsere Forderung: Bürgermeister raus aus dem Regionalverband! Diese Macht Konzentration im innigen kleinsten Kreise schadet unserer Demokratie ganz erheblich.
Und unserem Ländle schadet es noch mehr!