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Mittwoch, 12. April 2023

“Unsere Generation – unser Job” - der offene Brief im Wortlaut

hier auf Solarify  Veröffentlicht am 6. April 2023

Hunderte unterschreiben Offenen Brief an Scholz

Mehr als 400 PolitikerInnen, Prominente, WissenschaftlerInnen und Intellektuelle aus NGO, Kultur, Religionen und Wirtschaft haben am 06.04.2023 einen Offenen Brief an Bundeskanzler, Abgeordnete und Konzernvorstände unterzeichnet und veröffentlicht. Anlässlich des jüngsten Weltklima-Berichts (siehe: solarify.eu/weltklimarat-schlaegt-alarm-erneut), des Aufweichens des Klimaschutzgesetzes und der anhaltenden Klimaproteste mahnen sie bei den Verantwortlichen unsere gemeinsame Handlungs-Verantwortung als erste und letzte Generation an, die den Klimakollaps noch aufhalten kann. Unter dem Titel “Unsere Generation – unser Job: Aufruf zur gemeinsamen Generationenverantwortung!” rufen sie zu einer gemeinsamen, parteiübergreifenden historischen Leistung auf.....

Über die Initiative zu diesem Offenen Brief

Die Initiative zu diesem Offenen Brief ist im Strategienetzwerk Klima entstanden, einem Zusammenschluss von mittlerweile über 70 StrategInnen aus Klima-NGOs wie GermanZero, KlimaUnion, Brand New Bundestag u.a. sowie Klimabewegungen wie Fridays for Future, Extinction Rebellion und Psychologists for Future. Vereint in dem Anliegen, mehr Paris-konforme Klimapolitik voranzubringen, entstand der Wunsch, der Dringlichkeit von Klimaprotesten, wie sie u.a. durch die Letzte Generation vorangetrieben werden, angesichts der realen politischen Entwicklungen gesellschafts- und parteiübergreifend mehr Rückhalt zu verleihen und unsere gemeinsame Generationenverantwortung in den Vordergrund zu rücken. Innerhalb weniger Tage sind nach der Veröffentlichung des neuen IPCC-Berichts und dem Schleifen des Klimaschutzgesetzes mehrere Hundert Unterschriften eingegangen.

Der Offene Brief im Wortlaut

ATOMKRAFT: Aus und vorbei

10.04.2023 im Südkurier Kommentar

Jetzt aber wirklich! Ende dieser Woche gehen die verbliebenen drei deutschen Atomkraftwerke vom Netz. Endgültig. Auch wenn das inzwischen 65 Prozent der Deutschen nicht mehr gutheißen, ist das die richtige Entscheidung. Zum einen, weil alles andere – nach dem jahrelangen Hin und Her – ein Glaubwürdigkeitsproblem für die Bundesregierung bedeutet hätte. Vor allem aber, weil die Bedenken der Anti-Atomkraft-Bewegung in der aktuellen Energiekrise nichts von ihrem Wahrheitsgehalt verloren haben: Die Kernkraft birgt ein tödliches Risiko. Die Unglücke von Tschernobyl und Fukushima brachten dies eindrücklich ins Bewusstsein. Von den ungeheuren Langzeitkosten nicht zu reden.

Ob die Rechnung von Bundeswirtschaftsminister Habeck aufgeht und die Energieversorgung tatsächlich sicher ist, hängt weniger an den paar mit halber Kraft laufenden Akw, als vielmehr daran, ob es gelingt, dass die Energiewende tatsächlich endlich den nötigen Schwung aufnimmt. 


Zusammenfassender Auszug aus Solarify hier

Angesichts der dringend notwenigen Reduzierung von CO2-Emissionen wird Atomenergie immer wieder als Ersatz für fossile Energieträger ins Spiel gebracht. Eine DIW-Studie kommt zu dem Schluss, dass das auch aus ökonomischer Sicht Unsinn ist. Weil Deutschland so schnell wie möglich wegwill von klimaschädlichen Emissionen, sehen manche Politiker Atomenergie als sinnvolle Alternative zu Kohle, Gas und Öl. Von einer weiteren Laufzeitverlängerung war zwischendurch die Rede, manche hatten sogar den Bau neuer Atomkraftwerke gefordert. Ob das ökonomisch Sinn hätte, haben nun Forscher der Technischen Universität Berlin und des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) im Auftrag der Grünen Bundestagsfraktion untersucht. Und in ihrer Studie „Ökonomische Aspekte der Atomkraft“ fällen sie ein eindeutiges Urteil: Atomkraft sei im Vergleich zu anderen Energieträgern zu teuer. „Eine Gesamtbewertung des Systems Atomkraft ergibt heute dasselbe Ergebnis wie auch in den letzten Jahrzehnten: Selbst bei Vernachlässigung externer Kostenfaktoren (…) ist der Bau und der Betrieb von Kernkraftwerken nicht ökonomisch, und es gab und gibt kostengünstigere Alternativen.“ (n-tv.de/Studie-Atomkraft-ist-schlichtweg-zu-teuer)