Hier könnte die Erklärung liegen: er will den Strompreis dämpfen......
Es zeigt nochmals sehr anschaulich das bestehende System mit seiner Problematik.
Spiegel hier Von Benedikt Müller-Arnold 29.09.2023
Die 3 Kreise Ravensburg, Sigmaringen und Bodenseekreis haben trotz lauter Proteste keinen zukunftsfähigen Regionalplan bekommen. Wo steht Deutschland, Baden-Württemberg und seine Kommunen aktuell beim Klimaschutz? Welche Möglichkeiten gibt es und wo gibt es Anregungen, die übernommen werden könnten?
Spiegel hier Von Benedikt Müller-Arnold 29.09.2023
Frankfurter Rundschau hier 07.10.2022
FR Klima wirft von diesem Wochenende an einmal im Monat einen Blick auf unsere Energieerzeugung: In Zusammenarbeit mit dem Thinktank Agora Energiewende bereiten wir die aktuellsten Daten zum Strommix in Deutschland auf.
Die erneuerbaren Energien lieferten im September 2022 aufgrund besonders windreicher Tage 2,7 Terawattstunden mehr Strom als im September 2021. Sie kommen damit auf einen Anteil von 42 Prozent am Strommix – sieben Prozentpunkte mehr als im Vorjahresmonat.
Das Plus an Strom aus Wind- und Solaranlagen machte den Rückgang bei der Kernkraft mehr als wett, der sich durch die planmäßige Stilllegung der Kraftwerke Brokdorf, Grohnde und Gundremmingen Ende 2021 im Vergleich zum Vorjahr ergab.
Dass erneuerbare Energien nicht nur CO2-Emissionen senken, sondern auch die Strompreise dämpfen, zeigte sich besonders deutlich um den 17. September, als viel Windstrom im Strommix die Preise auf zwei Euro je Megawattstunde senkte.
Agora Energiewende ist ein unabhängiger Thinktank, der wissenschaftlich fundierte und politisch umsetzbare Wege zur Klimaneutralität erarbeitet. Die Grafik basiert auf Daten von www.agora-energiewende.
3 verschiedene Aspekte der Wasserstoff-Wirtschaft
efahrer hier 10. September 2022 | Tobias Stahl
ARD Tagesschau hier 18.07.2022
Mehr als 40 Gigawatt
Das derzeitige Sommerwetter treibt die Stromerzeugung mit Photovoltaik kräftig an. Am Wochenende wurde in Deutschland in der Spitze so viel Solarstrom ins Netz eingespeist wie nie zuvor.
Am Sonntag gegen 13 Uhr war es so weit: Erstmals wurde in Deutschland Solarstrom mit einer Leistung mehr als 40 Gigawatt ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Damit wurden fast 80 Prozent des zu diesem Zeitpunkt in Deutschland verbrauchten Stroms mit Hilfe von Photovoltaik erzeugt. Das geht aus den Daten der Freiburger Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme hervor.
Strom ist längst nicht alles
Trotz dieser Entwicklung bleibt beim Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland aber noch sehr viel zu tun. Im vergangenen zwölf Monaten lag der Anteil der umweltfreundlichen Energiequellen im Schnitt zwar bei knapp der Hälfte am gesamten Stromverbrauch.
Doch die derzeit in Deutschland verbrauchte Energie umfasst deutlich mehr als Strom. Im vergangenen Jahr deckten Erneuerbare Energien nur knapp ein Sechstel der in Deutschland verbrauchten sogenannten Primärenergie. Diese umfasst die Energiemenge, die von Energieträgern wie Erdöl, Erdgas, Braunkohle, Steinkohle, Sonne, Wind, Wasserkraft oder Kernbrennstoffen stammt.
Die Bedeutung des Solarstroms ist also immer noch vergleichsweise gering - trotz des neuen Spitzenwerts. Im vergangenen Jahr wurde erst knapp neun Prozent des in Deutschland produzierten Stroms mit Hilfe von Photovoltaik produziert. Fast ein Drittel der verbrauchten Primärenergie stammte hingegen aus Mineralöl.Mehr Strom benötigt
Zudem erwarten Experten weitere Steigerungen des Stromverbrauchs in Deutschland für die kommenden Jahre - auch wegen der steigenden Verbreitung von Elektroautos. Im Gebäudebereich spielen Wärmepumpen dabei eine Rolle.
Dennoch gibt eine neue Studie Grund zur Hoffnung: Nach Einschätzung des Kreditversicherers Allianz Trade (früher Euler Hermes) kann die Energiewende sogar weitaus erfolgreicher gelingen als bislang erwartet. "Mittelfristig dürften die ehrgeizigen Ziele Deutschlands den Anteil der erneuerbaren Energien am Strommix sogar über das Maß hinaus steigern, das für die Erfüllung der Pariser Klimaziele bis 2035 erforderlich wäre", sagte der Allianz-Trade-Chef für den deutschsprachigen Raum, Milo Bogaerts.
Voraussetzung dafür sei allerdings ein kräftiger Umbau von Abläufen in zentralen Bereichen des Stromsystems. "Die Planungs- und Genehmigungsverfahren für Erneuerbare-Energien-, Strom- und Wasserstoffnetze müssen konsequent vereinfacht und beschleunigt werden", sagte der Allianz-Energieexperte Markus Zimmer. Darüber hinaus müsse der Ausbau der Strom-, Gas- und Wasserstoffnetze besser koordiniert werden.Viele neue Arbeitsplätze in Sicht
Allein der Ausbau der Stromerzeugungskapazität aus erneuerbaren Energien erfordere bis 2035 Investitionen in Höhe von durchschnittlich 28 Milliarden Euro pro Jahr. Diese führten direkt und indirekt zu jährlich 40 Milliarden Euro zusätzlicher Wertschöpfung, was aktuell mehr als einem Prozent des deutschen Bruttoinlandsproduktes entspräche. "Zudem wird der Ausbau der Erneuerbaren Energien von 2022 bis 2035 insgesamt durchschnittlich 440.000 Arbeitskräfte in Deutschland beschäftigen", so die Ökonomen des Kreditversicherers.
Dass ein kurzfristig höherer Kohleeinsatz bei der Stromproduktion mit entsprechendem Anfall des klimaschädlichen Gases CO2 nicht die Klimaziele gefährdet, erklärt Allianz Trade mit der Funktionsweise des EU-Emissionshandelssystems. In dessen Rahmen führe ein zusätzlicher Kohleeinsatz zu einer Steigerung der Preise für CO2-Emissionen. "Das bedingt wiederum weniger CO2-Emissionen in anderen Branchen", so Zimmer. "In Anbetracht der hohen EU-Emissionshandelspreise ist es zudem sehr unwahrscheinlich, dass Kohle langfristig als Ersatz für russisches Gas dienen wird."
Das wollten wir alle schon immer mal wissen! Und noch dazu von einem Finanz-Magazin, das nicht dem Verdacht ausgesetzt ist, "Grüne Klientel"-Berichterstattung zu machen.
Es scheint so: Lindner und FDP, Söder und CSU machen es sich ganz schön leicht...
Finanzen 100 hier Von FOCUS-Online-Redakteur Matthias Hochstätter
CSU-Chef Söder bringt wieder einmal die Atomkraft als möglichen Retter in der Not ins Spiel. Bundeswirtschaftsminister Habeck winkt dagegen ab und setzt auf die klimaschädliche Steinkohle, falls Deutschland das Erdgas ausgeht. Wer hat die besseren Argumente auf seiner Seite?