Montag, 14. September 2026

Ein Glaubwürdigkeitsproblem in Großbritanien: weil Regierungsbotschaften systematisch am Vertrauen vorbeigehen.

Ich würde sagen: was für ein Paradebeispiel für den Zweck und den Nutzen einer funktionierenden Zivilgesellschaft ! Ja genau für die, die bei uns von Regierungsseite verächtlich gemacht und unterlaufen wird - wenn man nicht sogar davon sprechen kann, dass sie vorsätzlich bekämpft wird  .... Und dann wundert man sich über die komischen Bürger....

Daniel Mautz / LinkedIn

Mehr als ein Drittel der Brit:innen sagt, Labour habe beim Klimaschutz versagt. Das ist kein Meinungsproblem, das ist ein Glaubwürdigkeitsproblem.

Dieser Sommer in Großbritannien war keine Abstraktion. Waldbrände in Suffolk, Schulschließungen wegen Hitze, Hosepipe-Verbote, Überhitzungstote. 

Menschen haben die Klimakatastrophe nicht als Nachricht erlebt, sondern als Realität in ihrer unmittelbaren Umgebung. Trotzdem kommt Klimakommunikation in Großbritannien nicht an, und zwar nicht, weil die Menschen desinteressiert wären, sondern weil Regierungsbotschaften systematisch am Vertrauen vorbeigehen.

Ein Beleg dafür ist die 75-Millionen-Pfund-Kampagne zum Wassersparen, die Haushalte aufforderte, ihren Verbrauch täglich um 28 Liter zu senken. 

Gleichzeitig verliert das chronisch unterfinanzierte britische Leitungsnetz durch marode Infrastruktur deutlich mehr. Die Kampagne verschwieg das. Wer so kommuniziert, baut keine Glaubwürdigkeit auf, sondern baut sie ab.

Forschung von Climate Outreach zeigt, was stattdessen wirkt. Lokale Verankerung, kollektive Handlungsfähigkeit, Botschaften, die nicht von oben kommen, sondern aus der Gemeinschaft heraus entstehen. Die Initiative Greener Henley arbeitet genau so und erreicht Menschen über Parteigrenzen hinweg, weil sie an konkreten Alltagssituationen ansetzt.

Das ist keine weiche Feel-Good-Geschichte. Es ist der Beweis, dass Klimapolitik dann Rückhalt bekommt, wenn Verantwortung klar benannt wird und nicht an Bürger:innen weitergereicht wird, deren Duschverhalten am Investitionsstau der Wasserkonzerne rein gar nichts ändert.

Link: https://lnkd.in/evP8s4MC

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen