Leider muss ich diesem Artikel vollkommen recht geben: "das, was Klimaaktivisten fordern, ist zu wenig, um die Welt zu retten." Wenn man bedenkt, dass schon alleine das nicht erfüllt wird, kann das Herz ganz tief in die Hose rutschen. Doch was nützt es - aufgeben ist keine Alternative, dadurch würde man alles verspielen. Bene Müller von Solarcomplex formulierte es ungefähr so: "wir müssen raus aus unserem Heidiland-Denken! Mit bald 10 Mio Menschen auf der Erde kann nichts bleiben wie es ist"
MEINUNG in t-online hier Ein Gastbeitrag von Kuno Kirschfeld 30.12.2023
Alle Welt redet vom Klima. Dabei sind die Probleme, die auf uns zukommen, viel umfassender: Der ökologische Fußabdruck der Menschheit ist zu groß. Meint unser Gastautor und hat ein paar dringende Vorschläge.
Die Erde stellt Ressourcen für alle Lebewesen zur Verfügung, also auch für uns Menschen. Das Problem: Die Menschheit verbraucht mehr, als die Erde liefern kann. Wenn ein Waldbesitzer mehr Holz entnimmt, als natürlich nachwächst, so verschwindet der Wald nach einiger Zeit – was bleibt, ist ein Grundstück ohne Bäume.
Woher wissen wir, dass die Menschheit zu viel verbraucht? Die Daten stammen aus der Arbeit des Global Footprint Network, einer Non-Profit-Organisation. Jeder hat schon vom ökologischen Fußabdruck gehört oder davon, dass es dreier Erden bedürfte, wenn alle Menschen so leben wollten wie wir Deutschen. Besonders anschaulich ist, was vom Global Footprint Network als der Earth Overshoot Day definiert wurde: Das ist der Tag, an dem die Menschheit so viele natürliche Ressourcen verbraucht hat, wie die Erde fürs ganze Jahr zur Verfügung stellt. Jahr für Jahr verschiebt sich der Earth Overshoot Day.
Grafik rechts: Erdüberlastungstag: Das Datum, wann die Ressourcen eines Jahres eigentlich verbraucht wären, hat sich seit Jahren immer weiter nach vorne verschoben.