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Mittwoch, 29. April 2026

Nicht nachvollziehbare Intervention bei Windkraft-Vorranggebiet durch Ministerin Razavi

Schwäbische Zeitung hier  29.04.2026 Kai Schlichtermann

Kommt hier die Windkraft? Ministerium schaltet sich ein

Der Regionalverband hat Einwendungen zu Vorrangflächen für die Windkraft ausgewertet und kleine Änderungen verabschiedet. Doch nun droht eine überraschende Intervention des Ministeriums für Landesentwicklung und Wohnen.

Samstag, 14. März 2026

Herumgeschubst hat freilich niemand irgendwen


Nils Dorenbeck

Linguistische Extremismusforschung

In seinem ersten Interview seit der Landtagswahl führt Manuel Hagel vor, wie schnell Beteuerungen zu hohlem anstatt angemessenem Pathos verkümmern 

und das Bild des Charakters (Ethos) eines Redners beschädigen, wenn sie nicht auf der Ebene des Logos substantiiert werden und weder mit den übrigen Rede-Teilen noch mit dem sonstigen Handeln des Redners in Einklang stehen (aptum).


Hagel beteuert, dass er „für einen politischen Stil mit Anstand und Verantwortung“ stehe.
Gefragt nach dem Rehaugen-Video, seiner damaligen „Kommentierung“ und den „öffentlichen Reaktionen“, spricht er dennoch nur von diesen, übernimmt also keine „Verantwortung“.

 Und auf die Frage, ob er angesichts von Forderungen aus seiner Partei, die nur bei einer absoluten Mehrheit der CDU gerechtfertigt wären, „ein Machtwort sprechen“ müsse, antwortet er schlicht: „Nein.“ Denn: „Wir lassen uns nicht herumschubsen.“

Donnerstag, 28. August 2025

Waldburger Rücken - Gutachten für Landschaftsschutzgebiet

Schwäbische Zeitung  hier 27.08.2025 Von:Philipp Richter


Viele Ideen, wenig umgesetzt: Gutachten hat kaum Folgen für Altdorfer Wald

Ein Gutachten empfahl, den Waldburger Rücken als Nationales Naturmonument auszuweisen. Doch was wurde daraus?

74.000 Euro gab das Landratsamt Ravensburg für ein Gutachten zum Waldburger Rücken aus. Das darin empfohlene Nationale Naturmonument wird nicht kommen. Doch was passiert jetzt mit dem Gutachten?

Montag, 25. August 2025

Jetzt wird es ernst mit dem Kiesabbau

 


Schwäbische Zeitung  25.8.25


Manni meint: 

Sie tun immer noch so, als ob dies nicht schon längst beschlossene Sache ist.
Kies und Torfabbau vernichten unsere Natur. Aber natürlich wird das von Gutachten begleitet, um sich als Landrat und Behörden die Hände in Unschuld zu waschen.

Sicher erfolgt dann ein von öffentlichen Geldern finanzierter Strassenausbau zwischen Grund und Grenis. Und bald folgt der Antrag auf endgültige Austorfung des Reichermoos über 2030 hinaus um weiterhin Wellnessmoorbäder in den ach so moorschützenden Bäderstadten Buchau, Waldsee und Wurzach anzubieten.

Wir Steuerzahlenden finanzieren dass Moorschutzzentrum MOOR EXTREM in Wurzach und diese Stadt macht gleichzeitig das Reichermoos platt. Aber auch da werden schlaue Gutachter attestieren, dass dies gut für das Reichermoos ist. Verlogener geht's nicht...

Samstag, 7. Juni 2025

Befürworter des Biosphärengebiets formieren sich

Schwäbische Zeitung  hier  6.6.25  Paul Martin

„Als Bauer halte ich das für eine Sache, die wir brauchen“

Im Ringen um ein mögliches Biosphärengebiet in Oberschwaben tritt ein neuer Verein auf den Plan. Die Gründer wollen der Allianz der Landeigentümer etwas entgegensetzen.

Kommt in Oberschwaben ein neues Biosphärengebiet? Darüber werden Gemeinderäte in den betroffenen Kommunen im westlichen Landkreis Ravensburg sowie in Teilen der Kreise Sigmaringen und Biberach in den kommenden Monaten entscheiden müssen.

Montag, 9. Dezember 2024

Oberschwaben: Die Moorschutzstrategie müsste konsequent umgesetzt werden, weil die Maßnahme den größten Hebel hat

Jetzt geht es ganz konkret um Oberschwabens Moore. Eine einmalige Chance, endlich vorwärts zu kommen bei diesem umstrittenen Thema.

hier  Zeit  6. Dezember 2024, Quelle: dpa Baden-Württemberg

Agrarindustrie: Wie die Landwirtschaft Klimaziele erreichen kann

Der Moorschutz hat einer Studie zufolge eine zentrale Rolle beim Kampf gegen den Klimawandel im Sektor Landwirtschaft. Das Agrarministerium hat ein Gutachten bei der Universität Hohenheim in Auftrag gegeben, um zu sehen, welche Maßnahmen in der Landwirtschaft welche Minderungspotenziale für Treibhausgase haben.
Der Rat der Wissenschaftler: Auf den Moorschutz und die Renaturierung von Mooren setzen. 

Samstag, 30. November 2024

Geplant: Strom ab 2029 von 30 Windrädern im Altdorfer Wald

Schwäbische Zeitung hier

Der größte Windpark Baden-Württembergs wird jetzt definitiv kleiner

Im Altdorfer Wald treffen gleiche mehrere Superlative zusammen. Der mit 82 Quadratkilometer große Wald ist der größte zusammenhängende Oberschwabens. Er ist ein wichtiger Trinkwasserlieferant für das Schussental und die umliegenden Kommunen. Mit dem Waldburger Rücken gibt es eine seltene und geologisch einmalige Formation im Voralpenland. Und gleichzeitig soll dort Baden-Württembergs größter Windpark entstehen, in dem dann eine der größten und modernsten Windräder überhaupt stehen sollen.

Donnerstag, 5. September 2024

Alte B 30 könnte doch noch zum Radschnellweg in Weingarten werden

Schwäbische Zeitung hier 04.09.2024, Von: Lea Dillmann

Die Trasse für den geplanten Radschnellweg ist in Weingarten sehr umstritten. Eigentlich hatte sich der Weingartener Gemeinderat bereits für eine andere Radschnellweg-Route durch die Stadt entschieden. Doch das Land möchte auch mitreden.

Die alte Bundesstraße 30, die mitten durch Weingarten führt, könnte doch noch zur Route des Radschnellwegs werden. Dieser soll Baindt mit Friedrichshafen verbinden. Die finale Entscheidung ist noch nicht gefallen, wie Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann bei seinem Besuch am Dienstag im Schussental deutlich machte.

Dabei hatte sich der Weingartener Gemeinderat in diesem Jahr ganz knapp für eine andere Variante entschieden und zwar die, die nicht mitten durch, sondern am Schulzentrum und westlich der Stadt entlang führt. Im Herbst soll in Gesprächen zwischen Stadtverwaltung und Regierungspräsidium nochmals abgewogen werden, welche Linie es am Ende werden soll.

Minister hält die Weingartener Etappe für einen Umweg

Mittwoch, 28. August 2024

„Schwäbische Zeitung“ auf Abwegen: Rechtsruck in Ravensburg

TAZ hier

Populistische Texte, Interviews mit Extremisten – worum geht es bei dem Kurswechsel der „Schwäbischen Zeitung“? Und was sagen die Mitarbeitenden?

Freitag, 9. August 2024

Das Ende des seriösen Journalismus in der Schwäbischen Zeitung: Sie ist zur rechtslastigen "Bild-Zeitung von Oberschwaben" mutiert

Der Leserbrief von Wolfgang Ertel deutete bereits das ganze Dilemma an: Die Schwäbische Zeitung kann nicht länger als neutral bezeichnet werden hier

SWR  hier  8.8.2024, Isabel Heine

Traditionsblatt aus Ravensburg im Umbruch

"Schwäbische Zeitung": Stellenabbau und Verunsicherung

Viele Mitarbeiter der "Schwäbischen Zeitung" aus Ravensburg sind in Sorge. Es geht um den publizistischen Kurs des Blattes. Außerdem will die Geschäftsführung Stellen abbauen.

Sonntag, 28. Juli 2024

Leserbrief veröffentlicht - doch warum fehlt in der Schwäbischen Zeitung der wesentliche erste Satz?

Leserbrief in der Schwäbischen Zeitung zu
"Physiker Ganteför kritisiert: Klimaforscher leben von der Angst" hier

Mit diesem Interview bietet die Schwäbische Zeitung unkommentiert und kritiklos auf einer dreiviertel Seite einem Populisten ein Forum, seine steilen Thesen zu verbreiten. 

Und in der Überschrift, die jede:r liest (und den Rest des Artikels lesen nur Wenige) wird suggeriert, dass ein seriöser Experte sagt, die Klimaforscher würde übertreiben und Panik schüren. 

Um nur einige der steilen Thesen zu nennen: Er schließt, dass die ganze Welt kein Problem mit dem Meeresspiegel hat, wenn die Niederlande mit hohen Deichen geschützt ist. Was ist mit armen Ländern wie zum Beispiel Bangladesch? 

Ganz toll klingt sein Argument, dass die Ozeane - genau wie eine Sprudelflasche - bei steigendem CO2-Partialdruck in der Atmosphäre ganz viel CO2 speichern können. Das ist absolut richtig. Er sagt aber nicht, dass dadurch die Ozeane übersäuern, was schon heute zum Tod von ganz viel Leben im Meer führt. 

Das ist ein Beispiel dafür, wie man durch das Weglassen eines Teils der Wahrheit Laien (und das sind die meisten Leser) auf die völlig falsche Fährte führen kann. Genau das ist die Vorgehensweise der Klimawandelskeptiker und Klimawandelleugner, die mit finanzieller Unterstützung großer Konzerne dabei sind, eine ganz gefährliche Pseudo-Gegenwissenschaft aufzubauen.  Dazu gehört zum Beispiel auch EIKE, ein selbsternanntes Institut, das angeblich Klimawissenschaft betreibt. Ich würde mit wünschen, dass die Schwäbische Zeitung in Zukunft solchen gefährlichen Menschen und Institutionen keine Bühne mehr bietet.

Wolfgang Ertel

Donnerstag, 4. Juli 2024

„Wäre Jesus Klimaaktivist?“ - der Münster-Dekan redet lieber über seinen Frust

Regio-TV  hier  als Video  Mi, 03.07.2024 

Spektakuläre Protestaktion: Klimaaktivisten beziehen Stellung

Drei Klimaaktivisten haben gestern für Aufsehen gesorgt. Sie waren auf den Turm des Ulmer Münsters geklettert und hatten dort auf 70 Metern Höhe ein großes Protestbanner aufgehängt. Ihr Ziel war es, mit der Frage „Wäre Jesus Klimaaktivist?“ auf den Klimawandel aufmerksam zu machen. Nun äußern Sie sich erstmals zu der Aktion.



Schwäbische Zeitung hier  03.07.2024  Philip Hertle

Großeinsatz am Ulmer Münster: „Würden für unsere Strafe pleitegehen“: Klima-Kletterer verteidigen Aktion

„Wäre Jesus Klimaaktivist?“: Die Antwort auf die Frage der Klima-Aktivisten ist Ja. Aber um welchen Preis? Ihre Banner-Aktion löste einen Großeinsatz aus - auch der Münsterdekan übt harsche Kritik.

Dienstag, 2. Juli 2024

Das Banner hängt jetzt! : "Wäre Jesus Klima-Aktivist?" fragen die Alti-Aktivisten

 2. Update am 2.7.24: Jetzt also doch!


Schwäbische Zeitung hier Levin Schröder, Philip Hertle 2.7.24

Klimaaktivisten klettern auf Ulmer Münster und hissen riesiges Banner

Bereits vergangenen Mittwoch sollte das Banner hängen. Seit dem frühen Dienstagmorgen hängt es jetzt. Einer der Klimaaktivisten schickt sogar eine Video-Botschaft.

Viel Rummel am frühen Morgen: Klimaaktivisten sind am Dienstagmorgen gegen 6 Uhr auf den Kirchturm des Ulmer Münsters geklettert, um dort ein großes Banner mit der Aufschrift „Wäre Jesus Klimaaktivist?“ anzubringen. Die Polizei geht aktuell von drei bis vier Klettern aus. 

Die Motivation für die illegale Aktion gab Kletterer Samuel Bosch, bekannter Klimaaktivist aus Ravensburg, preis: im Video hier




Kommentar vom KlimaCamp  hier
Jetzt aber wirklich: Auf dem höchsten Kirchturm der Welt steht: "Wäre Jesus Klimaaktivist?" 

Nachdem wir letzte Woche verpfiffen wurden, konnten wir unsere Füße nicht mehr stillhalten - wir brauchen dringend Zeichen für Klimagerechtigkeit!✊

Unser Appell an alle Gläubigen: Schafft politischen Wind für Klimagerechtigkeit! Die CDU wurde bei den Wahlen stärkste Kraft und nennt sich "christlich". Wie viele Jahrhunderthochwasser braucht es noch, bis sich die CDU auf christliche Werte besinnt?

Jesus leistete zivilen Ungehorsam und schmiß Händler aus dem Tempel: "Kam es zum Konflikt zwischen Gesetz und Menschenwohl, war Jesus auf der Seite des Menschen", so Jesuit Jörg Alt. Ziviler Ungehorsam und Widerstand seien Wege, das Recht mit dem Richtigen in Einklang zu bringen.

Christ*innen überall: Organisiert euch in Gruppen gegen eine Politik, die für das Sterben anderer Menschen verantwortlich ist.
Wir finden: Jesus würde der CDU das 'C' klauen und vielleicht auch mal Öl-Pipelines zudrehen.

Sonntag, 30. Juni 2024

Im Herbst soll es um die Details zur neuen Kiesgrube bei Vogt gehen

 Schwäbische Zeitung hierhier  Von Katrin Neef und Philipp Richter

Kiesabbau: Der nächste Schritt steht an

Das Unternehmen Meichle und Mohr plant im Altdorfer Wald bei Vogt ein neues Kiesabbaugebiet. Der Regionalverband Bodensee-Oberschwaben hat in seinem neuen Regionalplan ein elf Hektar großes Kiesabbaugebiet in der Nähe des Vogter Teilorts Grund ausgewiesen. Das heißt, dass das Unternehmen nun einen Antrag auf Genehmigung für den Kiesabbau stellen kann. Dieser Antrag wurde jedoch noch nicht gestellt. Dies wird wohl erst im Herbst 2025 der Fall sein.

Die zuständige Genehmigungsbehörde ist in diesem Fall das Landratsamt Ravensburg. Wie eines Sprecherin des Amts auf Anfrage der Redaktion mitteilt, steht erst noch ein sogenannter Scopingtermin an, bevor der Genehmigungsantrag gestellt werden kann. Dieser Termin werde wahrscheinlich im Herbst 2024 in Vogt stattfinden. Dieser soll öffentlich sein, wie es vonseiten der Kreisbehörde heißt.

Donnerstag, 20. Juni 2024

Ermächtigung zum Flächenfraß durch Normenkontrollantrag eingeleitet

Bürokratie -Abbau ist  so ein Wort, das jeder Mensch in seinem ganz persönlichen Sinne gebrauchen kann, denn wer regt sich nicht über Bürokratie auf , wer wird bei einem in Aussicht gestellten Abbau nicht sofort hellhörig?
Doch ein Bürokratie- Abbau sieht für die Herren Zwick und Gerster von der CDU wesentlich anders aus als für die Landwirte oder gar die Naturschützer. 

Wir sollten das Ich -Wünsch-Mir-Was-Wort daher als Nebelbank in einer Kommunikation erkennen. Und bei Gebrauch darauf drängen, mehr über das konkrete Anliegen dahinter zu erfahren.
Das hat Hr. Mendelin in seinem Artikel sehr überzeugend getan.
Und wir haben erfahren, was Bürokratie-Abbau für Zwick und Gerster und den Gemeindetag bedeutet: eine Ermächtigung zum Flächenfraß. Alternative Ideen dazu oder Reflektion - leider Fehlanzeige.
Ein trauriges Bekenntnis zum "Weiter so".

Und daher möchte ich noch auf die Resolution des BUND (hier) verweisen:

Die BUND-Gruppen der Region Bodensee-Oberschwaben fordern die Städte und Gemeinden der Region auf, die Netto-Null beim Flächenverbrauch bis 2035 über die Flächennutzungspläne sicherzustellen. Dieses Ziel ist im Koalitionsvertrag Baden-Württemberg festgelegt. Die Pläne müssen neben Bauflächen auch Flächen für die Nachverdichtung, für den Rückbau und die Entsiegelung oder Doppelnutzung ausweisen.


Schwäbische Zeitung  hier  15.06.2024, Ulrich Mendelin

Kampf um den Acker: Darum ziehen zwei Bürgermeister vor Gericht

Grund und Boden ist heiß begehrt: Kommunen sind auf der Suche nach Bauland, Landwirte fürchten zunehmende Konkurrenz um Ackerflächen.

Sonntag, 21. April 2024

Laut Veranstalter:in knapp 1500 Menschen auf der Demo in Markdorf!😀

 

Schwäbische Zeitung  hier  21.04.2024,Johannes Weber

Familien, Kinder, Jugendliche, Gruppen und Einzelne: Sie alle kamen am Sonntag zur Kundgebung gegen rechts in Markdorf. So viele Teilnehmer füllten am Ende den Marktplatz.
Veröffentlicht:

Riesig war die Resonanz am Sonntag bei der Kundgebung gegen rechts in Markdorf. Sie alle waren gekommen, um Flagge für die Demokratie zu zeigen.

Als Initiatoren hatten sich dazu die im Gemeinderat vertretenen Parteien und Gruppierungen, CDU, FDP, Freie Wähler, SPD und Umweltgruppe, die Evangelische Kirchengemeinde und die Katholische Seelsorgeeinheit, der Freundeskreis Flucht und Asyl, das Familienforum im Mehrgenerationenhaus (MGH) und Omas gegen rechts zusammengetan.



Die Demonstranten trafen sich vor der Markdorfer Sparkasse und zogen über die Haupt- und Marktstaße zum Marktplatz. Dort fand die zentrale Abschlussveranstaltung statt. Viele Familien, Kinder und Jugendliche beteiligten sich, selbstgestaltete Plakate mit unmissverständlicher Botschaft wurden hochgehalten. Eine Combo sorgte für musikalische Untermalung.

Nicht fehlen durften die Omas gegen rechts.
Jugendliche auf der Bühne
Mit dabei waren auf der Bühne auch die Jugendlichen Julian, Jonathan und Maximillian. Abwechselnd machten sie deutlich, wofür sie gekommen waren: „Wir stehen zusammen für eine offene und tolerante Demokratie und gegen Ausgrenzung und Intoleranz.“ Sie riefen dazu auf, gemeinsam ein Zeichen für eine demokratische Zukunft zu setzen.

Bürgermeister Riedmann: Nie wieder ist heute
Bürgermeister Georg Riedmann bezog sich in seiner Rede direkt auf ein hochgehaltenes Plakat: „Nie wieder ist heute“ - war dort zu lesen. Er schilderte den Besuch von Kindern im Rathaus, unter ihnen war auch ein kurdisches Mädchen aus Syrien. Dies zeige deutlich, wie Integration gehen kann, sagte er. Riedmann betonte: „Die Menschen bereichern unsere Gesellschaft, wir lernen viel Neues. Kultur und Werte sind nicht statisch, sondern ändern sich. Darauf müssen wir uns einlassen.“
Leider gebe es auch heute wieder Menschen, die Zukunftsängste schürten und Hass verbreiteten. Dagegen heiße es, aufzustehen. „Und das tun wir heute gemeinsam“, stellte er fest.

Um die Verführten kümmern
„Wir müssen uns auch viel mehr um die Verführten als um die Verführer kümmern. Wir müssen sie zurückholen, mit ihnen reden und davon überzeugen, dass sie umkehren““, appellierte er . Offene, sachliche Diskussionen seien dafür notwendig. „Und ich finde es großartig, dass heute so viele gekommen sind, um hier in Markdorf Flagge zu zeigen“, schloss er unter Applaus.