Die 3 Kreise Ravensburg, Sigmaringen und Bodenseekreis haben trotz lauter Proteste keinen zukunftsfähigen Regionalplan bekommen.
Wo steht Deutschland, Baden-Württemberg und seine Kommunen aktuell beim Klimaschutz? Welche Möglichkeiten gibt es und wo gibt es Anregungen, die übernommen werden könnten?
BR Audiobeitrag hier 21.07.2023, Von Fabian Dilger, Mitarbeit/Recherche: Fritz Espenlaub.
Windkraftanlagen verursachen keine Dürren. Anders als teilweise behauptet, verändern die Anlagen nicht das Klima und das Wetter. Die fraglichen Behauptungen übertreiben einzelne Aspekte oder sind durch die Studienlage nicht gedeckt. Ein #Faktenfuchs.
Aus verschiedenen Gesprächen habe ich herausgehört, dass das Dienstwagenprivileg vor allem eines verhindert: das Einsparen von Kraftstoff. Mir wurde immer wieder gesagt: "Weshalb soll ich langsamer fahren und Sprit sparen - zahlt doch mein Arbeitgeber!"
Die
umstrittene Ein-Prozent-Regel für Dienstwagennutzer sei keine
Steuervergünstigung, sagt Bundesfinanzminister Lindner, sondern "nur
eine Steuervereinfachung". Experten sagen: Es war nicht als Subvention
geplant, wirke aber so. Ein #Faktenfuchs.
Darum geht’s:
Wer
einen Dienstwagen auf Kosten der Firma auch privat nutzen darf, muss
den "geldwerten Vorteil", der dadurch entsteht, versteuern: Dieser kann
pauschal mit einem Prozent des Bruttolistenpreises angegeben werden.
Kritiker
sehen darin eine ungerechtfertigte Subvention für Dienstwagennutzer;
Verteidiger argumentieren, es sei nur eine Steuervereinfachung.
Rein
rechtlich gesehen ist die Regel tatsächlich als Vereinfachung gedacht –
in der Praxis hat sie aber in vielen Fällen subventionsartige
Auswirkungen.
Zwei
Prozent der Bundesfläche will die Ampelkoalition für Windenergie
ausweisen. Manche befürchten nun, ganze Wälder würden gerodet. Das
stimmt nicht, recherchiert der #Faktenfuchs. Doch wieviel Wald wird
wirklich für die Windkraft abgeholzt?
Dass die erneuerbaren Energien ausgebaut werden sollen, darüber sind sich die meisten Parteien und laut Umfragen auch Bürger einig. Vor der eigenen Ortsgrenze möchten viele aber kein Windrad stehen haben, und auch nicht im benachbarten Wald.
Seit
die neue Bundesregierung ihren Koalitionsvertrag vorgestellt hat,
diskutieren User im Netz wieder vermehrt über Windräder - insbesondere
darüber, wie viel Wald dafür gerodet werden muss. Im Koalitionsvertrag heißt es: "Für die Windenergie an Land sollen zwei Prozent der Landesflächen ausgewiesen werden."
Im
Netz wird nun behauptet, es würden ganze Wälder für Windräder
abgeholzt. "Wer Klimaschutz sagt, muss Bäume pflanzen und nicht für
Windräder ganze Wälder roden!", schreibt zum Beispiel einer. Für
Windräder und für den Klimaschutz zu roden sei "schizophren", heißt es
an anderer Stelle. Ein dritter behauptet, es würden "Urwälder gerodet".
Der
#Faktenfuchs klärt, wie viel Bäume für ein Windrad im Wald abgeholzt
werden, wie viel Wald bisher schon für Windräder gerodet wurde - und wie
viel Wald voraussichtlich für das Zwei-Prozent-Ziel der Bundesregierung
abgeholzt werden muss.
Und zuletzt: Widersprechen sich Klimaschutz und
Bäume abholzen nicht eigentlich?