Wer jahrelang Stromtrassen boykottiert und den Bau von Windrädern fast unmöglich macht, dem bleibt am Ende vermutlich nur der populistische Angst-Schrei nach unbezahlbaren Atomkraftwerken.
Wenn man führen will, dann muss man auch an das Morgen denken. Ein Heute-alles-Gut-und-basta hat eine immer kürzere Halbwertszeit in unserer schnelllebigen Zeit. Daher ist es gut, dass nun Merz mit seinem Team beweisen muss, was an praktikablen Umsetzungsideen in ihm steckt.....
Dr. Markus Schleuning
Preiszonensplitting – richtig gedacht, aber nicht zu Ende.
Bild: Chatgbt, Vorgeschlagene Teilung nur Beispielhaft
Die Debatte um mehrere Strompreiszonen soll helfen, Netzengpässe zu reduzieren und Investitionen zu lenken.
Aber: Viele Engpässe entstehen längst auf darunter liegenden Netzebenen wie der Verteilnetzebene, nicht nur im Übertragungsnetz. Bei hunderten GW neuer dezentraler Verbraucher und Erzeuger wird es in Zukunft noch schwieriger.
Ein zonaler Strompreis allein löst dieses Problem nur bedingt bis gar nicht.
Warum nicht dynamische Netzentgelte (für Verbraucher und Erzeuger, sowohl positiv als auch negativ) auf allen Netzebenen einführen?
Netzengpässe dort teuer machen, wo sie auftreten – und Flexibilität dort belohnen, wo das Netz frei ist.
Zonensplitting ist ein Signal. Dynamische Netzentgelte wären das präzisere.