Der Freiburger Ingwar Perowanowitsch radelt durch Europa und macht einen Film über die besten Fahrradstädte – von Paris über die Fahrrad-Welthauptstadt Utrecht, und Amsterdam bis nach Kopenhagen.
Die 3 Kreise Ravensburg, Sigmaringen und Bodenseekreis haben trotz lauter Proteste keinen zukunftsfähigen Regionalplan bekommen. Wo steht Deutschland, Baden-Württemberg und seine Kommunen aktuell beim Klimaschutz? Welche Möglichkeiten gibt es und wo gibt es Anregungen, die übernommen werden könnten?
Der Freiburger Ingwar Perowanowitsch radelt durch Europa und macht einen Film über die besten Fahrradstädte – von Paris über die Fahrrad-Welthauptstadt Utrecht, und Amsterdam bis nach Kopenhagen.
Energie charts hier Schaut doch mal rein!
Liebe Saatgut-Interessent(in)en,
wir möchten Sie herzlich zur diesjährigen Saatgutbörse einladen:
am Sonntag, 02. Februar 2025
Ort: Prinz Max, Leutkircher Straße 1, 88682 Salem
Uhrzeit: 11:30 – 17:00 Uhr
Vom Energiestammtisch kommt folgender Hinweis:
Nachdem neulich über die Emission und Zulassung von Kachelöfen kontrovers diskutiert wurde, hier noch ein aufschlussreicher Beitrag von Detlef Weier:
Ich hatte heute ein interessantes Gespräch zum Thema Kachelöfen mit Markus Ebert (Dipl-Ing. heute Technischer Leiter der Fa. Schiedel GmbH, früher Schornsteinfegermeister).
Bei Kachelöfen muss unterschieden werden zwischen gemauerten und solchen mit Einsätzen.
Der Gesetzgeber fordert bei Kachelöfen den Austausch alter Einsätze in neue, emissionsarme Geräte. Deutschlandweit sind schätzungsweise vier Millionen Anlagen betroffen.
Die Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV) legt Grenzwerte fest, die von Feuerungsanlagen nicht mehr überschritten werden dürfen. Dies betrifft auch Kaminöfen, Heizkamine und Kachelöfen.
Und schon prescht unsere neu nominierte GOL-Kandidatin aus Salem vor!
Südkurier hier Salem 16. März 2024 Martina Wolters
Schutz von Wasser und Tieren ist ihr ein Anliegen.
„Ich sitze gern am Wasser und finde die Vorstellung beruhigend, dass es hoffentlich immer nachläuft“, sagt Iris Barann. Die 59-jährige Salemerin ist frisch ausgebildete Gewässerführerin. Bäche, Flüsse und Seen und die darin lebenden Tiere zu schützen, das ist ihr eine Herzensangelegenheit. Schon seit 30 Jahren ist die im Ortsteil Weildorf wohnende Informatikerin Mitglied im Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). Von dort kam auch der Impuls für sie, sich bei der Fortbildungsgesellschaft des Wasserwirtschaftsverbands Baden-Württemberg (WBWF) zur Gewässerführerin ausbilden zu lassen.
Die WBWF agiert gemäß Iris Barann im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. Es gehe darum, Kinder, Jugendliche und Erwachsene für den Erhalt regionaler Gewässer zu sensibilisieren und zu begeistern. Neben fachlichem Wissen zur Thematik habe sie gelernt, wie das Thema Gewässer spielerisch aufbereitet werden kann. Seit Oktober ist die 59-Jährige eine von 160 in Baden-Württemberg aktiven Gewässerführern und die erste Führerin im Bodenseekreis.
Anlässlich des Weltwassertags am Freitag, 22. März bietet sie erstmals zwei Führungen an:
Am Sonntag, 17. März um 14 Uhr startet ein gewässerökologischer Spaziergang entlang des Mühlbachs. Treffpunkt ist das Hochwasserrückhaltebecken „Am Weiher“ unterhalb des Salemer Teilorts Beuren.
In einer einstündigen Gewässerführung in Frickingen am Mittwoch, 20. März soll es um Gewässerschutz gehen. Los geht es um 16 Uhr an der Aachbrücke bei der Kläranlage. Eine Stunde informiert Iris Barann hier rund um den Themenbereich Gewässerschutz.
„Wasser für den Frieden“ ist der Wassertag in diesem Jahr überschrieben – ein Motto, das Barann sehr wichtig ist: „Wasser ist eine Ressource, die alle Menschen benötigen und an vielen Stellen wird sie knapper“, unterstreicht die Naturliebhaberin. Als Beispiel nennt sie den seit vielen Jahren schwelenden Konflikt zwischen Pakistan, Iran und Afghanistan um das kostbare Nass. Da die Auswirkungen des Klimawandels zunähmen und die Weltbevölkerung wachse, sei es dringend erforderlich, sich für den Schutz und Erhalt der wertvollsten Ressource einzusetzen.
Wer über die beiden Führungen hinaus Interesse an einem Gewässerspaziergang hat, kann sich bei Iris Barann unter Telefon 07553 828171 melden. Informationen zur Gewässerführer-Ausbildung gibt es unter: http://www.gewässerführer.de
Schwäbische Zeitung hier 27.01.2024 Jens Lindenmüller
siehe dazu auch hier, Brief an Hr. Härle und an das Landratsamt
Nach Mini-Aufmarsch: Wie die AfD aus einem Rohrkrepierer eine Erfolgsgeschichte basteln will
Dem Aufruf der AfD zum Aufmarsch vor dem Bauunternehmen von Bernhard Straßer, der dem Bodenseekreis einen ehemaligen Supermarkt zur Unterbringung von Geflüchteten vermietet, folgen Anfang Dezember nur wenige Bürger.
Eine Kundgebung, ein Spendenaufruf und eine Anzeige im Salemer Amtsblatt, die gar nicht hätte veröffentlicht werden dürfen. Eine gute gemeinte Aktion wird zum Politikum.
Die frohe Nachricht ist: Auch bei uns gibt es diese Ansätze schon, es ist gar nicht so weit weg!
Ich durfte vor Kurzem an einer Besichtigung der Markgräflichen badischen Verwaltung in Salem teilnehmen, die bereits auf regenerative Landwirtschaft umgestellt hat. Das hat durchaus Bedeutung, denn sie bewirtschaftet über 700 ha im Umkreis und war schon immer das große Vorbild (im Guten wie im Schlechten) für viele der örtlichen Landwirte.
Es werden neue Ansätze erprobt und verfolgt. Was mich sehr fasziniert hat, war der Ansatz der Bodenimpfung mit Bakterien oder Pilzen. In Salem wird vorrangig mit Pilzen gearbeitet, die im Laubblatt-Kompost, mit Blättern aus dem Wald, heranwachsen. Der große Vorteil: Pilze schließen Nährstoffe im Boden auf, die für die Pflanzen ansonsten nicht erreichbar wären. Herr Straßer und Frau Gindele, die beiden Fachkräfte im Betrieb, erklärten uns, dass bei Bodenproben festgestellte Mängel oft schon dadurch gelöst werden können. Sehr spannend, es geht also nicht darum, ständig weitere Nährstoffe auszubringen, sondern die bereits im Boden enthaltenen Nährstoffe Pflanzen-verfügbar zu machen.
In diesem Zusammenhang wurde auch von der Problematik durch Bodenbearbeitung gesprochen, die die bereits im Boden vorhandenen, erwünschten Pilz-Mycele empfindlich schädigen kann. (siehe dazu auch andere Artikel zur Klimarelevanz von Pilzen hier). Dieses Problem ist bisher noch ungelöst und muss durch ständig neue Impfungen gelöst werden.
Auch das unten erwähnte "Mob Grazing" wird umgesetzt und findet durch eine Zusammenarbeit mit dem örtlichen Schäfer statt.
Das Allerbeste aber ist: Die Verwaltung geht fachlich voran, ist aber ausdrücklich stark am Austausch und an einer Zusammenarbeit mit anderen Organisationen etc. interessiert. Wir werden hoffentlich noch mehr davon erfahren!
NTV hier 13.12.2023,Quelle: ntv.de, geo
Sechs Ideen für gesunde Erde
Die globale Nahrungsmittelproduktion bedroht die Erde: Sie laugt Böden aus, lässt Arten sterben, den Regenwald brennen und befeuert den Klimawandel. Doch das müsste nicht sein. Längst gibt es Mittel und Wege für eine nachhaltige Landwirtschaft. Sechs Beispiele, wie die Lebensmittelherstellung der Zukunft aussehen kann.
Es lag in der Luft, deshalb musste das Thema auch noch einmal im Gemeinderat aufschlagen.
Nach der AFD-Demo hatte Hr. Härle auf Anfrage des Südkuriers erklärt, dass er die 5.000,- € für Nigeria nicht spenden wolle.
Daher
war mein Anliegen, dazu die Meinung im Gemeinderat einzuholen. Die
Bürgermeister-Stimme ist nur eine von 23 Stimmen und bei dieser Spende handelt
es sich nicht um das sogenannte "laufende Geschäft", das alleine dem
Bürgermeister unterliegt.
Selbstverständlich gibt es nachvollziehbare Gründe dafür und dagegen.
Die am Meisten geäußerten Gründe dagegen waren:
Wobei
man bedenken sollte: die Spende wäre in erster Linie ein symbolischer
Akt, um den Geist der Demo weiter zu führen. Die Welt retten würde sie
sicherlich nicht.
Die Idee dazu war Bernhard Straßer spontan während der Demo gekommen und wurde durch die Teilnehmer der Demo weiter getragen.
Natürlich
wäre es am Besten gewesen, wenn der Bürgermeister selbst vor Ort
gewesen wäre und selbst diese Stimmung erlebt hätte. Das hat er aber
leider verpasst.
Verpasst hat er daher auch das erhebende Gefühl der
Zivilgesellschaft, das sich während der Demo breit machte: "Wir sind
stark genug um die Angriffe der AFD auf die Demokratie abzuwehren."
Wer das noch hinterfragt, sollte einfach mal die AFD- Handzettel mit ihren Hetz- und Angstparolen genauer studieren.
Hr.
Härle wollte ein Stimmungsbild im Gemeinderat nicht zulassen und
forderte einen richtigen Antrag. Damit kommt das Thema dann im März mal
wieder auf die Tagesordnung. Wahrscheinlich hofft er, dass sich das
Thema bis dahin erledigt hätte. Schade, er hätte auch ein positives
Zeichen setzen können, gerade dann, wenn die 5.000,-€ in seinen Augen
nur Peanuts sind.
Antrag im GR Salem zur Straßer-Spende 19.12.23
Schwäbische Zeitung hier 12.12.2023 Von: Jens Lindenmüller
Nach Demo in Salem: Bernhard Straßers Spenden-Coup mit der AfD schlägt hohe Wellen
Der Salemer Unternehmer hat nicht nur die AfD, sondern auch das Ihube-Team der Bodensee-Schule überrumpelt. Mitauslöser der Aktion war ein Zitat eines Bürgermeisters.

Es ist überstanden! Der Angriff der AFD in Salem wurde von hunderten Demonstranten abgeblockt und es zeigte sich, dass die AFD keinesfalls so mächtig ist, wie sie selbst es gerne darstellt.
Es war ein deutliches Zeichen: Die AFD hatte 100 Personen angemeldet, wir hatten dann 25 Anwesende gezählt, die Polizei spricht von 35.
Die Gegendemo hatte 30 Personen angemeldet, es kamen 396 (nach einer genauen Zählung eines Anwesenden).
Ich bin glücklich und dankbar, dass die lokale Presse in Form des Südkurier und der Schwäbischen Zeitung vor Ort war, um die Vorgänge zu bezeugen und darüber zu berichten. Vielen Dank!
Doch erst mal zum Ablauf der beiden Demos: Am neuen Flüchtlingsheim in der Schlossseeallee gab es eine Kundgebung der AFD mit sehr großem Polizei-Aufgebot. Die Polizei begründete das damit, dass es ein Novum sei, dass eine einzelne Person mit Adresse an den Pranger gestellt werde.
Die AFD machte sich dann als Demo-Zug auf den Weg und wir versuchten einfach nur schnell vor Ihnen zum Wendehammer zu kommen.
Es wird eine Gegendemo in Form einer Menschenkette im Riedweg geben (Orts-Übersicht siehe unten), die zeigen soll, dass es auch andere Meinungen gibt als die AFD-Hetze. Wir wollen sowohl das bestehende Flüchtlingsheim als auch den Vermieter symbolisch abschirmen.
Ich möchte das AFD Plakat hier auf keinen Fall veröffentlichen, aber es war die Rede von "Millionenfachem Bevölkerungstausch, von Vergewaltigungen und Messerstechereien".
Es gibt bereits mehrere Flüchtlingsunterkünfte in Salem, in denen es durchaus auch mal Probleme gibt. Aber diese Hetzerei rechtfertigt das nicht.
Denn eines muss uns Salemern bewusst sein: Die neue Flüchtlingseinrichtung war bereits zum Umbau als Markthalle genehmigt. Das wäre mir sicher auch lieber gewesen, ich hatte mich schon so sehr darauf gefreut! Auf Bitten des Landratsamtes hat Hr. Straßer seine Halle zur Verfügung gestellt - wohl wissend dass Salem ansonsten ein Dorfgemeinschaftshaus hätte "opfern" müssen, auch die Halle beim BZ stand zur Diskussion. Und nun soll er dafür an den Pranger gestellt werden?
Hr. Straßer ist so mutig, dass er sich der Diskussion mit der AFD stellen wird.
Aber wir werden auch vor Ort sein wenn die AFD eintrifft.
Südkurier hier 27.08.2023
Bild: Blick auf den in der Landschaft eingebetteten Samengarten vor der Häuserkulisse mit Kirchturm von Mimmenhausen
Seit neun Jahren bewirtschaftet die Initiative Saatgutbildung ihren 4000 Quadratmeter großen Sortengarten am Ortsrand von Mimmenhausen. Ehrenamtlich werden dort mit großer Liebe und Sorgfalt alte und regionale Gemüsesorten für den Küchengarten angebaut, die Samen gewonnen und bei einer jährlichen Saatgutbörse kostenlos weitergegeben.Dieser Artikel betrifft zwar die großen Städte, die es in unserem Regionalgebiet nicht wirklich gibt. Aber auch kleine Städte wie Weingarten stehen bereits mit dem Rücken an der Wand - viel ist da nicht mehr übrig an Freiflächen. Das hat uns gerade erst die traurige Genehmigung zur Überbauung einer wichtigen Frischluftschneise nach §13b vor Augen geführt.
Ich musste auch an den Streit in Salem denken, als der innerörtliche Sportplatz im Ortsteil Neufrach nach dem Willen des Bürgermeisters überbaut werden sollte. Das fanden die Einwohner von Salem aus vielerlei Gründen gar nicht komisch und haben sich erfolgreich gewehrt. Das wird sich vermutlich noch als wichtige Entscheidung für zukünftige Klimaanpassungsmaßnahmen erweisen.Focus hier Donnerstag, 04.05.2023
Überall Beton und keine Grünflächen: Deutschlands Städte sind teilweise nur schlecht auf die Folgen des Klimawandels vorbereitet. Eine neue Studie zeigt nun, welche Städte besonders zubetoniert sind - und was sich besser machen lässt.
Einer Studie zufolge ist Ludwigshafen die am stärksten versiegelte Stadt in Deutschland. Rund 67 Prozent des Siedlungsgebiets sind bebaut, betoniert oder asphaltiert, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Mittwoch mitteilte. Die hohe Versiegelung resultiere unter anderem aus großen Industrieflächen innerhalb des Siedlungsgebiets.
Beton-Spitzenreiter im SüdwestenBei der Studie wurden der Versiegelungsgrad in den Siedlungsgebieten von bundesweit 134 Städten geprüft. Darunter sind die drei Stadtstaaten sowie die zehn einwohnerstärksten Kommunen jedes Bundeslandes, hieß es. Zwischen den Ländern gibt es teilweise große Unterschiede: So ist Baden-Württemberg mit einem Versiegelungsgrad von 50,46 Prozent das größte Beton-Bundesland Deutschlands. Schlusslicht ist Brandenburg mit 35,94 Prozent.
07.12.2022 hier Südkurier
... nun stand die zweite Beratung der mittelfristigen Finanzplanung auf der Tagesordnung. Bürgermeister Manfred Härle nannte als Ziel, auf deren Grundlage den Satzungsbeschluss vorzubereiten.
Daraufhin meldete sich Petra Karg (GoL) zu Wort: Da das Erreichen von Klimaneutralität bis zum Jahr 2040 eine Pflichtaufgabe für die Kommunen sei, beantrage ihre Fraktion, diese Zielsetzung bereits ab dem kommenden Jahr mit Ressourcen zu hinterlegen.
„Wir fordern die Schaffung einer geförderten Klimastelle für fünf Jahre“, verkündete sie. Nachbargemeinden hätten bereits reagiert und auch für Salem werde es angesichts der Personalsituation in der Verwaltung höchste Zeit dafür.
„Wir fordern die sofortige Einstellung von Geldmitteln mit dem Ziel der Klimaneutralität und der Klimaanpassung“, postulierte Karg im Folgenden. Da man noch nicht wisse, wie viel Energie man einsparen müsse, sollte für die nächsten Jahre mit großen Summen gerechnet werden.
Bürgermeister Manfred Härle stimmte zu, was die Klimastelle betraf: „Die können wir gern abbilden.“ Was die zweite Forderung angehe, sei die Einordnung mangels konkreter Zahlen schwierig: „Es ist auch nicht so, dass wir da nichts eingestellt haben“, meinte er bezüglich Ausgaben für den Klimaschutz.
Petra Herter (CDU) befürwortete ebenfalls einen ersten Schritt: „Eine Stelle kann man einplanen, aber alles andere gehört zum Energieleitbild.“ (Anmerkung: Das Energieleitbild wird gerade erarbeitet und die Fraktionen stimmen sich dabei ab) Auch Henriette Fiedler (FWV) sprach sich angesichts der Fördermöglichkeiten und des Vorbilds anderer Kommunen für eine Klimastelle aus.
Was die Gelder angehe, müsse man abwarten. Petra Karg räumte ein, dass für die Geldmittel zunächst eine konkrete Planung notwendig sei: „Aber nicht, dass es hinterher heißt: Dafür haben wir kein Geld“, mahnte sie. In Anbetracht der Lage müsse man in den Klimaschutz investieren, beispielsweise zunächst in weitere Photovoltaik-Anlagen.
Der Bürgermeister griff den Vorschlag auf: „Wir können 100 000 Euro aus der gewerblichen Entwicklung rausnehmen und in die Realisierung und Umsetzung neuer PV-Anlagen verschieben“, bezog er sich auf den abgelehnten Bebauungsplan für den neuen Abschnitt des Gewerbegebiets. .....
hier finden Sie den gesamten Klimaantrag der GOL
Zur Erklärung: Der Gemeinderat Salem hatte in derselben Sitzung eine Erweiterung des Gewerbegebietes Salem vorerst abgelehnt. Die von der Gemeinde bereits gekaufte Fläche konnte bisher nicht über plant werden, da sie im regionalen Grünzug des geltenden Regionalplanes liegt.. Bürgermeister Härle wollte nun die Zeit bis zur Genehmigung der Regionalplan-Fortschreibung "nutzen", um die Fläche zu über planen. Der Gemeinderat, der sich auch mehrheitlich gegen die 30 ha große Erweiterungsfläche ausgesprochen hatte, teilt nicht die Meinung des Bürgermeisters und möchte erst mal abwarten wie das Ministerium in Zeiten des zunehmenden Klima-Notstandes entscheidet.
Dieser Antrag wurde am 2.8.22 im Gemeinderat beraten und daraufhin einstimmig angenommen.
Antrag der Fraktion GoL vom 27.6.22
1. Beauftragung der Verwaltung zur Überprüfung der Photovoltaik-Potentialflächen auf kommunalen Dächern in Salem
2. Anhand
der Ergebnisse zunächst eine Beratung im Gemeinderat herbeiführen, wie
diese Photovoltaikflächen möglichst schnell umgesetzt werden können.
3. Öffentliche Diskussion in der Gemeinde mit Leitfunktion
Im Landkreis Konstanz rufen der Landkreis, Industrie- und Handelskammer (IHK), Handwerkskammer (HWK) und der Badische Landwirtschaftliche Hauptverband (BLHV) gemeinsam zum verstärkten Ausbau von Photovoltaikanlagen auf allen Dachflächen im Landkreis auf. Der Landrat sagt:
„Gerade
die Dachflächen bieten sich an: Hier hat man keinen zusätzlichen
Flächenverbrauch und keinen hohen Planungsaufwand. Ziel ist es, bis Ende
2024 alle Kreis-Liegenschaften weitestgehend mit Photovoltaikanlagen
ausgestattet zu haben" (Wochenblatt KN)
Auch
wenn ein entsprechender Aufruf bei uns noch fehlt, sind auch unsere
Kommunen im Kreis, ebenso wie der Bodenseekreis selbst, in der Pflicht,
eine deutlich sichtbare Vorreiterrolle zu einzunehmen.
Es ist wichtig, dass der Platz auf Dächern und an Fassaden gut ausgenutzt wird, um landwirtschaftliche Flächen zu schonen. Wir wollen den Energie-Ausbau vorrangig auf den Dächern und nicht auf dem Acker vorantreiben!
Aktionsbündnis Salem und BUND Salem laden ein zur Veranstaltung
Das Aktionsbündnis Salem und der BUND Salem laden zu ihrer Veranstaltung ein:
am 28.06.2022, um 19:00 Uhr im Prinz Max
Im ersten Teil der Veranstaltung stellen drei Referenten Möglichkeiten zum klimaneutralen und kostengünstigen Heizen vor, Stichwort: erneuerbare Energien.
Zugesagt haben:
Herr Bernd Alber von der Fa. TGA Salem
Herr Dr. Marius Wöhler von der Fa. Schellinger Weingarten
Alle drei sind Spezialisten für ökologisches und nachhaltiges Heizen.