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Sonntag, 23. August 2026

Die Rentendebatte und der verschwundene Mensch: vielleicht diskutieren wir am eigentlichen Problem vorbei

Ich bin immer wieder begeistert von den Beiträgen von Thomas Reinsch. Er schafft es immer wieder,  hinter das Offensichtliche zu schauen, vorbei an  fremdbestimmten Narrativen, die uns in eine bestimmte Richtung drängeln wollen. Und schenkt uns dadurch eine neue Perspektive.

Thomas Reinsch LinkedIn 22.8.26

Warum müssen Menschen länger arbeiten wollen?

Die Diskussion über die Zukunft der gesetzlichen Rente wird derzeit vor allem als finanzielle Notwendigkeit geführt. Die Gesellschaft altert, die Zahl der Rentnerinnen und Rentner steigt, während die Zahl der Beitragszahler relativ dazu zurückgeht. Also, so die Schlussfolgerung, muss länger gearbeitet werden.

Samstag, 22. August 2026

Brennende Sorge: Die Feuer der Gegenwart haben wir vor Jahrzehnten gelegt. Jetzt müssen wir löschen. Überall und gleichzeitig.

 Andreas Sentker / ZEIT Wissen,

Was hat meine Großmutter mit den Bränden in der Eifel, im Hohen Venn zu tun? 

Sie hieß Oma Sini (kurz für Gesine). Sie lebte weit entfernt von der Eifel auf einem Hof im Emsland. Brualer Moor heißt die kleine Siedlung. 

Doch schon in meiner Kindheit war von diesem Moor nichts mehr übrig, entwässert und abgetorft, zur Weideland und Acker umgepflügt. 

Montag, 6. Juli 2026

Die Frage lautet nicht mehr - „Ist das wahr?" Sondern - „Auf welcher Seite stehst du?"

 Thomas Reinsch

 Der Funke, der noch fehlt

 Es gibt historische Momente, in denen sich Gesellschaften verändern, ohne dass dies sofort sichtbar wird. Die Institutionen stehen noch. Die Parlamente tagen. Die Gerichte arbeiten. Die Unternehmen produzieren. Die Zeitungen erscheinen. Und dennoch ist etwas verloren gegangen

Mittwoch, 17. Juni 2026

Vermögen wächst strukturell schneller als Arbeitseinkommen.

Thomas Reinsch

Ein System am Rand der Synchronisation - über Kapital, Klima und die Zerreißprobe der Moderne

Moderne Industriegesellschaften erzählen sich ihre Stabilitätsgeschichte seit Jahrzehnten in einer einfachen Formel : wenn Unternehmen wachsen, entsteht Wohlstand.

Samstag, 6. Juni 2026

Hoffnung, Vertrauen und Zuversicht sind nicht nur individuelle Gefühle. Sie sind gesellschaftliche Ressourcen

Danke Herr Reinsch, genau so fühlt es sich an und man kann nicht mehr anders , als ungläubig den Kopf zu schütteln wenn wieder irgendwelche Phrasen gedroschen werden, wenn wieder mal Konzepte aus dem letzten Jahrhundert hervorgekramt werden. 

Es gibt so viele hoffnungsmachende Fortschritte, so viele Menschen mit positiven Zukunftsvisionen, aber noch fehlt die Gesamterzählung, die das alles für die große Mehrheit glaubhaft einbinden kann.
Wie lange wird das dauern - sind wir in 10 Jahren so weit, oder vielleicht auch erst in 20? 

Thomas Reinsch / LinkedIn

Warum Menschen nicht optimistischer werden - und weshalb politische Appelle daran nichts ändern

Auf dem Ostdeutschen Wirtschaftsforum warb Bundeskanzler Friedrich Merz für mehr Zuversicht. Die Menschen müssten wieder Mut fassen, das Land dürfe sich nicht länger selbst schlechtreden, Deutschland habe allen Grund, optimistisch in die Zukunft zu blicken.

Dienstag, 2. Juni 2026

Wenn Orientierung verloren geht

Ich muss zugeben: ich bin sehr begeistert von den Ausführungen von Hr. Reinsch, denn sie erklären mir vieles immer besser. 
Wir sind  heute mehr denn je gefangen in alten Denkmustern und Narrativen und können die Zusammenhänge nicht mehr zuordnen. Unsere Politik verkommt daher zum genauen Gegenteil von dem, was wir wirklich brauchen würden.

In diesem Zusammenhang kann ich nur ein Lob auf unsere starke Zivilgesellschaft anstimmen, denn die verweist immer auf die verlorenen Zusammenhänge. Es wäre sinnvoll, diese Stimmen besser einzubeziehen statt ständig zu versuchen, sie zu diskreditieren, weil das halt bequemer ist.

Thomas Reinsch

Die verlorenen Zusammenhänge - wie unser Denken die Krisen von morgen produziert

Viele Menschen spüren eine wachsende Irritation – selbst dort, wo die Datenlage eigentlich mehr Klarheit verspricht.

Wir leben in einer Zeit, die über mehr Wissen, mehr Technologie und mehr wissenschaftliche Erkenntnisse verfügt als jede Generation vor uns. Nie waren Informationen leichter zugänglich. Die Menge an verfügbaren Daten ist explodiert – doch ihre Integration in sinnvolle Orientierung ist nicht mitgewachsen.

Montag, 1. Juni 2026

Organisierte Verantwortungslosigkeit über Zeit: die Vorteile entstehen heute - die Kosten entstehen morgen

Thomas Reinsch / LinkedIn

Sicherheit auf Pump – wie Stabilität entsteht, indem wir die Zukunft belasten

Deutschland diskutiert seine Energiezukunft nicht im luftleeren Raum, sondern in einem hoch verdichteten Geflecht aus politischen Entscheidungen, industriellen Interessen und infrastrukturellen Vorfestlegungen.

Freitag, 29. Mai 2026

Lernaufgabe Begrenzung nicht als Niederlage, sondern als notwendige Reifung zu begreifen

Ich bin sehr angetan von den  Ideen und Erklärungen von Herrn Reinsch, denn sie verdeutlichen mir vieles, was bisher einfach nicht so richtig passte.... lassen  auch Sie sich entführen in diese Gedanken, um nachzufühlen wie richtig sich das anfühlt in Zeiten der permanenten Krisen.

Thomas Reinsch

Die Unfähigkeit, Grenzen zu denken

 „Wir müssen wieder wettbewerbsfähiger werden.“

„Unser Wohlstand darf nicht gefährdet werden.“

„Deutschland muss wieder Wachstumsmotor werden.“

„Wir müssen die stärkste konventionelle Armee Europas aufbauen.“

„Wir müssen unsere technologische Führungsrolle sichern.“

Es sind Sätze, die beinahe täglich fallen. In Regierungserklärungen, Wirtschaftsforen, Talkshows oder Leitartikeln. Und obwohl sie oft sachlich und pragmatisch wirken, transportieren sie ein bestimmtes Weltbild – meist unbemerkt, gerade weil es so vertraut geworden ist.

Mittwoch, 13. Mai 2026

The Innovator's Dilemma: Und plötzlich verschieben sich die Maßstäbe

Jakob Weißinger

"Das Elektroauto zerstört Made in Germany." 

Diese Überschrift des FOCUS-Artikels von Philipp Raasch hat mich heute morgen geärgert. 

Denn sie ist so falsch wie der Beitrag dahinter gut, interessant, richtig und wichtig ist

Samstag, 18. April 2026

AFD-Erfolge: Männerüberhang, Kindermangel und Überalterung geben einen Hinweis

Gerade eben habe ich einen super erklärenden Artikel gefunden. Er ist auf jeden Fall lesenswert, auch wenn er sich hauptsächlich auf unseren problematischen AFD-Osten bezieht. 

Doch die beschriebenen Phänomene zeigen, weshalb Frauen unersetzlich sind in der Gesellschaftsgestaltung, dort wie auch hier. Das ist ein wichtiger Grundpfeiler, gerade weil Frauen in der Politik oft dramatisch unterrepräsentiert sind  Man denke nur an die Kreisräte, an den Regionalverband, an die Gemeinderäte,  wo fast nur die Männer zu Wort kommen und gestalten.
siehe dazu
hier


Freitag hier Von Carlos Hanke Barajas 18.04.2026

„Wenn Frauen leiden, stimmen sie mit den Füßen ab“

Was in der Debatte um AfD-Erfolge zu kurz kommt, sind junge Frauen, die ländliche Regionen Ostdeutschlands verlassen. Ein Gespräch mit der Soziologin Katja Salomo über einsame Männer und Abbau von Infrastruktur als Treiber des Rechtsrucks

Dienstag, 24. März 2026

Abdriftung ins Irrationale: Die Wut richtet sich ausgerechnet gegen diejenigen, die zur Bearbeitung des Problems angetreten sind.

t-online hier  Ein Interview von Marc von Lüpke 23.02.2026

Deutschland und die Klimakrise:
"Habeck musste reichlich einstecken"


Systemkrise in Deutschland: "Nun herrscht gewaltige Ernüchterung"

Der Planet heizt sich auf, die Folgen sind bereits einschneidend. Doch die "grüne Transformation" stößt verstärkt auf Ablehnung. Soziologe Philipp Staab erklärt, wie unsere Gesellschaft in eine Identitätskrise geriet.

Die Klimakrise eskaliert, das bestreiten die wenigsten. Während Menschen noch vor kurzer Zeit auf den Straßen für besseren Klimaschutz demonstrierten – oder sich auf den Asphalt klebten –, herrscht nun auffällige Stille. Das hat seinen Grund, diagnostiziert Philipp Staab, Autor des Buches "Systemkrise". Die Gesellschaft befindet sich in einer schweren Systemkrise, sagt der Soziologe.

Montag, 5. Januar 2026

Warum Zuversicht keine naive Weltflucht ist, sondern die einzige vernünftige Antwort auf unsere Zeit.

Süddeutsche Zeitung hier  2. Januar 2026,Von Claudia Koestler

„Würzen wir diese fade Untergangssuppe doch mal mit ein bisschen Optimismus“

Krisen, Frust und Untergangsgefühle? Der Wissenschaftsjournalist Dirk Steffens hält dagegen – mit seiner Biografie und der Überzeugung, dass Optimismus die einzig vernünftige Antwort auf unsere Zeit ist.

Donnerstag, 13. November 2025

Die Welt um uns herum verändert sich mit rasender Geschwindigkeit - und wir diskutieren immer noch darüber, ob Veränderung überhaupt nötig ist.

Marc Unkelbach  hier auf LinkedIn

Zukunft, Besitz und Verantwortung –
was wir wirklich brauchen 

Der Post von Christian Lindner hat mich zum Nachdenken gebracht. Nicht über Autos – sondern über uns.


Wir reden viel über Antriebe, über Eigentum, über Technologien.

Aber zu selten über das, was wirklich fehlt:
Orientierung, Vertrauen und ein Plan.

Mittwoch, 9. Juli 2025

Mächtiger Effekt: Sobald ein Vorschlag in Kraft ist, lässt der öffentliche Widerstand tendenziell nach

 

Marco Te Brömmelstroet  hier auf  LinkedIn

Warum wehren sich die Menschen gegen eine neue Verkehrspolitik – selbst wenn die Vorteile offensichtlich erscheinen? Eine neue Studie wirft ein Licht auf den "Status Quo Bias" – unsere Tendenz, das zu bevorzugen, was bereits vorhanden ist.

Sonntag, 8. Juni 2025

Gegen 𝗗𝗶𝘀𝘀𝗶𝗻𝗳𝗼𝗿𝗺𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻 hilft nur Haltung und kluge Sprache - das erfordert Mut und Disziplin

Frank Stratmann hier auf LinkedIn

Professor 𝘒𝘭𝘢𝘳 versucht, eine faktenbasierte Perspektive einzubringen, wird aber von 𝘏𝘢𝘳𝘵 und 𝘓𝘢𝘶𝘵 mit persönlichen Angriffen, Verzerrungen und emotionalen Appellen konfrontiert.

Das Ziel ist nicht, Klars Argumente zu widerlegen, sondern seine Glaubwürdigkeit und die Legitimität ihrer Aussage zu untergraben.

💡 Der Begriff »Dissinformation« trifft den Kern des Problems.

Im Gegensatz zur Desinformation, die auf die Verbreitung falscher Inhalte abzielt und auf Zufälle hofft, geht es bei der Dissinformation um die Zerstörung des Diskurses selbst. Sie macht eine echte Debatte unmöglich.

Samstag, 7. Juni 2025

Widerstand beginnt oft im Kleinen – solidarische Beziehungen zu anderen aufzubauen und sich Bewegungen anzuschließen, die für Gerechtigkeit kämpfen

hier perspective daily  6.6.25

Wer sich fragt, warum Faschist:innen und Autokrat:innen wie Trump derzeit so erfolgreich sind,

kommt an einem Begriff nicht vorbei, meint Harvard-Professorin Michèle Lamont: 

Anerkennung.

Donnerstag, 8. Mai 2025

Es ist die Zeit der Monster

 Jan Schmirmund hier auf LinkedIn

Für eine regenerative Wirtschaft. 🌳♻️ #StartupAdvisor #Autor #Transformationsberater #InnovationCoach

 

Die alte Welt liegt im Sterben, die neue ist noch nicht da:
Es ist die Zeit der Monster.“

Antonio Gramsci

𝗘𝗹𝗼𝗻 𝗠𝘂𝘀𝗸 𝗶𝘀𝘁 𝗲𝗶𝗻 𝘀𝗼𝗹𝗰𝗵𝗲𝘀 𝗠𝗼𝗻𝘀𝘁𝗲𝗿

Dienstag, 6. Mai 2025

Klimakommunikation jetzt auch in Einfach

 

Daniel Mautz hier auf  LinkedIn

Strategie, Marketing, Vertrieb, Operations für komplexe Produkte, Services & Lösungen

Die Wissenschaft hat’s getestet.

Komplexe Temperaturdaten? 

Zündet nicht.

Einfache Ja-Nein-Visualisierung wie „See gefroren oder nicht“? 

Zack – plötzlich verstehen die Leute, dass sich was verändert.

Heißt also wir sollen die Klimakrise am besten erklären wie die Fossilindustrie ihre Ausreden: Schwarzweiß, plakativ, ohne Kontext.