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Sonntag, 19. Juli 2026

Für Kommunen wird Hitzeschutz zum Standortfaktor

 Martin Jendrischik

Robert Habeck wird Senior Advisor bei Urban Partners. 

Der Kopenhagener Investor verwaltet 25 Milliarden Euro und will mit ihm das skandinavische Modell nach Deutschland bringen: Pensionskassen als Langfrist-Investoren für Wohnungsbau und urbane Infrastruktur.

Dienstag, 14. Juli 2026

Vergesellschaftung: Wenn immer mehr Menschen sich nicht angemessen mit Wohnraum versorgen können destabilisiert das unsere Gesellschaft

Bezahlbarer Wohnraum ist knapp, obwohl immer noch unangemessen viele  Flächen versiegelt werden.
Es braucht andere Konzepte und Lösungen, z.B. auch um Leerstand wieder nutzbar zu machen und um aus übergroßen Wohnungen oder ungenutzten Läden kleinere Wohnungen zu generieren.
Die übliche  zeitliche Befristung des sozialen Wohnungsbaus in Deutschland auf 10,15 oder 20 Jahre ist eine teure Unsitte für die Allgemeinheit mit eng beschränkter Wirkungszeit -  daher kein wirkungsvoller Ansatz.

In BW wurde in der letzten Legislatur aus der Not heraus sogar ein eigenes Wohnbau-Ministerium geschaffen, ohne großen Erfolg. Liegt es daran, dass Frau Ministerin Razavi eine Fehlbesetzung war?  hier.


TAZ hier  12.7.2026  Interview von Jasmin Kalarickal

Professorin über Vergesellschaftung: „Wir wohnen radikal ungleich“

Schwarz-Rot will die Vergesellschaftung von Wohnungskonzernen verbieten. Die Stadtplanungsexpertin Barbara Schönig ist darüber „doppelt erschüttert“.

Sonntag, 12. Oktober 2025

Heute üppiger Mietwucher - in 15 Jahren Preisverfall vorprogrammiert

 

Krautreporter hier 10.10.2025

Jack Krzysik/Momo Kim/Rayner Simpson/Unsplash/edit: Gabriel Schäfer

Das passiert, wenn die Wohnungen der Babyboomer frei werden 

Auch wenn 20 Millionen Babyboomer sterben oder in Pflegeheime ziehen, löst das die Wohnkrise nicht. Dabei ließe sich sofort mehr Wohnraum schaffen – mit ihnen zusammen.

Die Wohnungskrise ist das größte soziale Thema unserer Zeit. Könnte es sein, dass es sich von allein erledigt?

Freitag, 29. November 2024

Es braucht eine andere Qualität des Bauens. Die Gebäude müssen räumlich und funktional veränderbar sein.

hier  Handelsblatt  Artikel von Firlus, Thorsten • 28.11.24

Immobilien: „Es braucht attraktive Alternativen zum Einfamilienhaus“

Barbara Steiner, Direktorin der Stiftung Bauhaus Dessau, spricht bei einem Interview. Dabei wurde die Vorhaben der Stiftung für 2023 erläutert. 

Warum sind neue Wohngebiete eigentlich immer so hässlich? Barbara Steiner, Direktorin der Stiftung Bauhaus Dessau, hat eine Erklärung – und Ideen für die Zukunft des Wohnungsbaus.

Freitag, 27. September 2024

Neues Förderprogramm für günstige klimafreundliche Wohnungen

 hier Frankfurter Rundschau   27.09.2024, DPA

Baustelle Wohnungsbau: Günstig Bauen und gleichzeitig das Klima schützen, das ist für Architekten und Bauherren eine Herausforderung. Jetzt soll das mit Förderung vom Bund belohnt werden.

Montag, 9. September 2024

Jung kauft Alt: Junge Familien sollen beim Kauf alter Häuser gefördert werden

Natürlich ist das kein Allheilmittel der Wohnungsnot, sondern ein kleiner Baustein davon. Doch warum sollte man das nicht nutzen und gleichzeitig die Sanierung alter Gebäude voran bringen?
Ich finde es gut, wenn zeitnah noch mehr Bausteine aufgegriffen und umgesetzt werden. Auf den ganz großen Wurf zu warten, der vielleicht gar nie kommt, das kann nicht unser Lösungsweg sein.

Zeit hier  3. September 2024, Quelle: ZEIT ONLINE, AFP, dpa, Reuters, sko

Auch Familien mit weniger Einkommen sollen sich Wohneigentum leisten können. Der Bund startet dafür ein neues Förderprogramm. Kritik kommt von der Deutschen Umwelthilfe.

Jung kauft Alt: Sanierungsbedürftige Gebäude sollen durch neue Fördermittel auch Familien mit weniger Einkommen zur Verfügung stehen. Die Bundesregierung will mit einem neuen Förderprogramm junge Familien beim Wohnungskauf unterstützen. Das Programm Jung kauft Alt startet am heutigen Dienstag. Ziel sei es, dass sich auch Familien mit mittleren und kleineren Einkommen ein Einfamilienhaus kaufen könnten, teilte Bauministerin Klara Geywitz mit. 

Mittwoch, 17. Juli 2024

In Berlin: "Deutsche Wohnen & Co enteignen" - jetzt kommt der Experte für rechtliches Neuland ins Spiel

Im weit entfernten Berlin wird hart um den Wohnungsmarkt gekämpft. Doch was geht das uns an?
Das wird sich  zeigen - sobald der Volksentscheid in Berlin durch ist. Denn dann wird man sich fragen: Wie sieht es bei uns aus?
Remo Klinger jedenfalls ist auch in der Klimaecke wohl bekannt und hat schon so manches bewegt. Auch das Wohnen hat einen wichtigen Anteil an der Klimagerechtigkeit. Lassen wir uns überraschen!

hier  TAZ Erik Peter 15.7.24

DWE hat Remo Klinger mit der Erarbeitung eines Vergesellschaftungsgesetzes beauftragt.

Der treibt mit Umweltklagen die Regierung vor sich her.  

Montag, 8. Juli 2024

Neues Förderprogramm für den Bau von bezahlbaren und klimafreundlichen Wohnungen

 Spiegel  hier  Von Henning Jauernig 06.07.2024,

Zwei Milliarden Euro für bezahlbare und klimafreundliche Wohnungen

Neues Förderprogramm: Zwei Milliarden Euro für bezahlbare und klimafreundliche Wohnungen
Die Bundesregierung will die kriselnde Bauwirtschaft unterstützen – und plant mit Zuschüssen in Höhe von zwei Milliarden Euro. Nach SPIEGEL-Informationen sollen kleine und klimafreundliche Wohnungen profitieren. 

Samstag, 6. Juli 2024

Zensus 2022: Fast zwei Millionen Wohnungen stehen leer

Tagesschau hier  04.07.2024 

Fast zwei Millionen Wohnungen stehen leer

Trotz Wohnungsnot stehen laut Statistikamt in Deutschland fast zwei Millionen Wohnungen leer - vor allem in Großstädten. Allein in Berlin waren es zum Stichtag mehr als 40.000 Wohnungen, in München mehr als 20.000.

Sonntag, 5. Mai 2024

Neubau löst das Problem nicht: Tauschen, teilen, aufstocken: So könnte die Wohnungsnot bekämpft werden

RND hier  Sebastian Hoff,  04.05.2024

Deutschlandweit fehlt Wohnraum - das ist nichts Neues. Verschiedene Ideen und Initiativen können dazu beitragen, die große Nachfrage nach Wohnraum zu befriedigen. Neubau ist dabei allerdings nur selten das Mittel der Wahl.

Um der Wohnungsnot zu begegnen, wird meist auf Neubau gesetzt. Doch einige Expertinnen und Experten sind skeptisch: „Damit allein werden wir die Probleme kaum lösen können“, sagt Matthias Günther vom Pestel-Institut. Seiner Einschätzung nach könnten bis zu 2,7 Millionen Wohnungen geschaffen werden, indem vor allem vorhandene Mehrfamilienhäuser um einige Etagen aufgestockt werden. Das biete sich oftmals auch auf Supermärkten sowie Büro- und Verwaltungsgebäuden an, so Günther. Davon stehen zudem viele leer und könnten fürs Wohnen umgenutzt werden.

Die Initiative Architects for Future beruft sich auf verschiedene Studien, die sogar ein Potenzial von 4,3 Millionen neue Wohnungen im Bestand erkennen. Allerdings scheiterten Vorhaben, dort Wohnraum zu schaffen, in der Praxis häufig an bauordnungsrechtlichen Vorgaben wie Schall- und Brandschutz und fehlenden Stellplätzen für Autos, sagt Architektin Ulla Basquè. „Es bedarf hier des Willens und der gesetzgeberischen Umsetzung, dies auch tun zu können“, fordert sie deshalb.

Mittwoch, 18. Oktober 2023

Die Einsamkeit der Einfamilienhaussiedlungen

Wie beeinflußt  unser Wohnverhalten unser Leben? Und warum halten wir an alten Konzepten fest, obwohl wir es besser wissen? Es ist halt ziemlich aufwendig, diesen Weg zu beschreiten. Doch sinnvoll ist er allemal...

Standard hier Reportage von Bernadette Redl  14. Oktober 2023

Einfamilienhaussieldungen sind ein Konzept von vorgestern. Viele stehen halb leer und überfordern ihre alternden Bewohner. Ein Besuch in Mistelbach

Es gab eine Zeit, da war das Haus von Irmgard Opitz voller Leben. Zehn Kinder aus der Nachbarschaft planschten gleichzeitig in ihrem Schwimmbecken, sie veranstaltete Kräuterworkshops und Ad­ventfeiern, oder es kamen einfach ein paar Freundinnen vorbei, um gemeinsam in die Sauna zu gehen. "Das waren schöne Momente. Wie schön, das wird einem erst klar, wenn sie vorbei sind", sagt die 83-Jährige heute. Sie sitzt am Esstisch in ihrem Haus in Mistelbach. Auf einer Fensterbank stehen getrocknete Blütenköpfe, nach Farben einsortiert in Rex-Gläsern. Der Garten, die Blumen und Kräuter – das war Irmgard Opitz’ große Freude. Und die vielen Menschen, die dadurch in ihr Haus kamen.

Heute ist das anders. Ihre Familie besucht sie nicht mehr so oft. Ihre Kinder hätten sich ihr eigenes Leben aufgebaut, erzählt sie. "Und meine Freundinnen hatten alle irgendwann ihre eigene Sauna."

Es ist eine Geschichte, die bezeichnender nicht sein könnte für das Leben im Einfamilienhaus. Jeder hat sein eigenes Reich. Auf den Spielplatz oder ins Freibad geht kaum noch jemand, weil jeder im Garten eine Rutsche, ein Trampolin oder einen Pool hat. Auch das Haus von Irmgard Opitz steht in einer klassischen Einfamilienhaussiedlung, wie es unzählige in Österreich gibt. Die Häuser "Am Stadtwald", wie die Siedlung heißt, stammen aus den 1970er- bis 1990er-Jahren, die meisten werden von einer oder zwei Personen bewohnt, ein Großteil der Zimmer steht leer, denn die Kinder sind längst ausgezogen.

Das Konzept stammt aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Lagen Wohnungen davor direkt neben Geschäften und Dienstleistern, zentral im Ortskern, wurden ab dann Siedlungen immer weiter außerhalb erschlossen – das Auto als Nonplusultra machte den Traum vom Wohnen im Grünen möglich. Damals begann die Zersiedelung. Die Folge: Noch heute sind viele vom Auto abhängig, und Ortskerne sterben aus.

Samstag, 8. Juli 2023

Webinar „Stein auf Stein: Politikansätze für klimafreundliches und erschwingliches Wohnen“


Das Webinar fand am 03. Juli 2023 statt

Eine Aufzeichnung des Webinars und weitere Informationen finden Sie hier:
Mitgeschnitten: Debatten, Daten, Dokumente.

Ihnen hat das Webinar gefallen? Dann freuen wir uns auf zukünftige Veranstaltungen mit Ihnen! Wenn Sie noch nicht auf unserem Verteiler sind, können Sie sich hier anmelden

https://forms.oecd-berlin.de/infoservice.html.


 

Samstag, 29. April 2023

Pläne der Bauministerin : So will Geywitz Wohnraum schaffen


ZDF  hier  von Pierre Winkler    27.04.2023 

In Deutschland fehlt immer mehr Wohnraum. Bundesbauministerin Klara Geywitz will darum deutsche Städte mit radikalen Mitteln verändern. Was die SPD-Politikerin plant.

Donnerstag, 23. Februar 2023

Wie wir fairer, günstiger und gemeinschaftlicher wohnen könnten

Spiegel  hier  Ein Podcast von Lenne Kaffka • 04.02.2023

Solidarische Wohnprojekte sind noch immer die Ausnahme. Aber sie geben wichtige Impulse. Denn sie finden Lösungen für Probleme, die uns alle betreffen.

Lennart Herberhold, Autor von »Zusammen! Wie Deutschland neues Wohnen ausprobiert« Foto: Johannes Wulf

Wenn es darum geht, wie wir wohnen wollen, denken die meisten Menschen noch immer klassisch: Eine Großstadtwohnung mieten, ins Reihenhaus ziehen oder ein Häuschen am Stadtrand bauen.

»Wir sind in einer Gesellschaft groß geworden, die immer noch sehr auf die Familie fixiert ist. Und für diese Familie wird seit Jahrzehnten gebaut«, sagt der freie Journalist Lennart Herberhold im SPIEGEL-Podcast Smarter leben. »Und sich vorzustellen, dass man diese Grenzen mal einreißt und mit viel mehr Menschen zusammenlebt, wie das ja vor ein paar 100 Jahren noch total üblich war, da kommen nicht so viele Menschen drauf.«

Auch wenn sie noch kein Massenphänomen sind: Wohnprojekte, die gemeinschaftliches Wohnen neu, diverser und solidarischer denken, gibt es schon jetzt reichlich.

Dienstag, 7. Februar 2023

"Wir haben Wohnen kulturell falsch eingeübt"

Nicht nur im Landkreis Dachau, das gilt überall! Auch bei uns stehen Häuser leer, meist alte Landwirtschaftsgebäude. Schade, aber nach jahrelangem Leerstand sind viele nicht zu retten. Und auch bei uns gibt es die erwähnten "Witwenstraßen", Straßen in denen in jedem Haus nur noch 1 oder 2 Personen wohnen. Auch bei uns gibt es Menschen die auf 200 qm alleine wohnen, meist hat es sich halt so ergeben.

hier  in der Süddeutschen Zeitung 6.2.2023
Interview von Alexandra Vettori, Dachau

Studie zum Wohnungsmangel

Elisabeth Wacker will herausfinden, warum es im Landkreis Dachau so viel Leerstand gibt. Die Professorin für Diversitätssoziologie an der TU München schätzt, dass 2000 Wohnungen keinen Mieter haben - teils aus überraschenden Gründen.

...Erste Ergebnisse zeigen: Es steht mehr leer als gedacht. Im SZ-Interview erklärt Wacker die Hintergründe.

SZ: Diversitätssoziologie. Worum geht es da? Und wieso wird das an der TUM gelehrt?

Elisabeth Wacker: Diversitätssoziologie befasst sich mit Vielfalt und Verschiedenheit in der Gesellschaft - und wie man damit konstruktiv umgehen kann. Das ist auch in einer Technischen Universität eine wichtige Frage. Denn es ist auch Ziel und Aufgabe, sich generell mit Technik in der Gesellschaft wissenschaftlich zu befassen.

Wie in der Unternehmenspolitik geht es auch bei gesellschaftlichen Entwicklungen und deren Beobachtung und Einordnung um den Dreiklang D-I-E: Diversität, Equity, Inklusion. Also darum, Stärke aus der Vielfalt der Menschen zu gewinnen, Chancengerechtigkeit herzustellen und Inklusivität anzustreben, Lebensqualität durch Teilhabe. Das Thema Wohnen hat viel damit zu tun.

Die Stellschrauben, die wir haben, sind Hindernisse abbauen und Stärken stärken. Aber dazu muss man verstehen, wieso etwas ist, wie es ist.

Was hat Sie an der Studie im Landkreis Dachau gereizt?

Meine Spezialgebiete sind Leistungsgesetzgebung, Prävention und Rehabilitation bei vulnerablen, also verletzlichen, Bevölkerungsgruppen. Meine Forschung findet nahe bei den Menschen statt, ist also partizipativ und qualitativ ausgelegt.

Das Thema Wohnungsleerstand war keine rein akademische Überlegung, obwohl es eine spannende und lohnende Aufgabe ist. Es gibt wirklich gute Gründe, die Dinge fundierter anzuschauen.

Freitag, 16. Dezember 2022

Friedrichshafen: So soll die Stadt in Zukunft weiter wachsen

Die Klausurtagung scheint sehr interessant gewesen zu sein, da wichtige, aber bisher eher ungewöhnliche Themen auf`s Tablett kamen. Das ist bereits ein Riesenfortschritt, den man sich auch in den kleineren Ortschaften ringsum wünschen würde. Wenn jedoch die Prognosezahlen in den Vordergrund gerückt werden, dann frage ich mich schon, ob man das als Zahl einfach so stehen lassen kann. Ob zum besseren Verständnis nicht noch viel weiter aufgedröselt werden müsste: Was sind denn das für 3000 Personen, die hinzu gekommen sind? Wie viele davon sind Asylbewerber  oder Menschen aus der Ukraine? Wie viele davon sind Rentner? Wie viele Kinder? Denn das entscheidet doch wesentlich, welche Art von Wohnraum und Infrastruktur überhaupt notwendig wird.

14.12.2022  |  VON KATY CUKO  hier im Südkurier

Bürgermeister Fabian Müller ist sich der Sperrigkeit des Themas wohl bewusst. „Stadtentwicklung klingt abstrakt und strategisch“, erklärte er bei einem Pressegespräch. Doch wenn es darum geht, welche Flächen in den nächsten 20 Jahren wie verplant werden, wird das nicht nur für Eigentümer von Grund und Boden sehr konkret.

Der alte Flächennutzungsplan für Friedrichshafen und Immenstaad ist über 25 Jahre alt und bedarf einer Überarbeitung. Davor muss sich die Stadtpolitik auf Grundpfeiler verständigen. Wachsen oder nicht? „Diese Frage stellt sich nicht mehr“, so Müller. Die Entwicklung hat einstige Prognosen überholt. Statt Stagnation kamen allein in den vergangenen fünf Jahren knapp 3000 Einwohner hinzu.

Den Auftakt für diesen Planungsprozess gab es bei einer Klausursitzung des Gemeinderats Mitte November. Zwei Tage nahmen sich Rathausspitze und Stadträte Zeit, um über Stadtentwicklung, Strategien und Ziele zu diskutieren. „Wichtig war uns der Austausch“, sagt Fabian Müller. Er wünscht mit dem neuen Flächenplan eine Orientierung für künftige Entscheidungen.

Zwei Experten halfen dabei, ein paar Dinge einzuordnen. Dabei standen Themen wie Nachhaltigkeit oder sozial-gerechte Boden- und Wohnungspolitik im Mittelpunkt. Walter Göppel und Marc Schwarz von der Energieagentur Ravensburg legten anhand aktueller Zahlen zu Themen wie Energieverbrauch dar, mit welchen Konsequenzen Kommunen rechnen müssen, wenn diese Prognosen eintreffen sollten.

Und wie soll sich Friedrichshafen nun entwickeln? Vom Donut zum Krapfen. Stadtplaner sprechen vom Donut-Effekt, wenn ein Zentrum unbelebt ist. Eine Krapfen-Stadt schafft es, mit der richtigen Füllung Leben in die Mitte zu bringen. Auch andere Leitbilder waren den Stadträten wichtig, so etwa die wassersensible Stadt.

In der Flächenentwicklung hält die Mehrheit der Stadträte am bisherigen Leitbild fest: innen vor außen. Wobei Bauen im Außenbereich moderat möglich bleiben soll, vor allem an den Hauptverkehrsachsen.

Laut Fahrplan soll rund ein Jahr Zeit bleiben, um sich über die Strategie für die künftige Stadtentwicklung klar zu werden. Geplant ist in diesem Rahmen eine repräsentative Bürgerbefragung, eine Halbzeit-Bilanz zum ISEK-Prozess und im November 2023 der Startschuss für den neuen Flächennutzungsplan. 

Dienstag, 13. Dezember 2022

Negativliste für „absurdeste“ Gebäudeabrisse: Umwelthilfe fordert Moratorium

RND  hier Johanna Apel  12.12.2022
Lieber sanieren oder umbauen
Immer wieder werden Gebäude abgerissen, damit ein neues Haus an ihre Stelle rücken kann. Nun legen die Deutsche Umwelthilfe und Architects for Future eine Negativliste mit Beispielen aus Deutschland vor. Sie fordern einen „Paradigmen­wechsel“ in der Politik – und bis dahin ein Abrissmoratorium.
Wenn Häuser abgerissen werden, ist das Umweltschützern oft ein Dorn im Auge. Denn wenn ein Gebäude verschwindet und dafür ein neues entsteht, werden Ressourcen verbraucht. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) warnt schon länger vor den Auswirkungen auf Klima und Umwelt. Nun hat sie gemeinsam mit Architects for Future eine Negativliste mit den „absurdesten“ Beispielen von Abrissen in der Republik veröffentlicht.

Montag, 12. Dezember 2022

Geywitz fordert Umdenken beim Bau von Eigenheimen

BR24  RedaktionBR24 Redaktion  hier

Bei zu vielen Neubauten gibt es irgendwann ein Platzproblem. Kommende Generationen müssten deshalb eher auf den Bau eines Eigenheims verzichten, sagt Bundesbauministerin Geywitz. Stattdessen will sie den Kreislauf des Vererbens stärker ankurbeln.

Den Traum vom neuen Einfamilienhaus werden sich nach Ansicht von Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) die nächsten Generationen nicht mehr erfüllen können. "Wenn wir jetzt noch drei, vier Generationen weiterdenken, können wir nicht alle nebeneinander diese Einfamilienhausgebiete haben", sagte Geywitz der "Augsburger Allgemeinen". Mathematisch sei das ganz klar, der Neubau verbrauche zu viel Fläche.

Ministerin will Weitergabe an nächste Generation verstärken

Ein Einfamilienhaus sei ein Lebensabschnittsgebäude. "Wir haben eine wunderbare Flächenauslastung von 150 Quadratmetern Einfamilienhaus, wenn Sie und Ihre Frau und Ihre drei Kinder da drin wohnen." Doch die Kinder zögen irgendwann aus und dann sei man zu zweit auf 150 Quadratmetern.

Früher seien Häuser innerhalb einer Familie an die nächste Generation vererbt worden, doch dieser Kreislauf funktioniere heute nicht mehr. "Die allermeisten von uns leben nicht mehr in dem Dorf ihrer Eltern", sagte die SPD-Politikerin. Deshalb müsse der Kreislauf der Nutzung der Häuser wieder in Gang kommen und viel Geld in die Sanierung des Bestandes fließen.

Novelle des Baugesetzbuches geplant

Montag, 5. Dezember 2022

RND  hier  Günstiger Wohnraum  

Wohngemeinnützigkeit: Renaissance eines alten Konzepts

Blick auf die Fassade eines Wohnhauses.

In der alten Bundesrepublik wurden damit Wohnungsunternehmen gefördert, die ihre Wohnungen dauerhaft preiswert hielten. Dafür konnten sie sich im Gegenzug Steuerbefreiungen sichern. Die Wohnungen blieben also dauerhaft günstig und fielen nicht nach beispielsweise 20 Jahren aus der Sozialbindung heraus. Das Prinzip wurde 1990 unter Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) allerdings abgeschafft.