Freitag, 29. September 2023

 


Am Sa 30.9.2023 wird im Booky der Stadtbücherei Ravensburg der Treffpunkt Nachhaltigkeit mit vielseitigem Programm eröffnet. Herzliche Einladung an alle Interessierten ☺️ 

Der Treffpunkt ist ein Kooperationsprojekt unterstützt von ehren- und hauptamtlichen Akteuren des Umweltamtes der Stadt Ravensburg, dem K-Punkt Ländliche Entwicklung, der Bürgerstiftung Kreis Ravensburg, der Freiwilligenagentur, der Stadtbücherei und dem Kapuziner.

Weitere Infos: 

www.Treffpunkt-Nachhaltigkeit-rv.de

Lage der Insekten: Weniger Schmetterlinge, mehr Arten

Tagesschau ARD hier  Stand: 24.09.2023  Von Katharina Lorch, WDR

Schmetterlinge machen die Frühlings- und Sommermonate bunter. Wenn sie bis dahin überleben. Wie das Jahr 2023 aus Schmetterlingssicht war, welche Probleme sie hatten - und wie man den bunten Faltern helfen kann.

"So wenige Schmetterlinge wie nie" lautete die Schlagzeile zum Fazit der Mitmachaktion "Insektensommer 2023" des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) und des bayerischen Landesbundes für Vogel- und Naturschutz (LBV). 

Weniger Schmetterlinge: eine Momentaufnahme oder eine langfristige Entwicklung?

Donnerstag, 28. September 2023

Nur zwei Prozent? Was hinter dem deutschen Beitrag zu den weltweiten CO2-Emissionen steckt

Riffreporter hier  von Christian Schwägerl  27.09.2023

Auf das bisschen Kohlendioxid, das wir Deutschen in die Atmosphäre pusten, kommt es doch nicht an, oder? Doch. Das populärste Argument gegen mehr Klimaschutz – und seine Entkräftung

„Deutschland verursacht doch nur zwei Prozent der weltweiten CO₂-Emissionen – wenn wir die einsparen, retten wir damit nicht die Welt!“ Das klingt im ersten Moment überzeugend. Was sollte das kleine Deutschland, in dem nur jeder hundertste Mensch lebt, schon weltweit ausrichten können? Was soll es ändern, wenn ein so verschwindend geringer Anteil an den globalen Emissionen ein bisschen weiter schrumpft?

Das Argument ist beliebt und funktioniert gut, weil es das eigene Handeln bedeutungslos erscheinen lässt. Gleichzeitig stellt es Menschen und Organisationen, die sich für Klimaschutz einsetzen, als realitätsfern dar.

Man kann das Argument aber auch anders betrachten.

Deutschland gehört zu den Top Ten der CO₂-Verursacher

Faktencheck E-Autos: Die Mythen werden zerpflückt

Es geht hier um Österreich - doch Ausgangslage, Probleme und Argumentation sind in Deutschland nicht anders. Im Artikel sind viele Argumente genannt und Grundlagen-Zahlen zu finden, die ich sehr spannend finde.
Ich stimme dem Verfasser zu: Trotzdem müssen wir die Zahl der Fahrzeuge so niedrig wie möglich halten, denn ein e-Fahrzeug beansprucht in unserem Freiraum  weiterhin viel Platz und möglicherweise auch neue Straßen. Es ist ein teures Vergnügen sowohl für den Autohalter als auch für die Gesellschaft, dem mit einem besseren ÖPNV begegnet werden muss.

Standard hier  Andreas Sator  22. September 2023

Fast alle Argumente gegen E-Autos sind falsch – bis auf eines 

Teuer, umweltschädlich und ständig in Flammen stehend: Etwas überspitzt gesagt, schreiben viele gern diese Eigenschaften E-Autos zu. Eine Bestandsaufnahme in zehn Schritten

Jedes Jahr ein paar Milliarden Liter Flüssigkeit aus vor Millionen Jahren abgestorbenen Pflanzenresten aus dem Boden zu pumpen, über hunderte Kilometer lange Rohre zu Raffinerien und dann in Lastwägen zu Tankstellen zu bringen, wo dann eine Milliarde Leute ihre Autos über ein hunderte Milliarden teures Straßennetz hinfahren, um diese Flüssigkeit zu verbrennen – ganz normal, weil so machen wir das immer schon. Ein Auto mit einer simplen Batterie zu betreiben und an der Steckdose anzuschließen: Da bricht sicher das Stromnetz zusammen, Rohstoffe gibt's auch nicht genug, und wer soll sich das leisten können?

Zu Elektroautos schwirren viele fast mystische Vorstellungen umher. Ein kleiner Faktencheck.

Warum eine neue Gasheizung zur Kostenfalle werden könnte

 Handelsblatt  hier  Artikel von Rutschmann, Ines  28.9.23

Viele deutsche Hausbesitzer lassen sich trotz Wärmewende weiter Gasheizungen einbauen. Deren Nutzung könnte auf Dauer aber teurer werden als geplant.

Es ähnelt einem Schlussverkauf. Die deutschen Hausbesitzer decken sich trotz Wärmewende mit Gasheizungen ein. Rund 600.000 wurden nach Daten des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie im vergangenen Jahr neu eingebaut. Im ersten Quartal 2023 waren es 168.000 Anlagen, was einem Plus von 14 Prozent und einem Marktanteil von deutlich über 50 Prozent entspricht.

Diese Euphorie könnte sich später finanziell rächen. Wer mit Erdgas heizt, muss sich nämlich bewusst sein, dass das Ende seiner Nutzung naht.

Klimawandel: Kalifornien verklagt Öl- und Gaskonzerne

Warum nicht auch bei uns? Diese Firmen tragen schwere Schuld und betätigen sich noch immer als Klimasaboteure. Oft unterstützt von uneinsichtigen Politikern. Wieso müssen wir zulassen, dass sie noch immer viel zu viel Geld auf Kosten der Umwelt verdienen? Auf Kosten von uns und unserer Gesundheit.

Frankfurter Rundschau hier  Stand:26.09.2023,  Joachim Wille

Exxon-Mobil, Shell, BP, Conoco-Philips und Chevron sowie der Branchenverband sollen den Kampf gegen den Klimawandel mitbezahlen - der Prozess könnte Rechtsgeschichte schreiben.

Kalifornien gilt als „Sunshine State“ und Inbegriff des amerikanischen Traums. Doch er ist auch ein Hotspot des Klimawandels. So litt der drittgrößte US-Bundestaat in den vergangenen drei Jahre unter einer Megadürre, die die Grundwasserspiegel stark absinken ließ und Waldbrände zusätzlich anfachte. In diesem Jahr folgten darauf Monate mit Überschwemmungen.

Die Regierung Kaliforniens hat nun zu einem drastischen Mittel gegriffen, um Geld für die Kosten der Klimakrise und eine bessere Anpassung lockerzumachen: Sie reichte Klage gegen Öl- und Gaskonzerne ein, da sie maßgeblich zum Klimawandel beigetragen und die Öffentlichkeit über die Risiken getäuscht hätten. Der Ausgang dieser und ähnlicher Klagen könnte Rechtsgeschichte schreiben.

Die Klimaklage in Straßburg hat begonnen: Gen Z gegen 32 Staaten

Auch ich bin geschockt von der Argumentation der Staaten. Das ist unwürdig und Menschen-verachtend.  Vor allem nach diesem Sommer der Hitzeextreme im Mittelmeerraum.
Ich wünsche mir eine Regierung, die für ihre Menschen da ist und ihre langfristige Verantwortung trägt.
Kalifornien macht es vor! Und das nicht etwa aus Jux und Tollerei, sondern weil es dringend notwendig ist!

hier  die Zeit  Von Viola Kiel, Straßburg  27. September 2023

Sie wollen Europa zu mehr Klimaschutz zwingen: Sechs junge Menschen strengen die größte Klimaklage der Welt an. Wie beweist man, dass Regierungen die Zukunft gefährden?

Auf die Minute genau, pünktlich um 9.15 Uhr, schellt eine Klingel. Die Anwesenden erheben sich. Mit großer Geste kündigt ein Mitarbeiter die Richterinnen und Richter an. "La cour", ruft er gewichtig, "das Gericht". 17 Menschen in dunklen Roben betreten die Große Kammer des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in Straßburg. Auf dem Boden, vor dem Oval ihrer Sitzreihe, liegt ein leuchtend blauer Teppich mit den zwölf gelben Sternen der EU. Zwölf, als Symbol für Einheit und Harmonie. Die Gräben, die hier verlaufen, beginnen erst hinter dem Teppich.

Auf der einen Seite des Saals sitzen sechs junge Menschen aus Portugal. Sie sind Kinder, Jugendliche, manche mittlerweile junge Erwachsene. Mariana Duarte Agostinho, die Jüngste, ist gerade einmal elf Jahre alt. Wenn sie 65 Jahre alt sein wird, könnte die Welt 2,5 Grad heißer sein. Wenn sie 88 Jahre alt sein wird, ist das Jahr 2100 erreicht. Das Jahr, bis zu dem die Erderwärmung auf höchstens 1,5 Grad begrenzt worden sein sollte. Und in dem nach derzeitigen Prognosen womöglich die Marke von vier Grad über dem vorindustriellen Niveau überschritten wird. Sie kämpfen für Klimaschutz. Und haben deshalb 32 Staaten des geografischen Europas verklagt.

Auf der anderen Seite des Saals sitzen die Vertreterinnen und Vertreter von 31 dieser Staaten. Es sind mehr als 80 Anwältinnen und Anwälte. Die Klage richtet sich an alle Mitgliedstaaten der EU, außerdem an Norwegen, die Schweiz, die Türkei, Großbritannien und Russland, das allerdings nicht vertreten ist. Auch diese Länder kämpfen: dagegen, dass dieses hohe europäische Gericht die Klage für zulässig erklärt. Und den Nationalstaaten juristisch verbindliche Vorgaben für ihre Klimapolitik macht.


 

Aktivist*innen aus Lateinamerika und Tübinger Theologiestudierende treffen Aktivist*innen aus dem Altdorfer Wald

Pressemitteilung

Im Rahmen ihrer gemeinsamen Studienwoche treffen sich, 

heute am 28.9. 23, gegen 16 Uhr,

 lateinamerikanische Klimaaktivist*innen der Gruppe "Iglesias y Mineria" und Theologiestudierende der Universität Tübingen

 in der Waldbesetzung im Altdorfer Wald.

Die etwa 30 Personen der Studiengruppe besuchen am morgigen Donnerstag gemeinsam die Waldbesetzung, um sich über Raubbau, Proteste, Dekolonialisierung und Schöpfungstheologie auszutauschen. 

Die Gruppe "Iglesias y Mineria" engagiert sich in ganz Latein- und Zentralamerika gegen Naturzerstörung durch Rohstoffabbau. Seit dem 14.9. sind sie auf einer Europareise und treffen sich mit unterschiedlichsten gesellschaftlichen Akteur*innen, so am Freitag zum Beispiel auch mit der Deutschen Bank, um über globale Finanzen zu diskutieren.

Die Studienwoche in Kooperation mit der Uni Tübingen legt den Fokus auf unterschiedliche Formen weltweiten Engagements für den Erhalt der Natur.

Es gibt genügend Teilnehmer*innen, die spanisch/deutsch übersetzen können und teils wird ein Austausch auch in englischer Sprache möglich sein.

Wir laden Sie herzlich ein, gegen 16 Uhr im Laufe des Nachmittags in die Besetzung im Altdorfer Wald zu kommen und bei dem Austausch dabei zu sein und mit einzelnen Aktivist*innen und Theolog*innen zu sprechen.

Blick nach Dänemark: „Wir machen einfach“

Focus hier 13.06.2023

Deutsche Riesen-Wärmepumpe versorgt 100.000 Menschen - aber in Dänemark

Während Deutschland über die Wärmewende debattiert, sind andere Länder schon weiter. In der dänischen Stadt Esbjerg soll eine Großwärmepumpe jetzt 100.000 Haushalte versorgen - aus deutscher Produktion. Die Diskussionen in der Bundesrepublik sorgen in Dänemark für Verwunderung.

Blick nach Österreich: Das kennen wir doch irgendwie....

Bei uns gibt es schon ein Gesetz, aber.... Hauptsache die letzte Generation ist im Gefängnis versorgt, die nichts anderes will als dass dieses Gesetz ernst genommen wird....

Standard  hier  

seit 1000 Tagen hat Österreich kein Klimaschutzgesetz – und die Neuauflage lässt weiterhin auf sich warten. Die alte Fassung ist bereits 2020 ausgelaufen und seither gibt es keine Regelung, die Bund und Ländern vorgibt, wie stark sie ihre Treibhausgase jedes Jahr und in welchem Sektor senken müssen.

Kurios mutet ein Rückblick ins Jahr 2019 an: Damals erklärte der Nationalrat den Klimanotstand. Der Eindämmung der Klima- und Umweltkrise müsse höchste Priorität zuerkannt werden, so die Abgeordneten. Mit Ausnahme der FPÖ stimmten alle Fraktionen für den Antrag. 

Mittwoch, 27. September 2023

Blick nach Frankreich: Souverän im Heizungskeller

Ich fürchte Deutschland hat nicht nur die Wärmewende sondern noch viel mehr verschlafen. Ich denke da an das jahrzehntelange Verschlafen der Elektromobilität, deren Folgen bereits heute deutlich sichtbar werden. Oder an das Verschlafen der Erneuerbaren. Windkraft- und PV Herstellung sind schon lange weggebrochen, und das wurde damals politisch ganz offensichtlich so angetrieben. Während in Deutschland jahrzehntelang alles ums Gas ging, haben z.B. die Dänen ihr Potential in der Wärmewende hervorragend ausgebaut. Es bringt nichts, die Hersteller immer nur zu schonen, wie bisher geschehen. Dadurch halten sie nur umso länger an ihren alten, kurzfristig gewinnversprechenden, Technologien fest und investieren nicht in die Zukunftstechnologie.

Handelsblatt hier  Artikel von Waschinski, Gregor •27.9.23

Macrons Klimaplan: Wie Frankreich bei Wärmepumpen unabhängig wird

Macron will Frankreich zum führenden Produktionsstandort für Wärmepumpen machen. Dabei sieht der Präsident Deutschland als Beispiel – wie man die Energiewende nicht machen sollte.

Der Verkauf des Wärmepumpengeschäfts des Mittelständlers Viessmann an den US-Konkurrenten Carrier Global schockierte im Frühjahr die deutsche Politik – und dient dem Nachbarland Frankreich nun als warnendes Beispiel. Denn die Technologie gilt als entscheidend für den grünen Umbau der Wärmeversorgung. Fragen wurden laut, ob die deutschen Heizungshersteller die Wärmewende zu verschlafen drohen.


 

Scientists4future: Die planetaren Grenzen unserer Gesundheit


 hier zum einloggen am 28.9.23

Wir haben mit unserem Handeln in den letzten Jahrzehnten die Belastungsgrenzen unseres Planeten in einigen Bereichen überschritten (Rockström, Safe and Just Earth System Boundaries, Nature 2023). 

Es stellt sich die Frage, inwiefern auch die Belastungsgrenzen unserer Gesundheit überschritten sind? Vor allem die Nutzung fossiler Energien schädigt unsere Gesundheit – Hitzewellen, Luftqualität, PFAS und Co - diese Zusammenhänge wird Prof. Dr. Koch (Southern University Denmark / Charité) in ihrem Vortrag beleuchten und Fragen beantworten.   

Susanne Koch ist Ärztin und Wissenschaftlerin an der Charité. In den letzten Jahren Forschung zum Thema Nachhaltigkeit im Gesundheitssystem und dem Einfluss der Umweltzerstörung auf unsere Gesundheit. Seit Juni 2023 Professur an der Süddänischen Universität in Odense. Aktiv bei Health 4 future und Scientist Rebellion. Als Ärztin tätig in der Intensivmedizin und in der Palliativmedizin.

Schöne neue Welt

Tagesschau hier 27.09.2023  Von Katharina Bruns, hr

Solarpunk und Klimaoptimismus

Dem düsteren Blick in die Zukunft hält das Genre Solarpunk etwas entgegen: Es schafft im Netz in Kunst und Literatur eine Zukunft, in der es sich zu leben lohnt und die vielleicht sogar erreicht werden kann.

Der Kampf von David gegen Goliath: 6 Jugendliche verklagen 32 Staaten

Die Zeit hier

PODCAST: WAS JETZT? / PORTUGAL:Klima-Klage gegen Europa

6 Jugendliche verklagen 32 Staaten - Begründung: weil fehlender Klimaschutz Menschenrechte verletze

Standard  hier  Jakob Pflügl Julia Beirer  27. September 2023

Sechs Kinder und junge Erwachsene haben Beschwerde beim Gerichtshof für Menschenrechte eingereicht. Am Mittwoch wird mündlich verhandelt – das zeigt die Bedeutung des Verfahrens

Die Wälder im Zentrum Portugals standen 2017 in Flammen. Das Ausmaß der Brände war enorm – 110 Menschen starben. Der Klimawandel habe die Flammen zusätzlich befeuert, das hätten Wissenschaftler bestätigt, so der Vorwurf von sechs Kindern und Jugendlichen aus Leiria und Lissabon, die nun rechtliche Konsequenzen fordern. Die jüngste Klägerin ist mittlerweile elf, die älteste 24 Jahre alt.

Dienstag, 26. September 2023

Abgasnorm: Keine Ausnahmen für E-Fuels – Bundesregierung scheitert mit Forderungen bei Euro-7-Normen

Handelsblatt  hier  Artikel von Scheer, Olga •

Weder die Wünsche von FDP noch von den Grünen werden in Brüssel berücksichtigt. Die neuen Standards für Abgaswerte legen andere fest – die Autoindustrie ist trotzdem zufrieden.

Gebäudeintegrierte Photovoltaik: Viel Potenzial, aber noch zu teuer

Heise hier  25.09.2023  Gregor Honsel

Erneuerbare Energie

Bild links: Bsp. in Freiburg hier

Solarzellen in Dachpfannen und in Fassaden erschließen neue Flächen für die Photovoltaik. Dazu müssen sie allerdings noch wirtschaftlicher werden.

Will Deutschland seine Klimaziele erreichen, muss es bis 2050 mehr als 200 Gigawatt an PV-Leistung allein auf Gebäuden zubauen.

Mittwoch und Samstag - in Ravensburg

Am Samstag 30.9.23 sammelt der BUND von 10-14 Uhr Unterschriften am Infostand vor der Ravensburger Stadtbücherei - dort findet anlässlich des "Treffpunkt Nachhaltigkeit" ein Nachhaltigkeitstag statt. 


Einladung zu meinem "Talk - Gespräche über die Zukunft"

Theater Café, Theater Ravensburg, Zeppelinstr. 7. 
Mittwoch 27. September 2023, 20 Uhr 

Karten im VVK und  Abendkasse, Euro 14,00

Die Gäste: Dr. Frank Matschinski, Praxis für Drogenabhängige in Ravensburg Werner Langenbacher, Betriebsseelsorger Patrick Pinda-Abingnault, studierte Straßenbau an der Hochschule Biberach Musik: Andieh Merk  

Frank Matschinski leitet mit seiner Frau eine Praxis für Drogenabhängige mit Drogensubstitution und sehr viel Hilfestellungen und Gesprächen. Was ist die Zukunft solcher Praxen, von Arztpraxen im Wohnviertel generell, in einem kranken System, in dem es bald keine Nachfolger mehr gibt für eine medizinische Versorgung vor Ort? 

Der ehemalige Betriebsseelsorger Werner Langenbacher erzählt über seinen früheren Arbeitsschwerpunkt:  Hilfe, Beratung für Menschen in prekären Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft, in Zulieferfirmen. Denn unser Lebensstil hat einen hohen Preis. Zigtausende von LKW-Fahrern karren unsere Konsumprodukte quer durch Europa, zu Löhnen, die als solche nicht zu bezeichnen sind und die sie oft nicht bekommen. Wochenlang standen sie an Autobahn-Raststätten und streikten.  

Und Patrick Pinda-Abignault aus Congo-Brazzaville, der in Biberach Straßenbau studierte, wird erklären, was es für ein afrikanisches Land bedeutet, wenn  wir die politischen, die Armuts- und Klimaflüchtlinge aus den Ländern des Südens nicht wollen, jedoch deren qualifizierte Fachkräfte. Ist das eine neue Form post-kolonialer Plünderung menschlicher Ressourcen? Und er wird erzählen, ob und wem „Entwicklungshilfe“ in seinem Land "hilft"? 

Die Musik am Abend kommt von Andieh Merk.

„Der Zwang kommt auf jeden Fall: Wenn wir kein Wasser und keine Nahrung mehr haben“

ZDF-Meteorologe über Wetter und Klima auf RND hier  Lucie Wittenberg  25.09.2023


Özden Terli ist bekannt als Wettermoderator beim ZDF. Der Meteorologe stellt immer wieder die Klimakrise als Ursache für viele Wetterphänomene in den Vordergrund. Das gefällt nicht jedem. Terli macht trotzdem weiter: Klimaschutz sei eine „über Generationen anhaltende Menschheitsaufgabe“.

Erfolge für erneuerbare Energien

hier  im Spiegel 24.09.2023  Eine Kolumne von Christian Stöcker

Lauter erfreuliche Überraschungen

Die erneuerbaren Energien kommen nicht voran? Von wegen! Deutschlands Ausbauziel für Solarenergie dieses Jahr ist bereits erreicht, Solarzellen werden immer effizienter – und da geht noch mehr.

Über den Umbau unseres Energiesystems wird derzeit vor allem geschimpft: zu teuer, zu langsam, reicht alles nicht. Dabei gibt es bereits viele gute Nachrichten und dazu neue Gründe für Optimismus:

Montag, 25. September 2023

Verkauf von Mikroplastik in der EU künftig verboten

ARD 25.09.2023 hier

Damit weniger Partikel in Umwelt und Meere gelangen, untersagt die EU den Verkauf von Mikroplastik und Produkten, denen es zugesetzt ist. Betroffen sind etwa Granulat für Sportplätze und Kosmetik-Produkte.

Der Verkauf von Mikroplastik in verschiedensten Bereichen wird in der Europäischen Union (EU) schrittweise verboten. Durch neue Regeln der EU-Kommission wird in Zukunft die Veräußerung von Mikroplastik untersagt, wie die Brüsseler Behörde heute mitteilte. Zudem gebe es auch ein Verkaufsverbot für Produkte, denen Mikroplastik zugesetzt wurde und die dieses bei der Verwendung freisetzen.

Unterschriftenaktion für das Deutschlandticket

 49-Euro-Ticket retten! - Campact

Auf dem Abstellgleis

Das 49-Euro-Ticket ist in Gefahr. Schon ab Januar könnte Verkehrsminister Wissing (FDP) das nötige Geld dafür verweigern. Wenn er nicht einlenkt, läuft das beliebte Angebot ab. Wir fordern: Das Deutschlandticket muss bleiben!

elf Millionen Menschen nutzen es täglich – doch Volker Wissing könnte es bald abschaffen. Das 49-Euro-Ticket steht vor dem Ende, wenn der FDP-Verkehrsminister das nötige Geld nicht freigibt. Schon ab Januar 2024 gäbe es das deutschlandweite Monatsticket dann nicht mehr. 

Ein „Riesenerfolg“: Noch vor wenigen Tagen lobte Wissing das 49-Euro-Ticket in den höchsten Tönen. Es ist allseits beliebt und schützt das Klima – damit schmückt sich der Verkehrsminister gerne. Doch hinter den Kulissen scheint er das Projekt kaputtzusparen. Dabei hat sein Ressort gar keine Not. Anders als andere Ministerien hat es 2024 sogar mehr Geld zur Verfügung. Autofan Wissing will aber lieber in neue Autobahnen investieren als in klimafreundliche Mobilität.

Sich für das Deutschlandticket feiern lassen und gleichzeitig das nötige Geld dafür nicht freigeben – damit lassen wir Wissing nicht durchkommen. Gemeinsam mit dem ökologischen Verkehrsclub Deutschland (VCD) starten wir einen Appell für den Erhalt des Tickets. Sobald 150.000 Menschen unterschrieben haben, fahren wir bei Wissing vor. Dafür bekleben wir die Buslinie, die tagein, tagaus am Verkehrsministerium vorbeikommt. Bei jedem Blick aus dem Fenster sieht der FDP-Mann unsere Forderung: Das 49-Euro-Ticket muss bleiben! 

Gemeinschaftliche Wohnprojekte: Eine Antwort auf die Immobilienkrise?

Tagesschau ARD  24.09.2023 Von Lukas Wiehler, hr  hier  22.09.2023 

Günstige Mieten, demokratische Mitbestimmung und ein lebenslanges Wohnrecht versprechen Wohnprojekte. Doch die Gemeinschaft kann auch Zeit und Energie kosten. Lohnt sich das Engagement im Wohnprojekt? Ein Überblick.

Die Mieten in Deutschland sind auf einem Rekord Niveau, und die hohen Zinsen kündigen bereits den nächsten Preisschock an. Doch es gibt eine Alternative: Gemeinschaftliche Wohnprojekte wie Genossenschaften und Mietshäusersyndikate entziehen dem freien Markt Immobilien und bieten günstigeren Wohnraum.

Bauvorhaben: Riskante Beschleunigung - erleben wir damit §13b.2 ?

Süddeutsche Zeitung hier von Michael Bauchmüller, Berlin •24.9.23

Um Genehmigungsverfahren schneller zu machen, wollen Bund und Länder auch an das Umweltrecht ran. Nun schlagen Grünen-Politiker und Umweltverbände Alarm.

Riskante Beschleunigung

Planungen, Genehmigungen, Bauvorhaben - vieles soll künftig schneller gehen im Land. Einen ersten Vorschlag dazu hat das Kanzleramt gemacht, seit voriger Woche gibt es dazu auch die Vorschläge und Anmerkungen der Länder. Teils gehen sie über die Beschleunigungsideen des Kanzleramtes sogar noch hinaus. Wird da womöglich am Ende zu viel der Beschleunigung geopfert?

Die Sorge, dass es so kommen könnte, wächst - jedenfalls bei Umweltverbänden und Umweltpolitikern. "Die Vorschläge sind überzogen und gehen auf Kosten der Rechtssicherheit", sagt etwa der umweltpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Jan-Niclas Gesenhues. "Ein Kahlschlag beim Umweltschutz ist das falsche Instrument, wenn man Planungen beschleunigen will." Letztlich verlören so Bauprojekte die Akzeptanz.

Klimaziele für jedes Dorf

Genau das ist der springende Punkt, das haben wir beim Regionalplan hauthah erlebt. Auf der oberen Ebene: Großartige Sprüche welche Ziele erreicht werden sollen. Gemacht wird dann aber doch nichts, weil man ja die Ziele nicht auf die kommunalen Ebene runterbrechen kann oder will oder darf oder muss  ....  Von oben kommen dann nur ein paar halbherzige Lippenbekenntnisse: Wir würden ja gerne, aber...Also vergesst die tollen Ziele,  weiter so wie bisher!

TAZ hier  JULIAN VON BÜLOW  19.5.23

 Treibhausgasemissionen von Kommunen

Soll das Pariser Klimaabkommen eingehalten werden, müssen auch deutsche Kommunen mitziehen. Doch die wissen teils gar nicht wie.

Der Klimawandel lässt sich nur bekämpfen, indem sowohl groß als auch klein gedacht wird, individuell und global, national und kommunal. Eine entscheidende Rolle spielen also auch die Städte und Kreise. Doch wissen die überhaupt, wie viele Abgase sie in die Luft blasen?

„Den Städten, Kreisen und Gemeinden muss klar sein, welchen Beitrag sie zur Erreichung der Bundesziele leisten sollen: Wie viel Treibhausgase sie ausstoßen dürfen, wie viel Strom sie selbst verbrauchen können und wie viel sie für andere bereitstellen sollen“, sagt Benjamin Gugel, der am Institut für Energie- und Umweltforschung (ifeu) in Heidelberg zu kommunalem Klimaschutz forscht. Doch solche Vorgaben existieren nicht und auch mit dem geänderten Klimaschutzgesetz der Bundesregierung werden sie wohl nicht kommen.

 BUND Delegation mit Vertreter:innen aus dem Landesverband heute zu Besuch im Alti.

Danke für den fachlichen Austausch und die wertschätzende Unterstützung 👍🌈✊



Kemferts Klima-Podcast: Wie trocken wird Deutschland?

MDR AKTUELL - Das Nachrichtenradio  20.09.2023  

hier Übersicht

hier Podcast, auch als Textversion verfügbar

Der Sommer in Deutschland war nass. Im Juli fielen 25 Prozent mehr Regen als im langjährigen Mittel. Claudia Kemfert sieht aber keinen Grund zur Entwarnung. Sie ist überzeugt: Deutschland trocknet weiter aus.

In diesem Sommer fiel so mancher Urlaub in Deutschland buchstäblich ins Wasser. Es hat viel geregnet. Im Juli fielen 25 Prozent mehr Regen als im langjährigen Mittel. Die Dürre sei vorbei, schrieben gleich mehrere Medien. Claudia Kemfert sieht für Entwarnung hingegen keinen Grund. Die Klimaökonomin ist überzeugt: Deutschland trocknet weiter aus. Es gebe immer noch ein Defizit im Boden. Um das auszugleichen, müsste es anderthalb Jahre durchregnen.

Kemfert verweist darauf, dass Deutschland zu den Regionen mit den höchsten Wasserverlusten weltweit gehört. In den letzten 20 Jahren habe das Land Wasser im Umfang des Bodensees verloren. Der Grundwasserspiegel sinke noch weiter. Die Folgen für Land- und Forstwirtschaft sowie Industrie, aber auch für die Menschen in den Städten seien enorm. Wasser sparen müsse das Gebot der Stunde sein. Doch in Deutschland sei Trinkwasser noch vergleichsweise billig. Kemfert würde der Industrie einen höheren Preis fürs Wasser berechnen.

Die Klimaökonomin erklärt auch, was die Trockenheit bei uns mit den Überschwemmungen zum Beispiel in Libyen zu tun hat.

Sonntag, 24. September 2023

Nicht auf dem 1,5-Grad-Pfad: Das Solarpaket erfüllt noch nicht einmal die Vorgaben der EU

Aus dem Newsletter der Parents4future  hier

Das Solarpaket orientiert sich an den Vorgaben des Klimaschutzgesetzes von 2021, das Klimaneutralität in Deutschland bis 2045 als Ziel hat. Mit diesem Gesetz – das in Kürze noch weiter verwässert werden soll – erfüllt Deutschland in keiner Weise seinen notwendigen Beitrag zur Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze, ja noch nicht einmal die Vorgaben der EU. 

Die Energy Watch Group (EWG) hatte bereits 2021 in einer Studie klargestellt, dass Deutschland seine Stromproduktion bereits bis 2030 vollständig auf Ökostrom umstellen muss. Die Bundesregierung plant für 2030 jedoch nur einen Ökostrom-Anteil von 80 Prozent.

Maßnahmen ungeeignet und bürokratisch

Darum sind Wärmepumpen bei Kälte besser als Öl- und Gasheizungen

 WiWo hier Überraschende Studie von Svenja Gelowicz  14. September 2023


Wärmepumpen sind einer neuen Studie zufolge Öl- und Gasheizungen bei Kälte überlegen Quelle: dpa

Wie gut funktionieren Wärmepumpen bei Kälte im Vergleich zu Öl- und Gasheizungen? Dieser Frage sind englische Forscher nachgegangen – mit einem deutlichen Sieg für die häufig noch umstrittene Technik.



Eine neue Studie räumt Zweifel beiseite, die sich um die Leistungsfähigkeit von Wärmepumpen bei starker Kälte drehen. Der Untersuchung zufolge schlagen Wärmepumpen Heizsysteme, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, auch bei niedrigen Temperaturen – und zwar um Längen: Sie sind selbst bei extremer Kälte – die Forscher nennen minus 30 Grad als Größenordnung – mehr als doppelt so effizient wie Öl- oder Gasheizungen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die am Montag in der Fachzeitschrift „Joule“ von Forschern der Universität Oxford und des Thinktanks Regulatory Assistance Project veröffentlicht wurde.

Serielles Bauen als Hoffnungsträger

WiWo hier von Horst von Buttlar  15.9.23

Der Neubau in Deutschland droht zu kollabieren. Das Bauen in Serie gilt nun als Hoffnungsträger in der Immobilienkrise. Mit Recht?

Bild links von hier

Wenn man so will, hat Jan-Hendrik Goldbeck eine seiner Lieblingsbeschäftigungen aus Kinderzeiten zum Beruf gemacht. Damals spielte er gern mit Lego, baute mit den Plastiksteinchen Ritterburgen und Raumschiffe. Heute baut er immer noch gerne – aber die Steine sind größer geworden. 

Goldbeck ist einer von vier Geschäftsführern des gleichnamigen Bauunternehmens aus Bielefeld. Die Gebäude, die Goldbeck baut, werden wie Lego zusammengesteckt. Serielles Bauen nennt man das.

Samstag, 23. September 2023

Petition der Parents for Future: Ökozid - Die Zerstörung des Planeten ist ein Verbrechen

 


Ökozid - ein Thema aus dem neuen Newsletter der parents4future  

mehr dazu hier


📝Petition der Parents for Future unterschreiben

❓In Kürze:
- Ökozid als Straftatbestand im EU-Umweltstrafrecht
- Im Oktober  starten im Rahmen des Trilogs die letzten Gespräche für die Entscheidung
- Ökozide müssen endlich geahndet werden!

Worum geht´s?
Mit dem vermeintlichen Ziel, den Wohlstand der Menschen im globalen Norden zu mehren, zerstören fossile und andere weltweit agierende Unternehmen die Lebensgrundlagen der gesamten Menschheit und von Millionen Arten unserer Erde!

Warum unterzeichnen?
Durch deine Unterschrift lässt sich das ändern! Da das europäische Umweltstrafrecht zur Zeit überarbeitet wird, könnten diese Aspekte jetzt im neuen Gesetz eingearbeitet werden. Das ist also eine einmalige Chance "Ökozide" strafbar zu machen!

❗️Hier die Petition an die EU unterschreiben

Klimaschutz? Macht die nächste Regierung

Die Zeit hier  Von Ruth Fend 22. September 2023

Der Bundestag diskutiert über die Änderungen am Klimaschutzgesetz. Es gibt heftige Kritik – aber auch Ideen, wie es noch zu retten ist.

Klimaschutzgesetz: Die Grundlage für Wirtschaft und Gesellschaft sichern – hält das neue Klimaschutzgesetz, was es verspricht?

Im Bundestag starten diesen Freitag die Diskussionen über das erneuerte Klimaschutzgesetz. Ein breites Bündnis an Umwelt- und Sozialverbänden kritisiert (PDF) die Veränderungen des Kabinettsbeschlusses, den das Bundesministerium für Wirtschaft und Klima (BMWK) im Juni vorgelegt hatte: Anstatt mehr Klimaschutz zu gewährleisten, würde die Novelle das Gesetz entkernen.

Was die Diskussionen besonders hitzig machen dürfte: Schon mit dem bestehenden Gesetz verfehlt die Bundesregierung ihre Klimaziele bis 2030. Das geht aus der Stellungnahme (PDF) hervor, die der Expertenrat der Bundesregierung zum Klimaschutzprogramm 2023 im August vorlegte. Viele der rund 130 Einzelmaßnahmen im Programm ließen sich nur schwer quantifizieren, monierte das Gremium.  

Der neue Newsletter ist da

 


Den Newsletter findet Ihr auf unserer Webseite https://parentsforfuture.de/de/newsletter.

Folgende Inhalte erwarten Euch:

Ökozid: Wenn Moral zu Recht wird, verändert sich die Welt

Wo‘s noch hakt: Das Solarpaket der Bundesregierung

Impressionen vom globalen Klimastreik am 15.09.2023 in Deutschland

Rückblick auf den Sommerkongress von Fridays for Future in Lüneburg

Future Skills für die Klimabewegung

FFF-Sommerkongress aus der Perspektive eines Referenten

Vorgestellt: Hochschule für Gesellschaftsgestaltung (HFGG)

Hands-on-Studium an der TH Bingen: Ärmel hochkrempeln und Konzepte entwickeln

Klimaschutz und Geschlechtergerechtigkeit

Concerts for Future: Klimaschutzkonzerte in Hamburger Kirchen

Solarfabrik in Bürgerhand

Klima-Telegramm

Viel Spaß bei der Lektüre, gern in allen Euren Kanälen weiter verteilen.

Wir danken wieder allen, die unser kleines Team mit Beiträgen, Fotos und Ideen unterstützt haben und schicken frühherbstliche Grüße.

Euer Newsletter-Team von Parents For Future Deutschland

Kontakt: nl-redaktion@parentsforfuture.de

https://parentsforfuture.de/de/newsletter


"Die Ampel mag das eigene Klimagesetz nicht"

Süddeutsche Zeitung hier  22. September 2023,Von Michael Bauchmüller, Berlin

Klimaschutz: Ein Gesetz geht baden

Der Bundestag befasst sich in erster Lesung mit der Novelle des Klimaschutzgesetzes. Doch innerhalb der Koalition gibt es nur eine Fraktion, die mit dem Entwurf der Regierung zufrieden ist.

Aktivisten von Greenpeace haben in der Früh noch zu Pinsel und Farbe gegriffen. "Klimaschutzgesetz" haben sie an eine Kaimauer unterhalb des Reichstags gepinselt, mit Kreideleimfarbe, und das leicht schräg. Das Wort geht buchstäblich baden. Denn so, findet die Umweltorganisation, ergeht es an diesem Freitag ja auch dem deutschen Klimaschutzgesetz. Sie ahnen noch nicht, wer das im Hohen Haus alles genauso sieht.

USA, China, EU im Klima-Vergleich: Strom-Studie sieht Deutschland als Vorbild - außer in genau einem Punkt

Focus hier   Freitag, 22.09.2023

Die Energiewende geht weltweit zu langsam voran. Zu dem Ergebnis ist ein Think-Tank in seiner neuen Studie gekommen. Auch wenn China massiv Erneuerbare Energien ausbaue, setzen sie genau wie die USA noch zu viel auf Kohle. Beim Kohleausstieg schneide die EU am besten ab. Für Deutschland haben die Forscher ein Lob und Rüge zugleich übrig. 

Donnerstag, 21. September 2023

Klimaschutz: Grundgesetz nimmt Ampel in die Pflicht

Frankfurter Rundschau hier   Meinung  Stand:20.09.2023,

Die von der Regierungskoalition geplante Aufweichung des Klimaschutzgesetzes verstößt gegen die Verfassung. Der Gastbeitrag von Thomas Groß.

Die verheerenden Waldbrände in Kanada, im Mittelmeerraum und vielen anderen Teilen der Welt haben die globalen Kohlendioxidemissionen dieses Jahres um mehrere Prozent ansteigen lassen. Zugleich fehlen diese Bäume künftig, um Kohlendioxid aus der Atmosphäre aufzunehmen. In den Alpenländern gab es Regenmengen ungekannten Ausmaßes, die insbesondere in Slowenien für verheerende Schäden gesorgt haben. 

In dieser Lage soll das deutsche Klimaschutzgesetz an einer zentralen Stelle abgeschwächt werden. Diese Änderung verstößt gegen die verfassungsrechtliche Pflicht zum Schutz der Menschenrechte und der Umwelt, weil sie zu einer Verzögerung dringend notwendiger Maßnahmen zur Bekämpfung der Erderwärmung führen wird.

Neue Ideen für die Mobilität! Wie kann eine zukunftsfähige Bundesverkehrswege- und Mobilitätsplanung gelingen?

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Der Verkehrssektor ist der große Bremsklotz im Klimaschutz. Bis 2019 verharrte der CO2-Ausstoß auf dem Niveau von 1990. Klar ist: Nochmal zwanzig Jahre Stillstand können wir uns nicht leisten. Deshalb laden wir Sie herzlich ein, gemeinsam mit uns nach Lösungen zu suchen!

Flächenfraß in BW: Kommunen stellen sich gegen Volksantrag "Ländle leben lassen"

Die Kommunen bekommen langsam kalte Füße. Wie wäre es mit einem fortschrittlichen Umdenken?

ARD hier   21.09.2023

Täglich verschwinden in Baden-Württemberg mehrere Hektar Fläche unter Beton und Asphalt. Naturschützer wollen das eindämmen. Kommunen halten das für realitätsfern.Die Kommunen in Baden-Württemberg stellen sich offen gegen den Volksantrag Flächenfraß, den mehrere Naturschutzverbände initiiert haben. In einem Positionspapier, das dem SWR vorliegt, fordert der Gemeindetag Baden-Württemberg einen pragmatischen Umgang und lehnt eine pauschale Begrenzung für die Flächenplanung ab.

 


Mittwoch, 20. September 2023

UN-Umweltgipfel COP28 stellt Maßnahmen für die Umgestaltung des Ernährungssystems in den Vordergrund

hier 20. September 2023

Im Mittelpunkt des diesjährigen Umweltgipfels der Vereinten Nationen (COP28) steht die Umgestaltung des weltweiten Ernährungssystems. Die Vereinten Nationen (UN) markieren die historisch bedeutsame Ausrichtung mit drei entscheidenden Neuerungen.

Das umweltpolitische Jahrestreffen der Weltgemeinschaft findet vom 30. November bis zum 12. Dezember 2023 in Dubai, Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), statt. Erklärtes Ziel der Delegierten ist es, eine weitere Verschärfung der Klimakatastrophe abzuwenden. Doch anders als in früheren Jahren blickt die Veranstaltung dafür dem Elefanten im Raum ins Gesicht – unserer Ernährung.

Sichere Straßen für Kinder - jetzt!

 

Wir wollen, dass sich alle Kinder und Jugendlichen sicher und selbstständig mit dem Rad und zu Fuß bewegen können. Die Sommerferien sind zu Ende und viele Kinder und Jugendliche sind jeden Tag auf dem Weg zum Kindergarten und zur Schule. Doch täglich kommt es dabei zu gefährlichen Situationen.

Die Straßen müssen umgestaltet werden: Nämlich so, dass Kinder allein zur Schule kommen können, sich dabei an der frischen Luft bewegen und Spaß haben.

Die Kidical Mass zeigt, dass die Zeit reif ist für die Verkehrswende!

Forderungen an die Politik: Das ABC sicherer Straßen:

a) Eine weitestgehende Trennung von Rad- und Autoverkehr mit geschützten Radwegen

b) Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen innerorts bis hin zu Tempo 20 vor Schulen und Kitas sowie

c) Schulstraßen ohne Autoverkehr.

Kinderfreundliches Straßenverkehrsrecht mit Wow-Effekt für Alle

Seid dabei! Unterstützt unsere Forderungen und fahrt bei der Kidical Mass bei euch vor Ort mit!

Sagt es weiter! Mobilisiert Oma, Opa und die ganze Familie!

Die Kidical Mass Schussental beginnt am 24. September um 14:00 Uhr 
an der Kuppelnauschule und führt dann über die Möttelinstraße, die Gartenstraße und die Waldseerstraße in den Stadtgarten in Weingarten,
wo ein buntes Programm mit der Moskito-Zirkusschule, dem BUND-Glücksrad, leckerem Essen von Baschars-Falafelwagen und Musik vom DJ-Bike auf alle Fahrradbegeisterte wartet.

hier DER STANDARD - Klimaklartext <klimaklartext@email.derstandard.at>

Kolumbien will weniger Kohle verbrennen, Brasilien schraubt sein Klimaziel nach oben, Industriestaaten versprechen, ärmere Staaten finanziell stärker zu unterstützen: Ähnliche Ankündigungen werden Sie heute wahrscheinlich noch einige hören, in New York treffen sich die Staaten zum "Climate Ambition Summit". Sprechen dürfen dort ausschließlich Staaten, Unternehmen und Organisationen, die Maßnahmen ankündigen können, "die der Dringlichkeit der Klimakrise gerecht werden", erklärte UN-Generalsekretär António Guterres, der den Gipfel einberufen hat. Er soll neuen Schwung in die schwerfällige Klimapolitik bringen.

Aber was meint er damit eigentlich – "der Dringlichkeit gerecht werden"? Derzeit erfüllt kaum ein Industriestaat diese Voraussetzung. Überdeutlich machte das kürzlich der erste Bericht zur "Globalen Bestandsaufnahme", das ist die Zwischenbilanz der Uno zur Umsetzung des Pariser Abkommens. Sie zeigt eine klaffende Lücke zwischen Ankündigungen und Wirklichkeit. 

Die Forderung nach mehr Tempo kam in der vergangenen Woche auch von der Straße: In New York zogen am Sonntag rund 75.000 Menschen vom Times Square zum UN-Hauptquartier und verlangten den schnelleren Ausstieg aus fossilen Brennstoffen. Und am Freitag streikten Menschen weltweit für eine bessere Klimapolitik, auch an elf Orten in Österreich. Allein in Wien nahmen laut den Organisatoren rund 20.000 Menschen teil. Unseren Ticker zum Weltklimastreik können Sie hier nachlesen.

Außerdem haben wir uns mit der Sahara beschäftigt, beziehungsweise mit ihrer Vergangenheit, als die heutige Wüste grün war. Ein neues Klimamodell erklärt erstmals im Detail, warum es in der Sahara im Laufe der Zeit phasenweise immer wieder viel regnete. Weitere Recherchen führen uns diese Woche in den Wiener Gemeindebau und entlang der 665 Kilometer an regionalen Zugverbindungen, die Österreich verloren hat. 

Zum Abschluss noch eine Frage: Wissen Sie, was Solarpunk ist? Sonnenenergie und Rebellion – das scheint zunächst wenig miteinander zu tun zu haben. Aus Sicht der Fans dieses Science Fiction-Genre passt beides aber wunderbar zusammen. Sie träumen von einer freien, nachhaltigen Zukunft, in der Roboter, Waschmaschinen und Züge mit erneuerbarer Energie betrieben werden und der Kapitalismus abgelöst ist. 


Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen,

Alicia Prager