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Montag, 17. August 2026

Der neue Klimabericht aus Brüssel : Wie aus dem Klimanotstand die Kettensäge wurde

Peter Jelinek / LinkedIn

Die Folgen der Klimakrise (und des Wetterphänomens El Niño) sind im eigentlichen Sinne nicht politisch.

Sie sind lediglich physikalische Gesetzgebungen, vor denen uns eine Reihe an Klimaforscher*innen konstant seit den 1980er Jahren warnen. 

Das Schweigen des Kanzlers und des EU-Rates – und folglich auch der EU-Kommission – wiederum schon. 

Kein Hitzegipfel in Berlin oder Brüssel, nicht einmal ein Notfalltreffen zur kürzlich aufgetretenen Stromkrise in Ungarn oder Rumänien oder zur sich anbahnenden historischen Ernteausfällen, die preislich früher oder später in den Backstuben und damit den Verbraucher*innen landen werden. 

Aber es passt zur Zeit und eben jene Zeit müssen wir uns genauer anschauen, um zu verstehen, wieso das Schweigen so groß wie die derzeitigen Folgen der Klimakrise ist. 


Der neue Klimabericht aus Brüssel  hier 
Peter Jelinek  16. August 2026

Wie aus dem Klimanotstand die Kettensäge wurde

Dienstag, 11. August 2026

Dürre in Österreich: Eine Mrd. Euro Schaden in der Landwirtschaft

 

Marcus Wadsak  9.7.26  hier

Grafik: APA/ORF; Quelle: Österreichische Hagelversicherung

Klimaschutz ist teuer, das höre ich oft und es ist wohl richtig. 

Kein Klimaschutz kommt uns aber fix teurer - wie heuer auch klar zu sehen: 

Die heimischen Bauern und Bäuerinnen verzeichnen dürrebedingte Rekordschäden. Der Gesamtschaden in der Landwirtschaft liege bisher bei einer Milliarde Euro, teilte der Agrarspezialversicherer Hagelversicherung heute mit.

Mittwoch, 5. August 2026

Ab nächsten Sommer dann ..... vielleicht

 

Christoph Bautz / Campact

Ein einzelner Hitzetag kostet uns über 430 Millionen Euro. Diese Botschaft scheint nun auch bei der Merz-Regierung angekommen zu sein - zumindest in Teilen

Überfüllte Ambulanzen, Notaufnahmen und dramatische Szenen in Pflegeeinrichtungen: Das war das Ergebnis vor wenigen Wochen, als die Temperaturen in Teilen des Landes auf über 40 Grad schossen. 

Die Rekordhitze führte laut aktuellen Schätzwerten des RKIs zu einer Sterberate ungeahnten Ausmaßes. Fast 10.000 Hitzetote und der Sommer geht gnadenlos weiter.

Sonntag, 19. Juli 2026

Was sagt das über die Wirtschaftskompetenz der Regierung aus?

 Dr. Martin Bethke

Wenn man als Bundesregierung eine Rechnung über 38 Milliarden für mangelhaften Klimaschutz übersieht und gleichzeitig den Klimaschutz auch noch mehr abbaut ....

Deutschland hat sich in der EU verpflichtet, in Verkehr, Gebäuden, Landwirtschaft und Abfall pro Jahr eine bestimmte Menge CO₂ nicht zu überschreiten. Nur schafft Deutschland das Ziel aktuell nicht einzuhalten:

Mittwoch, 1. Juli 2026

Extremhitze als Gesundheitskrise begreifen und handeln, bevor die Temperaturen ihren Höchststand erreichen

Euronews  hier Von Giedre Peseckyte  29/06/2026

WHO-Europachef fordert Staaten auf, Hitze als Gesundheitskrise zu behandeln

„Erkennt extreme Hitze als Gesundheitskrise an und handelt, bevor die Temperaturen ihren Höhepunkt erreichen“, sagte Kluge.

Dienstag, 30. Juni 2026

Extreme Hitze ist längst kein kurzfristiges Wetterphänomen mehr, sondern ein struktureller wirtschaftlicher Schock

WiWo  hier  29.06.2026

Ökonomen zur Hitzewelle – neues Risiko für die Wirtschaft


Ökonomen sehen in der Hitzewelle ein wachsendes Risiko für Deutschlands Wirtschaft. Die Risiken reichen von Produktionsausfällen bis zu höheren Energiekosten.

Fahrbahndecke der A2 wird erneuert. Die hohen Temperaturen hatten die Fahrbahn beschädigt. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Mittwoch, 24. Juni 2026

Unsere Infrastruktur wurde für ein anderes Klima geplant.

 

Prof. Dr. Markus Koschlik / LinkedIn

Fast 40 Grad im Juni!

Vor wenigen Jahrzehnten wäre das in Deutschland noch eine Ausnahme gewesen, aber heute erleben wir solche Temperaturen immer häufiger.

Dienstag, 23. Juni 2026

431 Millionen Euro - So viel kostet ein einzelner Hitzetag die deutsche Wirtschaft

 

Peter Jelinek / LinkedIn

Die Talkshows müssten eigentlich voll mit dem Thema sein, denn wir erleben gerade 5-7 Tage durchgehende Hitze - und damit rund 2-3 Milliarden an Folgekosten. 

Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Klimaschutz oder Klimamaßnahmen spielen politisch gesehen kaum noch eine Rolle. Dabei ist die Grundlage schlichtweg allem, was in den nächsten Jahren und Jahrzehnten auf uns zukommt, ein effektiver Klimaschutz - und zwar aus vier einfachen Gründen.

Montag, 30. März 2026

Verursacher oder Allgemeinheit: Die Frage ist nicht, ob die Rechnung bezahlt wird. Die Frage ist, wer sie bezahlt.

 

hier   29. März 2026  Martin Jendrischik

1.840 Dollar Schaden pro Tonne CO₂: 

Stanford-Studie beziffert die wahren Klimakosten fossiler Energie 

Ein neues Berechnungsmodell der Stanford University zeigt: Fossile Energie ist nur profitabel, weil die Allgemeinheit die Rechnung zahlt. 

Eine Analyse über Zins und Zinseszins der Klimakrise.

Eine Tonne Kohlendioxid, ausgestoßen im Jahr 1990, hat bis zum Jahr 2020 rund 180 Dollar Schaden angerichtet. Bis zum Ende des Jahrhunderts werden es Klimakosten fossiler Energie bei 1.840 Dollar sein. Zehnmal so viel. Das ist die zentrale Erkenntnis einer Studie, die vergangene Woche in Nature erschienen ist, dem wichtigsten wissenschaftlichen Fachjournal der Welt.

Donnerstag, 5. März 2026

Ganz einfach: Belastungen, die von der Allgemeinheit getragen werden, in Geldwerte übersetzt



Frankfurter Rundschau    hier  26.02.2026, Joachim Wille


Klimaschutz kostet – neue Berechnungen zeigen jedoch, wie teuer es wird, wenn wir auf ihn verzichten


Das Umweltbundesamt bewertet die Klimaschäden neu. Allein die Emissionen eines Jahres verursachen demnach in Deutschland Verluste von Hunderten Milliarden Euro. Kommt das in der Debatte an?

Samstag, 28. Februar 2026

Handbuch Umweltkosten: Rindfleisch sowie Strom aus Braunkohle sind eigentlich unbezahlbar

Golem hier 25. Februar 2026  Mario Petzold

Deutsche Emissionen kosten 640 Milliarden Euro

Gesundheits- und Umweltschäden: 
Ein Preis hilft abzuschätzen, welche Umweltschutzmaßnahmen sich besonders lohnen.
Rindfleisch sowie Strom aus Braunkohle sind eigentlich unbezahlbar.

Das Umweltbundesamt (UBA) hat sein Handbuch Umweltkosten aktualisiert. In diesem werden den Emissionen der unterschiedlichen Gase und anderer schädlicher Stoffe globale Schäden zugeordnet. Dabei werden ausschließlich die Verluste von Einzelpersonen oder Gesellschaften durch die Verschmutzung berücksichtigt.

Sonntag, 1. Februar 2026

Sammelsurium des Klimawandels: ein 4 km langer Erdrutsch in Niscemi

 Euronews hier Von Rebecca Ann Hughes & NICOLE WINFIELD mit AP   29/01/2026 

„Wir sind es leid, Schäden zu zählen“: Ruf nach Klimageldern nach Erdrutsch in sizilianischer Stadt

Ruf nach Klimageldern nach Erdrutsch in sizilianischer Stadt
Der Erdrutsch in Niscemi im Südwesten Siziliens erstreckte sich über vier Kilometer.

Montag, 12. Januar 2026

Studie juristisch explosiv: Wirtschaftliche Schäden kann man jetzt einzelnen Unternehmen zuordnen

 

Daniel Mautz  LinkedIn

Die größten Klimazerstörer stehen längst fest. Aber zahlen werden – wie immer – andere.

Eine neue Studie in Nature bringt es schwarz auf weiß: Die 111 größten Unternehmen weltweit haben zusammen über 28 Billionen Dollar an wirtschaftlichen Klimaschäden verursacht. 

Zehn fossile Giganten – darunter ExxonMobil, Chevron, Gazprom und aramco – allein stehen für mehr als die Hälfte davon.

siehe auch hier

Montag, 22. Dezember 2025

Unsere Art zu wirtschaften basiert auf der Fehlbilanzierung zukünftiger Lasten und damit auf einem großen Selbstbetrug

Tim Meyer LinkedIn

Nicht nur Folgekosten von CO2-Emissionen bleiben größtenteils unberücksichtigt, 

auch anderer Umweltverbrauch, Zerstörung von Biodiversität etc. werden im Hier und Jetzt "kostenlos" verbraucht und die Folgekosten tragen unsere Kinder. 

Donnerstag, 6. November 2025

Wer heute über Transformation spricht, sollte anfangen, in Risikoklassen, Resilienz und Wertschöpfungslogiken zu denken

 Dr. Martin Bethke   LinkedIn

Die Klimakrise ist kein Umweltproblem. 

Sie ist ein Wirtschaftsproblem.

Denn was der neue Emissions Gap Report zeigt, ist keine moralische oder ideologische Schieflage – es ist eine ökonomische Schieflage:

❌ Die Welt steuert auf 2,5 bis 2,9 °C Erwärmung zu. 

❌ Die CO₂-Konzentration liegt bei 423,9 ppm – einem historischen Höchststand.

Und das bedeutet: Wir entwerten gerade das, worauf jedes Geschäftsmodell, jede Bilanz, jedes wirtschaftliche Wachstum beruht: Stabilität, Berechenbarkeit, Sicherheit.

Mittwoch, 8. Oktober 2025

Vor dem #Autogipfel: Wie viel ist uns unsere Gesundheit wert?

Tagesspiegel Background

KLUG - Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit  hier LinkedIn

Jährlich sterben in Europa rund 300.000 Menschen an den Folgen von #Luftverschmutzung, verursacht vor allem durch Straßenverkehr, zunehmend auch durch Reifen- und Bremsabrieb.

Morgen, am 9. Oktober, ist Autogipfel. Hier geht es nicht nur um Wirtschaft und #Verkehr, sondern auch um unsere #Gesundheit. Christian Schulz (KLUG) und Dorothea Baltruks (Centre for Planetary Health Policy (CPHP)) warnen im Tagesspiegel Background vor einem späteren #VerbrennerAus und einer Abschwächung der Flottengrenzwerte.

Sie machen klar: Ein späteres Verbrenner-Aus wäre gesundheitspolitisch rückschrittlich und volkswirtschaftlich teuer. Die #Mobilitätswende dagegen bringt vieles voran - bessere Gesundheit, wirtschaftliche Chancen und größere Unabhängigkeit von autoritären Petrostaaten.

Donnerstag, 18. September 2025

Nicht investieren in Klimaschutz heißt draufzahlen – nur eben später und deutlich mehr

 

Daniel Mautz  hier  auf  LinkedIn

Klimaschutz gefährdet den Wohlstand? Ja, genauso wie Gemüse den Hunger gefährdet.

Immer wieder das gleiche Narrativ: Klimaschutz sei ein Wohlstandsrisiko. Zu teuer, zu einschneidend, zu radikal. Doch die Realität ist eine andere.

Eine neue Studie zeigt, dass Investitionen in Klimaschutz nicht Wohlstand gefährden, sondern sichern. Ohne Klimaschutz steigen die Kosten für zerstörte Infrastruktur, Ernteausfälle, Extremwetter und Gesundheitsbelastungen ins Unermessliche. 

Diese Rechnung zahlen am Ende nicht die fossilen Konzerne, sondern die Gesellschaft.

Samstag, 10. Mai 2025

Tja, genau so sieht Klimawandel ganz konkret aus...

Das ist ein Beispiel aus Thüringen, aber ist Baden-Württemberg so viel anders?
Bei den Überschwemmungen 2024 waren auch bei uns am Bodensee einige Wohngebiete betroffen. Konkret in Salem war eine Straße betroffen, in der man gerade nochmal "Glück" gehabt hatte: die Öltanks waren aufgrund der Sammelbestellung der Anwohner gerade eine Woche zuvor gut gefüllt worden - sie waren daher so stabil schwer, dass sie nicht hochgetrieben wurden und kippen konnten.

Toralf Staud  hier auf LinkedIn

Journalist & Buchautor

"Das Rentnerpaar ist überrascht, genauso wie Nachbarin Anita Hess. Sie sagt: 'Jetzt wohne ich im Überschwemmungsgebiet, dann verliert mein Haus doch total an Wert.'" 

Tja, genau so sieht Klimawandel ganz konkret aus  ... und guter (Klima)Journalismus

Montag, 5. Mai 2025

Versicherungen offenbaren immer größere Schutzlücken

 hier  Scott Kelly auf LinkedIn

Senior Vice President | Climate Risk Specialist | Economist | Sustainability Advisor | Consultant | Complex Systems Analyst | ESG & Net-Zero Strategist

Versicherungen werden das erste System sein, das unter dem Klimarisiko zusammenbricht – und das sollte uns alle betreffen.

Naturkatastrophen verursachten laut Aon im vergangenen Jahr weltweit wirtschaftliche Verluste in Höhe von 368 Milliarden US-Dollar – das neunte Jahr in Folge überstiegen die Verluste 300 Milliarden US-Dollar.

Nur 40 % dieser Schäden waren versichert.

Dienstag, 29. April 2025

EnBW`s Geschäftsinteresse an mehr Gaskraftwerken

Nicht nur EnBW verspricht weniger Kosten durch Begrenzung bei den Erneuerbaren (auch hier).
Bei EnBW wiederum finde ich es besonders suspekt, denn EnBW gehört zu über 90 Prozent der öffentlichen Hand. Der Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke (OEW) und das Land sind die Hauptaktionäre mit 46,75 Prozent der Anteile.. Was soll diese Studie also bezwecken wenn sie den Gasverbrauch ankurbeln will?

Tim Meyer  auf LinkedIn  hier

Die jüngste Studie der EnBW hat medial große Aufmerksamkeit erhalten.(hier) 

Deren „Systemkostenreduzierter Pfad zur Klimaneutralität im Stromsektor 2040“ wurde zeitlich geschickt im Umfeld der Koalitionsverhandlungen und als relevanter Diskussionsbeitrag zu einer „Neuausrichtung“ der Energiepolitik platziert. 

Das Problem: Weder lässt die Studie diesen Schluss methodisch zu, noch legt sie die entscheidenden Prämissen offen, mit denen sie gerechnet wurde. Damit erscheinen ihre zentralen Schlussfolgerungen in der vorliegenden Form eher als Postulate, denn als tatsächliche Diskussionsbeiträge.