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Donnerstag, 12. Februar 2026

Wichtiges Signal aus Frankreich: Begrenzung des Fleischkonsums

Martin Tillich •  Utopia LinkedIn

85 Kilo Fleisch pro Kopf, pro Jahr. Frankreich liegt damit deutlich über Deutschland (53,2 kg).

Jetzt empfiehlt die Regierung in ihrer neuen nationalen Ernährungsstrategie, 

den Verzehr von Fleisch und Wurst zu begrenzen und stattdessen mehr Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse und Vollkornprodukte zu essen

Sonntag, 1. Februar 2026

„Aus Sicht des Erdsystems ist Ernährung keine bloße Lifestyle-Entscheidung“

 

Martin Tillich • Utopia

schreibt Johan Rockström in einem lesenswerten Kommentar in "Nature".

"Gesunde Ernährung verlängert das Leben und ist zugleich ein wirkungsvoller Hebel für einen stabilen Planeten."


Samstag, 17. Januar 2026

Die Zukunft von Landnutzung und Ernährung in Deutschland

 

Stephanie Wunder  LinkedIn hier

Unsere neue Agora Agrar Studie ist veröffentlicht: "Die Zukunft von Landnutzung und Ernährung in Deutschland. Wie Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit in Land- und Forstwirtschaft vereinbar sind". 

Darin stellen wir dar, wie Deutschland langfristige Ernährungssicherheit und eine starke Bioökonomie fördern kann – und mit welchen politischen Maßnahmen es gelingt, dass Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit in der Land- und Forstwirtschaft vereinbar sind. 

Die Ernährung bzw. die Ausgestaltung der Ernährungspolitik ist dafür ein wichtiger Pfeiler, denn nur mit einer nachhaltigeren Nachfrage ist auch eine nachhaltigere Produktion möglich. 

In der Formulierung unserer Handlungsoptionen, betonen wir daher die Bedeutung der Gestaltung fairer Ernährungsumgebungen, die es Verbraucherinnen und Verbrauchern erleichtern, gesunde und nachhaltige Konsumentscheidungen zu treffen. 

Wir beschreiben zudem eine Reihe von Maßnahmen, die als erste Schritte ein hohes Wirkungspotenzial haben, dabei politische Akzeptanz erwarten lassen und anschlussfähig an den Koalitionsvertrag sind. Dazu gehören

1) ein Bundesprogramm Kita- und Schulverpflegung,

2) eine Servicestelle „Ernährung kommunal“,

3) ein Bundesprogramm Obst und Gemüse,

4) die Stärkung der sektorübergreifenden Kooperation zur Vermeidung von Lebensmittelabfallen und -verlusten sowie

5) die Etablierung eines Indikators „Klimawirksamkeit der Ernährung“ (hierzu werden wir in Kürze auch eine weitere Studie veröffentlichen)


 Die gesamte Studie finden Sie zum Weiterlesen im Download Bereich.

Sonntag, 1. Juni 2025

Wenn wir also über "Bürokratieabbau" bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung sprechen, dann ändert das nichts an den physikalischen Fakten....

 

Dr. Martin Bethke  hier  auf  LinkedIn

Was früher zum Alltag gehörte und was sich jeder leisten konnte, wird zunehmend zum Luxus:

Die Preise für Kakao haben sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt.

Auch Kaffee wird durch Dürren, Hitzewellen und Schädlinge zur immer knapperen Ressource.

Bananen, Orangen und Vanille? Ebenfalls unter Druck.

Und nein – das liegt nicht (nur) an Inflation oder geopolitischen Krisen. Schuld ist der Klimawandel: Extreme Hitze, Dürren, Schädlinge und zerstörte Ernten machen vor unseren Lieblingsprodukten keinen Halt. In Ghana und der Elfenbeinküste – den Hauptanbaugebieten für Kakao – regnet es entweder zu wenig oder viel zu viel. Die Folge: Ernteausfälle, Hungerlöhne, existenzielle Risiken.

Und was bedeutet das vor Ort? 

Während wir hierzulande über Bio oder nicht Bio diskutieren, oder über höherer Preise jammern, kämpfen Millionen Kleinbauern ums nackte Überleben – weil wir systematisch ein Wirtschaftssystem unterstützen, das weder klima- noch krisenfest ist.

Wenn wir also über "Bürokratieabbau" bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung sprechen, dann ändert das nichts an den physikalischen Fakten und den Veränderungen in den Lieferkette, die ohnehin auf Unternehmen und Verbraucher zukommen. Der Klimawandel ist kein abstrakter Bericht aus Brüssel. Er ist da. Jetzt. Bei Aldi, im Biomarkt – und er ist auch Teil der Rechnung fürs Frühstück am Sonntag.

👉 Wer heute noch meint, Nachhaltigkeit sei ein „Nice-to-have“, hat das große Ganze nicht verstanden.

👉 Wer ESG ignoriert, zahlt am Ende doppelt: ökologisch und ökonomisch.

Es ist an der Zeit, dass wir anfangen, Klimarisiken nicht als bürokratische Pflichtübung zu verstehen, sondern verstehen, dass ohne ein stabiles Klima ein Großteil unserer Wirtschaft gar nicht funktionieren würde und das diejenige, die am Anfang der Lieferkette stehen, am meisten darunter leiden.


Link zum Artikel: https://lnkd.in/e5cQqrJ3

Donnerstag, 29. Mai 2025

Ein überfälliger offener Brief an Foodblogger Söder

Tatsächlich: Ich feiere diesen Brief von Amelie Fried, spricht sie mir doch direkt aus dem Herzen. Söder ist nicht mein Ministerpräsident, aber zum Fremdschämen reicht`s vollkommen aus.
Ja es wäre uns Bürgern mehr als recht, wenn Politiker sich freundlicherweise darauf besinnen könnten, wozu sie gewählt wurden.

 Peter W.  hier  und hier

Die Schriftstellerin und Journalistin Amelie Fried hat Markus Söder in einem offenen Brief die Leviten gelesen.

"Dann holt die Journalistin zum eigentlichen Schlag aus: Söders neue Selbstdarstellung im Netz unter dem Hashtag "Hashtag#söderisst".

"Nun haben Sie im reifen Boomer-Alter das Influencen entdeckt, und das ist wirklich ein Problem".
Ob Würstchen, Burger oder Leberkäs – immer mit fettigen Fingern und markigen Sprüchen gegen „Tofu-Tümelei“. Für Fried ist das kein Spaß, sondern eine gezielte Abwertung all jener, die sich Gedanken über Klima, Gesundheit oder Tierwohl machen. 

„Sie treten Menschen, die wenig oder kein Fleisch essen, vors Schienbein“, schreibt sie. Und weiter:


 "Soll ich Ihnen sagen, wie ich mich als Bürgerin fühle,
wenn sich mein Ministerpräsident öffentlich
als würstchenessender Kasper inszeniert?

Ich fühle mich beleidigt."


Was als respektvoller Rückblick beginnt, endet in einer scharfen Abrechnung mit dem Ministerpräsidenten und seiner Inszenierung in den sozialen Medien.

Dienstag, 13. Mai 2025

Futter für ideologische Debatten statt fundierter Ernährungsbildung - Lösung: zu echten Lebensmitteln greifen!

Daniel Mautz  hier  auf LinkedIn  11.5.25

Wenn pflanzliche Burger plötzlich „Depression machen“ – was wirklich hinter solchen Studien steckt

Heute: Eine neue Studie zeigt einen Zusammenhang zwischen Fleischersatzprodukten und einem höheren Risiko für Depressionen. 

Schon rollt die Welle der Headlines durchs Netz – und die Nahrungsergänzungsmittelindustrie wartet sicher schon mit dem passenden veganen Serotonin-Booster in Kapselform.

Die Studie sagt dabei gar nicht, dass pflanzliche Ersatzprodukte Depression verursachen. 

Sie zeigt nur, dass Menschen, die häufig stark verarbeitete Produkte konsumieren, statistisch öfter depressive Symptome zeigen – ein alter Bekannter in der Ernährungsforschung.

Stichwort Korrelation vs. Kausalität. Knickknack.

Wer daraus jetzt wieder das Ende der veganen Ernährung ableiten will, verkennt den Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität – und liefert vor allem Futter für ideologische Debatten statt fundierter Ernährungsbildung.

Weniger Hype, mehr Vollwertkost. Und die Frage: Warum greifen Menschen überhaupt zu Ersatzprodukten – und nicht einfach zu echten Lebensmitteln?

Link: https://lnkd.in/ea6z4iQX

Freitag, 25. April 2025

𝗙𝗹𝗲𝗶𝘀𝗰𝗵 𝗲𝘀𝘀𝗲𝗻 𝗶𝘀𝘁 𝘄𝗶𝗲 𝗘-𝗙𝘂𝗲𝗹𝘀 𝘁𝗮𝗻𝗸𝗲𝗻 – 𝗮𝘂𝘀 𝗲𝗻𝗲𝗿𝗴𝗲𝘁𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝗿 𝗦𝗶𝗰𝗵𝘁 ä𝘂ß𝗲𝗿𝘀𝘁 𝗶𝗻𝗲𝗳𝗳𝗶𝘇𝗶𝗲𝗻𝘁.


Joey Kiefer  hier auf Linkedin

Da das Thema "Energieeffizienz in der Ernährung" bisher kaum im Fokus steht, möchte ich mit dieser (bewusst zugespitzten) These einmal einen rein technischen Blick auf das Ganze werfen – losgelöst von ethischen oder ökologischen Aspekten.

Der Vergleich zur Antriebstechnik liegt nahe: Während bei einem Elektroauto Strom direkt in Bewegung umgesetzt wird (Strom → Elektromotor → Antrieb), geht bei synthetischen Kraftstoffen viel Energie in der Kette verloren (Strom → Wasserstoff → E-Fuel → Verbrennung → Antrieb).

In der Ernährung ist es ganz ähnlich. Wer pflanzliche Nahrung direkt konsumiert, nutzt die darin enthaltene Energie effizient: Rund 85–90 % der pflanzlichen Kalorien (z. B. aus Getreide oder Hülsenfrüchten) stehen dem menschlichen Körper zur Verfügung – vergleichbar mit dem hohen Wirkungsgrad eines E-Autos.

Wer jedoch den "Umweg" über tierische Produkte geht (Pflanze → Tier → Mensch), verliert massiv Energie. Tiere benötigen Futter nicht nur zum Wachsen, sondern auch zur Aufrechterhaltung ihres Organismus – Bewegung, Wärme, Stoffwechsel, Aufbau nicht essbarer Bestandteile (Knochen, Fell etc.).

Das Ergebnis: Aus 100 kcal Futter entstehen im Schnitt nur 5–15 kcal in Form von Fleisch – also ein Wirkungsgrad von gerade einmal 5–15 %. Rindfleisch liegt am unteren, Geflügel am oberen Ende dieser Skala.

🔎 Fazit:

Wer pflanzlich isst, spart nicht nur Ressourcen, sondern nutzt Energie deutlich effizienter. In Zeiten knapper Flächen, wachsender Weltbevölkerung und Energiewende lohnt sich meiner Meinung nach auch bei der Ernährung ein Blick auf den Wirkungsgrad.

Sonntag, 15. Dezember 2024

Die Chance, neu zu denken: Wie wir die Zukunft gestalten wollen, was wir essen wollen und wie wir es produzieren

Ein Artikel, der genau das aufzeigt welche Haltung wir heute dringend brauchen:

"Wir haben eine weiten Weg vor uns, und ich weiß nicht, ob wir es schaffen werden. 
Aber eine nachhaltige Zukunft ist möglich, wenn wir uns Mühe geben. 

Dazu gehört eine positive Vision dessen, was wir erreichen wollen. 
Die Menschen müssen es aufregend finden, sie Wirklichkeit werden zu lassen"


FAZ hier  Artikel von Hannah Ritchie 11.12.24

Grund zur Hoffnung: Mit Fleischersatz können wir den Klimawandel stoppen


Klimawandel. Luftverschmutzung. Überfischung. Entwaldung. Ein endloser Strom von Überschriften belegt, wie Menschen den Planeten und die Aussichten künftiger Generationen zerstören.

Donnerstag, 24. Oktober 2024

Milchmärchen von Foodwatch

Foodwatch  hier

Deutschlandfunk  hier 22.10.2024

Ernährung und Umwelt - Foodwatch: Zahl der Milchkühe in Deutschland halbieren

Die Verbraucherorganisation Foodwatch fordert, die Haltung von Milchkühen und die Milchproduktion in Deutschland deutlich zu verringern.

Die Produktion verursache enorme Klimaschäden und großes Tierleid, sagte die für Recherche und Kampagnen zuständige Foodwatch-Vertreterin Botzki bei der Vorstellung eines Reports in Berlin. Die Organisation plädiert für mindestens eine Halbierung der Zahl der fast 3,7 Millionen Milchkühe hierzulande sowie für eine Umstellung der Ernährungsweise hin zu mehr pflanzlichen Milchalternativen.

Donnerstag, 10. Oktober 2024

Essen retten verboten


Wie sieht es denn mit der Gesetzeslage aktuell aus in Deutschland? siehe dazu Infos vom WWF  und den Verbraucherzentralen weiter unten
Anhörung im Bundestag 2023  hier

Bild rechts: Aktion des KlimaCamps in Ravensburg


hier  DER STANDARD aus Österreich  - Klimaklartext

es gibt wenige Dinge, die mein Denken über Nachhaltigkeit so früh und stark geprägt haben wie der österreichische Dokumentarfilm We feed the World. Dort sind Menschen zu sehen, die Backbleche voller Brot aus den typischen Supermarkt-Wägen reißen und auf ein Förderband werfen. Am Ende des Bandes: Ein Berg aus Essen, bestimmt für die Vernichtung. Mein 13-jähriges Ich war schockiert, wütend über diese maßlose Verschwendung.

Montag, 7. Oktober 2024

Veggie Days in Kantinen: Wenige Kunden weichen aus und die CO2-Einsparung ist sehr groß – zeigt die bisher größte Studie

Businessinsider  hier  Romanus Otte  04 Okt 2024

Der Vorschlag, in Kantinen regelmäßig Veggie Days mit fleischlosem Essen einzuführen, hat den Grünen einmal viel Ärger eingebracht. 
Heute gehören vegetarische und vegane Angebote längt zum Alltag in vielen Persoanlrestaurants und Mensen – ebenso wie regelmäßige Veggie Days, an denen es nur fleischloses Essen gibt.

In der bisher größten Studie zu Veggie Days haben Ökonomen des IfW Kiel die Folgen solcher Veggie Days untersucht: für den CO-2-Ausstoß, für den Umsatz in den Kantinen und für die Essensgäste. Die Ergebnisse sind ebenso überraschend wie deutlich.

Sonntag, 4. August 2024

ERDÜBERLASTUNGSTAG - was soll uns das sagen? Fakten und Gedanken dazu

Geo hier MEINUNG von Peter Carstens 01.08.202

Die ökologische ist auch eine politische Krise

Schon am 1. August hat die Menschheit – rechnerisch – die Ressourcen verbraucht, die ihr für das ganze Jahr zur Verfügung stehen. Es ist kein Zufall, dass im Zeitalter von Überkonsum, Klima- und Artenkrise auch Demokratie und Menschenrechte unter Druck geraten

Montag, 15. Juli 2024

Wie bitte? SPD-Landeschef sieht kostenloses Schulessen kritisch

 Zur Erinnerung: Beim "Bürgerrat Ernährung im Wandel" der Bundesregierung hier war der wichtigste  Punkt folgender:

1. Kostenfreies, gutes Mittagessen in Kitas und Schulen: Der Bürgerrat sieht das als "Schlüssel für Bildungschancen und Gesundheit" und möchte, dass mindestens 30 Prozent Bio auf den Tisch kommt.

und ausgerechnet die SPD fängt nun an, darüber zu diskutieren?


Zeit  hier   12. Juli 2024,Quelle: dpa Berlin/Brandenburg

SPD-Landeschef Martin Hikel will über das Thema kostenloses Schulessen für alle noch einmal diskutieren.

Donnerstag, 4. Juli 2024

1. Bürgerrat zum Thema "Ernährung im Wandel"

Mehr Demokratie hier

„Es hat vielen Teilnehmern geholfen, dass wir im Bürgerrat überparteilich unterwegs waren, dass wir alle in einem Boot gesessen haben und nicht wussten, in welche Richtung die Diskussion laufen würde. 

Wir wussten nur, dass wir konstruktiv arbeiten und etwas Vernünftiges abliefern wollten. (...) So eine aufgeheizte Diskussion wie (...) im Bundestag hat es bei uns nie gegeben.“ 

Eine Teilnehmerin

Foto: Deutscher Bundestag/Robert Boden/Mehr Demokratie

"Wir haben Ihnen etwas ins Hausaufgabenheft geschrieben – jetzt sind Sie dran.“ 
Das war die Botschaft der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten vom Bundestag beauftragen Bürgerrates „Ernährung im Wandel“, als sie am 20. Februar das Bürgergutachten an Bundespräsidentin Bärbel Bas und Vertreterinnen und Vertreter der Fraktionen übergeben haben. Die Übergabe markiert das vorläufige Ende des Bürgerrates. 

Donnerstag, 13. Juni 2024

Trend beim Fleischkonsum kehrt sich um

Frankfurter Rundschau hier Geschichte von Johanna Apel  13.6.24

Veränderte Ernährungsgewohnheiten schlagen sich auf die Nahrungsmittelindustrie nieder. Der sinkende Fleischkonsum trägt zu einer Bereinigung bei. Der Kommentar

links: Immer wieder im Januar erscheinen im Rahmen des "Veganuary" besonders viele neue vegane Produkte auf dem Markt

Jahrzehntelang kannte der Fleischkonsum der Deutschen nur eine Richtung: nach oben. Seit einigen Jahren hat sich der Trend umgekehrt: Der Pro-Kopf-Konsum sinkt. Das hat Folgen. Schlachthöfe sind nicht ausgelastet, schließen oder stehen vor dem Verkauf. Die Branche erlebt eine Marktbereinigung.

Seit dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland im Jahr 2020 hat China den Import von Schweinefleisch aus deutscher Produktion gestoppt. Der Branche fehlt teils der Nachwuchs, teils die Perspektive, teils das Geld. Für den von Agrarminister Cem Özdemir angekündigten Umbau der Ställe gibt es noch keine langfristige Finanzierung.

Die meisten Verbraucher:innen sind für mehr Tierwohl, auskömmliche Erzeugerpreise und dafür, die Rechte der Beschäftigten in der Fleischindustrie zu stärken. Wie ernst es ihnen damit ist, wird sich beim Einkauf zeigen. Denn die Mindestlohnerhöhung und das Verbot von Zeitarbeitsverträgen bei Fleischverarbeitern tragen dazu bei, dass der Preis für Fleisch steigen wird.

Mittwoch, 12. Juni 2024

Schokolade: „Klimawandel ist im Supermarkt angekommen“

Handelsblatt hier  Geschichte von Müller, Anja Terpitz, Katrin • 11.6.24

Wetterextreme haben die Kakaopreise nach oben getrieben. Anders als viele andere Firmen im Mittelstand befasst sich Ritter Sport nun mit der Frage: Wie macht man ein Unternehmen klimaresilient?

Seit 1912 stellt Ritter Sport Schokolade her. Mehr als 10.000 Tonnen Rohkakao verarbeitet das Familienunternehmen aus dem schwäbischen Waldenbuch jährlich. Der traditionsreiche Produzent hat viel erlebt, eine Kakaokrise wie derzeit aber noch nicht.

Freitag, 19. April 2024

Die Rechtbank Den Haag hat gestern die geplanten Gasbohrungen vor Borkum endgültig gestoppt.

 Der Newsletter der DUH enthält wieder einmal einige sehr kritische Punkte - und einen großen Sieg für die Umwelt und das Klima. Klimaklagen werden immer wichtiger, wenn schon die Politik in großen Teilen versagt. Daher nimmt auch die Bedeutung der Umwelthilfe zu. Ich hoffe sehr, dass wir noch andere Siege erleben, vor allem solche, die unserem Verkehrsminister ordentlich Dampf machen.


Über diese wichtigen Themen möchten wir Sie informieren hier

  1. Historisches Urteil zum Schutz des Wattenmeeres: Wir haben gegen den Ölkonzern One-Dyas gewonnen! 
     
  2. Das Märchen vom Ökogas: Wir gehen gegen „klimaneutrales“ Erdgas vor

  3. Wir decken auf: Methan-Ausstoß aus Braunkohletagebauen hundertfach höher als angenommen

  4. Solarpaket beschlossen: Ist der Weg jetzt frei für Balkonkraftwerke?

  5. Gesucht und gefunden: Das ist Deutschlands grünste Betriebskantine


© DUH / Grafe

Historisches Urteil zum Schutz des Wattenmeeres: Wir haben gegen den Ölkonzern One-Dyas gewonnen!

Samstag, 10. Februar 2024

„Gutes Essen für Deutschland“

 Nach dem Bürgerrat Ernährung nun diese Studie. ES sollte sich dringend etwas bewegen.

hier

Drei Wochen nach Vorstellung des Ernährungsstrategiepapiers „Gutes Essen für Deutschland“ der Bundesregierung hat der AOK-Bundesverband neue Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage zur klimaschonenden Ernährung veröffentlicht.

Dienstag, 30. Januar 2024

Die planetaren Grenzen lassen keinen anderen Schluss zu: Die Menschheit wird in Zukunft weniger Fleisch konsumieren

Spektrum hier von Björn Lohmann  27.1.24

 »Veganomics«: Die vegane Revolution

Ein Leben ohne industrielle Nutztierzucht könnte so schön sein. Wege zu ihr weist Joël Luc Cachelin in seinem informativen Buch, das Mut macht.

Sachbuch einmal anders: Eine Menge Bücher thematisieren, wie problematisch die industrielle Land- und insbesondere Viehwirtschaft ist. Das mag sich auch der Schweizer Futurist, Ökonom und Historiker Joël Luc Cachelin gedacht haben, denn sein Buch »Veganomics« inszeniert kurzerhand eine Konferenz in einer fiktiven Zukunft. Die Erde ist zum wiederholten Mal in eine globale Krise gerutscht und sucht nun die Abkehr von der traditionellen Fleischindustrie. Vier kleine Regionen haben diese Entscheidung schon vor längerer Zeit getroffen, jede beschritt dabei einen anderen Weg. An jeweils einem Konferenztag schildern Vertreter dieser Regionen, wie ihr Leben heute aussieht. So soll der Rest der Welt zu einer Entscheidung finden, wie eine wünschenswerte »vegane Revolution« gelingen kann.

Dieser erzählerische Rahmen wirkt etwas bemüht und hat wenig Belletristisches. Aber seine klare Stärke liegt darin, Lösungen zu zeigen, und zwar als ein großes gesellschaftliches Gesamtbild. Anders als Titel und Buchcover suggerieren, leben die vier Gesellschaften der Zukunft jedoch nicht vegan. Sie ernähren sich allerdings nachhaltig und ohne industrielle Tierproduktion.