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Freitag, 17. Juni 2022

Autofreies Lauratal am 25. + 26. Juni

Zum Auftakt der Aktion Stadtradeln findet am 25. + 26. Juni das zweite Aktionswochenende AUTOFREIES LAURATAL statt. 

Mit vielen tollen Angeboten und Aktionen laden wir ins Lauratal ein. Um unseren Forderungen nach mehr Platz und Sicherheit fur Radfahrer und Fußgänger zu unterstreichen, über alternative Verkehrsmöglichkeiten zu informieren und mit Bürgern ins Gespräch zu kommen, organisiert das Aktionsbündnis an insgesamt 3 Wochenenden im Autofreien Lauratal verschiedene Aktionen.

Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall, findet am Samstag doch zusätzlich zum Autofreien Lauratal und Stadtradeln-Auftakt der Supersamstag sowie die Kunst- und Museumsnacht in Weingarten statt.

Und was gibt es Schöneres als einen Radausflug durchs Lauratal mit einem Besuch in Weingarten zu verbinden?


Samstag, 25. Juni 2022

9:40 Uhr: ADFC Fahrradtour zum Baden an den Karsee (55 km), Treff Bushaltestelle

Löwenplatz Weingarten Guide: Martin Hulin 14 Uhr:
Die BUND Familiengruppe bietet fur Kinder, Jugendliche und Interessierte eine n Gewässergüteuntersuchung an der Scherzach an. Treff am Infostand Lauratal

14 Uhr: Der Radfahrerverein Weingarten bietet folgende Touren an (Treff am Infostand Lauratal)

Rennradtour: Länge 65 km, 700 hm, Durchnitt:23-25km/h,
Weingarten-Schlier- Kißlegg-Wolfegg-Kummerazhofen-Weingarten: Guide Manfred Strohm

E-Bike-Tour: Länge ca. 60 km, 660 hm, Weingarten – Wangen -Tettnang, Meckenbeuren -Weingarten, Guide: Dieter Knörle

Tourenrad: Länge ca. 45 m, Durchschnittsgeschwindigkeit 18 bis 20 km, Weingarten – Schlier – Bodnegg – Liebenau- Weingarten, Guide: Alfred Simma

Wichtig: Helmtragen unbedingt gewünscht, das Rad muss der STVZO entsprechen

19:30 – 22.00 Uhr: Der NABU Weingarten lädt Jugendliche von 10 – 16 Jahren (und Junggebliebene) zu einer Abendführung ein. Außer über Singvögel- und Greifvögel erfährt man viel über Fledermäuse, die mit Hilfe von Technik sicht- und hörbar gemachten werden. Bitte Taschenlampe und Fernglas oder Spektiv (falls vorhanden) mitbringen. Treff am Infostand. Leitung: Jürgen Sonnenmoser und Tim Kautt, Anmeldung unter nabu-weingarten-online@web.de

21:45 Uhr: Kultur im Lauratal: Krimilesung und musikalische Begleitung durch eine Singende Sage im Lauratal, Treff am Eingang des Lauratas Gisela Ogrady-Pfeiffer spielt die Singende Sage, Timmo Strohm liest Krimi- und Gruselgeschichten. Eine Kulturveranstaltung fur starke Nerven....Bitte Sitzgelegenheit bei Bedarf selbst mitbringen

ab 17.30 Uhr: Radler-Getränke Aktion: Das Kulturzentrum Linse bietet alle „Radler“ Getränke am Samstag Abend fur einen Aktionspreis von 1,50 € an.


Sonntag, 26. Juni 2022

14 Uhr: Stadtradeln Schnitzeljagd zusammen mit Bürgermeister*innen: Wir starten am Infostand in Weingarten, treffen uns mit den Schlierer Bürger*innen und jagen gemeinsam nach der Stadtradeln-Trophäe. Bürgermeisterin Fr. Liebmann und Bürgermeister H. Geiger sind mit dabei.
Start am Infostand im Lauratal, Dorfplatz Schlier ca. 14.30 Uhr, weitere Stationen werden noch bekannt gegeben. Guide: Martin Hulin


Samstag und Sonntag, 12 - 17 Uhr:

An beiden Tagen stehen das Spielmobil, eine Rollenrutsche und Pedal-GoKarts zur Verfügung, der Infostand an der Karl-Olga-Eiche am Eingang des Lauratals ladt zum Austausch und zur Diskussion. 

Leih-Lastenräder des BUND und Leih-e-bike der TWS können kostenfrei ausprobiert werden.
Über das Leihsystem wird informiert.

Das Lauratal ist an diesem Wochenende durchgehend fur den KFZ-Verkehr gesperrt. Nutzen Sie die Möglichkeit, entspannt das Lauratal für Wanderungen, Spaziergänge und Radtouren zu nutzen. Es lohnt sich!

Aktionspartner: B90/Die Grünen Weingarten, ADFC, BUND Ravensburg-Weingarten, NABU

Sonntag, 8. Mai 2022

Update: Autofreies Lauratal am 7. + 8. Mai - erste Bilder

 

Der Frühling ist da und damit steigt auch wieder die Lust aufs Fahrrad zu steigen oder die Wanderstiefel zu schnüren. Um unseren Forderungen nach mehr Platz und Sicherheit fur Fußgänger*innen und Radfahrer*innen zu unterstreichen, über alternative Verkehrsmöglichkeiten zu informieren und mit Burger*innen ins Gespräch zu kommen, organisiert das Aktionsbündnis an insgesamt 3 Wochenenden im Autofreien Lauratal verschiedene Aktionen.



Aktionspartner: Grüne Weingarten, ADFC, Critical Mass, BUND, Nabu, TWS









Freitag, 22. April 2022

In Friedrichshafen Auto-frei leben - das geht

 20.04.2022  |  VON SABINE WIENRICH SABINE.WIENRICH@SUEDKURIER.DE  hier

Familie Spieß lebt ohne Auto

Friedrichshafen – Satteltaschen, Fahrradanhänger, Kindersitz. „Da passt dann wirklich ein großer Einkauf rein“, sagt Sandor Spieß und lacht. Samstags macht der 34-Jährige den Großeinkauf in einem Häfler Biomarkt mit dem Fahrrad. „Ende Mai kommt unser zweiter Sohn, bis dahin wollen wir dann etwas haben, in dem wir die Babyschale sicher fixieren können“, sagt seine Frau Corinna Burger. Ein Auto? „Nein“, kommt es wie aus der Pistole geschossen, „ein Lastenrad!“ Familie Spieß lebt ohne Auto – das soll auch mit bald zwei kleinen Kindern so bleiben.

Auto auf Dauer zu teuer

....„Es war wirklich nur noch ein teurer Klotz am Bein“, ergänzt Burger und rechnet vor: „75 Euro für den Stellplatz, dann noch die Reparaturen, TÜV, Benzin, Reifen.“ Viel Geld und viel Zeit – beides wollten die damals frisch gewordenen Eltern nicht mehr investieren. Hinzu kam der Wunsch, sich aktiv an der Verkehrswende zu beteiligen. Als Sohn Amos (2,5 Jahre) eins wurde, haben sie das Auto verschenkt.

Mittwoch, 20. April 2022

„Der Ravensburger Einzelhandel ist verstaubt und unattraktiv“

Schwäbische Zeitung hier

Da hat der 1.Artikel von Frank Hautumm mit Aussagen des Wifo Ravensburg (hier) richtig Wellen geschlagen. Es gibt zahlreiche Leserbriefe und Meinungen dazu. Gut dass auch diese veröffentlicht werden!

Parken in Ravensburg 
Diskussion um die richtigen Rezepte für die Zukunft der Innenstadt schlägt hohe Wellen

Auszug aus dem langen Artikel mit zahlreichen Meinungen:

„Agathe S.“ schreibt: Der Ravensburger Handel hat eine lange Historie mit verkehrspolitischen Fehleinschätzungen. In den 50ern und 60ern wurde erfolgreich der Bau einer großen Umgehungsstraße verhindert, und bei der Verkehrsberuhigung der Innenstadt in den 80ern wurde ebenfalls der Untergang des Einzelhandels postuliert. Aber gerade das Gegenteil ist eingetreten. In gleichem Licht muss man auch den Vorwurf der Verbotskultur sehen. Interessant sind die Aussagen von Thomas Reischmann, da er ja auch Läden in anderen Städten betreibt, die teilweise mitten in (echten) Fußgängerzonen betreibt. Sind die Rückgänge dort ebenso groß? Wenn nein, dann kann es doch kaum an fehlenden Parkplätzen liegen. Auch kann von autofreier Innenstadt nicht die Rede sein, es gibt immer noch genug Platz in den Parkhäusern. Und dennoch sind es viele zu viel Autos, die sich durch die Altstadt quälen, kreuz und quer parken und durch unangemessene Fahrweise Fußgänger als schwächstes Glied im „Verkehrsdarwinismus“ gefährden. In der Humpisgaststätte braucht man abends draußen nicht essen wollen. Der Gestank der vorbeifahrenden Autos sorgt dafür, dass es stinkt wie auf einer Autobahnraststätte. Wen wundert's, wenn viele in andere Städte zum Einkaufen abwandern?


zahlreiche Leserbriefe, hier Beispiele





Mittwoch, 13. Oktober 2021

Autofreie Innenstädte sorgen nicht nur in Wangen im Allgäu für Streit

Schwäbische Zeitung von Ulrich Mendelin mailto:u.mendelin@schwaebische.de  hier
Auszüge in blau

......Anlass für den Ärger des Metzgers ist ein verunglücktes Experiment der Stadt Wangen im Allgäu. Oberbürgermeister Michael Lang (parteilos) wollte den Autoverkehr für vier Wochenenden im Juli und August aus der historischen Altstadt verbannen, jeweils von Freitag, 11 Uhr bis Montag, 6 Uhr.
Mit dem Vorstoß ging er noch über einen Beschluss des Gemeinderates hinaus, der auf Betreiben der Grünen zustande gekommen war und der Sperrungen nur außerhalb der Ladenöffnungszeiten vorgesehen hatte. Ziel war es, den Einkaufsbummel in der Stadt attraktiver zu machen, und dem Einzelhandel nach den schwierigen Corona-Monaten einen Schub zu verleihen.
Der Schuss ging nach hinten los. Knapp 50 Händler unterzeichneten einen wütenden Brief an Lang. Sie seien „fassungslos und schockiert über völlig überflüssige Testwochenenden zur autofreien Altstadt“, schrieben Metzger Joos und die anderen Unterzeichner. Von einer „diktatorischen Maßnahme“ war die Rede, weil aus dem Rathaus vorab keinerlei Informationen gekommen waren........

In Ravensburg wurde der zentral gelegene Gespinstmarkt nach einer Sanierung zur autofreien Zone erklärt – die Folgen für den Altstadtverkehr sollen nach einiger Zeit evaluiert werden. Außerdem wird ein großer, zentrumsnah gelegener Parkplatz künftig kostenpflichtig.....

In Friedrichshafen stand der Gemeinderat vor der Frage, wie es mit der zentralen Friedrichstraße weitergehen soll, nachdem die Umgehungsstraße B31-neu jüngst freigegeben worden ist. Gesperrt wird die bisherige Hauptschlagader der Stadt zwischen Bahnhof und Uferpark zwar erst einmal nicht. Aber der Verkehr wird auf Tempo 20 gedrosselt. Ein Konzept, das ausdrücklich als Provisorium angelegt ist.

Aus Sicht von Anne Klein-Hitpaß, Leiterin des Forschungsbereichs Mobilität beim Deutschen Institut für Urbanistik in Berlin, überwiegen die positiven Folgen eines reduzierten Autoverkehrs in Innenstädten stark, sowohl für das Klima, für die Lebensqualität, aber auch für Handel und Gewerbe. Die Verkehrsforscherin berichtet von Befragungen, bei denen Einzelhändler die Zahl ihrer Kunden, die mit dem Auto kommen, „stark überschätzt“ hätten. „Wo die Aufenthaltsqualität steigt, wird auch mehr eingekauft“, sagt Klein-Hitpaß.

In Baden-Württemberg ist das Zurückdrängen des Individualverkehrs in den Innenstädten ausdrücklich ein politisches Ziel, festgehalten im grün-schwarzen Koalitionsvertrag. Ein eigenes Förderprogramm des Landes gebe es dafür zwar nicht, sagt Verkehrs-Staatssekretärin Elke Zimmer (Grüne), wohl aber vielfältige Angebote.
„Dazu gehört Unterstützung zum Umbau von Straßen, zum Rückbau von Parkplätzen, zur Errichtung von Radabstellanlagen und zur ÖPNV-Förderung. Instrumente wie der Mobilitätspass und höhere Parkgebühren können Anreize setzen, um das Auto stehen zu lassen und stattdessen andere Mobilitätsformen zu nutzen. Über Car-Sharing wird das Zweit- oder Drittauto unnötig – oftmals sogar der Autobesitz insgesamt.“.....

Alle, Autofahrer genauso wie Fußgänger, sollen ihren Platz in engen Altstadtgassen haben – diesen Ansatz hält Matthias Lieb für völlig verfehlt. „Das Auto muss langsam aus der Stadt verdrängt werden“, fordert der baden-württembergische Landesvorsitzende des ökologisch orientierten Verkehrsclubs Deutschland (VCD). „Wir hatten 50 bis 60 Jahre autozentrische Verkehrsplanung“, sagt Lieb. „Das kann ich nur ändern, indem ich das dominierende Verkehrsmittel einschränke.“ Leider fehle es bei der Umsetzung in den Kommunen „oftmals an der notwendigen Stringenz.“

...Unerschwinglich ist das Parken in Sigmaringen nicht: Die erste halbe Stunde ist frei, ein ganzer Tag kostet zwei Euro. Nur eben nicht direkt vor den Geschäften, sondern im Parkhaus. Das ist von der Fußgängerzone in etwa zwei Minuten zu Fuß zu erreichen. Für SPD-Gemeinderätin Tyrs sind es „absurde Diskussionen“, die sich da abspielen: „Einzelne Händler denken, sie müssen dann ihren Laden dichtmachen.“ 

.......Im kommenden Jahr werden Straßensperrungen und Fahrverbote in vielen Kommunalparlamenten wieder auf der Tagesordnung stehen: In Wangen, in Sigmaringen – und auch in Berlin.....

Sonntag, 25. Juli 2021

"Ein Wochenende für Radler im Lauratal"

Schwäbische Zeitung hier  von Simon Federer, Auszüge

Grüne befahren für Radfahrer kritische Stellen in der Weingartener Innenstadt

Die aktuellen schockierenden Fernsehbilder, welche die Auswirkungen des Klimawandels in Deutschland und weltweit zeigen, treiben die Weingartener Grünen bei ihrem Engagement für den Radverkehr an. Wie kann man in der Region eine fahrradfreundliche Verkehrspolitik vorantreiben und das Klima schützen? Antworten auf diese Frage haben sie am frühen Samstagabend gegeben. Anlässlich der Sperrung der Kreisstraße 7948 zwischen Weingarten und Schlier für Autofahrer übers Wochenende fahren die Grünen mit dem Rad durch die Altstadt und ihr Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat, Claus Keßel, zeigt, wie die Stadt ihre Verkehrspolitik zugunsten von Radfahrern verbessern könnte.

Vor dem Amtshaus bringt Keßel vor knapp 20 Demonstranten verhaltenen Optimismus in Sachen städtischer Verkehrspolitik zum Ausdruck....Der Bereich um das Amtshaus wird mittwochs während des Markts einen halben Tag lang für den Durchgangsverkehr gesperrt.

Am Löwenplatz müssen Radfahrer bisher absteigen. Der Platz ist laut Keßel gut dafür geeignet, dass Radfahrer durchfahren. Obwohl dies konfliktträchtig sei, gebe es wesentliche Vorteile: Ist der Löwenplatz durchgängig befahrbar, können Radfahrer einfacher in der Karlstraße einkaufen gehen und ihr Rad in der Nähe abstellen.

Der Fahrradparkplatz an der Linse hat knapp 15 000 Euro gekostet.......Entlang des Friedhofs ist beschlossen, dass ein Fahrradschutzstreifen eingerichtet wird. Geht es nach den Grünen, soll zudem wegen der Unübersichtlichkeit durch parkende Autos vom Friedhof bis zum Ortsschild in der Laurastraße Tempo 30 gelten.

Der Sperrung des Lauratals für Autofahrer für ein Wochenende gingen einige Anträge der Grünen im Gemeinderat voraus. ...

„In Mini-Schritten“ geht es mit der Verkehrswende in Oberschwaben voran, resümiert Hermine Städele die Aktion „autofreies Lauratal“. ...



Sonntag, 11. Juli 2021

City-Maut und autofreie Innenstädte – erst gehasst, dann geliebt

Neue Verkehrskonzepte sollen Städte lebenswerter machen und dem Klima helfen – sorgen anfangs aber fast immer für heftigen Streit. Wenn die Effekte sichtbar werden, schwindet die Skepsis.

Von Felix Wadewitz  im Spiegel hier