29.05.2022 |
hier Wasserkraft in Deutschland
Wenn Manfred Volk Gästen zeigen will, wie es um die Wasserkraft in Deutschland bestellt ist, bittet er zum Rapport an seine Weltkarte. Sie hängt in seinem Büro im südbadischen Städtchen Gutach und zeigt die Wasserkraftwerke, die Volks Unternehmen WKV in den letzten Jahrzehnten errichtet hat. Ein Fähnchen auf der Karte ist ein abgeschlossenes Projekt. In Mittelamerika stecken viele davon. In Südostasien, in Indien und in Zentralafrika auch. Auf dem Balkan prangt gar ein ganzer Fähnchenwald. Nur in Deutschland sieht es übersichtlich aus.
„Mehr als 90 Prozent unserer Wasserkraftturbinen stehen im Ausland“, sagt Volk. „Dabei könnte man direkt vor der Haustür so viel machen.“ Allein im Schwarzwald könnten Hunderte Kleinanlagen errichtet werden und sauberen Strom für die Energiewende liefern, sagt der Unternehmenschef. Die Wahrheit aber sei: „Wenn wir Pech haben, ist die Wasserkraft in Deutschland bald tot.“
