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Montag, 8. Dezember 2025

Aufzeichnung Gewässerschutzforum der Umweltverbände am 28. November 2025

 

Die Aufzeichnung des diesjährigen Gewässerschutzforums, die Vorträge unserer Referentinnen und Referenten, sowie weitere Informationen zur Wasserschutzrahmenrichtlinie sind ab sofort auf der Homepage des Gewässerschutzforums der Umweltverbände zu finden:

www.gewaesserschutzforum.de 

www.wrrl-forum.de/aufzeichnung-2025/ 

www.wrrl-forum.de/vortraege-2025/ 

 

Samstag, 19. Juli 2025

Herzliche Einladung zum diesjährigen Gewässerschutzforum !

Durchgängigkeit und Wiederherstellung: Zukunftsperspektiven für unsere Flüsse


Termin: Freitag, den 28. November 2025 von 13:00 bis 17:00 Uhr online
Im Anschluss: Flussfilmabend der Stiftung Living Rivers

Sonntag, 17. März 2024

Gewässerführerin Iris Barann will Menschen Seen und Bäche näher bringen. Führungen zum Wassertag in Salem und Frickingen

 Und schon prescht unsere neu nominierte GOL-Kandidatin aus Salem vor!

Südkurier hier  Salem 16. März 2024  Martina Wolters

Schutz von Wasser und Tieren ist ihr ein Anliegen.

„Ich sitze gern am Wasser und finde die Vorstellung beruhigend, dass es hoffentlich immer nachläuft“, sagt Iris Barann. Die 59-jährige Salemerin ist frisch ausgebildete Gewässerführerin. Bäche, Flüsse und Seen und die darin lebenden Tiere zu schützen, das ist ihr eine Herzensangelegenheit. Schon seit 30 Jahren ist die im Ortsteil Weildorf wohnende Informatikerin Mitglied im Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). Von dort kam auch der Impuls für sie, sich bei der Fortbildungsgesellschaft des Wasserwirtschaftsverbands Baden-Württemberg (WBWF) zur Gewässerführerin ausbilden zu lassen.

Die WBWF agiert gemäß Iris Barann im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. Es gehe darum, Kinder, Jugendliche und Erwachsene für den Erhalt regionaler Gewässer zu sensibilisieren und zu begeistern. Neben fachlichem Wissen zur Thematik habe sie gelernt, wie das Thema Gewässer spielerisch aufbereitet werden kann. Seit Oktober ist die 59-Jährige eine von 160 in Baden-Württemberg aktiven Gewässerführern und die erste Führerin im Bodenseekreis.

Anlässlich des Weltwassertags am Freitag, 22. März bietet sie erstmals zwei Führungen an:
Am Sonntag, 17. März um 14 Uhr startet ein gewässerökologischer Spaziergang entlang des Mühlbachs. Treffpunkt ist das Hochwasserrückhaltebecken „Am Weiher“ unterhalb des Salemer Teilorts Beuren. 

In einer einstündigen Gewässerführung in Frickingen am Mittwoch, 20. März soll es um Gewässerschutz gehen. Los geht es um 16 Uhr an der Aachbrücke bei der Kläranlage. Eine Stunde informiert Iris Barann hier rund um den Themenbereich Gewässerschutz.

„Wasser für den Frieden“ ist der Wassertag in diesem Jahr überschrieben – ein Motto, das Barann sehr wichtig ist: „Wasser ist eine Ressource, die alle Menschen benötigen und an vielen Stellen wird sie knapper“, unterstreicht die Naturliebhaberin. Als Beispiel nennt sie den seit vielen Jahren schwelenden Konflikt zwischen Pakistan, Iran und Afghanistan um das kostbare Nass. Da die Auswirkungen des Klimawandels zunähmen und die Weltbevölkerung wachse, sei es dringend erforderlich, sich für den Schutz und Erhalt der wertvollsten Ressource einzusetzen.

Wer über die beiden Führungen hinaus Interesse an einem Gewässerspaziergang hat, kann sich bei Iris Barann unter Telefon 07553 828171 melden. Informationen zur Gewässerführer-Ausbildung gibt es unter: http://www.gewässerführer.de

 


Freitag, 8. September 2023

Europas Wasserknappheit ist Folge von Missmanagement

 DER SPIEGEL  hier  Artikel von Benjamin Bidder •

Weite Landstriche leiden Jahr für Jahr unter Dürren und Wassermangel – doch das müsste gar nicht sein. Laut Umweltschützern wäre trotz Klimawandel eigentlich genug Wasser vorhanden.

Die Wasserknappheit in Europa ließe sich trotz steigender Temperaturen einer Untersuchung des WWF zufolge wohl beheben. Denn nach Auffassung der Umweltschutzorganisation wird sie verursacht durch »jahrzehntelanges Wassermissmanagement«. Der Klimawandel spiele dabei gar nicht die entscheidende Rolle.

Praktisch überall auf dem Kontinent seien Feuchtgebiete trockengelegt, Flüsse begradigt, kanalisiert und aufgestaut, Grundwasserneubildungsgebiete zerstört worden, hieß es in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie der Umweltschutzorganisation. »Hinzu kommen illegaler Wasserraubbau für die Landwirtschaft und unverantwortliche Praktiken beim Bau von Wasserkraftwerken.« Die Klimakrise mit unter anderem häufigeren Dürreperioden erhöht nach Einschätzung der Autoren das Wasserrisiko für Europa weiter.

Sonntag, 21. Mai 2023

Das Leben in heimischen Flüssen und Bächen wandelt sich

 Standard hier  Susanne Strnadl  20. Mai 2023

Fließgewässer verändern sich von den Alpen bis in die Ebene. Flächenversiegelung, Klimawandel und Abwässer setzen den Lebensräumen und ihren Bewohnern zu

Im vergangenen Sommer kam es in der deutschen Oder zu einem Fischsterben bis dahin ungekannten Ausmaßes. Auf einer Strecke von 500 Kilometern starben 360 Tonnen Fische, ebenso Massen von Muscheln, Schnecken und Krebsen. Am Entstehen der Umweltkatastrophe waren mehrere Faktoren beteiligt: Der durch eingeleitete Industrieabwässer hohe Salzgehalt der Oder, die herrschende Trockenheit und der resultierende niedrige Wasserstand mit entsprechend erhöhten Nährstoffkonzentrationen erlaubte das Massenauftreten der Goldalge Prymnesium parvum, deren Gifte letztlich unzähligen Wassertieren den Garaus machten.

"Eine unglückliche Verkettung menschengemachter Umstände", erklärt Gewässerökologe Gabriel Singer von der Universität Innsbruck. Durch Aufstauungen verweilt das Wasser zu lange an derselben Stelle, wie Singer erläutert. Dadurch werden neu aufkommende Algen ebenso wie Nährstoffe durch das fließende Wasser nicht so rasch abtransportiert. Wetter- beziehungsweise klimawandelbedingter Wassermangel und hohe Temperaturen mit entsprechender Verdunstung verschärfen das Problem. Unter diesen Umständen haben potenziell giftige Algen sowohl gute Wachstumsbedingungen als auch genügend Zeit zum Ausbilden starker Blüten.

Wichtige und richtige Vegetation

Niedrige Wasserstände und lange Verweilzeiten sind laut Singer auch Folge der Ableitung durch Bodenversiegelung, Drainagierung und Flussbegradigung. "Für klimawandelfitte Flüsse muss das Wasser länger in der Landschaft bleiben, aber im Gewässer auch freier fließen dürfen", sagt er.

Mittwoch, 8. Februar 2023

Bäche und Flüsse im Kreis Ravensburg sind in mäßigem Zustand

Schwäbische Zeitung  hier  Bernd Adler  05.02.2023

Wenn der Wald leidet, dann sieht man das. Bächen sieht man ihr Innenleben hingegen nicht an. Dennoch ist deren Situation oftmals nicht unproblematisch.

links: so sieht ein idealer Lebensraum aus, mit Galeriewald am Ufer. Hier gibt es sogar einen Biber-Damm, der das Wasser länger in der Landschaft hält. Das angestaute Wasser wird im trockenen Sommer für Fische und Kleinstlebewesen zur Überlebensmöglichkeit, wenn das Wasser im Bach knapp wird.

Als „Stiefkind der Umweltpolitik“ bezeichnet Werner Baur den Gewässerschutz in Baden-Württemberg. Der Ravensburger Kreisvorsitzende des Landesfischereiverbandes beklagt: Die Politik interessiere sich zu wenig für den Zustand von Flüssen und Bächen. Doch der sei großteils desolat. Dabei seien Gewässer elementar für den Erhalt der Biodiversität und zudem für das Eindämmen der Klimaerwärmung.

Wenn der Rasen im Sommer austrocknet oder der Wald leidet, dann nimmt das der Mensch unmittelbar wahr. Nicht so bei Bächen und Flüssen. Sie fließen ohnehin; was sich dort allerdings verändert, bleibt weitestgehend unbeachtet.

Gewässer werden zunehmend wärmer

Sonntag, 6. November 2022

Zustand der Flüsse schlechter als angenommen

 ZDF  hier  von Nathan Niedermeier  05.11.2022

Droht erneutes Fischsterben?

Bei der Hälfte der deutschen Flussgebiete sind heute weniger Flüsse in gutem Zustand als in früheren Untersuchungen angenommen. Das zeigt eine Recherche des ZDF-Magazins frontal.

Bis spätestens 2015 sollten die Gewässer in gutem Zustand sein, nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. Das hatten die EU-Mitgliedsstaaten mit der Wasserrahmenrichtlinie schon im Jahr 2000 festgelegt.

Doch statt der geforderten 100 Prozent erreichen heute in Deutschland gerade mal neun Prozent der deutschen Gewässer den guten ökologischen Zustand. Eine massive Verfehlung der Zielvereinbarungen. Das gesteht auch der Vorsitzende der Umweltministerkonferenz, Olaf Lies, gegenüber dem ZDF ein:

Der ambitionierte Weg, den wir uns vorgenommen haben und das, was wir erreicht haben,
passt tatsächlich nicht zusammen.

Olaf Lies, Vorsitzender Umweltministerkonferenz

Sonntag, 28. August 2022

Flüsse in Not

 Süddeutsche Zeitung hier  Von Thomas Hummel  26. August 2022

Begradigt, ausgebaggert, eingemauert: Das ging so lange gut, wie relativ gleichmäßig Regen fiel. Nun fehlt das Wasser. Für Fachleute liegt die Lösung auf der Hand. Doch bequem ist sie nicht.

Dienstag, 1. Februar 2022

Der Zustand der deutschen Flussläufe

 Riffreporter hier, kleiner Auszug

In naher Zukunft werden noch mehr Flussläufe in Deutschland renaturiert werden müssen. Grund dafür ist die Wasserrahmenrichlinie der EU, wonach alle Oberflächengewässer in einen „guten Zustand“ versetzt werden müssen. Bis 2015 sollte dieses nationale Vorhaben abgeschlossen sein. Bislang weisen – und das ist erschreckend – erst weniger als 10 Prozent unserer Flüsse ein weitgehend natürliches Vorkommen von Pflanzen und Fischen auf.