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Dienstag, 26. November 2024

"Ich glaube, das ist den meisten nicht wirklich klar, dass es nicht nur um ein bisschen Naturschutzgebiete geht, sondern um unsere Lebensgrundlagen"

Hier ARD 24.11.2024  Von Melina Runde, tagesschau.de

Warum uns Wolf und Wiese wichtig sein sollten


Weltweit gilt mehr als jede dritte Tier- und Pflanzenart als bedroht. Was hat das mit den Menschen zu tun? Eine ganze Menge, sagen Forscher. Nicht nur gilt der Mensch als Hauptursache: Es hat auch enorme Folgen für unser Leben.

"Man kann einen Draht zerschneiden, man kann einen zweiten Draht zerschneiden, und das Netz funktioniert weiterhin. Und plötzlich, wenn man den x-ten Draht zerschneidet, dann hört es auf zu funktionieren." So hat es der damalige Chef der Weltnaturschutzunion, Bruno Oberle, vor zwei Jahren beschrieben: den Verlust der Biodiversität - also der Vielfalt allen Lebens.

Neben dem Klimawandel gilt das Artensterben als die größte Bedrohung für unseren Planten, sagt die Umweltorganisation WWF. Und damit auch für uns. Warum verliert die Natur ihre Vielfalt? 

Freitag, 1. November 2024

Steffi Lemke hat eine "Neuauflage der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt" zur COP 16 mitgebracht

Süddeutsche Zeitung  hier  30. Oktober 2024,Von Tina Baier

Warum Deutschland ein Problem löst, das es gar nicht hat

Kurz vor Ende der Weltnaturkonferenz in Kolumbien legt Bundesumweltministerin Steffi Lemke überraschend einen Plan gegen das Artensterben im eigenen Land vor. Was gut klingt, hat allerdings einen Haken.

hier alles zum Download

hier Neuauflage der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt

Die Verabschiedung des globalen „Kunming-Montreal-Biodiversitätsrahmens“ (Kunming-Montreal Global Biodiversity Framework – GBF) im Dezember 2022 auf der Vertragsstaatenkonferenz des Übereinkommens über die Biologische Vielfalt (CBD) hat unmittelbare Auswirkungen auf die Naturschutzpolitik in Deutschland.

Zum Endspurt der Weltnaturkonferenz im kolumbianischen Cali nimmt auch Bundesumweltministerin Steffi Lemke am UN-Gipfel teil, bei dem noch bis Ende der Woche über den globalen Naturschutz verhandelt wird. Ziel des Treffens ist es, eine Art Zwischenbilanz zu ziehen, wie weit die Welt bei der Umsetzung der Naturschutzziele gekommen ist, die vor zwei Jahren in Montréal vereinbart wurden.

Donnerstag, 31. Oktober 2024

Den Flüssen ihren Lauf lassen

Bei uns sieht es mit Sicherheit ähnlich aus wie in Österreich....

hier  DER STANDARD - Klimaklartext aus Österreich

in Österreich könnten rund tausend Kilometer Flüsse renaturiert werden. Das ergibt eine Studie, die das technische Büro Blattfisch und die Umweltschutzorganisation WWF durchgeführt haben.

Der WWF argumentiert, dass hier sowohl ein gewaltiger Schatz für die Tier- und Pflanzenwelt in und an Österreichs Fließgewässern gehoben werden könne, die Renaturierung von Flüssen aber auch einen effektiven natürlichen Hochwasserschutz ermögliche. "Angesichts des hohen Biodiversitätsverlusts und des aufgrund der Klimakrise verschärften Hochwasserrisikos müssen Maßnahmen zur Wiederherstellung der natürlichen Flussdynamik dringend verstärkt umgesetzt werden", heißt es in der Studie.


Dienstag, 22. Oktober 2024

Ökosysteme sind ein Wirtschaftsfaktor

ARD 22.10.2024 Von Bianca von der Au, ARD-Finanzredaktion

Auf der Weltnaturkonferenz in Kolumbien verhandeln 200 Staaten über konkrete Schritte zum Schutz der Natur. Welche Rolle könnten die globalen Finanzmärkte spielen? Und welche ökonomische Bedeutung hat Artenvielfalt?

Warum BUND und NABU so wenig Einfluss auf die Politik haben

Ein Artikel mit großem Diskussionsbedarf. Daher nach meiner Meinung umso lesenswerter. Vielleicht ist tatsächlich unser größtes Problem, dass wir so viele Baustellen haben und uns komplett verheddern - bessere Ideen sind gefragt.
Unten habe ich  nur Auszüge aus dem Artikel wiedergegeben  - am Besten im Original lesen

hier  Freitag Von Matthias Schreiber, Johanna Romberg 21.09.2024  

Warum BUND und NABU so wenig Einfluss auf die Politik haben

Das Artensterben schreitet unaufhaltsam voran. Die großen Naturschutzverbände NABU und BUND könnten es stoppen – doch leider sind sie viel zu zahm geworden. Es gibt nur eine Lösung: Wir Naturfreunde müssen uns neu organisieren. Ein Vorstoß

Sonntag, 20. Oktober 2024

COP16 in Kolumbien: Gibt es einen Plan gegen den Massenmord?

 Freitag  hier  Von Nick Reimer  20.10.2024

In Kolumbien startet an diesem Montag die COP16 zum Schutz der Biodiversität: Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Artensterben und dem Versuch, dieses wenigstens abzumildern

Wie kann die Zerstörung des Planeten gestoppt werden? An diesem Montag startet die 16. Weltnaturschutzkonferenz in Cali, Kolumbien, die sich nichts weniger als das zur Aufgabe stellt: Bis zum 1. November ringen 196 Staaten um Biodiversität, das Ende des Artensterbens, den Schutz von Meeren, Wäldern, Mooren und die Finanzierung von Naturschutz. 

Weltnaturkonferenz COP16: Krieg oder Frieden mit der Natur?

Deutschlandfunk hier  Von Jule Reimer | 19.10.2024

COP16: Schaffen wir endlich internationalen Umweltschutz?

„Peace with nature“ – unter diesem Motto verhandeln die Regierungen der Welt ab 21. Oktober in Cali in Kolumbien über den Schutz und die Wiederherstellung von Natur. Was sind die wichtigsten Themen? Und welche Erwartungen gibt es an die Konferenz?

Susana Muhamad hat Großes vor: Kolumbiens Umweltministerin will die Weltnaturkonferenz COP16 zu einem Erfolg führen. Lange Küste, Regenwälder, Paramo-Hochlandsteppe – Kolumbien gehört zu den artenreichsten Ländern der Erde. Mit Biodiversität kennt Muhamad sich aus.
Ihr Appell: Wenn wir die Natur schützen, schützen wir uns selbst. 

Mittwoch, 16. Oktober 2024

Biodiversitätsgipfel COP 16 beginnt bald, aber Hausaufgaben wurden noch nicht gemacht

hier  Spiegel  15.10.2024

Vor Weltbiodiversitätsgipfel: Nur 25 von 195 Ländern haben Pläne zum Schutz der Natur veröffentlicht

Sie haben sich zu verschiedenen Artenschutzmaßnahmen verpflichtet. Nun zeigt sich: Die meisten Länder kommen der Vereinbarung vor dem Biodiversitätsgipfel nicht nach – Deutschland ist eines davon.


Vor rund zwei Jahren wurde im kanadischen Montreal eine weitreichende Vereinbarung zum weltweiten Schutz der Artenvielfalt getroffen. Nun, kurz vor dem Biodiversitätsgipfel Cop16 ab dem 21. Oktober im kolumbianischen Cali wird deutlich, dass sich die meisten Länder nicht an die vereinbarten Vorgaben gehalten haben – Deutschland ist eines von ihnen.

Laut einer gemeinsamen Untersuchung der Onlineplattform »Carbon Brief«  und dem »Guardian«  werden demnach mehr als 80 Prozent der Länder die Frist verpassen, neue Pläne zur Einhaltung der Uno-Vereinbarung vorzulegen, mit der die Zerstörung der Ökosysteme der Erde gestoppt werden soll.

Die in Montreal getroffene Vereinbarung sieht unter anderem vor, dass die Länder dieser Welt 30 Prozent der Land- und Meeresflächen für die Natur schützen und den Einsatz von Pestiziden reduzieren.

Sonntag, 13. Oktober 2024

LIVING PLANET REPORT

Newsletter des WWF hier  10.10.24

Am 10. Oktober erschien der neueste Living Planet Report 2024 vom WWF. Die Studie wird seit 1998 veröffentlicht und zeigt in ihrer diesjährigen 15. Ausgabe einen durchschnittlichen Rückgang der Tierbestände um 73 Prozent im Zeitraum von 1970 bis 2020. 

Den stärksten Rückgang verzeichnen die Süßwasserökosysteme mit 85 Prozent, gefolgt von Land- (69 Prozent) und Meeresökosystemen (56 Prozent). Geografisch sind Lateinamerika und die Karibik, Afrika und die Asien-Pazifik-Region am stärksten betroffen.

"Eigentlich fehlt es weder an Ideen noch an Zielen. Die Völkergemeinschaft verfolgt sogar große Ziele: Nachhaltigkeitsziele, Klimaziele, Ziele zum Schutz von Ökosystemen und Biodiversität. Einige davon sollen 2030 erreicht sein. Noch ist alles möglich," erklären Kathrin Samson (Vorstand Naturschutz) und Heike Vesper (Vorstand Transformation Politik & Wirtschaft) vom WWF Deutschland.

Zu den tierischen Verlierern zählen laut aktueller Studie unter anderem die Amazonas-Flussdelfine, die Afrikanischen Waldelefanten und die Lederschildkröten.


hier  ZUM LIVING PLANET REPORT


Montag, 7. Oktober 2024

Webinar: Alarmstufe Rot beim Artensterben


hier geht`s zur Aufzeichnung

Webinar: mit Dr. Jan-Niclas Gesenhues, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium

Mehr als 150 Wissenschaftler*innen schlagen Alarm: Über 60 % der untersuchten Lebensräume in Deutschland befinden sich in einem besorgniserregenden Zustand. Besonders betroffen sind artenreiche Äcker und Grünland, Moore, Moorwälder, Sümpfe und Quellen – allesamt Lebensräume, die für unsere Artenvielfalt von entscheidender Bedeutung sind. Positive Entwicklungen sind leider die Ausnahme. Zu diesen ernüchternden Ergebnissen kommt der jüngste Faktencheck Artenvielfalt.

Um so wichtiger also, dass im Oktober auf der

 
Weltbiodiversitätskonferenz, der sogenannten COP 16, in Kolumbien 

darüber verhandelt wird, wie wir das globale Artensterben stoppen können. Dieses Jahr wurde das europäische Nature Restoration Law, das Gesetz zur Rettung der Natur, endlich verabschiedet. Aber Gesetze reichen natürlich nicht aus; wir haben ein Umsetzungsproblem. Sonst wären unsere Ökosysteme nicht in diesem beklagenswerten Zustand. Und überdies nimmt das europaweite Erstarken rechter Kräfte bereits Einfluss auf die Umwelt- und Naturschutzpolitik.

Darum sind auch die Anhörungen der neuen EU-Kommissar*innen so wichtig. Diese finden im November in Brüssel statt. Vor dem Hintergrund des globalen Artensterbens kommt der der designierten Umweltkommissarin Jessika Roswall eine besonders wichtige Aufgabe zu. Der Zustand unserer Natur verlangt nach entschlossenem Handeln. Ob sie aber die richtige Besetzung ist, wird der November zeigen.

Für mich ist klar: Wenn wir das Erreichte verteidigen, einen Rückschritt verhindern und eine starke Stimme für die Natur sein wollen, brauchen wir breite Bündnisse und neue Allianzen.

Diese Notwendigkeit betont auch Dr. Jan-Niclas Gesenhues in seinem Buch "Offensiver Umweltschutz". Und darum ruft er dazu auf, Allianzen zu bilden, die tief in die Mitte der Gesellschaft hineinwirken. Nur gemeinsam können wir die Grundlagen für einen nachhaltigen Naturschutz schaffen und den Herausforderungen unserer Zeit effektiv begegnen.

Ich freue mich sehr, am 10.10.2024 um 19:00 Uhr mit Jan-Niclas Gesenhues in meinem Webinar über genau diese Herausforderungen sowie über sein neues Buch zu sprechen, aus dem er auch lesen wird. Ich freue mich auf Eure Anmeldungen! 

Herzliche Grüße

Jutta Paulus

Kommentar zum Verlust der Artenvielfalt: Thema braucht mehr Aufmerksamkeit

Deutschlandfunk hier





Donnerstag, 3. Oktober 2024

Egal, ob Säuger, Pflanzen oder Vögel: Beim Agrar- und Offenland haben fast alle Arten einen roten Pfeil nach unten

 hier MDR Wissen  30. September 2024  von Florian Zinner

Faktencheck Artenvielfalt Deutschland

Das Land von Biber und Filzkraut: Deutschlands Artenvielfalt auf dem Rückzug

Ein beachtlicher Teil der Arten in Deutschland sind gefährdet. Aber an manchen Stellen ist bereits eine Kehrtwende sichtbar. Auf über tausend Seiten liegt jetzt Deutschlands erster Bericht zur Artenvielfalt vor, der sich selbst Faktencheck nennt, aber so viel mehr ist: Eine Bestandsaufnahme zum Zustand der Biodiversität, ein Trendbarometer, eine Handlungsempfehlung. 

Unterm Strich kommt raus: Wie auch in der Klimakrise gefährden wir uns und unseren Wohlstand – wenn wir nichts tun.

Mittwoch, 2. Oktober 2024

"Faktencheck Artenvielfalt": Forscher veröffentlichen erste Inventur der deutschen Natur

Zeit hier  Von Friederike Walch-Nasseri  30. September 2024,

Hoffnung trotz Artenschwund: Der "Faktencheck Artenvielfalt" beschreibt Biodiversität in ganz Deutschland. Gut sieht es nicht aus, aber machtlos ist der Mensch nicht.

Der Natur in Deutschland geht es schlecht. Das scheint auf den ersten Blick das zentrale Ergebnis des Faktencheck Artenvielfalt zu sein. Es ist der bislang umfassendste Bericht zum Zustand der Biodiversität in der Bundesrepublik. Auf rund 1.200 Seiten wird schnell klar: Von den etwa 30.000 in Deutschland im Bestand erfassten Tier-, Pflanzen- und Pilzarten sind gut ein Drittel bestandsgefährdet.  Sie werden auf der Roten Liste als stark gefährdet oder vom Aussterben bedroht eingestuft. Tendenz steigend. Rund drei Prozent der Arten, die einst in Deutschland heimisch waren, sind ausgestorben. Und etwa 60 Prozent der untersuchten Lebensräume befinden sich in einem unzureichenden oder schlechten Zustand. 

Die Basis unseres Daseins - die Artenvielfalt in Deutschland- geht zurück - Ein wissenschaftlicher Warnruf

 Deutschlandfunk hier Podcast vom 1.10.24




Riffreporter hier  von Christian Schwägerl  01.10.2024

Faktencheck Artenvielfalt: Ein wissenschaftlicher Warnruf, der gehört werden muss

Faktencheck Artenvielfalt: Ein wissenschaftlicher Warnruf, der gehört werden muss
Am Beispiel der Feuchtgebiete zeigt sich besonders dramatisch, wie fahrlässig und gefährlich der Umgang mit der Biodiversität in Deutschland ist. Ein Kommentar.