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Samstag, 26. September 2026

Das einzige Wasser weit und breit findet sich noch in mehreren Biberteichen....

Christof Angst

Leiter Nationale Biberfachstelle des Bundesamtes für Umwelt bei info fauna

Heute bin ich einem Biber-Bauwerk begegnet, das mich einmal mehr staunen lässt.

Sonntag, 16. August 2026

Mit naturrichtigen Maßnahmen für uns alle DAS Lebensmittel Nummer 1 "anbauen", nämlich Wasser!

 

Niels Werdenberg LinkedIn

Wir brauchen mehr Wasserbäuerinnen.

Wenn die Niederschläge dann wieder kommen, müssen wir sie in der Fläche bremsen, sie versickern lassen, Böden und Grundwasser sättigen, und erst den Überschuss, möglichst zeitverzögert dann in die Gewässer leiten. Hier ist v.a. die Landwirtschaft gefragt.

Donnerstag, 30. Juli 2026

Können Biber Waldbrände bremsen?



Euronews  hier Von Liam Gilliver  29/07/2026

Biber schützen Europa vor Waldbränden und beleben verbrannte Landschaften

Biber legen überall in Europa Dämme an und schaffen so natürliche Feuerschneisen, die helfen könnten, verheerende Brände einzudämmen.

Brütende Hitzewellen und kaum Regen haben in Teilen Frankreichs und Spaniens historische Waldbrände entfacht, die bislang kaum nachlassen.

Hunderttausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen – eine der größten Evakuierungsaktionen in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg.

Donnerstag, 14. Mai 2026

Unter Bibern – die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft

Es ist eine bezaubernde Geschichte, die sich natürlich extrem von der Geschichtserzählung der Landwirte unterscheidet, die die Biber lieber heute als morgen bejagen würden. 

Und doch stellt sich angesichts vieler dokumentierter Positiv-Beispiele die Frage: überwiegt nicht der Nutzen dieser Tiere für die Gemeinschaft?

GEO hier  von Franziska Türk  13. Mai 2026 

Beim Fotografieren stößt ein Paar zufällig auf eine Biberfamilie und gewinnt ihr Vertrauen.
Fast jeden Abend verbringt es mit den Tieren – und hat dabei eine ganz besondere Aufgabe

Mittwoch, 25. März 2026

Der Biber ist unser bester Verbündeter, um lebendige und widerstandsfähige Gewässer zurückzugewinnen

hier  Von Alisa Pankau  25.03.2026

Studie zeigt: Biber werden plötzlich zu unterschätzten Klimaschützern


Eine 13 Jahre lange Untersuchung an einem schweizerischen Flussgebiet liefert jetzt interessante Erkenntnisse. Die Bauaktivität von Bibern könnte zum Klimaschutz beitragen – und das ohne menschliches Zutun.

Donnerstag, 5. März 2026

Petition: Stoppt das geplante Biber-Töten!

Nochmals ein Apell, die Petition gegen die Biber-Verordnung mitzuzeichnen. 

Hier der direkte Link auf die Petition mit den Begründungen

Die Informationen zum Stand sind nicht ganz klar - von "Quorum erreicht" bis "es fehlen noch einige Hundert" -  also bitte beteiligen und/oder Freundes- und Bekanntenkreis aktivieren.

Die Lage ist eigentlich klar: 

NUR EINE RÜCKNAHME der Verordnung, nach der Biber wieder abgeschossen werden können,

  •  dient dem Natur- Umwelt- Klima- UND Tierschutz!
  • vermeidet Rechtsunsicherheit und mehr statt weniger Bürokratie! 

Das Biber-Management in Baden-Württemberg hat sich bewährt.

Gabriela Lindner, BUND


Veröffentlicht am 6.2.2026  - läuft noch 26 Tage  hier

Petent: BUND Landesverband Baden-Württemberg und NABU-Landesverband Baden-Württemberg

Die Unterzeichnenden fordern die Landesregierung auf, die „Verordnung der Landesregierung zum Schutz vor Beeinträchtigungen durch den Biber (Biberverordnung – BiberVO“, veröffentlicht am 20.01.2026), zurückzuziehen!

Dienstag, 4. März 2025

Ökosystemleistungen der Biber sind immens

hier  Euronews  01/03/2025

"Ökosystem-Techniker": Wo Biber kostenlos Dämme bauen


Biber bewirken in ganz Europa Wunder. Auch das Vereinigte Königreich will jetzt endlich das Potenzial der kleinen Nager ausbauen.

Eine Biberfamilie sorgte Anfang des Jahres für Schlagzeilen, als sie in Tschechien genau dort einen Damm baute, wo die Behörden einen solchen geplant hatten, und so den Steuerzahlern rund 30 Millionen CZK (1,2 Millionen Euro) ersparten.

Mittwoch, 12. Februar 2025

Sollte man sich seine Expertise besser zunutze machen? Der Biber empfiehlt sich für große Aufgaben

Ich bin ein großer Biber-Fan, daher muss so einen süßen Text  wiedergegeben werden. Wie nett und wie nützlich er doch ist! Doch halt - im Allgäu und generell in Bayern will man ihn abschießen. Da ist man immer gleich dabei. Gut dass es eine Zivilgesellschaft gibt!

RND hier  Maximilian König  11.02.2025, 

Sie bauen, wo Menschen versagen: Sind Biber die klügeren Ingenieure?

Einsatz im Hochwasser- und Klimaschutz: In einem tschechischen Landschaftsschutzpark schuf eine Biberfamilie mit einem Staudamm ein neues Feuchtgebiet

In Tschechien bauten Biber Staudämme im Wert von 1,2 Millionen Euro. Sollte man sich ihre Expertise besser zunutze machen? Ein gezielter Einsatz von Bibern sei möglich, sagt der Nabu. Projekte weltweit zeigen, „dass der Biber das viel günstiger und effektiver macht“.
 
Der Mensch setzt Tiere schon immer so ein, wie es ihm passt: auf dem Acker, als Lastträger und Mastvieh. Nun könnte ein neues, technisch anspruchsvolles Feld hinzukommen: der Dammbau.

Donnerstag, 6. Februar 2025

Baumeister Biber: "Biber wissen immer, wo es richtig ist, einen Damm zu bauen"

hier  Watson  Artikel von Annika Danielmeier 5.2.25

Biber übernehmen Umwelt-Projekt in Tschechien: 1,2 Millionen Euro Ersparnis

Wer einen Biber in freier Wildbahn beobachten möchte, sollte sich in der Dämmerung an Flüssen oder Seen umschauen, wenn die Nagetiere sich aus ihrem Biberbau herauswagen. Ein Hinweis, dass Biber in einem Gewässer unterwegs sind, kann ein Damm sein.



Samstag, 7. Dezember 2024

Um den Bagger zu verhindern, greift André Holzinger immer wieder zur Kartoffelhacke

Ich kann die Radio-Reportage vom Bayrischen Rundfunk (Link ganz unten) nur jedem ans Herz legen - da geht einem im wahrsten Sinne des Wortes das Herz auf!

Auch bei uns werden die Biber geärgert, aber nicht mit der Kartoffelhacke. Die Biberdämme werden überwacht, und wenn eine bestimmte Höhenmarke überschritten wird, dann kommt der Bagger und räumt den oberen Aufbau weg. Der Biberdamm bleibt jedoch grundsätzlich stehen.

BR hier  Von  Ursula Klement

Biber ärgern und damit Schäden verhindern – das steckt dahinter

André Holzinger ärgert den Biber. Aber das ist für alle Seiten gut: für den Bach, für die Bauern und unterm Strich auch für den Biber. Es gibt keine Überschwemmungen mehr, die Artenvielfalt steigt – und der Naturschutz sagt: ein Vorzeigeprojekt.

Dienstag, 1. Oktober 2024

Unser Leben mit Familie Biber: Die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft

Diesen Artikel  musste ich einfach mit aufnehmen, das Buch ist bereits bestellt! Ich bin total gespannt darauf....

Geo hier  von Franziska Türk  01.10.2024,

Zwei Jahre dauerte es, bis Christian Kutschenreiter und seine Frau Bettina das Vertrauen der Biber gewinnen konnten. Inzwischen verstehen sie die Tiere blind

Beim Fotografieren stößt ein Paar zufällig auf eine Biberfamilie und gewinnt nach und nach deren Vertrauen. Mittlerweile sind Bettina und Christian Kutschenreiter seit zwanzig Jahren ein fester Bestandteil der Familie. Fast jeden Abend verbringen sie mit den scheuen Tieren am Flussufer – und haben dabei eine ganz besondere Aufgabe  

Anton ist meist der Erste, den die Kutschenreiters sehen, wenn sie sich ihren Weg durch das kleine Wäldchen zum geheimen Treffpunkt am wild bewachsenen Flussufer bahnen. Zwischen den Bäumen wartet der Biber ungeduldig auf die Ankunft des Paares. Kaum hat er die beiden erspäht, springt er fiepend ins Wasser und begleitet sie schwimmend zum Stammplatz am Flussufer. Dort holt sich Anton die ersten Streicheleinheiten ab – oder fordert sie energisch ein, wenn er sie nicht von selbst bekommt. Dann drückt der heimliche Verehrer von Bettina Kutschenreiter sein klitschnasses Hinterteil an die Naturfotografin, stupst sie an und wirft sie dabei mit seinen 25 Kilo Körpergewicht fast von den Füßen. Es gibt gewisse Regeln in dieser ungleichen Familie aus Bibern und Menschen. Und die wichtigste lautet für Anton: Kuscheln muss sein. 

Sonntag, 1. September 2024

Wie schützt uns der Biber vor Überschwemmungen?

RiffReporter Podcast  hier  von Karl Urban und Marcus Anhäuser

Im Kampf gegen die Folgen des Klimawandels und des weltweiten Artensterbens gibt es einen Verbündeten, den bisher nur wenige Menschen auf dem Zettel haben: Der Biber. Jahrhundertelang haben wir ihn gejagt und bis auf wenige Exemplare fast ausgerottet. Erst in den letzten Jahrzehnten erholt sich der Bestand allmählich.

Dass wir den Baumfäller auf vier Pfoten aber nicht einfach nur schützen sollten, um ihn zu erhalten, sondern mit ihm kooperieren, das erklärt Riffreporter-Kollegin Katharina Jakob in dieser Folge des Riffreporter Podcast im Gespräch mit Marcus Anhäuser. 

Sie hat über Monate Gemeinden in Deutschland und der Schweiz besucht, die auf die »Mitarbeit« des Bibers setzen, und so die Folgen des Klimawandels und des Artensterbens abmildern. Katharina hat mit Expert*innen, Befürwortern und Gegnern der Maßnahmen gesprochen und erklärt im Interview und in ihren Artikeln, welche Vorteile der Biber einer Region bringt, aber auch, mit welchen Problemen Gemeinden rechnen müssen, wenn sie sich mit dem Nagetier einlassen.

Dienstag, 2. Juli 2024

Zum Schutz von heimischen Bibern: NRW bekommt neues Straßenschild

Die Wertschätzung der Biber als Renaturierungs-Helfer hat sich noch nicht herumgesprochen. Bei uns in der Region jedenfalls kämpft so mancher um eine Eindämmung durch Abschuss der Biber. hier

hier Watson 30.06.2024  Leonie Daumer

Der Biber ist zurück in NRW – und soll deshalb umso mehr geschützt werden.

Es war die Artenschutz-Sensation: Nachdem er eigentlich seit rund 100 Jahren als ausgerottet gilt, ist der Biber nun seit einigen Jahren zurück in den Gewässern Nordrhein-Westfalens. Während es laut dem Landesbetrieb "Wald und Holz" Nordrhein-Westfalen 2018 nur noch einige hundert Tiere im Bundesland gab, sollen es inzwischen bis zu 2000 sein.

Das Vorkommen von Bibern hat viele positive Auswirkungen auf die Umwelt: Die Tiere schaffen in ihrer Umgebung unterschiedlichste neue Lebensräume für andere Organismen, was wiederum die Artenvielfalt in der betreffenden Region deutlich erhöht. Auch auf die Wasserqualität und den Hochwasserschutz wirkt sich seine Bautätigkeit positiv aus.

Freitag, 19. April 2024

Der Biber als Arbeitshilfe - Das Tool aus dem Tierreich

Riffreporter hier  vom Recherche-Kollektiv Countdown Earth:   17.4.24

Im Original noch viel schöner zu lesen, weil es viele Bilder dazu gibt!

Wie kann man mit ihm kooperieren?

Die Klimakrise und das Artensterben zwingen uns zu radikalen Schritten. Genau dabei kann uns der Biber helfen. Gibt es Kommunen, die das erkannt haben und mit dem Nager zusammenarbeiten? Und wenn ja: Wie halten sie ihn in Schach?

Wäre der Biber ein Unternehmer, könnte er eindrucksvoll Werbung für sich machen: 15 Millionen Jahre Erfahrung im Wasserbau, Betrieb stets in Familienhand, konkurrenzlos günstig (Zuckerrüben und Maiskolben werden als Honorar akzeptiert). Rund ums Jahr im Einsatz an der Baustelle, Nacht- und Kinderarbeit inklusive. Und dann erst die Ergebnisse: Wo der Biber anrückt, explodiert die Artenvielfalt. Neue Lebensräume entstehen, eintönige Fließgewässer verwandeln sich in vitale Bäche, an ihren Ufern steigt der Grundwasserspiegel, das Erdreich wird vor Austrocknung geschützt.

Dienstag, 11. April 2023

Meersburg: Biber bauen bei Baitenhausen

 07.04.2023  hier

Der Biber fühlt sich seit einiger Zeit auch im Bereich Moosholz bei Baitenhausen wohl. Anwohner Wilfried Rupp geht davon aus, dass eine ganze Familie dort lebt. Während eines Spaziergangs zeigt er, was die Tiere am Riedbach bereits geschaffen haben: Hauptdamm, Nebendämme und Biberburg. „Der Biber baut die Landschaft nach seinem Gusto um“, sagt Rupp. Vom Auto aus war ihm aufgefallen, dass die an den Bach angrenzende Ackerfläche teils geflutet war. Außerdem hatte er etliche angenagte Bäume entdeckt. Der Umweltschützer und frühere Ortschaftsrat sah sich um und identifizierte die Biberspuren.

„Ich habe beim Umweltamt angefragt, ob der Biber und seine Aktivitäten in diesem Teil des Moosholzes bekannt sind“, erzählt Rupp. „Sie waren es nicht und ich regte an, sich mit den vom Biber Betroffenen in Verbindung zu setzen und Abhilfe zu schaffen.“ Laut Rupp wurde durch eine Teilabsenkung des Hauptdammes erreicht, dass die Fläche nicht mehr unter Wasser stand. Diese wurde durch den Bauhof der Stadt Meersburg vorgenommen. Beim Rundgang erscheint das Feld daher nur noch stark durchnässt. Eine knappe Woche später ist wieder alles beim Alten. „Der Biber hat den Damm repariert und der Wasserstand auf der Ackerfläche entspricht dem Zustand vor Abtragung des Dammes“, schreibt Rupp.

Das Umweltschutzamt ist eine Behörde innerhalb des Landratsamts. Pressesprecher Lars Gäbler erklärt: „Aktuell ist geplant, den Biberdamm so zu reduzieren, dass die Biberburg als Lebensstätte nicht beeinträchtigt wird und gleichzeitig die landwirtschaftliche Fläche nicht dauerhaft überflutet ist.“ Ein Patentrezept gebe es nicht. „Jeder Biber reagiert unterschiedlich auf Veränderungen in seinem Revier. Darauf werden wir dann im Rahmen unserer Möglichkeiten reagieren.“ ...

Freitag, 7. April 2023

Bad Saulgau als Landeshauptstadt der Biodiversität: Willkommen im Biberland

Standard  hier  von Katharina Jakob

Am 7. April ist internationaler Tag des Bibers. Zeit, den Nager zu ehren: Wo er tätig sein darf, entfaltet er segensreiche Wirkung. Wenn nur die Kommunikation stimmt.

Spitz zernagte Baumstümpfe ragen aus dem Unterholz, gefällte Stämme liegen kreuz und quer in der Landschaft, unter den Schuhen schmatzt das Wasser. Wer das Revier eines Bibers betritt, ist mitunter regelrecht geschockt. Hier geht es wüst zu, ganz anders als in einer von Menschenhand geformten Kulturlandschaft. Doch so robust der Biber auch zu Werke gehen mag, so wertvoll ist sein Beitrag: Er korrigiert unsere menschlichen Fehler.

Wir haben unsere Häuser und Felder bis an die Flussufer herangebaut und sind Überflutungen hilflos ausgeliefert. Gleichzeitig stehen wir in Dürrezeiten ohne Wasser da, weil sich in unserer versiegelten Landschaft kein Tropfen mehr halten kann. Biber hingegen schaffen Auenlandschaften, wenn man sie lässt. Und die wiederum schützen Menschen. Wo anschwellende Flüsse nicht in Heizungskeller laufen, sondern in Wiesen, gibt es weniger Flutschäden. Biberdämme sorgen dafür, dass der Grundwasserspiegel auch in Trockenzeiten hoch bleibt – elementar wichtig in Zeiten der Klimaerwärmung mit immer häufigeren Dürreperioden.

Sonntag, 12. März 2023

Naturschützer verzweifeln – nur der Biber rettet das Moor

Nachdem der "naturschutzpolitische Sprecher" der FDP (Klaus Hoher aus Salem) sich für den Abschuss der Biber einsetzt -  zum Schutz der Fischer wohlgemerkt, aber offensichtlich in Unkenntnis darüber, dass Biber gar keine Fische fressen - ist das Thema Biber ziemlich wichtig geworden.  hier

Der Biber mag Landwirte nerven, keine Frage, aber er ist für die Umwelt und den Wasserhaushalt ziemlich wichtig und daher unersetzbar in der heutigen Situation.

BR   hier  Sabine Frühbuss

Seit Jahrzehnten setzten sich Naturschützer dafür ein, dass das Fußberg- und das Palsweiser Moos in den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Dachau renaturiert und wieder vernässt werden. Doch dass hier in manchen Bereichen das Wasser steht, ist jemand anderem zu verdanken: einem Biber....

Moore sind, so lange sie austrocknen, Treiber der Klimakrise, denn wenn Torfmoose absterben, setzen sie CO2 frei. Nur, wenn sie mit Wasser vollgesogen sind und wieder wachsen, kehrt sich dieser Prozess um: Anstatt Kohlendioxid freizusetzen, binden sie es. Die bayerische Staatsregierung hat daher die Moorrenaturierung zu einem der wichtigsten Ziele ihrer Klimaschutzstrategie erklärt. 55.000 Hektar sollen wiedervernässt werden. Mit Hilfe von Fördergeldern. So schnell wie möglich.

Naturverbände müssen auf Genehmigungen warten

Mittwoch, 8. Februar 2023

Naturschutzpolitischer Sprecher der FDP auf Biber-Abwegen

Ob der naturschutzpolitischer Sprecher der Landtags-FDP wohl weiß, dass Biber gar keine Fische fressen, wenn er von dessen  Schaden für die Berufsfischerei spricht?
In Google ist ganz leicht zu finden:: "Der Biber ist ein reiner Vegetarier. Er frisst also keinerlei tierische Nahrung, auch wenn er in älteren Büchern noch als Fischfresser dargestellt wird."
Besonders gut informiert hat sich Hr. Hoher wohl nicht.

Schwäbische Zeitung  hier  Von Katja Korf

FDP sieht Fischbestände durch Kormorane und Biber bedroht - Naturschützer widersprechen 

Die Population von Bibern und Kormoranen hat in den vergangenen Jahren im Südwesten deutlich zugenommen. Das hat nun wohl auch Auswirkungen auf die Fischbestände in Flüssen und Seen . Zumindest behauptet das die FDP und will die Population von Bibern und Kormoranen begrenzen - notfalls auch mit der Aufnahme ins Jagdrecht. Naturschützer haben da etwas dagegen.

Update: Darum brauchen wir den Biber

Update: ein aktueller Anlass für das Update ist der Artikel in der Schwäbischen Zeitung  hier, in dem Klaus Hoher als "naturschutzpolitischer Sprecher der Landtags-FDP" den Abschuss der Biber fordert. 

links: ohne Biber hat es hier im Sommer immer sehr mau ausgesehen: Jedes Jahr war das ganze Bachbett trocken gefallen. Im letzten Sommer gab es hinter dem Biberdamm wenigstens noch ein kleines Rinnsal, da der Damm nicht vollständig dicht ist.

Biber findet man bei uns inzwischen ziemlich viele. Zumindest die Fraßspuren von Ihnen. Das stimmt.
Die Landwirte sind alles andere als begeistert, auch das ist wahr. Doch zurecht?

Einen Artikel aus dem letzten heißen Sommer, in dem die Dreisam in Freiburg streckenweise verschwand, ist für mich ziemlich aufschlussreich. Denn die Schweiz gibt eine gute und natürliche Lösung vor. hier
Und damit zurück zum Biber, der ähnliches schafft: der ist in der Lage, uns bei der Lösung einiger unserer akuten Probleme zu helfen. Erst kürzlich in Markdorf wurde das kommuniziert  hier. Grund genug genauer hinzusehen!

Quarks  hier  Aktualisiert: 10. April 2019

Er war fast ausgerottet, jetzt kehrt er zurück – und viele schimpfen auf den Biber.
Wir nicht, wir feiern ihn.