Leiter Nationale Biberfachstelle des Bundesamtes für Umwelt bei info fauna
Heute bin ich einem Biber-Bauwerk begegnet, das mich einmal mehr staunen lässt.
Die 3 Kreise Ravensburg, Sigmaringen und Bodenseekreis haben trotz lauter Proteste keinen zukunftsfähigen Regionalplan bekommen. Wo steht Deutschland, Baden-Württemberg und seine Kommunen aktuell beim Klimaschutz? Welche Möglichkeiten gibt es und wo gibt es Anregungen, die übernommen werden könnten?
Leiter Nationale Biberfachstelle des Bundesamtes für Umwelt bei info fauna
Heute bin ich einem Biber-Bauwerk begegnet, das mich einmal mehr staunen lässt.
Niels Werdenberg LinkedIn
Wir brauchen mehr Wasserbäuerinnen.
Wenn die Niederschläge dann wieder kommen, müssen wir sie in der Fläche bremsen, sie versickern lassen, Böden und Grundwasser sättigen, und erst den Überschuss, möglichst zeitverzögert dann in die Gewässer leiten. Hier ist v.a. die Landwirtschaft gefragt.
Biber schützen Europa vor Waldbränden und beleben verbrannte Landschaften
Biber legen überall in Europa Dämme an und schaffen so natürliche Feuerschneisen, die helfen könnten, verheerende Brände einzudämmen.
Es ist eine bezaubernde Geschichte, die sich natürlich extrem von der Geschichtserzählung der Landwirte unterscheidet, die die Biber lieber heute als morgen bejagen würden.
Und doch stellt sich angesichts vieler dokumentierter Positiv-Beispiele die Frage: überwiegt nicht der Nutzen dieser Tiere für die Gemeinschaft?
GEO hier von Franziska Türk 13. Mai 2026hier Von Alisa Pankau 25.03.2026Studie zeigt: Biber werden plötzlich zu unterschätzten Klimaschützern
Nochmals ein Apell, die Petition gegen die Biber-Verordnung mitzuzeichnen.
Hier der direkte Link auf die Petition mit den Begründungen
Die Informationen zum Stand sind nicht ganz klar - von "Quorum erreicht" bis "es fehlen noch einige Hundert" - also bitte beteiligen und/oder Freundes- und Bekanntenkreis aktivieren.
Die Lage ist eigentlich klar:
NUR EINE RÜCKNAHME der Verordnung, nach der Biber wieder abgeschossen werden können,
Das Biber-Management in Baden-Württemberg hat sich bewährt.
Gabriela Lindner, BUND
Veröffentlicht am 6.2.2026 - läuft noch 26 Tage hier
Petent: BUND Landesverband Baden-Württemberg und NABU-Landesverband Baden-Württemberg
Die Unterzeichnenden fordern die Landesregierung auf, die „Verordnung der Landesregierung zum Schutz vor Beeinträchtigungen durch den Biber (Biberverordnung – BiberVO“, veröffentlicht am 20.01.2026), zurückzuziehen!
hier Euronews 01/03/2025
"Ökosystem-Techniker": Wo Biber kostenlos Dämme bauenIch bin ein großer Biber-Fan, daher muss so einen süßen Text wiedergegeben werden. Wie nett und wie nützlich er doch ist! Doch halt - im Allgäu und generell in Bayern will man ihn abschießen. Da ist man immer gleich dabei. Gut dass es eine Zivilgesellschaft gibt!
RND hier Maximilian König 11.02.2025,
Sie bauen, wo Menschen versagen: Sind Biber die klügeren Ingenieure?
hier Watson Artikel von Annika Danielmeier 5.2.25
Biber übernehmen Umwelt-Projekt in Tschechien: 1,2 Millionen Euro Ersparnis
Wer einen Biber in freier Wildbahn beobachten möchte, sollte sich in der Dämmerung an Flüssen oder Seen umschauen, wenn die Nagetiere sich aus ihrem Biberbau herauswagen. Ein Hinweis, dass Biber in einem Gewässer unterwegs sind, kann ein Damm sein.
Ich kann die Radio-Reportage vom Bayrischen Rundfunk (Link ganz unten) nur jedem ans Herz legen - da geht einem im wahrsten Sinne des Wortes das Herz auf!
Auch bei uns werden die Biber geärgert, aber nicht mit der Kartoffelhacke. Die Biberdämme werden überwacht, und wenn eine bestimmte Höhenmarke überschritten wird, dann kommt der Bagger und räumt den oberen Aufbau weg. Der Biberdamm bleibt jedoch grundsätzlich stehen.
Diesen Artikel musste ich einfach mit aufnehmen, das Buch ist bereits bestellt! Ich bin total gespannt darauf....
Geo hier von Franziska Türk 01.10.2024,
Im Kampf gegen die Folgen des Klimawandels und des weltweiten Artensterbens gibt es einen Verbündeten, den bisher nur wenige Menschen auf dem Zettel haben: Der Biber. Jahrhundertelang haben wir ihn gejagt und bis auf wenige Exemplare fast ausgerottet. Erst in den letzten Jahrzehnten erholt sich der Bestand allmählich.
Dass wir den Baumfäller auf vier Pfoten aber nicht einfach nur schützen sollten, um ihn zu erhalten, sondern mit ihm kooperieren, das erklärt Riffreporter-Kollegin Katharina Jakob in dieser Folge des Riffreporter Podcast im Gespräch mit Marcus Anhäuser.
Sie hat über Monate Gemeinden in Deutschland und der Schweiz besucht, die auf die »Mitarbeit« des Bibers setzen, und so die Folgen des Klimawandels und des Artensterbens abmildern. Katharina hat mit Expert*innen, Befürwortern und Gegnern der Maßnahmen gesprochen und erklärt im Interview und in ihren Artikeln, welche Vorteile der Biber einer Region bringt, aber auch, mit welchen Problemen Gemeinden rechnen müssen, wenn sie sich mit dem Nagetier einlassen.
Die Wertschätzung der Biber als Renaturierungs-Helfer hat sich noch nicht herumgesprochen. Bei uns in der Region jedenfalls kämpft so mancher um eine Eindämmung durch Abschuss der Biber. hier
hier Watson 30.06.2024 Leonie Daumer
Der Biber ist zurück in NRW – und soll deshalb umso mehr geschützt werden.
Es war die Artenschutz-Sensation: Nachdem er eigentlich seit rund 100 Jahren als ausgerottet gilt, ist der Biber nun seit einigen Jahren zurück in den Gewässern Nordrhein-Westfalens. Während es laut dem Landesbetrieb "Wald und Holz" Nordrhein-Westfalen 2018 nur noch einige hundert Tiere im Bundesland gab, sollen es inzwischen bis zu 2000 sein.
Das Vorkommen von Bibern hat viele positive Auswirkungen auf die Umwelt: Die Tiere schaffen in ihrer Umgebung unterschiedlichste neue Lebensräume für andere Organismen, was wiederum die Artenvielfalt in der betreffenden Region deutlich erhöht. Auch auf die Wasserqualität und den Hochwasserschutz wirkt sich seine Bautätigkeit positiv aus.
Riffreporter hier vom Recherche-Kollektiv Countdown Earth: Katharina Jakob 17.4.24
Im Original noch viel schöner zu lesen, weil es viele Bilder dazu gibt!
Wie kann man mit ihm kooperieren?
07.04.2023 hier
Der Biber fühlt sich seit einiger Zeit auch im Bereich Moosholz bei Baitenhausen wohl. Anwohner Wilfried Rupp geht davon aus, dass eine ganze Familie dort lebt. Während eines Spaziergangs zeigt er, was die Tiere am Riedbach bereits geschaffen haben: Hauptdamm, Nebendämme und Biberburg. „Der Biber baut die Landschaft nach seinem Gusto um“, sagt Rupp. Vom Auto aus war ihm aufgefallen, dass die an den Bach angrenzende Ackerfläche teils geflutet war. Außerdem hatte er etliche angenagte Bäume entdeckt. Der Umweltschützer und frühere Ortschaftsrat sah sich um und identifizierte die Biberspuren.
„Ich habe beim Umweltamt angefragt, ob der Biber und seine Aktivitäten in diesem Teil des Moosholzes bekannt sind“, erzählt Rupp. „Sie waren es nicht und ich regte an, sich mit den vom Biber Betroffenen in Verbindung zu setzen und Abhilfe zu schaffen.“ Laut Rupp wurde durch eine Teilabsenkung des Hauptdammes erreicht, dass die Fläche nicht mehr unter Wasser stand. Diese wurde durch den Bauhof der Stadt Meersburg vorgenommen. Beim Rundgang erscheint das Feld daher nur noch stark durchnässt. Eine knappe Woche später ist wieder alles beim Alten. „Der Biber hat den Damm repariert und der Wasserstand auf der Ackerfläche entspricht dem Zustand vor Abtragung des Dammes“, schreibt Rupp.
Das Umweltschutzamt ist eine Behörde innerhalb des Landratsamts. Pressesprecher Lars Gäbler erklärt: „Aktuell ist geplant, den Biberdamm so zu reduzieren, dass die Biberburg als Lebensstätte nicht beeinträchtigt wird und gleichzeitig die landwirtschaftliche Fläche nicht dauerhaft überflutet ist.“ Ein Patentrezept gebe es nicht. „Jeder Biber reagiert unterschiedlich auf Veränderungen in seinem Revier. Darauf werden wir dann im Rahmen unserer Möglichkeiten reagieren.“ ...
Am 7. April ist internationaler Tag des Bibers. Zeit, den Nager zu ehren: Wo er tätig sein darf, entfaltet er segensreiche Wirkung. Wenn nur die Kommunikation stimmt.
Spitz zernagte Baumstümpfe ragen aus dem Unterholz, gefällte Stämme liegen kreuz und quer in der Landschaft, unter den Schuhen schmatzt das Wasser. Wer das Revier eines Bibers betritt, ist mitunter regelrecht geschockt. Hier geht es wüst zu, ganz anders als in einer von Menschenhand geformten Kulturlandschaft. Doch so robust der Biber auch zu Werke gehen mag, so wertvoll ist sein Beitrag: Er korrigiert unsere menschlichen Fehler.Wir haben unsere Häuser und Felder bis an die Flussufer herangebaut und sind Überflutungen hilflos ausgeliefert. Gleichzeitig stehen wir in Dürrezeiten ohne Wasser da, weil sich in unserer versiegelten Landschaft kein Tropfen mehr halten kann. Biber hingegen schaffen Auenlandschaften, wenn man sie lässt. Und die wiederum schützen Menschen. Wo anschwellende Flüsse nicht in Heizungskeller laufen, sondern in Wiesen, gibt es weniger Flutschäden. Biberdämme sorgen dafür, dass der Grundwasserspiegel auch in Trockenzeiten hoch bleibt – elementar wichtig in Zeiten der Klimaerwärmung mit immer häufigeren Dürreperioden.
Nachdem der "naturschutzpolitische Sprecher" der FDP (Klaus Hoher aus Salem) sich für den Abschuss der Biber einsetzt - zum Schutz der Fischer wohlgemerkt, aber offensichtlich in Unkenntnis darüber, dass Biber gar keine Fische fressen - ist das Thema Biber ziemlich wichtig geworden. hier
Der Biber mag Landwirte nerven, keine Frage, aber er ist für die Umwelt und den Wasserhaushalt ziemlich wichtig und daher unersetzbar in der heutigen Situation.
BR hier Sabine Frühbuss
Seit Jahrzehnten setzten sich Naturschützer dafür ein, dass das Fußberg- und das Palsweiser Moos in den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Dachau renaturiert und wieder vernässt werden. Doch dass hier in manchen Bereichen das Wasser steht, ist jemand anderem zu verdanken: einem Biber....
Moore sind, so lange sie austrocknen, Treiber der Klimakrise, denn wenn Torfmoose absterben, setzen sie CO2 frei. Nur, wenn sie mit Wasser vollgesogen sind und wieder wachsen, kehrt sich dieser Prozess um: Anstatt Kohlendioxid freizusetzen, binden sie es. Die bayerische Staatsregierung hat daher die Moorrenaturierung zu einem der wichtigsten Ziele ihrer Klimaschutzstrategie erklärt. 55.000 Hektar sollen wiedervernässt werden. Mit Hilfe von Fördergeldern. So schnell wie möglich.
Naturverbände müssen auf Genehmigungen warten
Ob der naturschutzpolitischer Sprecher der Landtags-FDP wohl weiß, dass Biber gar keine Fische fressen, wenn er von dessen Schaden für die Berufsfischerei spricht?
In Google ist ganz leicht zu finden:: "Der Biber ist ein reiner Vegetarier. Er frisst also keinerlei tierische Nahrung, auch wenn er in älteren Büchern noch als Fischfresser dargestellt wird."
Besonders gut informiert hat sich Hr. Hoher wohl nicht.
Schwäbische Zeitung hier Von Katja Korf
FDP sieht Fischbestände durch Kormorane und Biber bedroht - Naturschützer widersprechen
Die Population von Bibern und Kormoranen hat in den vergangenen Jahren im Südwesten deutlich zugenommen. Das hat nun wohl auch Auswirkungen auf die Fischbestände in Flüssen und Seen . Zumindest behauptet das die FDP und will die Population von Bibern und Kormoranen begrenzen - notfalls auch mit der Aufnahme ins Jagdrecht. Naturschützer haben da etwas dagegen.
Update: ein aktueller Anlass für das Update ist der Artikel in der Schwäbischen Zeitung hier, in dem Klaus Hoher als "naturschutzpolitischer Sprecher der Landtags-FDP" den Abschuss der Biber fordert.
Biber findet man bei uns inzwischen ziemlich viele. Zumindest die Fraßspuren von Ihnen. Das stimmt.
Die Landwirte sind alles andere als begeistert, auch das ist wahr. Doch zurecht?
Einen Artikel aus dem letzten heißen Sommer, in dem die Dreisam in Freiburg streckenweise verschwand, ist für mich ziemlich aufschlussreich. Denn die Schweiz gibt eine gute und natürliche Lösung vor. hier
Und damit zurück zum Biber, der ähnliches schafft: der ist in der Lage, uns bei der Lösung einiger unserer akuten Probleme zu helfen. Erst kürzlich in Markdorf wurde das kommuniziert hier. Grund genug genauer hinzusehen!
Quarks hier Aktualisiert: 10. April 2019