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Mittwoch, 18. Februar 2026

Lithium für Europa - Zerstörung für Barroso?

 Veranstaltungshinweis:


Am Freitag, 20.2. um 19:30 Uhr geht es im Portugiesischen Zentrum in der Morfstraße 18 in Wangen um Lithium. Samuel Bosch zeigt in seinem Vortrag "Lithium für Europa – Zerstörung für Barroso?" anschaulich und mit vielen kulturellen Einblicken das Leben der Menschen in den Bergen Portugals. 

Und wie die Bewohner Widerstand gegen die Zerstörung ihrer Allmende und für ihre von der UN als Weltkulturerbe ausgezeichnete Landwirtschaft leisten. Weitere Informationen finden Sie unter: barroso.siehe.website

Freitag, 2. August 2024

Donnerstag, 5. Oktober 2023

Wangens Bürgerstiftung zählt zu den zehn besten in Deutschland

 Schwäbische Zeitung hier  04.10.2023,

Für den guten Zweck: 

Der Neubau der Bürgerstiftung für alleinstehende Senioren am Wangener Klösterle schreitet voran. Bei der Spendengewinnung ist sie besonders erfolgreich. Außerdem erhielt sie mehrere Erbschaften. Wofür wird das Geld eingesetzt?

Donnerstag, 13. Juli 2023

Autofreie Wangener Altstadt: Die Testphase beginnt am 14. Juli

Schwäbische Zeitung  10.07.2023  Jan Peter Steppat

An vier Wochenenden hintereinander dürfen keine Autos hinein. Anschließend wird ausgewertet. Diese Straßen und Plätze sind betroffen.

An vier aufeinander folgenden Wochenenden im Juli und Anfang August findet in Wangen die Testphase zur Reduzierung des Fahrzeugverkehrs in der Altstadt statt. Beginn ist mit Freitag, 14. Juli bis Montagfrüh, 17. Juli 2023, dem Wochenende des Händlerflohmarkts und der Salsanacht der Leistungsgemeinschaft. Diese Versuchsphase geht zurück auf den Gemeinderatsbeschluss vom 20. März.


Mittwoch, 3. August 2022

Ökologische Aufwertung für Landesgartenschau 2024

Schwäbische Zeitung  hier  29.07.2022  Paulina Stumm

Argen bei Wangen bricht in neues Bett durch

Die Argen hat ein Stück Freiheit zurück: Unter den Augen zahlreicher Wangenerinnen und Wangener, die den Durchbruch in das neue Bachbett auf der Argenwiese beobachteten, hat ein Bagger dem Fluss am Freitagnachmittag den Weg frei gemacht.

Die Argen wird dadurch rund 80 Meter Richtung Hang umgeleitet, damit das Wasser sich dort in der Fläche seinen Weg suchen und sich ausbreiten kann. Ihr Weg führt das Gewässer nun auch unter der noch im Bau befindlichen neuen Brücke für den Donau-Bodensee-Radweg hindurch.

Vorbereitung auf die Landesgartenschau - Argen soll revitalisiert werden

Diese Umlenkung der Oberen Argen auf Höhe der Werksgärten des Erba-Areals ist ein Meilenstein des Gesamtprojekts Revitalisierung der Argen im Zusammenspiel mit den Vorbereitungen für die Landesgartenschau 2024. Das Gesamtprojekt kostet acht Millionen Euro, von denen das Land 5,5 Millionen übernimmt.

Die Arbeiten an der Argen dienen dazu, den Flusslauf wieder naturnäher zu gestalten, was, so betonten die Projektverantwortlichen, dem Natur- und dem Hochwasserschutz zugutekommt. Zum Argen-Durchbruch waren auch der Regierungspräsident des Regierungsbezirks Tübingen, Klaus Tappeser, Wangens Oberbürgermeister Michael Lang und der Geschäftsführer der Landesgartenschau GmbH Karl-Eugen Ebertshäuser ebenso vor Ort wie Planer und Vertreter der ausführenden Firmen.


Ein kleiner Film dazu auf regio TV  hier

Wangen profitiert mit 600.000 Ökopunkten, die bei anderen Baumaßnahmen in Anspruch genommen werden können.

Freitag, 10. Juni 2022

"Warum hat sich das Klima verändert?"

 Schwäbische Zeitung hier

Warum hat sich das Klima verändert? Was sind die Ursachen dafür und was für Auswirkungen erwarten uns in den kommenden Jahren? Zu diesen Fragen äußert sich der Wetter- und Klimaexperte Roland Roth von der Wetterwarte in Bad Schussenried.

Dabei wird deutlich: Auch in der Region wurden und werden die Folgen immer prägnanter spürbar.

1980 war das Jahr der „Wende“

1980 sei das Jahr der „Wende“ gewesen, erklärt Roth. Zuvor sei es in etwa vier bis fünf Grad Celsius kälter gewesen. Seit dieser Zeit steigen die Temperaturen stetig und für die Region Ravensburg bedeutet das konkret: zwei Grad mehr.

Er habe zudem feststellen können, dass die Mainlinie eine entscheidende Rolle spiele. Richtung Norden erwärme sich die Luft deutlich weniger, als im Rückstau der Alpen.

„Wir werden zunehmend Wetterextreme erleben“, sagte der Klimaspezialist. „Starkregen, Hagel, Stürme und mitunter auch knackige Frostperioden mit starkem Schneefall sind zu erwarten und selbst Tornados und Wasserhosen werden wir beobachten können“, führte er bei einer Vortragsveranstaltung der Wangener Volkshochschule im Rupert-Neß-Gymnasium weiter aus.

Die konkreten Folgen in der Region

Das zeigte sich in der Region in den vergangenen Monaten mehrfach: Im Sommer 2021 gab es bis dahin nicht gekannte Unwetterschäden, als zum Beispiel der Bach in Epplings sich in eine reißende Flut verwandelte, Keller unter Wasser setzte und sogar eine kleine Brücke mitriss. Anders der März dieses Jahres: Er war von ausgeprägter Trockenheit geprägt, sodass Land- und Forstwirtschaft bereits Alarm schlugen.

Auch die Wirtschaft werde verstärkt unter den materiellen und wirtschaftlichen Schäden zu leiden haben, so Roland Roth. Alleine im Jahr 2021 wurden diese auf rund zwölf Milliarden Euro beziffert. Die Jahrhundertflut im Ahrtal trug ihr übriges dazu bei.

Natürliche und menschengemachte Ursachen

Der Klimawandel sei, so Roth, eine Mischung aus natürlichen und von Menschen gemachten Ursachen. Eine veränderte Sonnenfleckenaktivität und intensive Vulkanausbrüche wirken sich auf die Temperaturen aus.

Allerdings seien die Folgen davon ein langwieriger Prozess, er sprach von einem Zeitraum von etwa 1000 Jahren. Die menschengemachten Faktoren lösen hingegen geradezu einen Zeitraffereffekt aus, argumentierte er und verwies erneut auf die Zeit seit 1980.

Insgesamt fünf „Stellschrauben“ könnten, so Roth, die Erderwärmung bremsen. Neben Ernährung, Landbewirtschaftung, Industrie und die Lebensweise eines jeden Einzelnen, ist für ihn der Faktor Verkehr und Mobilität entscheidend.

In seinen Statements sparte er nicht an Kritik an Politik und Wirtschaft. Oftmals würden Gelder ausgegeben für Zwecke, die für einen wirklich Klimawandel nicht sinnvoll seien....

Dienstag, 17. Mai 2022

Und plötzlich verdient ein an Kriegsverbrechen Beteiligter in der Region kräftig mit.

Die Kiesgrube Grenis steht schon lange in der Kritik der Aktivisten und der SPD, insbesondere Hr. Bindig (siehe hier). Der machte nämlich schon vor geraumer Zeit in der Bildschirmzeitung darauf aufmerksam, dass sich hinter dem regional bekannten Namen "Meichle und Mohr" nicht etwa ein mittelständischer Familienbetrieb, sondern ein weit verzweigtes Netzwerk verbirgt, das mit internationalen Firmen großer Reichweite verbandelt ist. Unter Anderem werden russische Oligarchen namentlich genannt, die hinter der betriebenen Asphaltmischanlage der "Deutschen Asphalt GmbH" und dem österreichischen "Strabag", einem der größten Baukonzerne Europas, stehen und kräftig verdienen. Auch Zypern und die britische Steueroase Jersey werden in diesem Zusammenhang genannt.
Hier wird also das große Geld gemacht, und das zuweilen ohne Rücksicht auf Umwelt und Menschen der Region, wie wir aus der Kiesdiskussion wissen.

Nun wird dieses Thema ganz akut durch eine Vergabe im Wangener Stadtrat


Schwäbische Zeitung hier Von Jan Peter Steppat

Soll Strabag weiter Aufträge erhalten dürfen?
Verbindungen zu russischem Oligarchen Deripaska - Zwickmühle für Politik und Verwaltung

Wer beim Vorbeigehen an Baustellen einen Blick auf die Schilder dort tätiger Unternehmen wirft, dem fällt auf, dass ein Name sehr häufig vorkommt: Strabag. Deutschlandweit, aber ebenso im Raum Allgäu/Bodensee/Oberschwaben und damit auch in Wangen. Doch soll einer der größten Baukonzerne Europas mit Sitz in Wien überhaupt noch Aufträge bekommen? Einige Politiker in der Stadt und im Landkreis Ravensburg sind der Meinung: nein. 

Denn über Umwege hält der russische Oligarch Boris Deripaska ein gutes Viertel an der Strabag SE. Inzwischen steht Deripaska, dem gute Verbindungen zum russischen Präsidenten Wladimir Putin nachgesagt werden, auf westlichen Sanktionslisten. Aber wäre die Forderung überhaupt rechtens, Strabag bei öffentlichen Vergaben von Bauaufträgen auszuschließen?

Der Reihe nach: Wenige Wochen nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine befasste sich der Wangener Gemeinderat zu späterer Stunde mit der Frage, welches Bauunternehmen das kleine Baugebiet Schwarzenbach-Nord in Neuravensburg erschließen soll. Das wirtschaftlichste Angebot hatte die gleichnamige Deutschland-Tochter von Strabag abgegeben, und deshalb empfahl die Stadtverwaltung den Zuschlag an das Unternehmen, das für die Erledigung von Aufträgen in der Region eine Dependance in Langenargen betreibt.

Tilman Schauwecker und eine Reihe weiterer GOL-Stadträte waren damit nicht einverstanden. Am Ende stimmten sieben von ihnen ebenso dagegen wie auch Gerhard Lang (SPD). Mit Alwin Burth und Hermann Seifried enthielten sich zudem zwei SPD-Vertreter.

.... Der Gemeinderat stand somit vor einer Gewissensfrage......
Von ethischen und moralischen Kriterien ist in den Paragrafen (der Vergabeverordnung) also keine Rede. Oder doch? Zumindest teilweise. Denn das Ministerium erklärt zum einen zwar, dass sich das wirtschaftlichste Angebot nach dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis bestimme. Zum anderen könnten dabei aber „auch qualitative, umweltbezogene oder soziale Aspekte berücksichtigt werden“. An diesem Punkt hakt Rudolf Bindig ein. Der SPD-Fraktionschef im Ravensburger Kreistag verweist auf das Tariftreuegesetz. Danach seien öffentliche Aufträge nicht nur an den wirtschaftlichsten oder günstigsten Bieter zu vergeben, er muss zugleich Löhne nach Tarif bezahlen. Für Bindig ist daher klar: „Damit wird eine soziale (moralische) Komponente bei der Vergabe berücksichtigt.“

Und er schlussfolgert: „Wenn dies schon bei tariftreuen Löhnen als Bedingung der Fall sein kann, müsste das doch eigentlich noch eher in Fällen der Fall sein können, wo es um die Frage von Unterstützung und Beteiligung an Kriegsverbrechen und Bruch des Völkerrechts (Angriffskrieg) geht.“ Im Klartext: Der frühere Bundestagsabgeordnete fordert von der öffentlichen Hand, Strabag aktuell keine Aufträge mehr zu erteilen.

Zwar räumt Bindig ein, für einen solchen Schritt fehle die konkrete gesetzliche Grundlage, sagt aber auch: „Man hat sich eine solche Situation bisher ja auch nicht vorstellen können. Wer wollte es der Stadt Wangen ankreiden, wenn sie in einer solchen Situation neben den reinen Wirtschaftsfaktoren auch moralische Grundsätze und Werte berücksichtigt?“

....„ Wer ist Nutznießer dieses Profits?“
Völlig klar ist, wen er mit diesen Worten meint: Strabag und damit Oleg Deripaska. Nach Beginn des russischen Kriegs gegen die Ukraine stand der lange Zeit nicht auf den westlichen Sanktionslisten, seit einigen Wochen aber schon. Nach Angaben der österreichischen Zeitung „Kurier“ profitiert er deshalb solange nicht mehr von den Strabag-Profiten wie der Krieg herrscht, erhalte sie anschließend aber nachgezahlt

Freitag, 24. Dezember 2021

Wie soll Wangen klimaneutral werden?

 Schwäbische Zeitung hier   Jan Peter Steppat

Diese Frage beschäftigt mehr und mehr die Stadtpolitik – zumal das Land klare Vorgaben macht: Bis 2040 soll es klimaneutral werden.

Dazu nimmt es Regionen, Kreise und Kommunen in die Pflicht, denn dafür sollen zwei Prozent der Landesfläche für Windkraft und Photovoltaik reserviert werden. Im Wangener Rat dreht sich die Diskussion derzeit vor allem um die städtische Nahwärme und den Bau eines weiteren Heizwerks. Zur Photovoltaik gab es ein klares Bekenntnis.

Sonntag, 12. Dezember 2021

Erste konkrete Auswirkungen der Baumbesetzungen - es ist so super!

 SWR aktuell hier

Auf einer Baustelle in Wangen im Allgäu entstehen in den kommenden Monaten zwei Häuser mit insgesamt 30 Wohnungen. Die Gebäude werden mit ressourcenschonendem Beton gebaut.

Die Bodenplatte und die ersten Kellerwände sind bereits betoniert. Der Wangener Bauunternehmer Gerald Fischbach, der rund 25 Menschen beschäftigt, gehört zu einer Gruppe von Wangener Unternehmern, die diese Wohnungen bauen. Er nutzt die Gelegenheit, auf seiner Baustelle (Kreis Ravensburg) erstmals ressourcenschonenden Beton einzusetzen. Er spare damit 1.500 Tonnen Kies und Sand, die sonst in einer Kiesgrube abgebaut werden müssten, sagt er. Stattdessen wird gewöhnliches, aber aufbereitetes Aushubmaterial verwendet.

Baufirma wird zum Vorreiter in der Region

Der Firmenchef übernehme damit eine Vorreiterrolle, heißt es beim Verband der Bauwirtschaft Baden-Württemberg mit Sitz in Stuttgart. Dem 43-Jährigen hatten Klimaaktivisten und Umweltschützer zu denken gegeben, die seit mehreren Monaten Bäume im Altdorfer Wald im Kreis Ravensburg besetzen. Sie kritisieren Pläne, im Altdorfer Wald Kies abzubauen.

"Ressourcenschonend ist momentan in aller Munde. Auch wir auf dem Bau können einen Beitrag leisten. Mir ist es wichtig, dass man das nach außen trägt. Dass man sagt: Jawohl es geht, das ist machbar, das ist lösbar."

Mittwoch, 13. Oktober 2021

Autofreie Innenstädte sorgen nicht nur in Wangen im Allgäu für Streit

Schwäbische Zeitung von Ulrich Mendelin mailto:u.mendelin@schwaebische.de  hier
Auszüge in blau

......Anlass für den Ärger des Metzgers ist ein verunglücktes Experiment der Stadt Wangen im Allgäu. Oberbürgermeister Michael Lang (parteilos) wollte den Autoverkehr für vier Wochenenden im Juli und August aus der historischen Altstadt verbannen, jeweils von Freitag, 11 Uhr bis Montag, 6 Uhr.
Mit dem Vorstoß ging er noch über einen Beschluss des Gemeinderates hinaus, der auf Betreiben der Grünen zustande gekommen war und der Sperrungen nur außerhalb der Ladenöffnungszeiten vorgesehen hatte. Ziel war es, den Einkaufsbummel in der Stadt attraktiver zu machen, und dem Einzelhandel nach den schwierigen Corona-Monaten einen Schub zu verleihen.
Der Schuss ging nach hinten los. Knapp 50 Händler unterzeichneten einen wütenden Brief an Lang. Sie seien „fassungslos und schockiert über völlig überflüssige Testwochenenden zur autofreien Altstadt“, schrieben Metzger Joos und die anderen Unterzeichner. Von einer „diktatorischen Maßnahme“ war die Rede, weil aus dem Rathaus vorab keinerlei Informationen gekommen waren........

In Ravensburg wurde der zentral gelegene Gespinstmarkt nach einer Sanierung zur autofreien Zone erklärt – die Folgen für den Altstadtverkehr sollen nach einiger Zeit evaluiert werden. Außerdem wird ein großer, zentrumsnah gelegener Parkplatz künftig kostenpflichtig.....

In Friedrichshafen stand der Gemeinderat vor der Frage, wie es mit der zentralen Friedrichstraße weitergehen soll, nachdem die Umgehungsstraße B31-neu jüngst freigegeben worden ist. Gesperrt wird die bisherige Hauptschlagader der Stadt zwischen Bahnhof und Uferpark zwar erst einmal nicht. Aber der Verkehr wird auf Tempo 20 gedrosselt. Ein Konzept, das ausdrücklich als Provisorium angelegt ist.

Aus Sicht von Anne Klein-Hitpaß, Leiterin des Forschungsbereichs Mobilität beim Deutschen Institut für Urbanistik in Berlin, überwiegen die positiven Folgen eines reduzierten Autoverkehrs in Innenstädten stark, sowohl für das Klima, für die Lebensqualität, aber auch für Handel und Gewerbe. Die Verkehrsforscherin berichtet von Befragungen, bei denen Einzelhändler die Zahl ihrer Kunden, die mit dem Auto kommen, „stark überschätzt“ hätten. „Wo die Aufenthaltsqualität steigt, wird auch mehr eingekauft“, sagt Klein-Hitpaß.

In Baden-Württemberg ist das Zurückdrängen des Individualverkehrs in den Innenstädten ausdrücklich ein politisches Ziel, festgehalten im grün-schwarzen Koalitionsvertrag. Ein eigenes Förderprogramm des Landes gebe es dafür zwar nicht, sagt Verkehrs-Staatssekretärin Elke Zimmer (Grüne), wohl aber vielfältige Angebote.
„Dazu gehört Unterstützung zum Umbau von Straßen, zum Rückbau von Parkplätzen, zur Errichtung von Radabstellanlagen und zur ÖPNV-Förderung. Instrumente wie der Mobilitätspass und höhere Parkgebühren können Anreize setzen, um das Auto stehen zu lassen und stattdessen andere Mobilitätsformen zu nutzen. Über Car-Sharing wird das Zweit- oder Drittauto unnötig – oftmals sogar der Autobesitz insgesamt.“.....

Alle, Autofahrer genauso wie Fußgänger, sollen ihren Platz in engen Altstadtgassen haben – diesen Ansatz hält Matthias Lieb für völlig verfehlt. „Das Auto muss langsam aus der Stadt verdrängt werden“, fordert der baden-württembergische Landesvorsitzende des ökologisch orientierten Verkehrsclubs Deutschland (VCD). „Wir hatten 50 bis 60 Jahre autozentrische Verkehrsplanung“, sagt Lieb. „Das kann ich nur ändern, indem ich das dominierende Verkehrsmittel einschränke.“ Leider fehle es bei der Umsetzung in den Kommunen „oftmals an der notwendigen Stringenz.“

...Unerschwinglich ist das Parken in Sigmaringen nicht: Die erste halbe Stunde ist frei, ein ganzer Tag kostet zwei Euro. Nur eben nicht direkt vor den Geschäften, sondern im Parkhaus. Das ist von der Fußgängerzone in etwa zwei Minuten zu Fuß zu erreichen. Für SPD-Gemeinderätin Tyrs sind es „absurde Diskussionen“, die sich da abspielen: „Einzelne Händler denken, sie müssen dann ihren Laden dichtmachen.“ 

.......Im kommenden Jahr werden Straßensperrungen und Fahrverbote in vielen Kommunalparlamenten wieder auf der Tagesordnung stehen: In Wangen, in Sigmaringen – und auch in Berlin.....

Mittwoch, 30. Juni 2021

Fahrraddemo auf der A96 und in Wangen abgesagt

aus der Schwäbischen Zeitung

Veranstalter macht Rückzieher wegen anderer Kundgebungen - Jetzt hat er den 18. Juli im Visier

Die Klimaaktivisten veranstalten am kommenden Sonntag nun doch keine Fahrraddemonstration in Wangen - weder auf der A96, noch auf der von der Stadt vorgeschlagenen Alternativroute.
Initiator Samuel Bosch aus Schlier hat dies der Stadt am Dienstagabend mitgeteilt, so die städtische Verwaltungsdezernentin Astrid Exo. Bosch bestätigt dies, verweist als Grund auf zahlreiche andere Kundgebungen am Wochenende - und kündigte einen Ausweichtermin an.

Der in der Region bekannte Kopf der Klimaaktivisten bezeichnete als Grund für den Rückzieher mehrere andere am kommenden Wochenende anstehende Demonstrationen, etwa am Samstag eine große Veranstaltung in Ravensburg gegen den kürzlich verabschiedeten neuen Regionalplan.


Mittwoch, 23. Juni 2021

"Klimaaktivisten planen Autobahndemo"

Schwäbische Zeitung  hier

Was die Stadt Wangen zu den Protesten sagt - Wie die GOL-Fraktion Position bezieht

Foto: Blechschmidt

Die quasi „Last-Minute“-Entscheidung des Verwaltungsgerichts war am Sonntag wohl die Ursache dafür, warum nur etwa 40 statt der angemeldeten 300 bis 600 Teilnehmer bei der Demo dabei waren. Auch aus diesem Grund wollen die Klimaaktivisten die Kundgebung wiederholen. .... Erneut soll der Protestzug über die Autobahn führen, und wieder an einem Sonntag. Anvisiert wird als Datum laut Bosch der „übernächste Sonntag“, das wäre der 4. Juli. Es stünde zwar noch ein Kooperationsgespräch mit Stadt und Polizei aus, doch sollte es erneut zu einem Verbot durch die Kommune kommen, kündigt der 18-Jährige an, erneut den Rechtsweg über das Gericht bestreiten zu wollen. Und wie würde die Verwaltung bei einer neuerlichen Anmeldung einer A 96-Raddemo reagieren? „Da ist noch keine Entscheidung gefallen“, so Astrid Exo. „Wir schauen uns erst noch einmal genau an, wie es am Sonntag gelaufen ist, und sprechen dann mit den Beteiligten.“

Derweil hat sich nach Christian Natterer (CDU) nun mit der GOL-Fraktion ein weiterer Vertreter der Wangener Kommunalpolitik zum Thema gemeldet. Die Grün-Offene-Liste stehe „vollumfänglich hinter dem Demonstrationsrecht“, heißt es in dem Schreiben. Dies gelte auch „für einen zum Erreichen von entsprechender medialer Aufmerksamkeit geeigneten Ort wie die A 96“. In der Sache unterstütze man das „Anliegen der Klimaaktivist*innen, welche sich gegen den in dieser Woche zu beschließenden neuen Regionalplan richten“: „Wir sehen die Eile und den Druck, mit denen die für die nächsten beiden Jahrzehnte vorgegebenen Entwicklungsleitlinien in unserer Region endgültig gemacht werden sollen, sehr kritisch, Leitlinien, die ganz entscheidend auf wissenschaftlich umstrittenen Wachstumsprognosen beruhen.“

Nicht folgen kann die GOL jedoch der Aussage von Samuel Bosch, „in Wangen gebe es nur einen schlecht angefahrenen Bahnhof und auch die Busverbindungen seien nicht gut“. Fraktionssprecher Tilman Schauwecker verweist hier auf das von den Grünen mit beschlossene Nahverkehrskonzept des Landkreises mit einer „ganz erheblichen Aufwertung des ÖPNV in Wangen“. Konkret: eine „verbesserte Anbindung“ mit der elektrifizierten Allgäubahn ab Dezember, die geplante Regiobusstrecke Ravensburg - Wangen - Isny und das neue Stadtbuskonzept mit Halbstundentakt, das im Rat am Montag beschlossen werden soll.

Anmerkung: in einem anderen Artikel war folgendes zur CDU-Meinung zu lesen:

Als „absolut den falschen Ort“ für Demonstrationen bezeichnet Christian Natterer Autobahnen und damit auch die A96. Vor diesem Hintergrund könne er den Beschluss des Verwaltungsgerichts Sigmaringen „in keinster Weise nachvollziehen“.

Der CDU-Kreis- und Stadtverbandsvorsitzende meldete sich am Montagnachmittag bei der „Schwäbischen Zeitung“ und erklärte in diesem Zuge, an die Klimaaktivisten gewandt, auch: Sie hätten mit der Aktion dem Klima- und dem Lärmschutz einen „Bärendienst“ erwiesen. Durch die Autobahnsperrung seien deutlich mehr Abgase entstanden als bei fließendem Verkehr. Zudem hätten Anwohner der Ausweichrouten, etwa an der B32, aber auch in Wangener Wohngebieten, zusätzlichen Lärm ertragen müssen.

Der Bundestagsabgeordnete ergänzte: „Natürlich wollen wir alle klimafreundliche Mobilität.“ Aber auch Autos mit dafür ausgelegten Antriebsarten bräuchten ausgebaute Straßen

Kommentar eines Klimaaktivisten: 

 "Natürlich wollen wir alle klimafreundliche Mobilität" , nur scheint dafür demonstrieren nur akzeptabel wenn es am besten niemand mitbekommen muss ....



Dienstag, 22. Juni 2021

Ein Leserbrief an uns!

Liebe Leser/innen des "Ländle4Future",

 zu dem von euch abgedruckten und von der "Schwäbischen" zu verantworteten Artikel "Gericht lässt Klimaaktivisten abblitzen" möchte ich das Folgende bemerken. --- 

Führen die Ravensburger Klimaaktivist/innen (Aktivi) eine Versammlung durch ohne sie vorher beim Ordnungsamt Ravensburg angemeldet zu haben, sind sie die rücksichtslosen, gesetzlosen und kriminellen Berufsdemonstranten, die ganze Hundertschaften von Polizisten auf den Plan rufen.
Melden sie aber - wie in dem aktuellen Fall - eine solche an um dieser Abstempelung zu entgehen -  wird sie schlichtweg untersagt. Wer geglaubt hatte, der neue Leiter des Ordnungsamt würde tun, was er bei Amtsübernahme am 1. April (!) 2021 versprochen hat (Ausgewogenheit und Balance) sieht sich gehörige getäuscht. So auch hier: "Schließlich haben auch andere Bürger Rechte, und wir versuchen, ausgewogen für die Gesamtgesellschaft zu entscheiden“. So wird er von der "Schwäbischen" kommentarlos und gläubig zitiert. "Rechte anderer"? "Ausgewogen"? "Gesamtgesellschaft." In Sachen "Klimastreit in Ravensburg seit dem 12. Dezember 2020" gelten in Ravensburg doch nur die Rechte "der anderen", wobei diese "anderen" eine schwammige, relative und unbekannte Größe ist. 

Die Größe aber der "Climate-Community" in und um Ravensburg ist bekannt; sie ist klar kantig, mit deutlichem Profil und Engagement und sie ist größer, als es den "Majoristen" lieb ist. Allein beim "Ländle 4 Future" sind über 40 Umwelt-Institutionen organisiert und schätzungsweise fünfzig Prozent der Ravensburger noch wachen Bürger/innen, sind auf der Seite der Klimaaktivist/innen. Die Rechte der Aktivi werden beschnitten wo es geht, sie werden in Frage gestellt, wo es geht, und last but not least werden sie ins "Unrecht" verdreht. Es werden ihnen Alternativen angeboten, die aber vom  Zielgedanken der Aktivi ablenken. 

Anmerkung: Ich habe  aufgrund der Länge des Briefes  nur die Anfangsabschnitte veröffentlicht, hier  kann man gerne den ganzen Brief lesen


Mit umweltfreundlichen Grüßen,

Stefan Weinert

Montag, 21. Juni 2021

Klimaaktivisten demonstrieren auf der A96: Lange Staus sind die Folge

SCHWÄBISCHE ZEITUNG von JAN PETER STEPPAT, Auszüge in blau hier

Die Demonstrationen und Aktionen der Klimaaktivisten haben Wangen und die Autobahn 96 erreicht. Am Sonntag gab es eine Fahrraddemo, die im Wangener Stadtgebiet startete und unter anderem auf der Autobahn 96 von der Anschlussstelle Wangen-Nord nach Wangen-West unterwegs war.

Dies berichtet die Polizei am Montagmorgen. Es gab lange Staus und erhebliche Behinderungen des Verkehrs.

Die vorgesehene Aufzugsstrecke über das Teilstück der Autobahn war zunächst von der Stadt Wangen als zuständiger Versammlungsbehörde verboten worden. Das zuständige Verwaltungsgericht Sigmaringen hatte dieses Verbot allerdings in einem Eilverfahren das Verbot aufgehoben und dem Antrag des Versammlungsleiters stattgegeben, heißt es seitens der Polizei weiter.

Um die Sicherheit der rund 40 Demonstrationsteilnehmer zu gewährleisten, habe die Autobahn um kurz vor 13 Uhr für etwa eine Stunde in beide Fahrtrichtungen komplett gesperrt werden müssen.


Schade,  dass die Anliegen der Demonstranten Hr. Steppat so wenig interessieren!

Klimacamperinnen machen mit Fahrraddemo über die A96 auf fehlende Verkehrsplanung im Regionalplanentwurf aufmerksam

Pressemitteilung des Ravensburger Klimacamps am 20.6.2021

Am heutigen Sonntag (20.6.2021) radelten Klimagerechtigkeitsaktivist*innen um kurz nach 12:00 Uhr über einen Teil der Autobahn A96.

Zuvor hatte die Stadt die Demonstration untersagt, das Verwaltungsgericht Sigmaringen befand das Verbot allerdings für rechtswidrig. 

In Bodensee-Oberschwaben verläuft nur eine einzige Autobahn, die A96.

Samuel Bosch (18): "Deswegen wäre es nicht zu viel erwartet gewesen, wenn der Regionalplanentwurf zumindest für die A96 eine kluge Umgestaltung im Sinne einer Mobilitätswende vorsehen würde. Stattdessen finden sich dort Waldrodungen für das größte Straßenneubauprojekt der letzten Jahrzehnte. Unsere Steuermittel sollen für Straßen ausgegeben werden, die in 10 Jahren niemand mehr braucht. Wir stellen uns gegen diesen Klimahöllenplan!"

 Die Stadt Wangen hatte, offenbar in Unkenntnis der zahlreichen Fahrraddemonstrationen auf Autobahnen in den letzten Wochen und Monaten, argumentiert, dass Autobahnen grundsätzlich nicht für Demonstrationen zur Verfügung stünden und dass trotz des kurzen Abschnitts eine mehrstündige Sperrung der Autobahn nötig sei. Dem war nicht so.

 


FOTOS ZUR FREIEN VERWENDUNG

https://www.speicherleck.de/iblech/stuff/.a96

(inkl. Gerichtsurteil, siehe insbesondere Seite 6)

 

KONTAKT

Ingo Blechschmidt (+49 176 95110311)











Freitag, 18. Juni 2021

Die nächste Fahrraddemo steht an!

Dieses Mal in Wangen

Genaue Daten:



Sehr wichtig : Bitte denkt daran viel Wasser mitzunehmen, es sollen über 30 Grad werden am Sonntag!
Auch Sonnenschutz ist vermutlich eine gute Idee

Zusatzinfo
Eigentlich haben wir eine Strecke über die A96 angemeldet, das wurde uns von dem zuständigen Behörden leider nicht genehmigt.
Wir gehen gerade mit einer Eilklage gegen diese Entscheidung vor und hoffen sehr das wir dann doch auf der A96 fahren können.

Die Demo findet aber unabhängig von dieser Entscheidung statt, da wir eine Erstatzroute haben