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Montag, 20. Oktober 2025

Stillstand entsteht nicht, weil Fortschritt unmöglich wäre, sondern weil er nicht zugelassen wird

Fururezone hier  von Philipp Rall  20.10.2025 

Deutschlands teuerster Fehler? Nobelpreis-Trio fordert Zerstörung des Status quo – mit Folgen für Haushalte

Lange Zeit galt Erdgas als Grundpfeiler des deutschen Wohlstands. Doch nun stellen drei Nobelpreisträger infrage, ob dieses Erfolgsmodell überhaupt noch eine Zukunft hat.

Als die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften den Wirtschaftsnobelpreis 2025 verkündete, wirkte die Meldung auf den ersten Blick abstrakt: Drei Forscher werden für ihre Arbeiten zu Innovation und Wachstum geehrt. Doch hinter dieser Entscheidung steckt ein klarer Fahrplan – einer, der Deutschlands Energiezukunft unmittelbar berührt und Auswirkungen auf jeden Haushalt hat, der noch mit Erdgas heizt.

Erdgas am Wendepunkt: Vom Sicherheitsanker zum Risiko
Philippe Aghion und Peter Howitt haben das Prinzip der „schöpferischen Zerstörung“ in den 1990er-Jahren weiterentwickelt, das ursprünglich von Joseph Schumpeter stammt. Joel Mokyr lieferte den historischen Beweis: 

Gesellschaften wachsen nur dann, wenn sie veraltete Technologien durch neue ersetzen –
und verstehen, warum Innovation funktioniert,
nicht nur dass sie funktioniert.

Sonntag, 19. Oktober 2025

Stadtwerke setzen auf Wärmepumpen und Fernwärme

Amy Walker LinkedIn

Interessante Umfrage des VKU - Verband kommunaler Unternehmen e.V., die zeigt: die Stadtwerke sind größtenteils (91%) pünktlich mit ihren Wärmeplänen fertig. 

Das sind gute Nachrichten für Hausbesitzer, die für eine Entscheidung für ihre persönliche #Wärmewende darauf warten. 

Montag, 9. Dezember 2024

"Die Anfänge des Heizungsgesetzes waren kommunikativ schlecht, aber inzwischen hat sich viel getan, und wir sind längst in der Phase der Wärmeplanung"

hier  Zeit   6. Dezember 2024   Quelle: ZEIT ONLINE, AFP, rl

Heizungsgesetz: Städtetag und Handwerk warnen vor Kehrtwende bei Heizungsgesetz

Unionskanzlerkandidat Merz hatte angekündigt, das umstrittene Heizungsgesetz "zu korrigieren". Die Bauindustrie begrüßt das, der Städtetag fordert Planungssicherheit.

Sonntag, 1. Dezember 2024

Vorbild Memmingen: Bürger werden aktiv einbezogen

hier

Stadt Memmingen startet Umfrage zur klimaneutralen Wärmeversorgung

Eine kommunale Umfrage soll die Meinung der Bürgerinnen und Bürger Memmingens zur Wärmeversorgung der Zukunft erfassen. Die Stadt erhofft sich eine große Beteiligung.

Sonntag, 28. Juli 2024

Solardorf Bracht: Wie ein Dorf in die Zukunft springt

hier Von Susanne Mayer   Veröffentlicht bereits am 13.12.23

Energiewende in Eigenregie

Solardorf Bracht: Wie ein Dorf in die Zukunft springt

Der Rauschenberger Ortsteil Bracht will schon bald Hessens erstes Solardorf sein. Mit einem besonderen Wärmespeicherprojekt meistern die Einwohner die Energiewende in Eigenregie - und hängen andere Städte und Gemeinden in Sachen Klimaschutz ab.

Donnerstag, 11. Juli 2024

Unsicherheiten in der Heizungsbranche wegen Heizungsgesetz

Frankfurter Rundschau  hier  10.07.2024  Von: Amy Walker

 „Die Wärmepumpe ist alternativlos“ – Auch die CDU wird das Heizungsgesetz nicht abschaffen

Der Deutschland-Chef des Heizungs-Giganten Vaillant spricht im Interview über die Folgen des Heizungsgesetzes – und warum die Wärmepumpe langfristig die Masse begeistern wird.

Montag, 13. Mai 2024

BUND: „50 Prozent unseres Energiebedarfs gehen fürs Heizen drauf“

 

Pressemitteilung

BUND-Interviewreihe Kommunalwahl: Wärmeplanung in BW

Am 9. Juni 2024 ist Kommunalwahl. Sie ist entscheidend für den Umwelt- und Naturschutz. Die gewählten Vertreter*innen können in den kommenden fünf Jahren viele Weichen stellen – etwa bei der kommunalen Wärmeplanung
:
In Wärmeplänen schlüsseln die größeren Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg auf, wie sie in Zukunft klimaneutral heizen wollen. Fritz Mielert, Energiereferent beim BUND BW, hat die Pläne gesichtet. Ein Gespräch übers Heizen der Zukunft und dessen Bedeutung für die Kommunalwahl:

Freitag, 15. Dezember 2023

Bundesrat billigt Wärmeplanungsgesetz der Bundesregierung

hier  Artikel von AFP  • 15.12.23

Der Bundesrat hat das Wärmeplanungsgesetz der Bundesregierung gebilligt, wonach Kommunen Wärmepläne für klimafreundliches Heizen vorlegen müssen. Es ist eine Grundlage des Heizungsgesetzes. Beide Gesetze sollen am 1. Januar 2024 in Kraft treten.

Sonntag, 3. Dezember 2023

Wärmewende in Dänemark: Heizen lernen von den Dänen

Frankfurter Allgemeine Zeitung  hier  Geschichte von Hendrik Kafsack • 2.12.23

Wer in Kopenhagen Ski läuft, fährt zum Müllheizkraftwerk. Seit dem Jahr 2017 können Skibegeisterte hier auf 450 Meter Kunstmatten den „Amager Bakke“ herabfahren. Darunter werden bei 1000 Grad 560.000 Tonnen Müll im Jahr verbrannt. Bis zur Innenstadt sind es zwölf Minuten mit dem Rad, 200 Meter entfernt erhebt sich ein Apartmentblock, die Luftwerte am Schornstein sind besser als auf dem Parkplatz unten.

„Ideale Wohnlage“, sagt der Chef des Müllheizwerks, Jacob Hartvig Simonsen. Vor allem aber ideale Lage, um die Stadt neben Strom mit Abwärme zu versorgen. Ein Fünftel der Haushaltswärme kommt im Winter von hier, im Sommer sind es 100 Prozent – 160 Kilometer Fernwärmenetz machen es möglich. 99 Prozent der Haushalte sind in Kopenhagen angebunden. Eigene Wärmepumpen braucht hier niemand.

Als Deutschland über das Heizungsgesetz stritt, wunderten die Dänen sich. Als sei die Wärmewende nur mit dem Zwangstausch von Öl- und Gasheizungen gegen eine Haus-Wärmepumpe zu erreichen. Zwei Drittel der Haushalte werden in Dänemark per Rohrsystem mit Wärme versorgt: 1,8 Millionen Haushalte, in 400 Netzwerken in 98 Kommunen.

Donnerstag, 9. November 2023

Umweltverbände: Wärmegesetz verliert Anspruch an Klimaschutz

hier  06.11.2023 

Das Heizungsgesetz ist beschlossen, bald will die Bundesregierung auch ein Wärmeplanungsgesetz auf den Weg bringen. Nach Änderungen am Entwurf haben Umweltverbände zahlreiche Bedenken.

Mehrere deutsche Umweltverbände haben den aktuellen Entwurf zum Wärmeplanungsgesetz der Bundesregierung kritisiert. Durch mehrere Änderungen im Vergleich zum ersten Entwurf habe der aktuelle „den Anspruch an Klimaschutz verloren“, teilten die Verbände in einem gemeinsamen Papier mit.

Freitag, 6. Oktober 2023

Energiesysteme im Wandel - Bioenergieregion Bodensee

 "Energiesysteme im Wandel - Chancen für die Region" 


Im September fand auf der Mainau erneut die jährliche Fachtagung statt. Hier werden Ansätze und Projekte vorgestellt, die auch für andere Gemeinden interessant sein können.

Die Präsentationen von 2022 und 2023 sind abrufbar hier

2022 drehte sich ein ganzer Block um das Thema Holz, 2023 war eher die Wärmepumpe das Thema.
Es gab  auch viele praktische Darstellungen von Kommunen, die die Energie- und Wärmewende ernst nehmen und als Vorbilder dienen können.

Dieses Jahr machte Maike Sippel von der Uni Konstanz den Anfang hier mit 
"12 Gedanken um die Welt zu verändern".
Ein sehr erhellender Vortrag. Sie spricht auch am 6.11.23 in der Stadthalle Markdorf auf einer gemeinsamen Veranstaltung von Klimaplan Markdorf und der Stadt. 


Donnerstag, 28. September 2023

Blick nach Dänemark: „Wir machen einfach“

Focus hier 13.06.2023

Deutsche Riesen-Wärmepumpe versorgt 100.000 Menschen - aber in Dänemark

Während Deutschland über die Wärmewende debattiert, sind andere Länder schon weiter. In der dänischen Stadt Esbjerg soll eine Großwärmepumpe jetzt 100.000 Haushalte versorgen - aus deutscher Produktion. Die Diskussionen in der Bundesrepublik sorgen in Dänemark für Verwunderung.

Samstag, 26. August 2023

Vorreiter MEERSBURG: Wärmenetz wird Wirklichkeit

hier im Südkurier 24.08.2023

Die Stadt Meersburg und das Stadtwerk am See sind gleichberechtigte Partner einer zu gründenden Seewärme Meersburg GmbH. Etwa 8,41 Millionen Euro an Investitionskosten fallen für die neue Gesellschaft an – Fördermittel bereits eingeschlossen. Ziel ist es, sukzessive öffentliche Gebäude, Unternehmen und rund 150 Wohnhäuser am Bodenseeufer und in der seenahen Kernstadt anzuschließen. Fest eingeplant ist auch die Therme.

Mittwoch, 21. Juni 2023

Südwesten liegt bei Wärmeplänen vorn

19.06.2023  hier  Südkurier

Max Peters überlegt lange und findet dann eine unpolitische Antwort auf die Frage, ob er es gut finde, dass auf Bundesebene das Gebäudeenergiegesetz (GEG) nun an die kommunalen Wärmepläne gekoppelt werde. Als Berater des baden-württembergischen Umweltministeriums darf sich der bei der Landesenergieagentur KEA-BW für die Wärmewende zuständige Mann nur fachlich äußern. „Für den Klimaschutz“, sagt Peters also, „ist es gut, wenn Wärmepläne so schnell wie möglich umgesetzt werden.“ Das spare viele Tonnen Treibhausgase ein.

Peters kennt natürlich die aufgeheizten politischen Debatten, die auch nach der Einigung der Ampel-Koalition zum Einbau klimafreundlicher Heizungen weitergehen. Der Kompromiss sieht vor, dass in Deutschland eine verpflichtende kommunale Wärmeplanung eingeführt wird, die der zentrale Bezugspunkt für verbindliche Maßnahmen im Gebäudebestand sein wird. Bis spätestens 2028 sollen diese vorliegen. Solange keine kommunale Wärmeplanung vorliegt, gelten beim Heizungstausch die Regelungen des GEG noch nicht.

Und damit nach Baden-Württemberg: Die grün-schwarze Landesregierung war das erste Bundesland, das eine verpflichtende Wärmeplanung in ihrem Klimaschutzgesetz 2021 vorgeschrieben hat.

Samstag, 17. Juni 2023

Die Streber im Südwesten

TAZ  hier VON BERNWARD JANZING  17.6.23

Während die Bundesregierung zur kommunalen Wärmeplanung aufruft, haben zahlreiche Städte in Baden-Württemberg das längst erledigt. Und zeigen, was kluge Konzepte ausmacht

Es war ein schwieriger Kompromiss: Nach langen Diskussionen hat die Bundesregierung ihr Gebäudeenergiegesetz (GEG), das ursprünglich schon im kommenden Jahr den Einbau reiner Öl- und Erdgasheizungen verbieten sollte, entschärft. Jetzt soll die Regelung erst dort greifen, wo es kommunale Wärmepläne gibt.

Während die Bundesregierung für deren Ausarbeitung eine Frist bis 2028 setzen will, haben in Baden-Württemberg viele Kommunen ihre Wärmepläne schon fast oder sogar komplett fertiggestellt.