Die 3 Kreise Ravensburg, Sigmaringen und Bodenseekreis haben trotz lauter Proteste keinen zukunftsfähigen Regionalplan bekommen. Wo steht Deutschland, Baden-Württemberg und seine Kommunen aktuell beim Klimaschutz? Welche Möglichkeiten gibt es und wo gibt es Anregungen, die übernommen werden könnten?
Mittwoch, 15. Juni 2022
Montag, 9. Mai 2022
Permakultur: er bringt immer zuerst den Wasserkreislauf in Ordnung, damit sieht er bereits 70 % aller Arbeit als getan an.
PERMAKULTUR in WOZ hier Von Florianne Koechlin
Was heißt Permakultur? Sepp Holzer hat es auf die Spitze getrieben und das ist herzerfrischend. Wenn es nur mehr davon gäbe!
Kiwis in den Alpen
Ein österreichischer Bauer stellt Gewissheiten der konventionellen Landwirtschaft auf den Kopf. Sein Rezept: Die Natur arbeiten lassen statt selber malochen.
Der Krameterhof liegt im Tauerngebirge. Kaum zu glauben: Hier oben, auf 1300 Metern über Meer, bei 4,2 Grad Jahresdurchschnittstemperatur und mit Frostnächten bis minus 20 Grad, blühen Kiwi- und Zitronenbäume. Die Edelkastanien stehen sieben, acht Meter hoch. «Natürlich ist das Spielerei, Experimentierfreude: Sie dürfen sich nicht eine Zitronenplantage vorstellen da oben», sagt der Bauer des Krameterhofs, Sepp Holzer. «Doch hier wachsen massenhaft Gurken, Zucchini, Kürbisse und natürlich viel Obst. Wir haben tausende von Obstbäumen: Äpfel, Kirschen, Aprikosen, Pfirsiche - das ist ein essbarer Wald von dort bis drüben.» Der Biobauer aus Österreich ist inzwischen weit herum bekannt für seine ausgeklügelte Bewirtschaftungsart. Sein Erfolgsrezept: die Vielfalt nutzen, die Natur genau beobachten - und sie arbeiten lassen, statt selber zu arbeiten.
Montag, 21. Juni 2021
Kurznachricht aus dem Südkurier hier
Hier wachsen nun exotische Gehölze
Deggenhausertal (wdg) „Streuobstwiesenbiotop am Südwesthang“ heißt das Projekt, in dessen Rahmen auf dem Haslachhof bei Roggenbeuren oberhalb in Richtung Waldrand rund 650 Bäume und Sträucher neu gepflanzt wurden. Als Agroforststruktur wird dort eine Art Waldgarten entstehen mit Bäumen, Hochstämmen, Hecken sowie Untersaat in Form von Wildkräutern, Salaten und Blühstreifen.
Fachlich unterstützt wurde die Pflanzaktion von den Permakulturgestaltern Volker Kranz aus Norddeutschland und Ronny Müller aus Freiburg. „Ich hatte gehört, dass die Postcode-Lotterie gemeinnützige Organisationen und Umweltaktivitäten fördert und einen entsprechenden Antrag gestellt“, erzählt Permakulturdesignerin Katharina Philipp vom Haslachhof. Die Zusammenarbeit sei unkompliziert gewesen. Man habe eine Förderung in Höhe von 28 000 Euro in Aussicht gestellt bekommen; bei einem Eigenanteil von 10 Prozent. So habe man 34 000 Euro investieren können. Bei dem Projekt gehe es darum, Lebensraum für Mensch und Tier zu generieren, Lebensmittel für Mensch und Futter für Tiere zu erzeugen, Biotope und Nischen zu schaffen. Gewissermaßen als Versuch wurden auch eher exotische Bäume und Klimagehölze gepflanzt, die dürreresistent und winterhart sind. In Zeiten des Klimawandels könnten diese sich besser entwickeln als einheimische Pflanzen, so die Hoffnung. Dazu zählen unter anderem die Pawpaw genannte Indianerbanane, Ölweiden, Kakipflaume und Pekannussbäume.
Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass anhaltende Trockenheit der Natur sehr schadet. Deshalb soll ein Pflanzstreifen, unterstützt durch einen minimalen Graben, den Abfluss von Oberflächenwasser verhindern und dieses im Boden speichern, um die Pflanzen in Trockenzeiten zu versorgen.
