PERMAKULTUR in WOZ hier Von Florianne Koechlin
Was heißt Permakultur? Sepp Holzer hat es auf die Spitze getrieben und das ist herzerfrischend. Wenn es nur mehr davon gäbe!
Kiwis in den Alpen
Ein österreichischer Bauer stellt Gewissheiten der konventionellen Landwirtschaft auf den Kopf. Sein Rezept: Die Natur arbeiten lassen statt selber malochen.
Der Krameterhof liegt im Tauerngebirge. Kaum zu glauben: Hier oben, auf 1300 Metern über Meer, bei 4,2 Grad Jahresdurchschnittstemperatur und mit Frostnächten bis minus 20 Grad, blühen Kiwi- und Zitronenbäume. Die Edelkastanien stehen sieben, acht Meter hoch. «Natürlich ist das Spielerei, Experimentierfreude: Sie dürfen sich nicht eine Zitronenplantage vorstellen da oben», sagt der Bauer des Krameterhofs, Sepp Holzer. «Doch hier wachsen massenhaft Gurken, Zucchini, Kürbisse und natürlich viel Obst. Wir haben tausende von Obstbäumen: Äpfel, Kirschen, Aprikosen, Pfirsiche - das ist ein essbarer Wald von dort bis drüben.» Der Biobauer aus Österreich ist inzwischen weit herum bekannt für seine ausgeklügelte Bewirtschaftungsart. Sein Erfolgsrezept: die Vielfalt nutzen, die Natur genau beobachten - und sie arbeiten lassen, statt selber zu arbeiten.