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Samstag, 17. Januar 2026

Wirtschaftsministerium will vom Energiesparen abrücken

 hier Klimareporter von  Sandra Kirchner 15.1.26

Effizienzvorschriften

Ein Gesetzentwurf aus dem Haus von Bundeswirtschaftsministerin Reiche will Vorgaben in der Effizienzpolitik wieder zurückfahren. 

Verbindliche Effizienzziele sollen gestrichen werden. Das gefährde die wirtschaftliche Zukunft der deutschen Industrie, warnen dagegen Fachleute.

Dienstag, 2. Dezember 2025

Wer technologieoffen Däumchen dreht, stoppt nicht den Wandel sondern Deutschlands Rolle darin

 



Martin Tillich / Utopia  LinkedIn

Warum ein verschobenes Verbrenner-Aus fatal wäre 

Angestoßen durch den Brief von Bundeskanzler Merz erwägt die EU-Kommission nun, Verbrenner auch nach 2035 weiter zuzulassen. Ich halte das für falsch:

▶️ Europa verliert die Märkte der Zukunft
Während Europa zögert, schaffen die globalen Leitmärkte Fakten: China, Kalifornien, Japan, UK und Südkorea regulieren den Verbrenner bis 2035 aus dem Spiel.

Jedes Zögern in der EU bedeutet für die deutschen Hersteller geringere Skaleneffekte, den Verlust von Exportchancen und eine wachsende Abhängigkeit von denjenigen, die entschlossener handeln.

Freitag, 21. November 2025

Wärmepumpen sprengen NICHT das Stromnetz

Daniel Mautz LinkedIn

Breaking News: 
Sorry, Bauchgefühl

Es ist ein beliebter Klassiker. Wärmepumpen für alle? 

Dann bricht doch sofort das Stromnetz zusammen. Das klingt dramatisch, macht sich gut in Talkshows und sorgt für Klicks. 

Leider stimmt es nicht. Und zwar so gar nicht.

Dienstag, 2. September 2025

Der Flächenverbrauch ist ein entscheidendes Thema

Manchmal geht dieser Zusammenhang verloren, obwohl er immer wichtiger wird. Wir brauchen mehr Flächen zur Sicherung der Natur und des Wasserhaushaltes und wir brauchen mehr Flächen für eine gesunde Landwirtschaft.


Marco Haase  hier  LinkedIn

𝗘𝗻𝗲𝗿𝗴𝗶𝗲 𝘃𝗼𝗺 𝗔𝗰𝗸𝗲𝗿? 𝗙𝗹ä𝗰𝗵𝗲𝗻𝘃𝗲𝗿𝗯𝗿𝗮𝘂𝗰𝗵 𝗻𝗲𝘂 𝗱𝗲𝗻𝗸𝗲𝗻 

Es fällt auf, wie viel landwirtschaftliche Fläche für den Anbau von Energiepflanzen verwendet wird - ein Konflikt zwischen Nahrung, Energieversorgung und Biodiversität.

Das Umweltbundesamt beschreibt das trefflich:
"Insbesondere eigens auf fruchtbaren Ackerflächen angebaute „Energiepflanzen“ stehen in direkter Konkurrenz zur Nahrungs- und Futtermittelproduktion, aber auch zu einer stofflichen Nutzung, zum Beispiel für biobasierte Kunststoffe oder Chemikalien." [1]

Sonntag, 15. Juni 2025

Sonntag, 8. Dezember 2024

Kurz nachgedacht: Wer mag wohl den raketenhaften Aufstieg Saudi-Arabiens bezahlt haben?

Standard  hier  Alexander Hahn, Benedikt Narodoslawsky, Günther Strobl  6. Dezember 2024

Erderwärmung lässt sich leugnen, aber nicht die Vorteile von Klimaschutz


Nachhaltig aus purem Eigennutz: Egal ob man die menschengemachte Erderwärmung anerkennt oder nicht – Klimaschutz macht auch sonst auf vielen Ebenen Sinn. Wirtschaft, Geldbörse und Gesundheit profitieren

Mittwoch, 12. Juni 2024

Die Allianz hinter dem Angriff aufs E-Auto

hier  Standard  András Szigetvari   8. Juni 2024, 

Die ÖVP ist nicht allein (in Österreich).....

Wenn sich die ÖVP für den Erhalt des Verbrennungsmotors in den Ring wirft, macht sie damit nicht bloß Wahlkampf. Sie setzt sich für Interessen einer Reihe von Unternehmen aus der Autobranche wie der Landwirtschaft ein. Das ist legitim, aber es gibt dennoch einen Haken

Grafik zu Energiekette (der Standard)


Wie man sich die Kämpfer für die E-Fuels von morgen vorstellen muss? Es sind die Benzinbrüder von heute. Rund fünf Dutzend heimische Unternehmen haben sich unter Federführung der Wirtschaftskammer zur "E-Fuel-Alliance" zusammengeschlossen, die für den langfristigen Erhalt der Verbrennertechnologie in Europa kämpft.

Freitag, 7. Juni 2024

Wandel beim Heizen: Neue Zahlen zu Wärmepumpen sorgen für Überraschung

hier  FR  Geschichte von Lars-Eric Nievelstein •5.6.24

Energiewende: Immer mehr Häuser heizen mit der Wärmepumpe. Das zeigen aktuelle Zahlen der Regierung. Allerdings gibt es Hürden.

Um die Wärmepumpe gab es zuletzt regelrecht Trubel. Wegen früherer großer Unsicherheiten bei der Förderung, auf die sich viele Bürger offenbar verlassen hatten, brach der Absatz der Wärmepumpe im ersten Quartal 2024 deutlich ein. Mittlerweile aber zeigt sich Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) optimistisch. „Die Antragszahlen sind im April noch einmal klar gestiegen“, teilte er kürzlich der Rheinischen Post gegenüber mit. Aktuelle Zahlen geben ihm recht – zumindest langfristig betrachtet.

Langfristige Betrachtung zeigt wachsende Beliebtheit der Wärmepumpe

Begrenzter Stromzugang, wenig Effizienz: Verbraucherzentrale stellt Forderungen für E-Autos

Es gibt natürlich so allerlei Ausreden bei Deutschlands Politikern und  Automobilherstellern für ihr "Weiter so" bei der Herstellung von  ineffizienten Fahrzeugen - aber spielt das noch eine Rolle, wenn der Weltmarkt auf Wachstum der e-Mobilität steht? Wenn in Deutschland vorrangig ineffiziente SUV`s gebaut werden, dann kommen die kleinen Fahrzeuge halt irgendwo anders her.


Handelsblatt  Roman Tyborski  07.06.2024

Die Verbrenner-Debatte in Deutschland grenzt an Realitätsverweigerung

Die kurzzeitige Elektro-Schwäche in Deutschland wird nichts daran ändern, dass sich die Autowelt elektrifiziert. Der Verbrenner wird verschwinden. Es wird Zeit, diese Entwicklung anzuerkennen.

Montag, 3. Juni 2024

"Eine gewisse Deindustrialisierung ist unvermeidbar" - Wir brauchen eine Debatte darüber, welchen Preis wir zu zahlen bereit sind.

heute mal ein Blick auf die Wirtschaftsideologie, die bei uns stets als unverrückbarer Status Quo im Mittelpunkt steht. Auch hier ist es an der Zeit zur Modernisierung hin zur Nachhaltigkeit.

hier  02.06.2024, Mit Martin Höpner sprach Max Borowski  NTV

WIRTSCHAFT: Kritik an "Exportideologie"

"Eine gewisse Deindustrialisierung ist unvermeidbar"

Wir brauchen eine Debatte darüber, welche Industrien wir unbedingt mit öffentlichen Mitteln im Land halten wollen, und zu welchem Preis, fordert Höpner. 

Die Energiewende ist Modernisierung weil sie ineffiziente Prozesse ersetzt

 Terra X - die Wissens-Kolumne  hier von Axel Kleidon  02.06.2024 

Verbrennungstechnologien haben ausgedient

Verbrennungsmotor, Gastherme, Kohlekraftwerke: All diese Technologien beruhen auf Verbrennung. Die Physik sagt klar: Das ist nicht effizient. Wir wissen längst, wie es besser geht.


Sonntag, 2. Juni 2024

Verbrennerpopulismus - Rückstand durch Technik

 Spiegel hier  Eine Kolumne von Christian Stöcker  02.06.2024

Nur eine deutsche Firma will nach 2035 unbedingt noch Verbrenner verkaufen. Unterstützt wird BMW von Union und FDP. Ein fataler Irrweg, gepflastert mit peinlichen Pannen – und viel Geld.

Der Werbespruch war so erfolgreich, dass er in die Popkultur einging. Der Titelsong des U2-Albums »Zooropa« von 1993 begann so: »Zooropa: Vorsprung durch Technik/ Zooropa: be all that you can be«. Auch in »Park Life« von Blur (1994) kam der Audi-Slogan vor. Er galt als Inbegriff des deutschen Hightech-Image der Neunziger: innovativ, geschmeidig, ultramodern.

In den vergangenen Jahren hat das Image Kratzer bekommen. Erst der Dieselskandal, dann die quälende, gefährliche Unentschlossenheit bei der Abkehr von einer Technologie, die sterben muss und wird: der Verbrennungsmotor. Klima- und gesundheitsschädlich, laut , anfällig, absurd ineffizient.

Sonntag, 26. Mai 2024

Mehr Effizienz – löst Technik unser Klimaschutzproblem?

Die Technikgläubigkeit der FDP wäre ja schon irgendwie goldig, wenn die Verfechter nicht an anderer Stelle massiv gegen das Prinzip der Effizienz verstoßen würden.
Die hochgelobten E-Fuels sind so ein Punkt. Und auch die nach Effizienz-Gesichtspunkten nicht nachvollziehbare Ablehnung der Wärmepumpen ist etwas verwunderlich - zumindest für Menschen die auf Fakten setzen.

Und dann ist da natürlich der eng gesteckte Zeitrahmen, der ja auch eine nicht zu unterschätzende Problematik abbildet: Da könnte man das Sehnsuchtspaket Atomstrom als Beispiel anführen, das dann mal in 20-30 Jahren wahnsinnig teuren und gefährlichen Strom liefern könnte. Was mit dem -völlig aus dem Blick geratenen - Sondermüll passiert, kann man gerade im Lager Asse mitverfolgen (hier)

Und mit der Natur haben es die Verfechter sowieso nicht so...,. Naturbasierte Lösungen, die nicht nur in der Klimakrise helfen, sondern auch in der Biodiversitätskrise, scheinen viel zu "normal" zu sein. Langweilig und geradezu überflüssig,  weil ja irgendwann die spannende  und finanziell einträgliche Technik kommen wird, die uns rettet.


hier  BR24 Von  Markus Langenstraß  am 27.5.24

Auto, Kühlschrank, Waschmaschine - alles wird effizienter. Das könnte helfen, viel Energie einzusparen. Wir erklären, warum das nur bedingt gelingt, und was wirklich helfen würde.

Montag, 8. April 2024

EASAC-Wissenschaftler begrüßen die endgültige Verabschiedung über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (EPBD)

 EASAC hier  13.03.2024

EASAC-Wissenschaftler begrüßen die endgültige Verabschiedung der überarbeiteten Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (EPBD) durch das Europäische Parlament

Die neue Richtlinie greift viele der wichtigsten Empfehlungen des EASAC-Berichts über die "Dekarbonisierung von Gebäuden" auf und verlangt zum ersten Mal eine Regulierung des Kohlenstoffs, der in Gebäuden im Zusammenhang mit ihrem Bau, ihrer Instandhaltung und ihrem Abriss enthalten ist.

Umfrage zur Energiewende in Europa: Mehrheit will eigenen Beitrag leisten – und klare Vorgaben

Tagesspiegel hier  Von Eva Murašov  04.04.2024,

Im Herbst 2023 befragte ein internationales Team rund 10.000 Menschen in 19 europäischen Ländern zu ihrem Energieverbrauch und ihren Erwartungen an die Politik.

Der Klimawandel ist in aller Munde, aber sind wir als Individuen auch bereit, unseren Beitrag zu leisten? Dieser Frage versuchte ein internationales Forschungsteam, an dem auch das Zentrum für Technik und Gesellschaft der TU Berlin beteiligt war, nachzugehen. Im Oktober und November 2023 befragten sie dafür rund 10.000 Menschen aus 19 europäischen Ländern. In den Fragebögen wurde neben dem eigenen energiebewussten Handeln auch nach der Bewertung politischer Maßnahmen für die Energiewende gefragt.

Jeweils rund 1000 Leute wurden in Irland, Belgien, Bulgarien, Ungarn, Lettland, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden und Spanien befragt, rund 100 je in Italien, Polen, der Türkei, Österreich, Portugal, Schweden, Dänemark, Finnland, Griechenland und Großbritannien.

Die Bereitschaft, beim eigenen Strom- und Gasverbrauch zu sparen oder umzurüsten, scheint der Erhebung nach allgemein hoch. 83 Prozent der Befragten gaben an, Energie zu sparen. Als stärkste Gründe wurden dafür wurden finanzielle Anreize genannt, also selbst Geld zu sparen (76 Prozent) oder Subventionen zu bekommen (60 Prozent). Mit jeweils 55 Prozent wurden als Anreiz die Reduktion des eigenen CO₂-Fußabdrucks genannt sowie der Wunsch, zum Gemeinwohl beizutragen.

Ein Viertel der Befragten antwortete, aktuell wie in der nahen Zukunft selbst nicht aktiv zur Energiewende beitragen zu wollen. Was die Klimapolitik betrifft, sind fast zwei Drittel (64 Prozent) der Überzeugung, dass die meisten Menschen ihren Energieverbrauch nur einschränken, wenn es entsprechende politische Vorgaben dafür gibt.

Sonntag, 3. Dezember 2023

Es gibt sie doch, die guten Dinge

Wenn ich daran denke, welch detaillierte Konzepte bereits erstellt wurden, seitens einer äußerst fleißigen Zivilgesellschaft - warum werden die besten Dinge nicht einfach umgesetzt? Warum diese Verzögerungstaktiken?

Süddeutsche Zeitung hier  24. November 2023

Von Christoph von Eichhorn, Christoph Gurk, Florian Müller, Isabel Pfaff, Alex Rühle, Vera Schroeder

Züge, Wärmepumpen, Solarkraftwerke: Fast jeder Baustein der Klimawende funktioniert irgendwo schon ganz ordentlich. Eine Sammlung von Beispielen aus aller Welt.

Am kommenden Donnerstag beginnt die 28. Weltklimakonferenz, diesmal findet sie in Dubai statt. Der Zustand der so dringend nötigen Klimawende zu Beginn der Verhandlungen: durchwachsen, wie man auch auf den folgenden Seiten sehen kann. Dabei gibt es Beispiele, bei denen gelingt, was aus wissenschaftlicher Sicht so dringend nötig ist: die Reduktion der Treibhausgase mit dem Ziel, irgendwann gar keine fossilen Emissionen mehr in die Atmosphäre zu pusten.

Eine Welt ohne Wachstum

 


YouTube Video hier

Inzwischen wollen (fast) alle Parteien das Klima schützen. Strittig ist allerdings weiterhin, wie die konkreten Schritte und Maßnahmen aussehen sollen. Die meisten Politiker*innen, aber auch Ökonom*innen halten noch immer an der Illusion vom »grünen Wachstum« fest. Tatsächlich ist jedoch »grünes Schrumpfen« nötig, wenn wir die Erde nicht zugrunde richten wollen. Die Reihe „Konturen der nächsten Gesellschaft“ ist eine Kooperation mit Studium generale der Universität Freiburg und Theater Freiburg. Der Vortrag von Ulrike Herrmann war zugleich Teil einer Tagung »Tun und Lassen«, die sich mit dem Thema »Verzicht« beschäftigt. Referentin: Ulrike Herrmann (Wirtschaftshistorikerin/ Autorin, Berlin) Studienleiter: Josef Mackert

Dienstag, 21. November 2023

Stromfresser im Haushalt

hier  Geschichte von Franziska Klemmer 20.11.23

Bei diesen 4 Geräten musst du nachts den Stecker ziehen

Um sicherzustellen, dass die nächste Nebenkostenabrechnung nicht für einen Schock sorgt, verfolgen viele deutsche Haushalte auch im kommenden Winter ein Ziel – den Energieverbrauch zu reduzieren. Der effektivste Weg hierfür ist, unbekannte Stromfresser zu identifizieren und abzuschalten. Speziell nachts gibt es einige Geräte, auf die man problemlos verzichten kann, um so Strom und Geld zu sparen. Wir zeigen dir, bei welchen Geräten du guten Gewissens den Stecker ziehen kannst.

Stromfresser: Diese vier Geräte kannst du nachts ausschalten

Samstag, 28. Oktober 2023

Wie Klimaschutz der Wirtschaft hilft

Heute mal ganz viel zum Thema Energiewende. Die fossile Energie gibt sich noch nicht geschlagen. Wobei die eingereichte Klage in Montana vieles bewegen könnte. Denn bei einem Sieg der Klage müssten die Großverdiener der fossilen Energie Angst haben, dass sie doch noch zur Kasse gebeten werden für das Allgemeinwohl. Eine schöne Aussicht.

Dennoch: es scheint so dass es nur noch um`s Verzögern geht, um noch möglichst viel Geld rauszuholen.
Anders ist es momentan beim Flächenfraß: die Stellschrauben sind noch nicht gesetzt und so geht es lustig weiter mit dem Flächenverbrauch. Keine Regierung ist da vorbildlich.

Klimafreitag hier Thomas  Hummel  27. Oktober 2023

Die Retro-Welle wird offenbar populärer. Vor allem Politiker von ganz rechts und ganz links reden den Leuten ein, dass es doch viel schlauer, bequemer und besser für den Geldbeutel sei, die Transformation hin zu klimafreundlichen Technologien abzublasen. Ist doch wirklich sehr anstrengend, dieser Wandel. Oder?

„Wohlstand statt Klima“, rief Maximilian Krah, Spitzenkandidat der AfD für die Europawahl, ins Mikrofon. Sahra Wagenknecht beklagt einen angeblich „planlosen Öko-Aktivismus“ und Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger wettert, so oft er kann, gegen das Aus für Verbrenner-Motoren. Das kommt bei vielen Leuten an. Klingt ja alles wohlig warm und gemütlich. Endlich lässt uns mal jemand in Ruhe mit diesem Klimathema.

Nach der Lektüre des „World Energy Outlooks 2023“ der Internationalen Energieagentur (IEA) stellt sich mir allerdings die Frage, ob die Populärpolitiker wissen, wovon sie reden (hier) Die Tendenzen darin sind klar:

1. Das Elektroauto kommt rasend schnell. In China, dem entscheidenden Markt für die deutschen Hersteller VW, BMW und Mercedes, waren im September 38 Prozent aller Neuwagen E-Autos. Spät, sehr spät, nehmen nun die Deutschen den Kampf auf gegen Tesla und die neuen chinesischen Marken wie BYD. E-Fuels? Wasserstoff? Lebensverlängernde Maßnahmen für den Verbrenner? Wirkt alles wie von gestern.

2. Die Steigerungsraten der erneuerbaren Energien, vor allem der Photovoltaik, sind beispiellos. Sie drängen die fossilen Brennstoffe langsam, aber sicher aus dem Markt. Will Deutschland all diese Techniken anderen überlassen?

3. Die hierzulande höchst umstrittene Wärmepumpe wird laut IEA-Bericht schon 2030 die weltweit am häufigsten installierte Heizung sein. Für Aiwanger war sie in Erding noch Sinnbild einer grünen „Heizideologie“.

Eigentlich sollte man meinen, dass alle Menschen das Anliegen teilen, die Erderwärmung zu stoppen. Auch ihre Gesundheit und die ihrer Freunde und Verwandten könnte schließlich darunter leiden, wie meine Kollegin Berit Uhlmann aufschlüsselt. Vermutlich aber trifft der Arktisforscher Markus Rex den entscheidenden Punkt, im SZ-Interview meint er: „Klimaschutz muss sich rechnen und lohnen.“ Denn Wasser fließe nach unten und das Kapital zur Rendite.

Ob Deutschlands Populisten diese Chancen noch erkennen? Die angeblichen Patrioten von der AfD offenbar nicht. Oder wie Anja Kohl, Börsenexpertin bei der ARD, zuletzt sagte: Wenn die AfD Klimaschutz für Humbug hält, sei sie eine wirtschaftsfeindliche Partei.

Thomas Hummel, Redakteur Politik