Schwäbische Zeitung hier 01.07.2024,Uwe JaußZunehmende Hitze- und Dürreperioden setzen mancher Baumart zu. Weshalb der Druck steigt, neue Strategien für den Forst zu entwickeln.
Markus Weisshaupt geht stracks auf ein unscheinbares Bäumlein zu, offenbar erst kürzlich gepflanzt. „Eine Elsbeere“, sagt der Förster stolz. Schön, denkt man sich und schaut auf das kleine, von hölzernen Mini-Verstrebungen geschützte Gewächs.
Worauf die Überlegung folgt, was genau denn eine Elsbeere ist. Fichte, Tanne, Buche oder Eiche sind weitaus gängigere Arten - und deshalb auch ohne tieferes forstwissenschaftliches Wissen bestimmbar. Aber die Elsbeere? „Sie könnte ein Baum der Zukunft sein“, meint Weisshaupt.
Dies ist das Thema, um welches es geht: Was wird denn in den nächsten Jahrzehnten auf forstlichem Grund wachsen? Welche Baumarten kommen mit dem im Wandel befindlichen Klima besser zu Recht als andere? Weisshaupt will dazu Erklärungen geben. Er hat in einen oberschwäbischen Landstrich nordöstlich von Ravensburg eingeladen: den Altdorfer Wald. So nennt sich auch der dortige Forstbezirk von Forst BW, dem Landesbetrieb zum Bewirtschaften des baden-württembergischen Staatswaldes.