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Sonntag, 13. September 2026

Ein systematischer blinder Fleck: Was nicht bepreist wird, gilt an den Märkten faktisch als kostenlos

 

Anna Alex / LinkedIn

Es gibt einen Satz, den ich vom Chefvolkswirt einer Landesbank nicht erwartet hätte: Das Artensterben könnte die nächste Subprime-Krise auslösen! 

Der Mann heißt Moritz Kraemer. Bevor er zur LBBW ging, war er bei Standard & Poor's Financial Services LLC Global Chief Ratings Officer. Er hat also jahrelang mitverantwortet, wie die Kreditwürdigkeit ganzer Staaten bewertet wird.

Samstag, 5. September 2026

Rekordereignis El Niño kommt 2026/2027: "Es wird was passieren. Wir wissen nicht, was passieren wird."

Martin Jendrischik

Die Weltwetterorganisation hat sich in ihrer 50-jährigen Geschichte noch nie so eindeutig festgelegt wie heute Vormittag in Genf: 

Ein sehr starker El Niño kommt, und er bleibt bis mindestens Februar 2027.

 Die Wahrscheinlichkeit dafür beziffert die WMO mit nahezu 100 Prozent. Ein Zurück gibt es nicht mehr.

Montag, 31. August 2026

ARD-Sommerinterview: an Klimaignoranz nicht zu übertreffen

Martin Jendrischik / LinkedIn

Minutenlang wird der Bundeskanzler im ARD-Sommerinterview zu hohen Energiepreisen befragt. 

Ein Wort fällt dabei kein einziges Mal: Batteriespeicher.

Die Antwort von Friedrich Merz in Kürze: Der Atomausstieg habe das Angebot verknappt, die Weltmarktpreise für Öl und Gas könne Deutschland nicht beeinflussen, also baue man Gaskraftwerke und versuche, den Iran-Konflikt zu lösen. Mehr könne man nicht tun.

Sonntag, 23. August 2026

Was ich nicht verstehe: Warum setzen wir nicht mit aller Konsequenz auf Elektrifizierung, Digitalisierung und Flexibilität?

 



Dr. Richard Lucht / LinkedIn

In den vergangenen Wochen über das Für und Wider der Energiewende in Deutschland zu streiten, war besonders mühsam. 

Angesichts einiger Größenordnungen gar absurd:

Samstag, 22. August 2026

Es wäre wohl an der Zeit, Landwirtschaftsförderungen an Bedingungen zu knüpfen

egal ob in Österreich oder in Deutschland oder sonstwo in der Welt..

Lukas Pawek / LinkedIn  21. 8.2026

Jede freie Minute bin ich mit meiner Frau in unserem Garten im Weinviertel Hoffentlich wird's nicht bald zu "Steppenviertel" umbenannt.
Dieses Foto hab' ich vorgestern beim Feld eines befreundeten Landwirts geschossen 

Mein Mitgefühl gilt den Landwirt:innen, die hier existenzbedrohende Schäden erleiden. Es gibt aber eine unausgeschöpfte Geldquelle, mit der diese Verluste bezahlt werden könnten. Damit wir allerdings nicht jedes Jahr für steigende Verluste zahlen, wäre es vielleicht an der Zeit, diese Katastrophengelder an Bedingungen zu knüpfen? 


Dürreförderung als Dauersubvention?

Österreich ist stolz auf einen hohen Grad an Nahrungsmittelselbstversorgung. Damit wir diesen auch erhalten, wäre jetzt DIE Chance, Landwirtschaftsförderungen an wassersparende Maßnahmen und einen Agri-PV Ausbau zu knüpfen. Eine Ansichtssache von OEKONEWS-Gründer Lukas Pawek

Sonntag, 16. August 2026

Mehr Wasserrückhalt in der Fläche

 Stefan Schwarzer

Baggern für das Klima

Wir brauchen mehr Wasserrückhalt in der Fläche - sei es über Humusaufbau in landwirtschaftlich genutzten Böden sowie im Wald, über Rückstau von Drainagen und Gräben, über Agroforst und Keyline Design, Wiedervernässung von Mooren und auch Auen, oder über neue Retentionsflächen.

Mit naturrichtigen Maßnahmen für uns alle DAS Lebensmittel Nummer 1 "anbauen", nämlich Wasser!

 

Niels Werdenberg LinkedIn

Wir brauchen mehr Wasserbäuerinnen.

Wenn die Niederschläge dann wieder kommen, müssen wir sie in der Fläche bremsen, sie versickern lassen, Böden und Grundwasser sättigen, und erst den Überschuss, möglichst zeitverzögert dann in die Gewässer leiten. Hier ist v.a. die Landwirtschaft gefragt.

Dienstag, 11. August 2026

In Deutschland sieht es nicht besser aus als in Ungarn. 64 Prozent aller Pegel melden extrem niedrige Wasserstände

Daniel Mautz LinkedIn

Ungarn schaltet sein einziges Atomkraftwerk ab, weil die Donau kein Kühlwasser mehr liefert

Das AKW Paks versorgt die Hälfte des Landes mit Strom. Jetzt steht es still, zum ersten Mal in 44 Jahren, weil der Fluss zu wenig Wasser führt. Wer bis hierhin noch glaubte, die Klimakatastrophe sei ein Problem für übermorgen, bekommt gerade eine sehr konkrete Rechnung serviert.

In Deutschland sieht es nicht besser aus. 64 Prozent aller Pegel melden extrem niedrige Wasserstände. Der Bodensee liegt bei 285 Zentimetern, das historische Mittel für diese Jahreszeit beträgt 412 Zentimeter. 

Montag, 10. August 2026

Die Flut von damals ist die Dürre von heute

 


Kolumne: Das Altpapier am 7. August 2026 hier  von Antonia Groß

Flächendeckender Wassermangel und zu viele Hitzetote: Die Effekte des Klimawandels sind in diesem Sommer offensichtlich. Große Medien und rechte Plattformen aber haben ihre jeweils eigenen Verleugnungs-Muster. Heute kommentiert Antonia Groß die Berichterstattung.

Neuer Verkehrsminister Bilger: "Am Wetter können wir nichts ändern"

Der Begriff "Wetter" mutiert zum neuesten Kampf-Narrativ der CDU - Hauptsache man muss den Begriff  Klimawandel nicht in den Mund nehmen! Und damit - womöglich - auch noch den Grünen einen Punkt überlassen, siehe Wiebke Winter ganz am Ende. 
Lieber Nebelkerzen zünden....
Wenigstens solange das halt noch funktioniert - und dann?  

Wer will schon so weit vor raus denken, das ist ganz schön anstrengend! Und dann auch noch die vielen Fakten und Hintergründe bedenken..... Lieber ganz schnell irgendwas machen, was für die Bevölkerung nach Lösung aussehen könnte - Wählerstimmen sichern halt. Geld spielt bekanntlich keine Rolle.
Also sorry: Ich fühle mich bei Herrn Bilger  nicht in guten Händen aufgehoben...


Ferhat Kacmaz /SPIEGEL-Bestseller-Autor  / LinkedIn

Der Rhein steht am Pegel Kaub bei 17 bis 19 Zentimetern – unter dem bisherigen Rekordtief von 2018. 

Das klingt nach Wetterbericht, ist aber Industriepolitik

Frachter fahren mit rund einem Fünftel ihrer Ladung, die Kosten pro transportierter Tonne haben sich verdrei- bis vervierfacht, und Chemie, Stahl und Kraftwerke bekommen ihre Rohstoffe nur noch tröpfchenweise. 

Deutschland debattiert über KI, Rechenzentren und Standortqualität – und scheitert währenddessen an einer Fahrrinne, deren Vertiefung am Mittelrhein seit 2018 angekündigt ist. (Anmerkung: ob das die tatsächliche Lösung sein könnte siehe unten) Ausweichen auf Bahn oder Lkw funktioniert nicht, weil dort die Kapazität ebenfalls fehlt. Wer Infrastruktur als Kostenposten behandelt statt als Produktionsfaktor, bekommt die Rechnung eben nicht im Haushalt, sondern in der Fabrik.

Sonntag, 9. August 2026

Verursacher werden zu Opfern: Polen schaltet Kohlekraftwerke ab

 

Euronews hier Liam Gilliver 07/08/2026

Dürre in Europa zeigt Schwächen fossiler Energie

Kraftwerk Kozienice
Copyright Unfortunately Named, CC BY 3.0 via Wikimedia Commons

Polen drosselt die Stromproduktion in Kohlekraftwerken, weil die Weichsel ungewöhnlich wenig Wasser führt und Kühlung kaum noch möglich ist.

Nach der Dürre in Europa, die Polens Kohleindustrie schwer getroffen hat, fordern Fachleute das Land auf, deutlich stärker auf saubere Energien zu setzen.

Freitag, 7. August 2026

Herr Bareiß, Sie sind mutmaßlich vollgedröhnt Auto gefahren und haben dabei die Leben anderer Menschen gefährdet. ....


 Rene E. / LinkedIn

Sehr geehrter Herr Thomas Bareiß MdB,

Sie sind mutmaßlich vollgedröhnt Auto gefahren und haben dabei die Leben anderer Menschen gefährdet. 

Das wäre für sich genommen bereits schlimm genug, aber Sie haben sich ja höchstpersönlich mehrfach gegen Drogenkonsum im Allgemeinen und die Legalisierung von Cannabis im Speziellen positioniert. 

Sonntag, 2. August 2026

Parkplätze können zu Kraftwerken werden

Kleine Anmerkung am Rande:

IN BW Pflicht zur Überdachung ab 35 Stellplätzen

Seit Januar 2022 ist die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen für neue Parkplätze ab 35 Stellplätzen verpflichtend. Das ist im Klimagesetz Baden-Württemberg und der Photovoltaik-Pflichtverordnung geregelt. 

Andreas Büttgen / LinkedIn

Frankreich gestaltet seine Städte neu – mit Solarparkplätzen

Freitag, 24. Juli 2026

Hitzeschutzkonzept der Bundesregierung: stabil

 

Sven Wiechert / LinkedIn

Unvermögen oder Ignoranz?

Nächste Woche knackt Deutschland wieder die 30-Grad-Marke.

Extremwetter ist längst kein „Sommerwetter“ mehr, sondern eine reale Bedrohung für unsere Wirtschaft, die Infrastruktur und die Gesundheit von Millionen Menschen. Das RKI schätzte allein bis Ende Juni über 5.000 hitzebedingte Todesfälle in Deutschland. 5.000 Todesfälle!

Wer die Klimakrise weiterhin als bloße „Wetterentwicklung“ abtut oder beobachtet, ignoriert die ökonomischen und gesellschaftlichen Realitäten. 

Montag, 20. Juli 2026

Jens Spahn - das Spiel ist vermutlich noch lange nicht zu Ende

Ja, auch das Thema Spahn kommt hier vor.
Die Meisten von uns  stehen, so glaube ich wenigstens, alle seit Jahren unter einem zunehmenden Trauma, was ihn betrifft.
Daher ist auch für mich das Thema sehr relevant.
Kann sich das jetzt endlich ändern?
Wer noch mehr "Fakten" zur Erinnerung braucht - der Postillion hat sie akribisch gesammelt

Thomas Duringer

Jens Spahn ist zurückgetreten.

  • Nicht wegen 5,7 Milliarden bestellter Masken.

  • Nicht wegen Beschaffungskosten von 5,9 Milliarden Euro.

  • Nicht wegen rund 100 noch anhängiger Klagen mit einem Streitwert von 2,3 Milliarden Euro.

Sonntag, 19. Juli 2026

Zeit dass sich was dreht!

 

Dr. med. Eckart von Hirschhausen / LinkedIn

Finale! Oh-ho.ho.ho.
Könnte auch ein Husten sein.

In New York waren die letzten Tage dicke Luft. In Kanada brennen die Wälder. So wie an vielen Orten derzeit. Der Rauch tritt über Ländergrenzen. 

Trump droht statt beim Löschen zu helfen wieder mal Zölle an. Oder doch besser gleich eine Mauer? Zaun wird nicht reichen. Es ist alles so irre. 

Was sagt das über die Wirtschaftskompetenz der Regierung aus?

 Dr. Martin Bethke

Wenn man als Bundesregierung eine Rechnung über 38 Milliarden für mangelhaften Klimaschutz übersieht und gleichzeitig den Klimaschutz auch noch mehr abbaut ....

Deutschland hat sich in der EU verpflichtet, in Verkehr, Gebäuden, Landwirtschaft und Abfall pro Jahr eine bestimmte Menge CO₂ nicht zu überschreiten. Nur schafft Deutschland das Ziel aktuell nicht einzuhalten:

Es ist eine Frage von Verantwortung.

Francesco Garita / LinkedIn

Unsere Gesellschaft kann sich den exzessiven Luxus der Reichsten nicht mehr leisten.