Correctiv hier von Annika Joeres, Elena Kolb 06. Oktober 2026
Lobbyismus: Grüne reichen Beschwerde gegen Wirtschaftsministerium ein
Die 3 Kreise Ravensburg, Sigmaringen und Bodenseekreis haben trotz lauter Proteste keinen zukunftsfähigen Regionalplan bekommen. Wo steht Deutschland, Baden-Württemberg und seine Kommunen aktuell beim Klimaschutz? Welche Möglichkeiten gibt es und wo gibt es Anregungen, die übernommen werden könnten?
Correctiv hier von Annika Joeres, Elena Kolb 06. Oktober 2026
Lobbyismus: Grüne reichen Beschwerde gegen Wirtschaftsministerium ein
Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen im Deutschen Bundestag
Das aktuelle Niedrigwasser im Rhein zeigt: Die Klimakrise endet nicht im Herbst.
Umweltminister Schneider präsentiert seinen Plan zum Ausstieg aus den fossilen Energien bei der UN in New York.
Währenddessen will Wirtschaftsministerin Reiche mit ihren Gesetzesvorhaben das Tempo beim Ausbau der Erneuerbaren drosseln.
Auf dieses Tempo baut aber Schneiders Plan auf. Denn er rechnet mit massivem Ausbau von Wind- und Solaranlagen, um das Ende der fossilen Energiegewinnung bis 2045 zu schaffen.
Dieses Ende rückt aktuell in weite Ferne, denn Reiches EEG-Novelle und "Netzpaket" schreddern die Energiewende, da die Erneuerbaren sowohl für Privatpersonen als auch für Investoren unwirtschaftlich werden.
Diese Energiepolitik ist nicht nur schlecht fürs Klima, sie kommt uns auch teuer zu stehen. Denn wir bleiben abhängig von teuren fossilen Energieträgern und Putin, Trump und Co.
Dirk Neubauer / LinkedIn
Die Debatte im Bundestag um den Haushalt. Weidel hetzt, der Kanzler schafft es nicht, Antworten zu geben und schulmeistert sich steif durch alte Narrative.
Katarina Dröge, die Grüne , die ich eigentlich nicht mag, redet eine Rede, die die Themen der Zeit benennt. Mit Zorn, Selbstkritik und jeder Menge positiver und konkreter Energie. Ja. Mit Feuer.
Hackt auf den Grünen herum, ihr alten weißen Männer mit euren Phantasiejobtiteln. Heute ist es die Partei, die im Bundestag die einzige und richtige Antwort auf Sachsen-Anhalt gefunden hat.https://www.instagram.com/reel/DdEviDLNsD3/?stkn=bzU1Z3h1M3RrdHFs
Katharina Dröge, MdB
@katharinadroege.bsky.social
Mehr als 5500 Menschen, die im Juni an Hitze gestorben sind
Und wird er im Bundestag damit konfrontiert: Dreht er sich weg und liest Papiere... Eine erschreckende Gleichgültigkeit & Respektlosigkeit gegenüber den Rettungskräften
Armin Grau @armingrau.bsky.social
Was für ein missachtendes Verhalten von Bundeskanzler Merz. Katharina Dröge spricht von den vielen Hitztoten der letzten Wochen und dankt den Rettungskräften, für die Merz kein Wort übrig hat. Und was macht Merz, er wendet sich konsequent ab. Wir ignorant ist das denn!
NTV hier 21.08.2025,
Vergangenheit einer Ministerin
"Reiche weiß seit 20 Jahren, dass es ohne Gaskraftwerke geht"
Am 6. Mai 2025 übernimmt Katherina Reiche das Amt der Bundeswirtschaftsministerin. Es ist das zweite Mal, dass sie der Bundesregierung angehört: Bereits von 2009 bis 2013 war sie als Staatssekretärin im Bundesumweltministerium federführend für die Energiewende zuständig.
Tagesspiegel hier 27.6.26 Artikel von Sven Lemkemeyer
„Beteilige mich nicht am pauschalen Merz-Bashing“:
Özdemir fordert Grüne zu Zusammenarbeit mit Union auf – und will AfD-Verbot
Der Ministerpräsident Baden-Württembergs gibt seiner Partei klare Empfehlungen. Die Demokratie hält er für „gefährdet wie noch nie“ und verlangt deswegen einen harten Kurs gegen die Rechten.
Dr. Franziska Brantner / Bündnis 90/ Die Grünen | LinkedIn
Wird die Bundesregierung ihr zuhören?
Deutschland darf den Ausbau der erneuerbaren Energien jetzt nicht ausbremsen!
Spiegel hier Von Stefan Schultz 03.03.2026,
Grüne legen Vorschläge für Energiewende-Turbo vorSüdkurier Ostrach hier 02.03.2026,Michael Hescheler
Diese Kombination hat es in sich: Drei Grüne Schwergewichte versammeln sich in Ostrach auf einem Fleck – das Publikum ist aus dem Häuschen.
Die Grünen können auch Blasmusik: Begleitet von einer Abordnung der Musikkapelle Ostrach marschieren Cem Özdemir, Winfried Kretschmann und Boris Palmer in die Ostracher Buchbühlhalle ein. Der Alb-Donau-Linzgau-Marsch soll zur Kreishymne des Landkreises Sigmaringen werden und wird deshalb zu solchen Anlässen aufgelegt.
Hanna Stauß, die Landtagskandidatin der Grünen, begrüßt auf ihre erfrischend unkonventionelle Art. „Willkommen allen Wunderfitzigen“, sagt sie zu all denen, die die Grünen beschnuppern wollen, doch wie sich im Laufe des Abends herausstellt, stehen die meisten der rund 550 Zuhörer der Regierungspartei ziemlich nahe.
Die Grünen feiern in Ostrach ein Volksfest: 550 Gäste verfolgen den Auftritt von Cem Özdemir, Winfried Kretschmann und Boris Palmer.
„Wir mussten etwa 300 Leute abweisen“, beschreibt die frühere Kreisvorsitzende Andrea Bogner-Unden den riesigen Andrang. Ein Livestream im Internet kam wegen des schlechten Empfangs nicht infrage. „Willkommen im ländlichen Raum“, formuliert die Kandidatin Stauß eine Aufgabe für die künftige Regierung, um dann zum eigentlichen Thema überzuleiten.
Einladung an Palmer
Die drei Grünen Elefanten nennt Stauß eine „krasse Kometen-Konstellation“, wobei Boris Palmer seit 2023 ein Ex-Grüner Elefant ist, aber das ist an diesem Abend nicht zu spüren. Die Kandidatin Stauß geht sogar so weit, dass sie dem wegen seiner ausufernden Facebook-Kommentare umstrittenen Oberbürgermeister von Tübingen eine Einladung ausspricht: „Im Kreisverband Sigmaringen müsstest Du nicht mit vielen Hürden rechnen.“
Als ob jemand im Wahlkampf Regie geführt hätte: Fast zeitgleich zum Schaulaufen der Grünen in Ostrach lässt sich der CDU-Konkurrent Manuel Hagel im benachbarten Pfullendorf blicken. Während Hagel nach etwa einer Stunde wieder weg ist, nehmen sich die Grünen Spitzenpolitiker zwei Stunden Zeit.
Die Runde ist höchst unterhaltsam und gewinnt nach einem anekdotischen Aufgalopp an politischer Tiefe. Doch erst zu den Anekdoten: Palmer bemerkt, dass es die Partei mit dem Trio nicht immer gut gemeint hat, und führt neben Özdemirs Nicht-Nominierung als Bundestagskandidat ein misslungenes Ausschlussverfahren an, das die Partei 1989 gegen Winfried Kretschmann führte, als dieser die Müllverbrennung befürwortet hatte.
Über seine persönlichen Verfehlungen spricht Palmer dagegen kaum, dafür umso offener über die mitten in der Nacht abgehaltene Hochzeit von Cem Özdemir im Tübinger Rathaus. Der als Standesbeamter fungierende Oberbürgermeister sollte für den Bräutigam 40 Rosen kaufen, was Palmer eigenen Angaben zufolge auch erledigte. Doch, obwohl Özdemir angekündigt haben soll, die Rosenrechnung zu begleichen, muss Palmer bis heute auf sein Geld warten.
Nicht nur beim Thema Rosen hält sich der Spitzenkandidat Özdemir vornehm zurück, auch als es um die in weite Ferne gerückte Fertigstellung von Stuttgart 21 geht, punkten eher Winfried Kretschmann und Boris Palmer. Der Ministerpräsident spannt den Bogen zum umstrittenen Milliardengrab, als er über einen Besuch von Papst Benedikt erzählt. Kretschmann holte Ratzinger vom Flughafen ab, als der Heilige Vater den Landesvater bei einer 15-minütigen Privataudienz auf Stuttgart 21 ansprach.
Stuttgart 21 und der Papst
Der Papst wollte wissen, warum das Bahnprojekt die Bevölkerung spaltete und einen veritablen Konflikt auslöste. Kretschmanns Erklärung: „Weil das Großprojekt durchgedrückt wurde, ohne ernsthafte Argumente in die Waagschale zu werfen.“ Eine Lehre von Stuttgart 21 sei, so Kretschmann, dass die Bevölkerung heute einbezogen werde.
Während Kretschmann den großen Bogen spannt, wechselt Palmer zur Tagespolitik, indem er auf die CDU zu sprechen kommt. Dem grünen Verkehrsminister die Schuld für Mehrkosten und Verzögerungen zu geben, sei dreist und unchristlich. „Wir haben damals gesagt, warum Stuttgart 21 nicht funktioniert, und wir versuchen das jetzt zu reparieren. Deshalb kann man uns nicht die Schuld geben.“
Über die schwächelnde Wirtschaft und den Klimaschutz leitet Moderatorin Xenia Rebsam zur Reform des Heizungsgesetzes über, bei der Palmer der Koalition in Berlin Dummheit unterstellt. Der zweite Frühling für Gas- und Ölheizungen würde Milliardeninvestitionen in Fernwärme oder Wärmepumpen entwerten.
Statt der politischen Attacke ist Spitzenkandidat Özdemir um Ausgleich bemüht. Als Ministerpräsident will er in die Hochburgen der AfD gehen und sich der Debatte mit den Wählern stellen. Özdemir zitiert den Philosophen Hans-Georg Gadamer, nach dem die Voraussetzung für ein Gespräch die Tatsache sei, dass der andere recht haben könnte.
Wie Besucher den Auftritt erleben
Diese ausgleichende Art Özdemirs kommt bei den Gästen an. Maria Baader aus Frickingen lobt den „fairen Umgang in der Partei“. „Ich fand Cem Özdemir super stabil und ich fand gut, dass wir über den Klimaschutz gesprochen haben“, sagt Roman Muth aus Weingarten.
Ob die Grünen im Schlussspurt die CDU noch einholen können? „Ich habe mein Leben lang Grün gewählt, aber ich habe Zweifel, dass Özdemir in der momentanen Situation die Wahl gewinnen kann“, sagt Gerhard Weber aus Krauchenwies.
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Ihr habt mit uns fast die 170.000-Marke geknackt!
Der Aufruf "Rettet die Erneuerbaren" gegen Katherina Reiches unsinniges Netzpaket ist damit der größte, den wir als Bündnisgrüne jemals gestartet haben. Lasst uns diese Dynamik aufrecht erhalten!
Link zum Aufruf hier hier könnt ihr unterschreiben
Sven Giegold LinkedIn
Heute 20.10.25: #Nuklear-Allianz-Treffen der EU-#Energieminister. Mittendrin: Katherina #Reiche. Parallel beraten auch Minster*innen für Erneuerbare.
Reiche kümmert sich in Europa um Atomkraft, in die bei uns niemand investiert.
Wir brauchen endlich eine Wirtschaftsministerin für die boomenden Erneuerbaren!
In der EU steht für die #Erneuerbaren viel auf dem Spiel. Die #EU arbeitet an der Aushöhlung der beschlossenen #GreenDeal-Gesetze. Das ist nicht im deutschen Interesse. Unsere Unternehmen bauen für viele Milliarden #PV, #Speicher und #Netze. Dieses Wachstum braucht Unterstützung aus Brüssel!
Während Reiche & Co. rückwärts in die fossile Vergangenheit steuern, haben wir einen grünen Plan für die nächste Phase der Energiewende vorgelegt:
Diskutiert die Energiewende 2.0 mit mir und Überraschungsgästen im Webinar am Mittwoch, 19 Uhr.
Wir freuen uns auf Eure Ideen!
Die Blockade der Straße von Hormus hieße eskalierende Öl- & Gaspreise. Katherina Reiche setzt trotzdem auf Gas statt Erneuerbare.
Das ist gefährlich.
Reiche muss den fossilen Rollback beenden. Erneuerbare heißt Unabhängkeit & günstige Preise. LobbyControl @lobbycontrol.bsky.social
Strategischer Desinformations-Bekämpfer, Demokratie-Verteidiger und Rechtsstaats-Aktivist | Jurist und Kommunikations-Stratege | Gründer Scompler Technologies | tätig für DAX-Unternehmen, Ministerien und NGOs
Die Einigung steht. CDU, SPD und Grüne haben sich nach zähen Verhandlungen auf eine Lösung verständigt, der trotz einiger Kompromisse eine spürbare politische Handschrift trägt: Die der Grünen.
Ich werte das als Sensationserfolg für die Grünen und für Deutschland.
Heute 26.2.25 um 14:30 haben knappe 300.000 Menschen unterschrieben hier
RND hier 25.2.25
Bundestagswahl 2025 im Liveticker:
Offener Brief: Habeck soll in Politik bleiben
Zehntausende Menschen wünschen sich von Robert Habeck, dass er in der aktiven Politik bleibt. In einer Zeit voller Krisen brauche es „Menschen – und noch wichtiger Führungspersönlichkeiten – wie dich“, heißt es in der Beschreibung zu einer Online-Petition, die am Montag ins Leben gerufen und in weniger als 24 Stunden von mehr als 75.000 Menschen unterzeichnet wurde.
Der Kanzlerkandidat der Grünen widersetze sich „dem rückwärtsgewandten, zynischen und entmenschlichten Diskurs“ und stehe ein für „Verstand, Zusammenhalt und Zuversicht“, heißt es weiter. „Du bist für viele ein Hoffnungsträger. Und Hoffnungsträger dürfen nicht gehen, wenn sie am meisten gebraucht werden, sondern müssen Führung und Verantwortung übernehmen.“
Habeck hatte nach dem schlechten Abschneiden seiner Partei bei der Bundestagswahl angekündigt, keine führende Rolle bei den Grünen mehr anzustreben. Enttäuschung darüber gab es auch in den eigenen Reihen: Fraktionschefin Britta Haßelmann bedauerte etwa den Schritt. Habeck habe einen guten Wahlkampf gemacht und sei mit dafür verantwortlich, dass die Grünen seit dem Bruch der Ampelkoalition rund 42.000 neue Mitglieder gewonnen hätten.
Krautreporter hier Rico Grimm 11.10.2024
Nach den verheerenden Wahlniederlagen der Grünen suchen die Partei und ihre Anhänger nach einem Ausweg. Den gibt es – er ist aber nicht einfach zu verdauen.
Jede Partei hat einen historischen Auftrag. Hätte sie keinen, wäre sie niemals eine Partei geworden. Ob sie groß und mächtig wird, hängt davon ab, wie ihr historischer Auftrag beschaffen ist.