Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina drängt dazu, schnell das Wasser in trockengelegte Moore und vom Flusslauf getrennte Auen zurückzuholen – und erklärt auch gleich, wie das gelingen kann.
Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat eine 132-seitige Stellungnahme inklusive Handlungsempfehlung zu der Zukunftsaufgabe veröffentlicht, Moore und Auen in Deutschland umfassend wiederherzustellen.
Ein solcher großflächiger landschaftlicher Umbau, der von der Dimension her als immense Herausforderung erscheint, rückt damit einen Schritt näher Richtung Realität. Die Leopoldina ist eine der angesehensten Wissenschaftsakademien weltweit, die sich ausschließlich mit gesellschaftlich relevanten Fragen und unabhängiger wissenschaftsbasierter Politikberatung beschäftigt. Man könnte auch sagen: Sie beschäftigt sich mit Themen, die auch wirklich wichtig sind.
Moore und Auen sind in Deutschland Landschaften, die durch die Industrialisierung stark verändert wurden. Ihr derzeitiger Zustand ist schlecht.
Aus den zu weit über 90 Prozent entwässerten Mooren,
die vor allem in landwirtschaftlicher Nutzung sind
und einer Fläche des Bundeslands Sachsen entsprechen, entweichen große Mengen CO₂.
Nahezu alle Auen,
also ehemalige Überflutungsgebiete entlang der Flüsse,
sind für Landwirtschaft, Schifffahrt und Siedlungswachstum eingedeicht und vom Fluss abgetrennt worden.


