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Montag, 14. Juni 2021

Bilder zum Kein-Kalkabbau-Protest

 



Bilder von Irmgard Kempf von der Gögginger Initiative "Lebenswertes Göggingen".
Sie meint zur Demo: "Wir Gögginger standen zwar nicht im Fokus, wir wurden aber  mit unseren aussagekräftigen Plakaten sehr wohl von der Bevölkerung und der Presse wahrgenommen. Schließlich kämpfen wir gemeinsam gegen die Ressourcenverschwendung und den Flächenfraß im Regionalplan!"


Daniel als Verkehrsexperte merkt Folgendes an:
"Stilllegung des Bahnhaltes Tiergarten wäre mal das erste (und auch einfachste), was man beheben sollte, um mehr Straßenverkehr im Donautal zu vermeiden.
Noch geht das einfach, weil die Anlagen noch im betriebsfähigen Zustand sind. Schon nächstes Jahr könnte die Falle "muss erst instand gesetzt werden" zuschnappen und dann dauerts aus fadenscheinigen Gründen wieder min 5 Jahre!

In Göggingen gäbe es auch einen reaktivierbaren Bahnhof....."

Sonntag, 13. Juni 2021

"Bürger protestieren gegen Kalkabbau"

Regionalplanentwurf soll diesen Monat verabschiedet werden - Viele empfinden Ohnmacht

Artikel in der Schwäbischen Zeitung von Peggy Meyer, Sigmaringen, Auszüge in blau:

Knapp 200 Teilnehmer sind am Samstag dem Aufruf von BUND, Interessengemeinschaft Pro Mittelberg und Fairwandel Sigmaringen gefolgt und haben auf dem Karlsplatz ihre klare Ablehnung zum geplanten Kalksteinabbau im Donautal bekundet. .... Für Bewohner und Liebhaber des Donautals steht fest: Hier wird unverhältnismäßigem und profitablem Ressourcenabbau mit großer Lobby Vorrang geleistet zu Lasten des Arten- und Naturschutzes, des sanften Tourismus und der menschlichen Bedürfnisse.

Für Gerhard Stumpp vom BUND Sigmaringen drängt die Zeit: Der neue Regionalplanentwurf soll noch in diesem Monat verabschiedet werden. Ein Regionalplan, der aus Stumpps Sicht „weder durch die Verbandsversammlung noch durch die Landesregierung genehmigungsfähig ist“. ...

„120 LKW würden täglich durchs Donautal fahren“, zeichnet Klaus-Peter Bürkle von der Interessengemeinschaft pro Mittelberg ein düsteres Szenario. Zusätzlich zu Motorradlärm und touristischem Straßenverkehr würden Staub, Dreck und Lärm zur Normalität werden. „Kalkabbau wird unser Tal total verändern.

Vom „Naturjuwel“ Donautal und einer „mehr als erheblichen Beeinträchtigung für Mensch und Natur“ spricht Landtagsabgeordnete Andrea Bogner-Unden (Grüne), Robin Mesarosch (SPD) nennt „das Vorhaben eines Adligen, der in der Schweiz wohnt und in Baden-Württemberg einen Berg abträgt, um Millionen zu scheffeln“, dubios und eine Vorlage für einen „Tatort“.

....Egal, ob Kalk, Sand oder Kies - welchen Flächenfraß übermäßiger Ressourcenabbau mit sich bringt, wissen die Gögginger seit Jahrzehnten. „Bei uns sind mittlerweile 288 Hektar, das sind 400 Fußballfelder, für den Kiesabbau gesperrt“, sagen Irmgard und Karl-Robert Kempf vom Verein „Lebenswertes Göggingen“. Und sie fühlen sich von der Politik im Stich gelassen. Doris Dufner spricht aus, was viele denken: „Wir Bürger fühlen uns immer nur verarscht“. ....

Als Rüdiger Sinn von Fairwandel zum Abschluss der Kundgebung auf das kleine Podest steigt, um für die Unterschriftensammlung zu werben, stehen auf seinem grünen T-Shirt drei Worte: „Es ist Liebe“. Drei Worte, die prägnant das auf den Punkt bringen, was die Teilnehmer der Kundgebung vereint: Nicht die Liebe zu Kommerz und Profit, sondern die Liebe zur Natur. Es ist Liebe zum Donautal.


Bild von Rüdiger Sinn

ganz zufällig fand ich auf der Suche nach dem Zeitungsartikel genau dasselbe Thema an einem anderen Ort hier

Dienstag, 6. April 2021


 Die Pressemitteilung der Initiative wurde bereits in diesem Blog veröffentlicht.

Den vollen Artikel aus dem Südkurier finden Sie hier

Die Internetseite der Initiative finden sie hier

Mittwoch, 3. März 2021

Verzweifelter Hilferuf der Gögginger Bürger

Unser neues Mitglied, die Initiative "Lebenswertes Göggingen" hat eine Pressemitteilung verfasst, die uns alle erschüttern muss...

Zum Jahreswechsel 2010/2011 haben wir, die Gögginger Bürger*innen, von den Vorhaben der Kiesfirmen Kenntnis nehmen müssen, in den Ortschaften Bittelschieß (Nordmoräne) und Göggingen (Valet & Ott, Baur und Baresel) sehr umfangreiche Flächen zum Kiesabbau zu beanspruchen. Schon zu diesem frühen Zeitpunkt war klar, dass sich Widerstand formieren musste. Allerdings richtete sich der Widerstand nicht gegen Kiesabbau allgemein, sondern fast ausschließlich gegen den Kiesabbau im Gögginger Offenland.

Über 500 Gögginger Bürger ab 15 Jahren bekundeten mit ihrer Unterschrift, dass sie gegen das Vorhaben sind. Der Gemeinderat Krauchenwies, sowie die Ortschafträte der Teilorte stimmten einstimmig gegen den geplanten Kiesabbau. Der Planungsausschuss des Regionalverbandes stimmte nach einer Besichtigungstour der uns umzingelnden Gruben ebenfalls einstimmig (mit 1 Enthaltung des Verbandsvorsitzenden Kugler) gegen das Vorhaben. Das sind demokratische Entscheidungen.

Göggingen ist seit rund 60 Jahren durch Kiesabbau belastet. Hinzu kommen die B 311, die mitten durch den Ort führt und stetig mehr Verkehr, hauptsächlich Schwerlastverkehr führt. Drei aktive Kiesgruben mit entsprechenden Kiestransporten, die Mülldeponie in direkter Nachbarschaft und ein Motocross-Gelände belasten den Ort übermäßig.

Erhebungen zufolge sind die Fördertonnen allein im Landkreis Sigmaringen gegenüber dem Eigenbedarf des Landkreises mit 500 Prozent überzeichnet! 143 ha sind bei uns bereits abgebaut, genehmigt und als Sicherungsgebiet sind weitere 134 ha, also insgesamt 277 ha Kiesabbauflächen, oder 395 Fußballfelder und das nur direkt um Göggingen rum.

Durch massiven Protest konnte in der raumordnerischen Beurteilung 2016 ein Teilerfolg verbucht werden. Die Flächen zum Abbau in Göggingen wurden in etwa halbiert. Vorhaben von Nordmoräne und Baresel, haben wir, inzwischen organisiert im Verein Lebenswertes Göggingen und Umgebung e.V., toleriert.

Seither gibt es immer wieder Schlagabtausch mit den Kiesfirmen und den Genehmigungsbehörden. Immer wieder stellten wir fest, dass Vorgaben in der Vergangenheit und Gegenwart seitens der Kiesindustrie nicht eingehalten werden und seitens der Behörden eher schlecht als recht kontrolliert wurden.

Dies war die erste Seite der Pressemitteilung, lesen Sie die Vollständige Mitteilung hier

Dienstag, 2. März 2021

Das Aktionsbündnis wächst

In den letzten Tagen sind die Fridays4Future Sigmaringen beigetreten, die Initiative Pro Frischluftschneise aus dem Schussental, die Initiative Lebenswertes Göggingen, und der ADFC Kreisverband Ravensburg. Herzlich willkommen!!!!

 

Hier findet Ihr unterhalb unserer Unterschriftensammlung das bald aktualisierte Logo-Band mit an die 30 Logos bisher: https://fairwandel-sig.de/regionalplan/