Das ist vollkommen richtig, nur: das Problem mit der CO2-Bepreisung kommt eben später und trifft vielleicht Menschen unvorbereitet, die sich das nicht so ohne weiteres leisten können. Daher ist der Anstieg ohne Klimageld sehr unsozial.
hier ARD Stand: 01.02.2024 Das Gespräch führte Judith Kösters, HR.
Haushaltsberatung im Bundestag
Der Sachverständigenrat Wirtschaft dringt auf eine Lockerung der Schuldenbremse im Grundgesetz. Aber: Beim Klima zu sehr auf Subventionen zu setzen, sei auch nicht sinnvoll, warnt die Wirtschaftsweise Veronika Grimm im Interview.tagesschau.de.
Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts musste der Haushalt neu justiert werden. Bei einigen Klima-Förderprogrammen hat die Regierung daraufhin gekürzt;
andere, wie die Investitionen ins Bahn-Schienennetz, bleiben erhalten und werden aus anderen Töpfen finanziert.
Hat die Bundesregierung die richtigen Kompromisse gemacht?
Veronika Grimm: Ich glaube, man hätte konsequenter sein können. So stark mit Subventionen und Förderungen zu arbeiten, wie die Bundesregierung sich das vorstellt, das kostet viel zu viel Geld. Schon deswegen hätte man umschwenken sollen auf die CO2-Bepreisung und in dem Kontext gleich das Klimageld mit verankern sollen. Damit man den Leuten die Angst nimmt, durch die dann steigenden CO2-Preise zu stark belastet zu werden.