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Sonntag, 13. April 2025

brand eins-Podcast zur Gemeinwohl-Bilanzierung

 Detector  hier  brand eins Podcast | Christian Hiß  11.04.2025

Umweltschutz ist Teil der Betriebswirtschaft und kein Idealismus

Mit ihrer Arbeit tragen viele Landwirtinnen und Landwirte bereits jetzt zum Klimaschutz bei. Wie lässt sich dieser Beitrag am Gemeinwohl angemessen bezahlen?
Der Land- und Betriebswirt Christian Hiß im Gespräch.


Freitag, 22. November 2024

Mehr Wohlstand ohne Zuwanderung?

Demographie ist wirklich spannend, auch wenn sehr selten darüber gesprochen wird. Dennoch ist es eine Mega-Welle, die uns nach langen Jahren der Verdrängung heute überrollt - und das in einer Zeit, in der schon so viele Krisen-Wellen zu bewältigen sind. 

In vielen Bereichen wird inzwischen schon deutlich sichtbar, wo wir zurück schrauben müssen, Abstriche machen müssen, wo Personal dauerhaft fehlen wird. Stichwort: Schulen, Kindergärten, Altenpflege, Klimaschutzmaßnahmen und vieles mehr.

hier  Business Insider  Artikel von Romanus Otte 20.11.24

Mit diesen historischen Daten widerlegt die Deutsche Bank einen populären Irrtum

Begehrte Auszubildende: Länder mit einer schrumpfenden Bevölkerung im Erwerbsalter verlieren Wohlstand.

Dienstag, 21. Mai 2024

Wie wir über uns hinauswachsen

TAZ hier

Klima und Degrowth: Wie wir über uns hinauswachsen

Wenn die Wirtschaft stagniert, ist das erst mal gut fürs Klima – aber viele Menschen leiden unter finanziellem Druck. Was hilft langfristig?

Zugschienen, ein Bus und im Hintergrund ein gelbblühendes Feld mit Windrädern und Stromleitungen.
Wohin soll die Wirtschaft wachsen – und soll sie überhaupt?

Dienstag, 2. April 2024

Wohlstand - aber anders: Island setzt auf die Wellbeing Economy

hier  ZDF  von Claire Roggan  26.03.2024


Wachstum dominiert seit Jahrzehnten unser Denken und Handeln. Doch ist das in Zeiten von Umwelt- und Wirtschaftskrisen noch zeitgemäß? Island zeigt, wie es auch anders gehen kann.



Die weltweite Wirtschaft durchlebt eine Phase der Unsicherheit: stagnierende Märkte, schrumpfendes Bruttoinlandsprodukt und düstere Prognosen für das laufende Jahr. Die Annahme, dass Wirtschaftswachstum gleichbedeutend mit Fortschritt und ein wachsendes Bruttoinlandsprodukt mit besseren Lebensbedingungen einhergehen, durchzieht die politischen Debatten und ökonomische Analysen. Doch geht es auch anderes? Ist es an der Zeit, unser Wachstumsimperativ über den Haufen zu werfen? Was wäre, hätte man andere Kennzahlen?

Montag, 20. November 2023

Mehr Gemeinschaft - weniger Profit

Neo-Ökologie nach alten Modellen 

hier  ZDF von Torsten Mehltretter  18.11.2023 

Langfristig die Gemeinschaft stärken und dafür auf den maximalen Profit verzichten. Die Neo-Ökologie feiert das Comeback altbekannter Wirtschafts-, Arbeits- und Wohnmodelle.

Die Gemeinschaft stärken, das Wohl aller über den Profit Einzelner stellen. Viele Menschen setzen auf ein Umdenken am Arbeitsplatz, in der Landwirtschaft und beim Wohnen.

Montag, 23. Oktober 2023

"Gemeinwohlökonomie leben in Kommunen - mehr als nur Klimapolitik".

 Sehr geehrte Mandatsträger*innen in der Region Bodensee-Oberschwaben, liebe Interessierte,

nach einer längeren Pause möchten wir Sie heute auf eine besondere Veranstaltung aufmerksam machen. Wir glauben, die Themen sind noch immer relevant und spannend für Ihre Arbeit.

Die GWÖ Regionalgruppe Göppingen und die evangelische Akademie und der GWÖ BaWü e.V.
organisieren gemeinsam eine Veranstaltung zum Thema

"GWÖ leben in Kommunen - mehr als nur Klimapolitik".

Die Veranstaltung findet vom 03. bis 04. November 2023 in der Akademie statt und richtet sich an Bürgermeister*innen, Stadträt*innen, Wirtschaftsförderungen, Eigenbetriebe und Interessierte.

-  Details siehe unten!

Mit herzlichen Grüßen, 
Kajo Aicher und Thomas Henne

https://germany.ecogood.org/ueber-uns/regionalgruppen/bodensee-oberschwaben/ 

Dienstag, 9. November 2021

Einladung "Menschenwürdiges Bauen"

Sehr geehrte Gemeinderät*innen 

Für das Thema Wohnen ist es das Ziel der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ), allen ein menschenwürdiges Wohnen zu ermöglichen und gleichzeitig unsere Lebensgrundlagen zu erhalten. Wohnungspolitik und Wohnungsbau sind so zu gestalten, dass sie sich in das Ökosystem einfügen.

Wo sieht die GWÖ den Kern bzw. die Ursache des Wohnungsproblems?

  • in Deutschland steigt die Wohnfläche pro Person kontinuierlich an, inzwischen sind wir bei durchschnittlich 47 qm pro Person. Das heisst, wir haben ausreichend Wohnraum, aber er ist sehr ungerecht verteilt, überteuert und somit für viele Menschen zunehmend nicht bezahlbar.
  • Wohnungen dienen der Gewinnmaximierung, v. a. für börsennotierte Unternehmen. Außerdem drängen riesige Geldvolumen der Finanzwirtschaft in den Wohnungsmarkt ebenso mit dem Ziel der Gewinnmaximierung. (Mit dem Thema Finanzwirtschaft werden wir uns nächstes Jahr befassen)
  • bereits diese beiden genannten Aspekte zeigen, dass das Thema Wohnen sehr komplex ist und es keine einfachen Lösungen gibt. Für umfassende Änderungen braucht es einen ganzheitlichen Ansatz, der auch die Ursachen in den Blick nimmt. Hier setzt die GWÖ mit ihrem systemischen Ansatz an, unsere Wirtschaftsordnung so zu gestalten, dass durch soziales und ökologisches Engagement bezahlbarer und klimaschonender Wohnraum für alle ermöglicht wird.

Größte Herausforderung: wie können wir möglichst schnell bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung stellen? Wie kann das ohne weiteren Flächenverbrauch gelingen, um noch eine Chance zur Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels zu bewahren?

Es gibt bereits viele Beispiele und Projekte wie das funktionieren kann sowie viele kleine Unternehmen und Akteur*innen, die täglich zeigen, dass ein Miteinander möglich ist.

Gemeinsam mit Ihnen möchten wir diese Möglichkeiten und Wege in den Vordergrund stellen. Es ist Zeit für einen grundlegenden sozial-ökologischen Umbau (Transformation) unserer Gesellschaft und Wirtschaft.

Bei unserem nächsten Online-Treffen möchten wir uns mit Ihnen zu konkrete Beispielen austauschen, zum Beispiel:

Und gerne auch entsprechende Beispiele aus ihrer Stadt: 

Wir laden Sie zusammen mit anderen Gemeinderät*innen / Mandatsträger*innen aus Baden-Württemberg ein am

Donnerstag, 18.11.2021 um 19:00 Uhr, online 
(10 min Impuls, 45 min Fragen und Diskussion).

Mit herzlichen Grüßen,

Kajo Aicher und Thomas Henne

mail: bodensee-oberschwaben@ecogood.org

Verein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie,

GWÖ Regionalgruppe Bodensee-Oberschwaben  hier


Sonntag, 17. Oktober 2021

Unser bisheriges Engagement reicht nicht aus!

Verein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie, 
GWÖ Regionalgruppe Bodensee-Oberschwaben hier

Hier: Vernetzung und Kooperation zwischen Gemeinderät*innen, Kreisrät*innen, Mitglieder der Regionalverbände aus verschiedenen Städten und Regionen sowie Aktiven der GWÖ mit dem Ziel einen Beitrag für den notwendigen sozial-ökologischen Umbau (Transformation) unserer Gesellschaft und Wirtschaft  leisten. 

Thema heute: Unser bisheriges Engagement reicht nicht aus!
- das Angebot der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) für die Transformation zur Nachhaltigkeit

Was meinen wir damit: Unser bisheriges Engagement reicht nicht aus?

April 2021: Das Bundesverfassungsgericht erklärt die 1,5-Grad-Grenze des Pariser Klima-Abkommens mit seinem Urteil für verfassungsrechtlich verbindlich. 

Juni 2021: GWÖ Bürger*innendialog Friedrichshafen

Juli 2021: Flutkatastrophe in Deutschland

August 2021: Weltklimarat (IPCC) veröffentlicht neuen Bericht

September 2021: Bundestagswahl - Wahlprüfsteine

Oktober 2021: GWÖ Bürger*innendialog Konstanz, GWÖ auf der LGS Überlingen, Filmvorführung "Hinterm Deich wird alles gut" Friedrichshafen, Artikel über die GWÖ am See im Jahrbuch 2020 des Bodenseekreises "Leben am See 

Haben Sie das Gefühl, dass nun ein Ruck durch unsere Gesellschaft und Wirtschaft geht und wir gemeinsam, konstruktiv die Herausforderung glaubhaft anpacken? Haben die Angebote vor Ort zufriedenstellende Resonanz erfahren? Was haben wir hier vor Ort angepackt und erreicht?


Das Angebot der GWÖ: eine ethische Wirtschaftsordnung - ein ganzheitlicher Ansatz

Wir sind der Überzeugung, dass Kommunen für die notwendige Transformation eine entscheidende Rolle spielen. Kommunen können für den "Ruck in der Gesellschaft" beitragen, indem sie zeigen, dass wir handeln können und dass es nicht um Verzicht geht, sondern darum, unsere Lebensgrundlagen zu erhalten und unsere Lebensqualität zu steigern! Die GWÖ bietet dafür den Entwurf einer ethischen Wirtschaftsordnung und die notwendigen "Werkzeuge" an.

Für unser nächstes Online-Treffen möchten wir konkrete Beispiele und entsprechende Projekte sammeln, Ihnen vorstellen und Ihnen Mut machen. Wir möchten zeigen, dass wir das 1,5 Grad-Ziel noch erreichen können und wollen. Wir werden dafür alles Menschenmögliche unternehmen, damit unsere Kinder, Enkel und die nachfolgenden Generationen noch eine Chance auf eine lebenswerte Umwelt haben.

Bitte teilen Sie uns gerne entsprechende Beispiele und Projekte - die Sie kennen - mit, Kontaktdaten s.u.

Wir laden Sie zusammen mit anderen Mandatsträger*innen aus Baden-Württemberg zum Thema "Unser bisheriges Engagement reicht nicht aus,  das Angebot der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) für die Transformation" zum Austausch ein am

Mittwoch, 20.10.2021 um 19:00 Uhr, online (10 min Impuls, 45 min Fragen und Diskussion).

 

Mit herzlichen Grüßen

Kajo Aicher und Thomas Henne

mail: bodensee-oberschwaben@ecogood.org

Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) ganz kurz erklärt:

Die GWÖ hat die Etablierung einer ethischen, ökologisch nachhaltigen und sozial gerechten, globalen Wirtschaftsordnung zum Ziel. Ihr liegt ein ganzheitlicher und wertebasierter Ansatz zugrunde. Die Werte sind: Menschenwürde, Solidarität und Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit sowie Mitbestimmung und Transparenz. Das Wohl von Menschen und Umwelt (Gemeinwohl), also ein gutes Leben für alle, wird zum obersten Ziel des Wirtschaftens. Die zugrundeliegende Idee wird in diesem Film kurz erklärt.

Freitag, 11. Juni 2021

Gemeinderats-GemeinwohlÖkonomie im Juni

Die GWÖ hat die Etablierung einer nachhaltigen und sozial gerechten, globalen Wirtschaftsordnung zum Ziel. Ihr liegt ein ganzheitlicher und wertebasierter Ansatz zugrunde.

Der einzige übergreifende gesamtheitliche Ansatz über sozial-ökologische für Unternehmen und Gesellschaft mit klar abgeleiteten Zielen aus der UN Agenda 2030 und den Klimaschutzzielen ist der der GWÖ. Vor allem, weil er alle Beteiligten in der Gesellschaft adressiert und nicht nur die Unternehmen - es braucht uns Alle. Es ist das Instrument auf dem Weg zum Ziel in kontinuierlichen Verbesserungsschritten, nicht die rückblickende Ergebnisbetrachtung der "netten" Leistungen mit Gefahr des Green Washing. Es ist ein ehrliches Bilanzieren und Fortschreiben - transparentes Management  eben!

Was bringt das Ihnen als Gemeinderätin / Gemeinderat?

Gemeinden spielen bei der Etablierung eines ethischen Wirtschaftssystems eine wichtige Rolle. Sie machen selbst die Regeln, fördern Engagement und sind zugleich wirtschaftliche Akteur*innen. Wie bereits einige Kommunen zeigen, können sie wegweisend sein, mit gutem Beispiel vorangehen und eine ethische Wirtschaftsordnung für die Gemeinde auf den Weg bringen.


Wir laden Sie zusammen mit Gemeinderät*innen aus Baden-Württemberg zum Thema 
"Der Mehrwert der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ)" zum Austausch ein
am
Donnerstag, 17.06.2021 um 19:00 Uhr, online (15 min Impuls, 45 min Fragen und Diskussion).

Zugangslink für das Zoom-Meeting: 

https://us02web.zoom.us/j/89007536481?pwd=K0dZanJJT3dWbU0rL1RueEZWTVFZQT09

Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Kommen Sie gerne direkt in den Online-Raum.

Zukunftsfähig bauen

Das ist doch genau das Thema, mit dem wir uns nun intensiv befassen müssen! Der Regionalplan wird voraussichtlich noch im Juli beschlossen, es scheint nicht so, dass der Regionalverband zur Nachbesserung bereit wäre.

Und dann geht`s los mit den Flächennutzungsplänen in den Kommunen. Besser vorher informiert sein!

Die Veranstaltung wird über Zoom stattfinden, wenn ihr dabei sein wollt schreibt einfach eine kurze formlose Mail an wahlkampf@gruene-bodenseekreis.de und ihr bekommt den Link zugeschickt.

 




Aus der GemeinwohlÖkonomie gibt es auch noch ein paar Anregungen dazu hier
"Die lebendige Stadt der Zukunft" 
ein Titel, bei dem man sich fast schon auf die Zukunft freuen könnte.

Montag, 31. Mai 2021

Herzliche Einladung zum Bürger*Innen-Dialog 2021 

„Nachhaltiges Wirtschaften: Global denken – vor Ort handeln“.


Anmelden können Sie sich unter: https://eveeno.com/Buergerinnendialog-FN-BSO

Mittwoch, 26. Mai 2021

 Aus der Kontext Wochenzeitschrift:  Welt ohne Wachstum  hier

Wenn das Klima geschont werden soll, kann es kein Menschenrecht auf Fliegen geben. Damit aber wird wieder das böse V-Wort unvermeidlich, das das Wachstum bedroht: Verzicht. Dieser müsste sich nicht allein aufs Fliegen beschränken, denn auch ansonsten lässt sich der Energieverbrauch nur reduzieren, indem weniger produziert wird. Alle Konzepte vom "nachhaltigen Wachstum" sind Mogelpackungen, weil es in Wahrheit kein Wachstum mehr gäbe, sondern mehr Nachhaltigkeit. Die richtige Bezeichnung wäre also "wachsende Nachhaltigkeit".

Zudem reicht es nicht, sich nur auf den Klimawandel zu konzentrieren. Der CO2-Ausstoß ist nicht das einzige Umweltproblem; genauso bedrohlich sind Flächenverbrauch, Wasserknappheit, Artensterben und giftige Abfälle. Der Verzicht ist alternativlos, wenn man die Ökosysteme retten will.
Es ist ein Dilemma: Ohne Wachstum geht es nicht, komplett grünes Wachstum gibt es nicht, und normales Wachstum führt unausweichlich in die ökologische Katastrophe. Der Kapitalismus erscheint wie ein Fluch. In dieser Zwangslage bleibt derzeit nur ein pragmatisches Trotzdem: trotzdem möglichst wenig fliegen, trotzdem Abfall vermeiden, trotzdem auf Wind und Sonne setzen, trotzdem biologische Landwirtschaft betreiben. Aber man sollte sich nicht einbilden, dass dies rundum "grünes" Wachstum sei. Wie man den Kapitalismus transformieren kann, ohne dass er chaotisch zusammenbricht – dies muss erst noch erforscht werden.

Mittwoch, 12. Mai 2021

Mittwoch, 7. April 2021

Hintergrundwissen Flächenverbrauch


Die Zahlen sprechen für sich:

100 Fußballfelder pro Tag, unsere Wohnfläche pro Kopf hat sich verdoppelt, keine 2% an Fläche für Wildnis usw. (Details und Quellen s.u. ab Seite 6)

In Deutschland haben wir im Durchschnitt den 3-fachen ökologischen Fußabdruck. Wenn alle Menschen auf der Welt so leben würden wie wir, dann bräuchten wir 3 Erden, um unseren Ressourcenbedarf decken und unseren Müll und unsere Emissionen entsorgen zu können.

Das bedeutet: wir haben ZUVIEL!

hier finden sie eine wunderbare Übersicht und Arbeitsgrundlage !

Wenn wir tatsächlich Richtung Nachhaltigkeit gehen wollen, dann ist die Herausforderung, dass wir unseren Konsum reduzieren - auch unseren Flächenkonsum.

GWÖ

Freitag, 12. März 2021

 Für unser heutiges Thema, der Flächenverbrauch und das Gemeinwohl, ist der Aspekt des Maßstabs ebenfalls entscheidend:

  • ist es ok, dass wir in Deutschland nach wie vor täglich 50 - 60 ha Land für Siedlungs- und Verkehrsflächen versiegeln / umbauen?
  • wollen wir es hinnehmen, dass wir unseren Kindern ein Land übergeben,in dem es Wildnis / unberührte Natur nur noch auf weniger als 2 Prozent der Fläche gibt?
  • fühlen wir uns wohl damit, dass sich die Wohnfläche pro Kopf in Deutschland innerhalb der letzten 50 Jahre mehr als verdoppelt hat
  • Weitere Informationen zum Flächenverbrauch in Deutschland haben wir für Sie in einem Dokument zusammengestellt, s. Anhang.
Welchen Maßstab wollen wir also anlegen? Welchen Anspruch haben wir an uns? 
  • vergleichen wir uns mit anderen Staaten des sogenannten globalen Nordens (privilegierte Länder)
  • oder
  • geht es uns um globale Verantwortung und globale Gerechtigkeit? 
Thema  "Flächenverbrauch und das Gemeinwohl" 

Die Vereinten Nationen haben 2015 im Rahmen der UN Agenda 2030 Ziele für eine globale, nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) verabschiedet. Diese Agenda 2030 wurde im September 2015 von der Bundesregierung verbindlich unterschrieben. Damit ist es ein Programm, zu dem sich die Bundesrepublik Deutschland als Staat verpflichtet hat und es entsprechend auch für die Kommunen gilt. 

Wie kommen wir / die Kommunen ins Handeln und in die Umsetzung?

Die GWÖ versteht sich als ein ergebnisoffener, partizipativer und lokal wachsender Prozess mit globaler Ausstrahlung. Wir möchten uns mit Ihnen austauschen und voneinander lernen. Lassen Sie uns gemeinsam Wege finden und in eine Zukunft gehen, die unsere Lebensgrundlagen schützt und erhält.

Wir laden Sie zusammen mit Gemeinderät*innen aus Baden-Württemberg zum Austausch ein. 

Mittwoch, 17. März 2021 um 19.00 Uhr, online (15 min Impuls, 45 min Fragen und Diskussion).

Zugangslink für das Zoom-Meeting: https://us02web.zoom.us/j/89007536481?pwd=K0dZanJJT3dWbU0rL1RueEZWTVFZQT09

Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Kommen Sie gerne direkt in den Meetingraum.


Freitag, 8. Januar 2021

Man kann auch anders denken....Zeitgemäße Ideen

Es gibt in unserer Region schon viele Ansätze mit denen man sich auseinandersetzen könnte und sollte

Bei der  GemeinwohlÖkonomie hat sich eine Regionalgruppe Bodensee-Oberschwaben gegründet

Aus der Homepage entnommen:
Wir leben in der wunderschönen Region Bodensee-Oberschwaben, zwischen Alpen, schwäbischer Alb und Schwäbischem Meer. Es ist eine reich gesegnete Landschaft, in der wir aber auch als Folge unserer Lebensweise Umweltbelastungen und die Auswirkungen des Klimawandels erkennen können.
Unser gutes Leben wirkt sich zudem auch auf andere Länder, deren Ressourcen und den dort arbeitenden Menschen aus. Daher wünschen sich mittlerweile viele Menschen ein anderes Wirtschaftssystem - eine ethische Marktwirtschaft, geprägt von Solidarität, sozialer Gerechtigkeit und ökologischer Verantwortung.

https://web.ecogood.org/de/bodensee-oberschwaben/


Auch Uwe Burka beschäftigt sich mit der Frage:
S
üdbaden, Wiege einer neuen Geld- und Wirtschaftskultur?

Man erkennt schon an seiner Buchgestaltung die Waldorfpädagogik
Er schreibt auf seiner Homepage:

Unser maskulines Geld- und Wirtschaftssystem mit seinem unnatürlichen Wachstumszwang und seinen exzessiven Spekulationsmärkten dominiert und vernichtet langsam die femininen Bereiche des Lebens, wie Kulturentwicklung, kreative Bildung, Kunst, Gesundheit, soziale Sicherung, Natur-, Boden- und Klimaschutz.  Die Führenden in Politik und Wirtschaft versperren sich (noch) einer menschlichen Wirtschaftskultur. Die Zivilgesellschaft ist nun gefordert!
In Südbaden gibt es beste Voraussetzungen eine neue zukunftsfähige Geld- und Wirtschaftskultur exemplarisch aufzubauen. ......
 Zusammen haben alle Akteure einen großen Einfluss im Kulturellen und im Wirtschaftlichen weit über die Region hinaus. Das Besondere hier liegt an zwei polar zueinanderstehenden Entwicklungsfeldern: a) der gesundenden Arbeit am Boden und b) der Schulung unserer Fähigkeiten, unseres Bewusstseins (Kultur).....


Eines der vor uns liegenden fundamentalen Aufgaben wird auch der Wiederaufbau des Humus in den landwirtschaftlichen Böden sein. (siehe z.B. www.bodenfruchtbarkeit.bio). Als Belohnung winkt uns dafür eine Reduktion der CO2-Werte in der Luft, eine viel reichhaltigere Ökologie, gesündere Lebensmittel und natürlich viel mehr Freude übers Land zu gehen, besonders wenn wir dies mit Kindern und gleichgesinnten Kollegen/-innen einer solidarischen Landwirtschaft tun.    

https://www.aktivzukunftsichern.com/index.php/termine


Mittwoch, 30. Dezember 2020

Kultur leben (mit Blick auf das KlimaCamp ) - Von Wolfram Frommlet, Kolumne 28 Dezember 2020

 Ein Brief aus dem Amazons von Nemonte Nemquino vom Indigenen Volk der Waorani, mit der wundervollen Nachricht, dass sie den Goldman Environmental Prize gewonnen habe, „für den Kampf meines Volkes“, den Regenwald gegen die Ölfirmen zu verteidigen. 

Diese Auszeichnung sei auch „für die Vorfahren, die Ältesten, für indigene Völker auf der ganzen Welt, die ihr Leben riskieren, Mutter Erde zu beschützen“.  https://www.goldmanprize.org/

 

 

Dafür ist der Baum, den einige junge Leute im Grüngürtel an der Schussenstraße in Ravensburg besetzt halten, gewaltlos und behutsam, ein Symbol

Es geht um weit mehr als um Kritik an den Umweltzielen der Stadt Ravensburg oder auch den Kiesabbau im Altdorfer Forst. Jedes Jahr werden etwa 15 Milliarden Bäume vor allem in tropischen Regenwäldern abgeholzt, 476 pro Sekunde. Die Hälfte der Wälder des gesamten Planeten ist vernichtet, ein Großteil unwiderruflich, weil die wenigen Aufforstungen die ökologische Vielfalt nicht ersetzen können. 

Alleine im vergangenen Jahr wurden 121.000 km² in den Ländern des Südens abgebrannt, davon unberührter Regenwald von der Größe Belgiens. Die „Hüter des Waldes“, indigene Völker und Kleinbauern werden vertrieben für Monokulturen, die die Böden in Wüsten ver-wandeln, voller Pestizide und Chemiedünger.
Wofür? Für Biosprit, Soja, Palmöl, Bio-Sprit, Kaffee und Kakao, moderne Textilfasern, für Erdöl und Seltene Erden.
Für den Lebensstil sog. „entwickelter Gesellschaften. Für eine Alltagskultur, über die Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) am globalen „Earth Overshoot Day, dem Erdüberlastungstag am 22. August 2020 sagte: „Die Grenzen der Ressourcen sind endlich und wir nehmen uns ein Vielfaches dessen, was uns zusteht. Wir leben nicht über unsere Verhältnisse, sondern über die Verhältnisse der anderen und unserer Kinder und Enkel. Wir betreiben Raubbau in den Regenwäldern.“ 

Darum geht es auch den jungen Baumbesetzern in der Schussenstrasse. Sie setzen den Slogan „Global denken, lokal handeln“ in Aktion um. Es ist nicht nur die Gewinngier von weltweit agierenden Nahrungskonzernen und Discountern, die das Erbe der Menschheit zerstören, es ist ein Konsumverhalten, das keine Grenzen kennt. 

Gerd Müller: „Wir benutzen Shampoo mit Palmöl und grillen Fleisch vom Schwein, das mit Soja gefüttert wurde. Wer künftig Soja oder Palmöl importieren will, der muss den Nachweis erbringen, dass der Anbau nicht auf gerodeten Waldflächen erfolgt ist.“ 

Und da sind wir wieder beim Baum: Zunehmend mehr Konsumenten bejahen ein Lieferkettengesetz für Deutschland; auch in dieser Stadt, weil sie ihren Konsum, ihre Alltagskultur nicht mehr von Ethik und globaler Verantwortung im „Kleinen“ trennen wollen. Viele Unternehmen (auch in der Region), in der Folge auch Händler, reagieren auf diesen Bewusstseinswandel positiv: Gemeinwohl, fair trade, Business-Ethik (Corporate Social Respon-sibility) sind zunehmend Zukunftsmodelle, in denen junge Menschen wie die auf dem Baum ernst genommen werden

 wolfram.frommlet@t-online.de