Der Land- und Betriebswirt Christian Hiß im Gespräch.
Die 3 Kreise Ravensburg, Sigmaringen und Bodenseekreis haben trotz lauter Proteste keinen zukunftsfähigen Regionalplan bekommen. Wo steht Deutschland, Baden-Württemberg und seine Kommunen aktuell beim Klimaschutz? Welche Möglichkeiten gibt es und wo gibt es Anregungen, die übernommen werden könnten?
Sonntag, 13. April 2025
brand eins-Podcast zur Gemeinwohl-Bilanzierung
Der Land- und Betriebswirt Christian Hiß im Gespräch.
Freitag, 22. November 2024
Mehr Wohlstand ohne Zuwanderung?
Demographie ist wirklich spannend, auch wenn sehr selten darüber gesprochen wird. Dennoch ist es eine Mega-Welle, die uns nach langen Jahren der Verdrängung heute überrollt - und das in einer Zeit, in der schon so viele Krisen-Wellen zu bewältigen sind.
In vielen Bereichen wird inzwischen schon deutlich sichtbar, wo wir zurück schrauben müssen, Abstriche machen müssen, wo Personal dauerhaft fehlen wird. Stichwort: Schulen, Kindergärten, Altenpflege, Klimaschutzmaßnahmen und vieles mehr.hier Business Insider Artikel von Romanus Otte 20.11.24
Mit diesen historischen Daten widerlegt die Deutsche Bank einen populären Irrtum
Begehrte Auszubildende: Länder mit einer schrumpfenden Bevölkerung im Erwerbsalter verlieren Wohlstand.
Dienstag, 21. Mai 2024
Wie wir über uns hinauswachsen
TAZ hier
Klima und Degrowth: Wie wir über uns hinauswachsen
Dienstag, 2. April 2024
Wohlstand - aber anders: Island setzt auf die Wellbeing Economy
hier ZDF von Claire Roggan 26.03.2024
Die weltweite Wirtschaft durchlebt eine Phase der Unsicherheit: stagnierende Märkte, schrumpfendes Bruttoinlandsprodukt und düstere Prognosen für das laufende Jahr. Die Annahme, dass Wirtschaftswachstum gleichbedeutend mit Fortschritt und ein wachsendes Bruttoinlandsprodukt mit besseren Lebensbedingungen einhergehen, durchzieht die politischen Debatten und ökonomische Analysen. Doch geht es auch anderes? Ist es an der Zeit, unser Wachstumsimperativ über den Haufen zu werfen? Was wäre, hätte man andere Kennzahlen?
Montag, 20. November 2023
Mehr Gemeinschaft - weniger Profit
Neo-Ökologie nach alten Modellen
hier ZDF von Torsten Mehltretter 18.11.2023
Langfristig die Gemeinschaft stärken und dafür auf den maximalen Profit verzichten. Die Neo-Ökologie feiert das Comeback altbekannter Wirtschafts-, Arbeits- und Wohnmodelle.
Die Gemeinschaft stärken, das Wohl aller über den Profit Einzelner stellen. Viele Menschen setzen auf ein Umdenken am Arbeitsplatz, in der Landwirtschaft und beim Wohnen.
Montag, 23. Oktober 2023
"Gemeinwohlökonomie leben in Kommunen - mehr als nur Klimapolitik".
Sehr geehrte Mandatsträger*innen in der Region Bodensee-Oberschwaben, liebe Interessierte,
nach
einer längeren Pause möchten wir Sie heute auf eine besondere Veranstaltung
aufmerksam machen. Wir glauben, die Themen sind noch immer relevant und
spannend für Ihre Arbeit.
Die GWÖ
Regionalgruppe Göppingen und die evangelische Akademie und der GWÖ BaWü e.V.
organisieren gemeinsam eine Veranstaltung zum Thema
"GWÖ leben in Kommunen -
mehr als nur Klimapolitik".
Die Veranstaltung findet vom 03. bis 04.
November 2023 in der Akademie statt und richtet sich an Bürgermeister*innen,
Stadträt*innen, Wirtschaftsförderungen, Eigenbetriebe und Interessierte.
- Details siehe unten!
Mit herzlichen Grüßen,
Kajo
Aicher und Thomas Henne
https://germany.ecogood.org/ueber-uns/regionalgruppen/bodensee-oberschwaben/
Dienstag, 9. November 2021
Einladung "Menschenwürdiges Bauen"
Sehr geehrte Gemeinderät*innen
Für das
Thema Wohnen ist es das Ziel der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ), allen ein menschenwürdiges
Wohnen zu ermöglichen und gleichzeitig unsere Lebensgrundlagen
zu erhalten. Wohnungspolitik und Wohnungsbau sind so zu
gestalten, dass sie sich in das Ökosystem einfügen.
Wo sieht die GWÖ den Kern bzw. die
Ursache des Wohnungsproblems?
- in
Deutschland steigt die Wohnfläche pro Person kontinuierlich an, inzwischen
sind wir bei durchschnittlich 47 qm pro Person. Das heisst, wir haben
ausreichend Wohnraum, aber er ist sehr ungerecht verteilt, überteuert und
somit für viele Menschen zunehmend nicht bezahlbar.
- Wohnungen
dienen der Gewinnmaximierung, v. a. für börsennotierte Unternehmen.
Außerdem drängen riesige Geldvolumen der Finanzwirtschaft in den
Wohnungsmarkt ebenso mit dem Ziel der Gewinnmaximierung. (Mit dem Thema
Finanzwirtschaft werden wir uns nächstes Jahr befassen)
- bereits
diese beiden genannten Aspekte zeigen, dass das Thema Wohnen sehr komplex
ist und es keine einfachen Lösungen gibt. Für umfassende Änderungen
braucht es einen ganzheitlichen Ansatz, der auch die Ursachen in den Blick
nimmt. Hier setzt die GWÖ mit ihrem systemischen Ansatz an, unsere
Wirtschaftsordnung so zu gestalten, dass durch soziales und ökologisches
Engagement bezahlbarer und klimaschonender Wohnraum für alle ermöglicht
wird.
Größte Herausforderung: wie können
wir möglichst schnell bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung stellen? Wie kann das
ohne weiteren Flächenverbrauch gelingen, um noch eine Chance zur Einhaltung des
1,5-Grad-Ziels zu bewahren?
Es gibt bereits viele Beispiele und
Projekte wie das funktionieren kann sowie viele kleine Unternehmen und
Akteur*innen, die täglich zeigen, dass ein Miteinander möglich ist.
Gemeinsam
mit Ihnen möchten wir diese Möglichkeiten und Wege in den Vordergrund stellen.
Es ist Zeit für einen grundlegenden sozial-ökologischen Umbau (Transformation)
unserer Gesellschaft und Wirtschaft.
Bei unserem nächsten Online-Treffen möchten wir
uns mit Ihnen zu konkrete Beispielen austauschen, zum Beispiel:
- Fuggerei, www.fugger.de/fuggerei
- Mithäuser
Syndikt, www.syndikat.org/de/
- Nestbau, www.nestbau-ag.de
- Nachhaltiges,
selbstverwaltetes studentisches Wohnen in Heidelberg: www.collegiumacademicum.de/
- Aktive
Bodenpolitik der Gemeinde Mäder, www.maeder.at
- Umgang
mit Erbbaurecht und Erbbauzins
Und gerne
auch entsprechende Beispiele aus ihrer Stadt:
Wir laden
Sie zusammen mit anderen Gemeinderät*innen / Mandatsträger*innen aus
Baden-Württemberg ein am
Donnerstag, 18.11.2021 um 19:00 Uhr, online
(10
min Impuls, 45 min Fragen und Diskussion).
Mit herzlichen Grüßen,
Kajo Aicher und Thomas Henne
mail: bodensee-oberschwaben@ecogood.org
Verein
zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie,
GWÖ
Regionalgruppe Bodensee-Oberschwaben hier
Sonntag, 17. Oktober 2021
Unser bisheriges Engagement reicht nicht aus!
Verein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie,
GWÖ Regionalgruppe Bodensee-Oberschwaben hier
Hier: Vernetzung und Kooperation zwischen Gemeinderät*innen, Kreisrät*innen, Mitglieder der Regionalverbände aus verschiedenen Städten und Regionen sowie Aktiven der GWÖ mit dem Ziel einen Beitrag für den notwendigen sozial-ökologischen Umbau (Transformation) unserer Gesellschaft und Wirtschaft leisten.
Thema heute: Unser bisheriges Engagement
reicht nicht aus!
- das Angebot der
Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) für die Transformation zur Nachhaltigkeit
Was
meinen wir damit: Unser bisheriges
Engagement reicht nicht aus?
April
2021: Das Bundesverfassungsgericht erklärt die 1,5-Grad-Grenze des Pariser
Klima-Abkommens mit seinem Urteil für verfassungsrechtlich verbindlich.
Juni 2021: GWÖ Bürger*innendialog Friedrichshafen
Juli
2021: Flutkatastrophe in Deutschland
August
2021: Weltklimarat (IPCC) veröffentlicht neuen Bericht
September
2021: Bundestagswahl - Wahlprüfsteine
Oktober 2021: GWÖ Bürger*innendialog Konstanz, GWÖ auf der LGS
Überlingen, Filmvorführung "Hinterm Deich wird alles gut"
Friedrichshafen, Artikel über die GWÖ am See im Jahrbuch 2020 des
Bodenseekreises "Leben am See
Haben
Sie das Gefühl, dass nun ein Ruck durch unsere Gesellschaft und Wirtschaft geht
und wir gemeinsam, konstruktiv die Herausforderung glaubhaft anpacken? Haben die Angebote vor Ort zufriedenstellende Resonanz
erfahren? Was haben wir hier vor Ort angepackt und erreicht?
Das Angebot
der GWÖ: eine ethische Wirtschaftsordnung - ein ganzheitlicher Ansatz
Wir
sind der Überzeugung, dass Kommunen für die notwendige Transformation eine
entscheidende Rolle spielen. Kommunen können für den "Ruck in der Gesellschaft"
beitragen, indem sie zeigen, dass wir handeln können und dass es nicht um
Verzicht geht, sondern darum, unsere Lebensgrundlagen zu erhalten und unsere
Lebensqualität zu steigern! Die GWÖ bietet dafür den Entwurf einer ethischen
Wirtschaftsordnung und die notwendigen "Werkzeuge" an.
Für
unser nächstes Online-Treffen möchten wir konkrete Beispiele und entsprechende
Projekte sammeln, Ihnen vorstellen und Ihnen Mut machen.
Wir möchten zeigen, dass wir das 1,5 Grad-Ziel noch erreichen können und
wollen. Wir werden dafür alles Menschenmögliche unternehmen, damit unsere
Kinder, Enkel und die nachfolgenden Generationen noch eine Chance auf eine
lebenswerte Umwelt haben.
Bitte
teilen Sie uns gerne entsprechende Beispiele und Projekte - die Sie kennen -
mit, Kontaktdaten s.u.
Wir
laden Sie zusammen mit anderen Mandatsträger*innen aus Baden-Württemberg zum
Thema "Unser bisheriges
Engagement reicht nicht aus, das Angebot der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ)
für die Transformation" zum Austausch ein am
Mittwoch, 20.10.2021 um 19:00 Uhr, online (10 min Impuls, 45 min Fragen und Diskussion).
Mit
herzlichen Grüßen
|
Kajo Aicher und Thomas
Henne |
Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) ganz
kurz erklärt:
Die GWÖ hat die Etablierung einer ethischen, ökologisch
nachhaltigen und sozial gerechten, globalen Wirtschaftsordnung zum Ziel. Ihr
liegt ein ganzheitlicher und wertebasierter Ansatz zugrunde. Die Werte sind:
Menschenwürde, Solidarität und Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit sowie
Mitbestimmung und Transparenz. Das Wohl von Menschen und Umwelt (Gemeinwohl),
also ein gutes Leben für alle, wird zum obersten Ziel des Wirtschaftens. Die
zugrundeliegende Idee wird in diesem Film kurz erklärt.
Freitag, 11. Juni 2021
Gemeinderats-GemeinwohlÖkonomie im Juni
Die GWÖ hat die Etablierung einer nachhaltigen und sozial gerechten, globalen Wirtschaftsordnung zum Ziel. Ihr liegt ein ganzheitlicher und wertebasierter Ansatz zugrunde.
Der einzige
übergreifende gesamtheitliche Ansatz über sozial-ökologische für Unternehmen
und Gesellschaft mit klar abgeleiteten Zielen aus der UN Agenda 2030 und den
Klimaschutzzielen ist der der GWÖ. Vor allem, weil er
alle Beteiligten in der Gesellschaft adressiert und nicht nur die Unternehmen -
es braucht uns Alle. Es ist das Instrument auf dem Weg zum Ziel in
kontinuierlichen Verbesserungsschritten, nicht die rückblickende Ergebnisbetrachtung
der "netten" Leistungen mit Gefahr des Green Washing. Es ist ein
ehrliches Bilanzieren und Fortschreiben - transparentes Management eben!
Was bringt das Ihnen als Gemeinderätin / Gemeinderat?
Gemeinden
spielen bei der Etablierung eines ethischen Wirtschaftssystems eine wichtige
Rolle. Sie machen selbst die Regeln, fördern Engagement und sind zugleich
wirtschaftliche Akteur*innen. Wie bereits einige Kommunen zeigen, können sie
wegweisend sein, mit gutem Beispiel vorangehen und eine ethische Wirtschaftsordnung
für die Gemeinde auf den Weg bringen.
Wir laden Sie zusammen mit Gemeinderät*innen aus Baden-Württemberg zum Thema
"Der Mehrwert
der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ)" zum Austausch ein
am Donnerstag, 17.06.2021 um 19:00 Uhr, online (15 min Impuls, 45 min
Fragen und Diskussion).
Zugangslink für das Zoom-Meeting:
https://us02web.zoom.us/j/89007536481?pwd=K0dZanJJT3dWbU0rL1RueEZWTVFZQT09
Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Kommen Sie gerne direkt in den
Online-Raum.
Zukunftsfähig bauen
Das ist doch genau das Thema, mit dem wir uns nun intensiv befassen müssen! Der Regionalplan wird voraussichtlich noch im Juli beschlossen, es scheint nicht so, dass der Regionalverband zur Nachbesserung bereit wäre.
Und dann geht`s los mit den Flächennutzungsplänen in den Kommunen. Besser vorher informiert sein!
Die Veranstaltung wird über Zoom stattfinden, wenn ihr dabei sein wollt schreibt einfach eine kurze formlose Mail an wahlkampf@gruene-bodenseekreis.de und ihr bekommt den Link zugeschickt.
ein Titel, bei dem man sich fast schon auf die Zukunft freuen könnte.
Montag, 31. Mai 2021
Herzliche Einladung zum Bürger*Innen-Dialog 2021
„Nachhaltiges Wirtschaften: Global denken – vor Ort handeln“.
Anmelden können Sie sich unter: https://eveeno.com/Buergerinnendialog-FN-BSO
Mittwoch, 26. Mai 2021
Aus der Kontext Wochenzeitschrift: Welt ohne Wachstum hier
Wenn das Klima geschont werden soll, kann es kein Menschenrecht auf Fliegen geben. Damit aber wird wieder das böse V-Wort unvermeidlich, das das Wachstum bedroht: Verzicht. Dieser müsste sich nicht allein aufs Fliegen beschränken, denn auch ansonsten lässt sich der Energieverbrauch nur reduzieren, indem weniger produziert wird. Alle Konzepte vom "nachhaltigen Wachstum" sind Mogelpackungen, weil es in Wahrheit kein Wachstum mehr gäbe, sondern mehr Nachhaltigkeit. Die richtige Bezeichnung wäre also "wachsende Nachhaltigkeit".
Zudem reicht es nicht, sich nur auf den Klimawandel zu konzentrieren. Der CO2-Ausstoß ist nicht das einzige Umweltproblem; genauso bedrohlich sind Flächenverbrauch, Wasserknappheit, Artensterben und giftige Abfälle. Der Verzicht ist alternativlos, wenn man die Ökosysteme retten will.
Es ist ein Dilemma: Ohne Wachstum geht es nicht, komplett grünes Wachstum gibt es nicht, und normales Wachstum führt unausweichlich in die ökologische Katastrophe. Der Kapitalismus erscheint wie ein Fluch. In dieser Zwangslage bleibt derzeit nur ein pragmatisches Trotzdem: trotzdem möglichst wenig fliegen, trotzdem Abfall vermeiden, trotzdem auf Wind und Sonne setzen, trotzdem biologische Landwirtschaft betreiben. Aber man sollte sich nicht einbilden, dass dies rundum "grünes" Wachstum sei. Wie man den Kapitalismus transformieren kann, ohne dass er chaotisch zusammenbricht – dies muss erst noch erforscht werden.
Mittwoch, 12. Mai 2021
Mittwoch, 7. April 2021
Hintergrundwissen Flächenverbrauch
Die Zahlen sprechen für sich:
100 Fußballfelder pro Tag, unsere Wohnfläche pro Kopf hat sich verdoppelt, keine 2% an Fläche für Wildnis usw. (Details und Quellen s.u. ab Seite 6)
In Deutschland haben wir im Durchschnitt den 3-fachen ökologischen Fußabdruck. Wenn alle Menschen auf der Welt so leben würden wie wir, dann bräuchten wir 3 Erden, um unseren Ressourcenbedarf decken und unseren Müll und unsere Emissionen entsorgen zu können.
Das bedeutet: wir haben ZUVIEL!
hier finden sie eine wunderbare Übersicht und Arbeitsgrundlage !
Wenn wir tatsächlich Richtung Nachhaltigkeit gehen wollen, dann ist die Herausforderung, dass wir unseren Konsum reduzieren - auch unseren Flächenkonsum.
GWÖ
Freitag, 12. März 2021
Für unser heutiges Thema, der Flächenverbrauch und das Gemeinwohl, ist der Aspekt des Maßstabs ebenfalls entscheidend:
- ist es ok, dass wir in Deutschland nach wie vor täglich 50 - 60 ha Land für Siedlungs- und Verkehrsflächen versiegeln / umbauen?
- wollen wir es hinnehmen, dass wir unseren Kindern ein Land übergeben,in dem es Wildnis / unberührte Natur nur noch auf weniger als 2 Prozent der Fläche gibt?
- fühlen wir uns wohl damit, dass sich die Wohnfläche pro Kopf in Deutschland innerhalb der letzten 50 Jahre mehr als verdoppelt hat
- Weitere Informationen zum Flächenverbrauch in Deutschland haben wir für Sie in einem Dokument zusammengestellt, s. Anhang.
- vergleichen wir uns mit anderen Staaten des sogenannten globalen Nordens (privilegierte Länder)
- oder
- geht es uns um globale Verantwortung und globale Gerechtigkeit?
Die Vereinten Nationen haben 2015 im Rahmen der UN Agenda 2030 Ziele für eine globale, nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) verabschiedet. Diese Agenda 2030 wurde im September 2015 von der Bundesregierung verbindlich unterschrieben. Damit ist es ein Programm, zu dem sich die Bundesrepublik Deutschland als Staat verpflichtet hat und es entsprechend auch für die Kommunen gilt.
Wie kommen wir / die Kommunen ins Handeln und in die Umsetzung?
Die GWÖ versteht sich als ein ergebnisoffener, partizipativer und lokal wachsender Prozess mit globaler Ausstrahlung. Wir möchten uns mit Ihnen austauschen und voneinander lernen. Lassen Sie uns gemeinsam Wege finden und in eine Zukunft gehen, die unsere Lebensgrundlagen schützt und erhält.
Wir laden Sie zusammen mit Gemeinderät*innen aus Baden-Württemberg zum Austausch ein.
Mittwoch, 17. März 2021 um 19.00 Uhr, online (15 min Impuls, 45 min Fragen und Diskussion).
Zugangslink für das Zoom-Meeting: https://us02web.zoom.us/j/89007536481?pwd=K0dZanJJT3dWbU0rL1RueEZWTVFZQT09
Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Kommen Sie gerne direkt in den Meetingraum.
Freitag, 8. Januar 2021
Man kann auch anders denken....Zeitgemäße Ideen
Es gibt in unserer Region schon viele Ansätze mit denen man sich auseinandersetzen könnte und sollte
Bei der GemeinwohlÖkonomie hat sich eine Regionalgruppe Bodensee-Oberschwaben gegründet
Aus der Homepage entnommen:
Wir leben in der wunderschönen Region Bodensee-Oberschwaben, zwischen Alpen, schwäbischer Alb und Schwäbischem Meer. Es ist eine reich gesegnete Landschaft, in der wir aber auch als Folge unserer Lebensweise Umweltbelastungen und die Auswirkungen des Klimawandels erkennen können.
Unser gutes Leben wirkt sich zudem auch auf andere Länder, deren Ressourcen und den dort arbeitenden Menschen aus. Daher wünschen sich mittlerweile viele Menschen ein anderes Wirtschaftssystem - eine ethische Marktwirtschaft, geprägt von Solidarität, sozialer Gerechtigkeit und ökologischer Verantwortung.
https://web.ecogood.org/de/bodensee-oberschwaben/
Südbaden, Wiege einer neuen Geld- und Wirtschaftskultur?
Man erkennt schon an seiner Buchgestaltung die Waldorfpädagogik
Er schreibt auf seiner Homepage:
Unser maskulines Geld- und Wirtschaftssystem mit seinem unnatürlichen Wachstumszwang und seinen exzessiven Spekulationsmärkten dominiert und vernichtet langsam die femininen Bereiche des Lebens, wie Kulturentwicklung, kreative Bildung, Kunst, Gesundheit, soziale Sicherung, Natur-, Boden- und Klimaschutz. Die Führenden in Politik und Wirtschaft versperren sich (noch) einer menschlichen Wirtschaftskultur. Die Zivilgesellschaft ist nun gefordert!
In Südbaden gibt es beste Voraussetzungen eine neue zukunftsfähige Geld- und Wirtschaftskultur exemplarisch aufzubauen. ......
Zusammen haben alle Akteure einen großen Einfluss im Kulturellen und im Wirtschaftlichen weit über die Region hinaus. Das Besondere hier liegt an zwei polar zueinanderstehenden Entwicklungsfeldern: a) der gesundenden Arbeit am Boden und b) der Schulung unserer Fähigkeiten, unseres Bewusstseins (Kultur).....
Eines der vor uns liegenden fundamentalen Aufgaben wird auch der Wiederaufbau des Humus in den landwirtschaftlichen Böden sein. (siehe z.B. www.bodenfruchtbarkeit.bio). Als Belohnung winkt uns dafür eine Reduktion der CO2-Werte in der Luft, eine viel reichhaltigere Ökologie, gesündere Lebensmittel und natürlich viel mehr Freude übers Land zu gehen, besonders wenn wir dies mit Kindern und gleichgesinnten Kollegen/-innen einer solidarischen Landwirtschaft tun.
https://www.aktivzukunftsichern.com/index.php/termine
Mittwoch, 30. Dezember 2020
Kultur leben (mit Blick auf das KlimaCamp ) - Von Wolfram Frommlet, Kolumne 28 Dezember 2020
Diese Auszeichnung sei auch „für die Vorfahren, die Ältesten, für indigene Völker auf der ganzen Welt, die ihr Leben riskieren, Mutter Erde zu beschützen“. https://www.goldmanprize.org/
Dafür ist der Baum, den einige junge Leute im Grüngürtel an der Schussenstraße in Ravensburg besetzt halten, gewaltlos und behutsam, ein Symbol.
Es geht um weit mehr als um Kritik an den Umweltzielen der Stadt Ravensburg oder auch den Kiesabbau im Altdorfer Forst. Jedes Jahr werden etwa 15 Milliarden Bäume vor allem in tropischen Regenwäldern abgeholzt, 476 pro Sekunde. Die Hälfte der Wälder des gesamten Planeten ist vernichtet, ein Großteil unwiderruflich, weil die wenigen Aufforstungen die ökologische Vielfalt nicht ersetzen können.
Alleine im vergangenen Jahr wurden 121.000 km² in den Ländern des Südens
abgebrannt, davon unberührter Regenwald von der Größe Belgiens. Die „Hüter des
Waldes“, indigene Völker und Kleinbauern werden vertrieben für Monokulturen,
die die Böden in Wüsten ver-wandeln, voller Pestizide und Chemiedünger.
Wofür?
Für Biosprit, Soja, Palmöl, Bio-Sprit, Kaffee und Kakao, moderne Textilfasern,
für Erdöl und Seltene Erden.
Für den Lebensstil sog. „entwickelter
Gesellschaften. Für eine Alltagskultur, über die Entwicklungsminister Gerd
Müller (CSU) am globalen „Earth Overshoot Day, dem Erdüberlastungstag am 22.
August 2020 sagte: „Die Grenzen der Ressourcen sind endlich und wir nehmen uns
ein Vielfaches dessen, was uns zusteht. Wir leben nicht über unsere
Verhältnisse, sondern über die Verhältnisse der anderen und unserer Kinder und
Enkel. Wir betreiben Raubbau in den Regenwäldern.“
Darum geht es auch den jungen Baumbesetzern in der Schussenstrasse. Sie setzen den Slogan „Global denken, lokal handeln“ in Aktion um. Es ist nicht nur die Gewinngier von weltweit agierenden Nahrungskonzernen und Discountern, die das Erbe der Menschheit zerstören, es ist ein Konsumverhalten, das keine Grenzen kennt.
Gerd Müller: „Wir benutzen Shampoo mit Palmöl und grillen Fleisch vom Schwein, das mit Soja gefüttert wurde. Wer künftig Soja oder Palmöl importieren will, der muss den Nachweis erbringen, dass der Anbau nicht auf gerodeten Waldflächen erfolgt ist.“
Und da sind wir wieder beim Baum: Zunehmend mehr Konsumenten bejahen ein Lieferkettengesetz für Deutschland; auch in dieser Stadt, weil sie ihren Konsum, ihre Alltagskultur nicht mehr von Ethik und globaler Verantwortung im „Kleinen“ trennen wollen. Viele Unternehmen (auch in der Region), in der Folge auch Händler, reagieren auf diesen Bewusstseinswandel positiv: Gemeinwohl, fair trade, Business-Ethik (Corporate Social Respon-sibility) sind zunehmend Zukunftsmodelle, in denen junge Menschen wie die auf dem Baum ernst genommen werden.











