Montag, 4. März 2024

Brauchen wir mehr Frauen an der Spitze?

Riffreporter hier  von Elena Matera  04.03.2024

Klima-Kolumne: Grüner, gerechter, friedlicher: Wie sieht eine Welt aus, in der mehr Frauen an der Spitze stehen? Eine Frage, die unsere Autorin der KI gestellt hat. Das Ergebnis deckt sich mit aktuellen Studien. Eine Kolumne.

Vor einigen Tagen habe ich dem KI-Chatbot Chat-GPT folgende Frage gestellt: Wie würde eine Welt aussehen, in der mehr Frauen an der Spitze stehen? 

Der KI-Bildgenerator zeigte mir daraufhin folgendes Bild: Frauen stehen im Kreis zusammen und diskutieren miteinander. Im Hintergrund sind futuristische, begrünte Hochhäuser, Solarmodule, Windräder und Bäume zu sehen. Alles wirkt harmonisch, hell, freundlich. Am liebsten würde ich mich direkt ins Bild hineinbeamen.

Bild oben: So würde eine Welt aussehen, in der mehr Frauen an der Spitze stehen, meint zumindest Chat-GPT.

Dazu schrieb Chat-GPT: „Eine Welt, in der mehr Frauen an der Spitze stehen, würde Vielfalt und Gleichberechtigung in den Vordergrund stellen und darauf abzielen, eine gerechtere, nachhaltigere und friedlichere globale Gemeinschaft zu schaffen“.

Desinformation: Gutgläubige Trottel sind immer die anderen

 hier  Eine Kolumne von Christian Stöcker  03.03.2024

Eine Studie hat diese Woche Erschreckendes zutage gefördert, wenn auch nichts wirklich Überraschendes: Fast ein Drittel der Deutschen verliert gerade den Kontakt zur Wirklichkeit. Was tun?

Die Deutschen sind, geht man nach einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung , sehr besorgt, was Lügen im Internet angeht. 84 Prozent der repräsentativ Befragten erklärten, »vorsätzlich verbreitete Falschinformationen« (das ist die korrekte Definition von Desinformation) stellten ein großes oder sehr großes Problem dar.

Sonntag, 3. März 2024

Toyota kriegt Wasserstoff-Autos nicht verkauft: Nun werden sie quasi verschenkt

 hier  EFahrer  Geschichte von Tobias Stahl • 3.3.24

Ein Brennstoffzellenfahrzeug kaufen und dafür quasi noch bezahlt werden: In den USA bietet Toyota aktuell den 2023er Toyota Mirai mit einem Rabatt von 40.000 US-Dollar an – für ein Fahrzeug, das eigentlich nur 52.000 Dollar kostet. Da der japanische Hersteller zudem einen Wasserstoff-Tankgutschein im Wert von rund 15.000 Dollar verspricht, erhalten Interessenten den Mirai nun gewissermaßen umsonst, berichtet das Branchenmagazin Ward's.

Wärmepumpe oder Gasheizung – Wer gewinnt im Preis-Vergleich?

WAZ 1.3.24  Geschichte von Nelis Heidemann • 

Der Aufschrei rund um das Gebäudeenergiegesetz (GEG) der Bundesregierung war groß. Viele Hausbesitzer fürchteten offenbar, sich den teuren Austausch einer Heizung nicht leisten zu können. 

Seit Ende Februar (27.2.) können nun staatliche Förderungen für den Austausch beantragt werden. Der Staat fördert den Umstieg auf klimafreundliche Heizungen wie die Wärmepumpe. Aber lohnt sich der Wechsel von einer alten Gasheizung auf eine Wärmepumpe?

Lesen Sie auch: Heizungstausch: Antrag auf Förderung ab heute möglich

Bei der Wärmepumpe schrecken vor allem die hohen Anschaffungskosten ab. Und dazu kommt die Rolle des Unbekannten, schließlich kennen viele Hausbesitzer schlicht nichts anderes als eine herkömmliche Gasheizung.

Heizung tauschen? Studie gibt klare Antwort

Inzwischen zeigen Berechnungen aber: Langfristig ist eine Wärmepumpe deutlich billiger als eine Gasheizung. Die hohen Anschaffungskosten sind dabei nicht der entscheidende finanzielle Faktor, sondern die langfristigen Kosten über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Da diese für Verbraucher aber nur schwierig zu ermitteln sind, werden sie in den Überlegungen der Hausbesitzer häufig nicht mit einbezogen.

Zum Weltfrauentag: Frauenrolle populistischer Parteien

 


Sonntag, 10. März, um 11 Uhr, Kulturzentrum Alter Schlachthof, Georg-Zimmer-Str. 7, 72488 Sigmaringen:

Brigitte Triems spricht über das Europa-Programm populistischer Parteien und über deren rückwärtsgewandtes Frauenbild .

Anlässlich des Weltfrauentags hat der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen Brigitte Triems, Vorsitzende des Demokratischen Frauenbundes e. V. und ehem. Präsidentin der Europäischen Frauenlobby, zu einer Matinee im Kulturzentrum Alter Schlachthof eingeladen. Sie widmet sich im Hinblick auf die Europa- und Kommunalwahlen in Baden-Württemberg dem Thema „Was passiert mit unserer Gleichstellungspolitik, wenn Rechtspopulismus und Antifeminismus erstarken?“ und geht dabei auf die Frauenrolle in den Reden und Parteiprogrammen von populistischen Parteien ein. Ihre Analyse ist erschreckend, denn die Rechtspopulist*innen haben schlichtweg kein Interesse an der Gleichstellung von Frau und Mann. Sie verkünden sogar, Frauenrechte einschränken zu wollen.

Seit Jahrzehnten kämpfen engagierte Frauen und ihre Verbände, aber auch Männer für die Gleichstellung der Geschlechter – und sie haben einiges erreicht: Heute verfügen Frauen über bedeutend mehr Rechte als vorangegangene Generationen. Sie nehmen am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben teil, bringen ihr Wissen, ihre Ideen und Vorstellungen ein, werden als Fachkräfte benötigt und leisten einen wichtigen Beitrag für eine fortschrittliche demokratische Gesellschaft.

Doch mit dem Erstarken rechtspopulistischer Kräfte und ihrer Parteien in ganz Europa geraten diese Errungenschaften in Gefahr. Deren Programme sind nicht nur durch antisemitische, islam- und ausländerfeindliche Haltungen geprägt, sondern auch von antieuropäischen und antifeministischen Einstellungen. Dies bedeutet, dass Frauenrechte nicht mehr sicher sind. Es droht ein massiver Rückschritt auf dem Weg zu wirklicher Gleichstellung.

Der Vortrag von Brigitte Triems anlässlich des Weltfrauentags beleuchtet in Bezug auf Frauenrechte und Gleichstellung die Positionen verschiedener europäischer populistischer Parteien wie der „Identität und Demokratie Partei“ (IDP) und der gleichnamigen Fraktion im Europäischen Parlament, der RN (Frankreich), der FPÖ (Österreich), der Schwedendemokraten, von VOX (Spanien) und der AfD (Deutschland).

Nach dem Vortrag gibt es bei einem kleinen Umtrunk mit Snacks Gelegenheit zum Austausch und zu Gesprächen. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Anmeldungen bitte an: Isabell Michelberger unter Telefon 0162 5689933 oder per Mail an michelberger.klartext@t-online.de.

Windkraft als Bürgerschreck: Energiewende-Mythen und Realität

hier  Telepolis  3.3.24  Geschichte von Jutta Blume

Vorbehalte gegen Windräder sind nicht selten. Aber wie groß ist der Widerstand wirklich – steigt die Akzeptanz durch finanzielle Beteiligung?

Laut einer aktuellen Umfrage lehnt nur eine Minderheit Windkraft ab. Die Stimmung in den Kommunen kann aber recht unterschiedlich sein, sobald es darum geht, konkret Flächen zur Verfügung zu stellen. Wird die lokale Bevölkerung am Anlagenbetrieb oder an den Gewinnen beteiligt, kann dies die Akzeptanz der Windenergie steigern.

Treibhausgase im Acker speichern? Ja, das funktioniert

Süddeutsche Zeitung hier  29. Februar 2024, Von Christoph von Eichhorn

Ein Langzeit-Experiment zeigt: Wenn man Basaltstaub auf Feldern verstreut, lassen sich erhebliche Mengen CO₂ aus der Atmosphäre entfernen. Auch die Landwirte sollen von der Idee profitieren.

Die Erde hat eine natürliche Müllabfuhr für Kohlendioxid. Um das klimaschädliche Treibhausgas aus der Atmosphäre zu entfernen, spielen Felsen eine wichtige Rolle, etwa die Flanken von Bergen. Denn mit jedem Regenschauer wird ihr Gestein ein wenig ausgewaschen. Die gelösten Bestandteile wie Calcium binden CO₂ aus der Luft und spülen es ins Meer. Zumindest einen Teil davon, denn um den menschengemachten Klimawandel auszugleichen, ist die natürliche Klimamüllabfuhr nicht stark genug.

Aber könnte das Gestein nicht mehr zum Klimaschutz beitragen als bislang? Diese Idee wird seit einigen Jahren unter dem Stichwort "beschleunigte Verwitterung" diskutiert: Dabei soll zerkleinertes Gesteinsmehl auf Feldern verstreut werden, um dort Treibhausgase zu binden. Doch bislang war unklar, wie gut das in der Praxis funktioniert.

Nun legen Forscher im Fachmagazin PNAS recht hoffnungsvoll stimmende Ergebnisse vor: Demnach lässt sich mit dem Steinstaub nicht wenig CO₂ aus der Atmosphäre einfangen. Zugleich könnten die Bauern mithilfe der Technik bessere Ernten einfahren und den Einsatz von Düngemitteln reduzieren.

CCS und unsere Klimaziele

Süddeutsche Zeitung hier  1. März 2024  Leonie Sanke /Klimafreitag

Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie oft wir Menschen es schaffen, uns in Sachen Klimaschutz mit unseren eigenen Waffen zu schlagen. Ein besonders absurdes Beispiel: Der staatliche saudische Ölkonzern Saudi Aramco fängt in einer seiner Anlagen CO₂ ein, das beim Aufbereiten von Erdgas entsteht – um es dann per Pipeline in ein Ölfeld zu pumpen und dadurch noch mehr Öl fördern zu können. Dass das kein Beitrag für eine „nachhaltige Energie-Zukunft“ ist, wie Aramco auf der eigenen Website suggeriert, ist offensichtlich. Bei anderen Bestrebungen, CO₂ abzufangen und zu speichern, ist die Sache aber komplexer.

Die Rede ist von der „Carbon Capture and Storage“-Technologie, kurz CCS. In Deutschland ist es aktuell nur zu Forschungszwecken erlaubt, CO₂ unterirdisch zu speichern. Vor gut zehn Jahren, als das Gesetz dazu beschlossen wurde, überwog unter anderem die Sorge, dass das CO₂ wieder austreten könnte. Außerdem sahen Betreiber von Kohlekraftwerken darin die Chance, ihre Kraftwerke länger laufen zu lassen – das wohl größte Argument gegen die Technologie.
Doch jetzt überwiegt in der Politik eine andere Sorge: „Ohne CCS können wir unmöglich die Klimaziele erreichen.“ So begründet Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck seinen Plan, CCS jetzt doch zuzulassen. Am vergangenen Montag hat er einen entsprechenden Gesetzentwurf vorgelegt.

Bis Ende Juni 2024 müssen die EU-Staaten die finale Version ihrer Nationalen Energie- und Klimapläne einreichen - Diskussion in Österreich

Österreich unterscheidet sich hinsichtlich der Defizite nur wenig von Deutschland. Auch bei uns muss daher eine finale Version erarbeitet werden, in der auch der Verkehr eine Rolle spielen muss. 

Standard aus Österreich   hier  29. Februar 2024,AP/Charlie Riedel

KLIMAPLAN: Kein Gratisparken, Tempo 100: Was dem Klima laut Experten am meisten hilft

55 Fachleute haben eruiert, welche Maßnahmen die Lücke in Österreichs Klimaplan schließen könnten. Viele Ideen findet auch die Bevölkerung gut

Bild links: Forderung der Klimaaktivisten in Ravensburg

55 Prozent bis 2030, hundert Prozent bis 2050 – um so viel müssen die Treibhausgasemissionen laut den Klimazielen der EU sinken. Umsetzen müssen die Klimaschutzmaßnahmen aber die Mitgliedsstaaten. Den Stand der Dinge protokollieren die EU-Länder in ihren Nationalen Energie- und Klimaplänen (NEKP), die alle fünf Jahre bei der EU eingereicht werden müssen. Die Deadline für den aktuellen Entwurf: Juni 2023.

In drei Schritten sollen die Nettoemissionen in der EU bis 2050 auf Null sinken.

Doch die von Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne) vergangenen Sommer nach Brüssel geschickte Vorabversion von Österreichs NEKP zog Verfassungsministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) wenige Tage später wieder zurück. Der Entwurf sei von den Grünen nicht mit dem Koalitionspartner abgestimmt worden, hieß es. Inzwischen hat die EU-Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Österreich eingeleitet.

Vom Lichterfest zur Jodokskirche

 Die Alti-Baumhausfigur leuchtet die nächsten Wochen in der Jodokskirche weiter✨✨




Innovation: Der neue Druckluftspeicher kann Energie über Monate und sogar Jahre speichern.

Aussicht auf die Zukunft: Sobald die Richtung erst einmal klar ist, ist der Weg frei für neue Innovationen. Der Speicher ist noch nicht zu bekommen, aber hoffentlich in wenigen Jahren.

hier EFAHRER.com  Geschichte von Aslan Berse • 3.3.24  © 2-4 Energy

Deutscher Erfinder will Solarstrom ohne Akku speichern: Su funktioniert das

Druckluftspeicher sind keine Neuheit. Sie nutzen überschüssige Energie, um Luft zu komprimieren und bei hohem Druck zu speichern. Sobald Strom zurückgewonnen werden soll, wird die Luft herausgelassen, dehnt sich aus und wird zum Antrieb einer Turbine genutzt. Das Problem: Luft, die zusammengepresst wird, gibt Wärme ab. Auch umgekehrt besteht die Herausforderung, dass komprimierte Luft beim Ausdehnen Wärme benötigt und diese der Umgebung entzieht. Dadurch benötigen Druckluftspeicher in der Regel Energie für die Erwärmung der Luft, um das Vereisen der Anlage zu vermeiden.

Samstag, 2. März 2024

Warnstreik: Verdi und Fridays for Future streiken für besseren ÖPNV

 NDR hier

1. März 2024: dpa Baden-Württemberg  /ZEIT ONLINE Zeit hier

Busse und Straßenbahnen im Südwesten sind am Freitag erneut nicht gefahren. Grund dafür ist die zweite Warnstreikrunde der Gewerkschaft Verdi im Tarifkonflikt des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Unterstützt wird der Warnstreik von der Klimabewegung Fridays for Future (FFF). Mit dem gemeinsamen Warn- und Klimastreik kritisieren sie die Arbeitsbedingungen im ÖPNV. Unter dem Kampagnenmotto «Wir fahren zusammen» finden in 20 Orten in Baden-Württemberg unter anderem in Stuttgart, Freiburg, Karlsruhe und Heilbronn Demonstrationen statt, teilte FFF am Freitag mit.

«Klimastreik und ÖPNV-Streik gehören zusammen, denn nur mit besseren Arbeitsbedingungen und mehr Geld für Bus und Bahn kommen wir alle auch in Zukunft klimafreundlich und zuverlässig von A nach B», sagte Nisha Toussaint-Teachout von Fridays for Future Stuttgart. Bessere Bedingungen für die Beschäftigten seien FFF zufolge essenziell für das Gelingen der Mobilitätswende, weg vom motorisierten Individualverkehr. «Der ÖPNV ist in Gefahr. Denn während die Zahl der Fahrgäste ständig steigt und steigen soll, sinkt die Zahl der Fahrerinnen und Fahrer», ergänzte Hanna Binder, stellvertretende Verdi-Landesbezirksleiterin, auf der Kundgebung auf dem Stuttgarter Marktplatz.

Auch am zweiten Tag legen nach Angaben von Verdi rund 4 500 Beschäftigte im kommunalen Nahverkehr in Baden-Württemberg ihre Arbeit nieder. Die Warnstreiks finden Verdi zufolge zeitgleich bundesweit in den Bundesländern statt, wo derzeit regionale Tarifverhandlungen laufen. Verdi fordert in dieser Manteltarifrunde für die rund 6 500 Beschäftigten im Südwesten unter anderem eine volle Anrechnung der Arbeitszeiten bei Verspätungen und von bisher unbezahlten Wegezeiten im Betrieb sowie eine grundsätzliche Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit. Eine dritte Runde ist Verdi zufolge für den 5. und 6. März vereinbart.

© dpa-infocom, dpa:240301-99-183028/2

 


1.März 24  in Ulm

Drei Jahre Waldbesetzung gegen den Kiesabbau – Drei Jahre aufgemischte Politik

 


Pressemitteilung: Altdorfer Wald, 28. Februar 2024

Am kommenden Sonntag, 03. März, laden Aktive aus der Waldbesetzung im Altdorfer Wald ab 12:05 Uhr zum Jubiläums-Brunch ein. Ab 14 Uhr bieten Aktivist*innen und Unterstützer*innen einen Rundgang durch ihr Protestdorf an.

Später gibt es eine gemeinsame Austausch- und Anstoßrunde zu künftigen Protestaktionen zu den Themen Kiesabbau, Flächenverbrauch und Klimagerechtigkeit.

Besucher*innen können beim gemeinsamen Zusammensitzen am Lagerfeuer die Waldbesetzer*innen besser kennenlernen und sich Vernetzen. Es gibt selbstgemachte Leckereien.

Genau drei Jahre ist es her, dass am 25. Februar 2021 der Wald bei Grund von Klimaaktivist*innen besetzt wurde, um die Rodung von über 60 Hektar Bäumen für mehrere Kiesgruben zu verhindern. Aus der Initiative sechs Jugendlicher ist inzwischen ein bundesweit beachtetes Klimacamp enstanden, das sich mit seinen vielfältigen Protestaktionen in die Lokalpolitik einmischt und die Gesellschaft in Oberschwaben aufrüttelt.

In zahlreichen, oft ungewöhnlichen und kreativen Aktionen kritisierten Aktivist*innen aus dem Umfeld der Waldbesetzung verschiedene umweltschädliche  Vorhaben oder die Regierenden. Ob am Gebäude des Regionalverbands, quer über die Schussenstraße, an der Basilika in Weingarten oder am Betonwerk in Ravensburg: Klimaaktivist*innen aus der Waldbesetzung waren in den letzten Jahren im regionalen politischen Diskurs präsent.

"Wir haben in den vergangenen Jahren viel erlebt und sind doch immer wieder verwundert, mit wie wenig Vernunft und wie intransparent viele Entscheidungen getroffen werden. Wir sind uns sicherer denn je: Es braucht eine aktive Zivilgesellschaft, die unermüdlich den Mächtigen auf die Finger klopft", stellt Aktivist  Martin Lang fest.

Dabei ist eine Gemeinschaft aus hunderten Unterstützer*innen entstanden, darunter viele Anwohner*innen, Alte und Junge. Aktivist*innen aus ganz Europa und der ganzen Welt und zahlreiche Künstler*innen gehen im "Alti" ein und aus. Längst geht es ihnen nicht mehr ausschließlich um die Rettung von insgesamt über 60 Hektar des Altdorfer Wald oder die zigtausenden Hektar Flächenversiegelung im Regionalplan. Mit ihren Aktionen und Denkanstößen zu Klimagerechtigkeit im globalen Süden, Trinkwasser und Bodenschutz, Bau- und Mobilitätswende, Lebensmittelverschwendung, sozial-ökologischer Umbau u.v.m. tragen die Baumbesetzer*innen und ihre Unterstützer*innen diese Themen in die Region und zeigen notwendige Alternativen auf.

"Dass wir tatsächlich solange bleiben, bis der Wald gerettet oder geräumt wird, haben viele Menschen in Politik und Bevölkerung in der ersten Zeit nicht geglaubt. Drei Jahre später können wir sagen: Wir sind immer noch da.

Wir werden den Wald mit seinen vielfältigen Lebensräumen und den wertvollen Trinkwasservorkommen und den Waldburger Rücken auch weiterhin durch unsre Anwesenheit verteidigen", erklärt Samuel Bosch, einer der Waldbesetzer. "Wir gehen erst wieder, wenn die Politik entscheidet, den zerstörerischen Kiesabbau im Wald doch noch abzuwenden oder uns die Polizei aus den Bäumen holt." Aktivistin Kiki Köffle ergänzt: "Letzteres sollten sich die Verantwortlichen gut überlegen, denn wir sind nach drei Jahren auf alles gut vorbereitet und eine Räumung wird nur mit großem Aufwand und enormen Kosten möglich sein."

Alle, die den Alti schon kennen oder ihn erst kennen lernen möchten sind am Sonntag herzlich eingeladen!


Termin-Info: Filmvorführungen zum Alti beim Lichterfest Ravensburg:


Samstag 02. März - Roter Turm/Gespinstmarkt (DHBW)


"Von Menschen die auf Bäume steigen" – 16:00 Uhr

 

"90 Meter" - 21:00 Uhr

Protestaktion vor Göppinger Arrestanstalt

 Leider zu spät - schon vorbei. Aber trotzdem wichtig zu wissen

29.02.2024 Kreis Göppingen  hier  Von Helge Thiele

Demo Klimaaktivisten veranstalten heute ein „Solidaritätscamp“ vor der Göppinger Jugendarrestanstalt.

Göppingen. Von Donnerstag, 16 Uhr, bis Freitagmorgen veranstaltet eine Gruppe von Klimaaktivisten vor der Jugendarrestanstalt in Göppingen ein Protest- und Solidaritätscamp. Sie möchten ein Zeichen gegen die Inhaftierung von zwei 21-jährigen Aktivisten setzen. Die junge Frau und der junge Mann waren im Raum Ulm durch die Besetzung des Eichenwalds beim Uniklinikum bekannt geworden. Ein Jahr lang hätten sie durch ihre Aktion den Wald vor der Rodung bewahren können, heißt es in einer Pressemitteilung der Klimaschützer.

Die Aktivisten hatten im Oktober 2022 kritisiert, dass ein ökologisch wertvoller Bannwald trotz laufender Rechtswidrigkeitsprüfung durch den Bayerischen Verwaltungsgerichtshof gerodet worden sei. Die Regierung des Bezirks Schwaben in Bayern habe dafür eine Sondergenehmigung ausgestellt. Die Umweltaktivisten hätten die Behörde daraufhin in einer satirischen Kletteraktion an deren Fassade als „frech“ bezeichnet und seien dafür im Oktober 2023 zu Jugendarrest verurteilt worden. Bei dem Camp vor der Göppinger Jugendarrestanstalt soll der Dokumentarfilm „Von Menschen, die auf Bäume steigen“ auf die Wand des Arrestgebäudes projiziert werden. In dem Film kommen auch die verurteilten Klimaaktivisten vor. „Es ist traurig, dass Menschen, die sich für unsere Gesellschaft engagieren, immer wieder unverhältnismäßig bestraft werden“, betont Mitaktivist Ingo Blechschmidt.


Haftstrafe für Protestaktion: Warum ein Aktivist fürs Klima ins Gefängnis geht

SWR hier  2.3.2024, Stefanie Schmitz

Er war in Ulm bei einer Baumbesetzung im Uniwald dabei, hat Bäume in Ravensburg besetzt und hat in Augsburg ein Banner aufgehängt: Nun geht Klimaaktivist Samuel Bosch für eine Aktion ins Gefängnis.

"Bierzelt-Rambos": Schafroths Abrechnung mit Söder und Aiwanger

Einfach genial! Das muss man in ganzer Länge anschauen

BR Videobeitrag hier 29.02.2024, Petr Jerabek

"Anheizer, Aufstachler, Zündler": In seiner Fastenrede nimmt sich Kabarettist Schafroth vor allem Ministerpräsident Söder und seinen Vize Aiwanger vor - und redet ihnen ins Gewissen: "Abrüsten statt Aufrüsten!" Söder findet nicht alles lustig.


Mit Rechentrick will sich die Gaslobby ihre Solar-Konkurrenz aus dem Weg räumen

hier  Focus  online   1.3.24  Artikel von Von FOCUS-online-Expertin Claudia Kemfert  • 

Gute Nachricht:
Solar boomt wieder

Der Anteil der Photovoltaik an der Bruttostromerzeugung in Deutschland in den letzten Jahren immens gestiegen. Doch die Gaslobby versucht mit alten Tricks die starke Konkurrenz aus dem Weg zu schaffen. Mit falschen Berechnungen und Übergangstechnologie-Theater.

Heizen mit Holz ist nicht die Lösung

 FR  hier  1.3.24   Von Leonie Vogelsang.


Teils extrem klimaschädlich: Bäume für die Wärmeversorgung zu verbrennen, ist fast genauso klimaschädlich wie Kohle.

Holz statt Kohle und Gas verbrennen – das ist klimatechnisch nicht der Burner, finden die Umweltorganisationen Nabu, Deutsche Umwelthilfe, Robin Wood und Biofuelwatch. In einem sechsseitigen „Infopapier“ kritisieren sie den Dekarbonisierungsfahrplan des Energiekonzerns Vattenfall für Berlin aus dem vergangenen Jahr.

Agrardiesel ist Schwaben-Bauern egal: Seine alten Traktoren fahren gratis

EFAHRER.com  hier  Geschichte von Carina Dietze • 2.3.24

Update Juli 2023:  fragte ein Jahr nach der Berichterstattung den Besitzer, wie es dem Traktor gehe. Stefan Bender schwärmt in seiner Antwortmail: "Der Traktor ist bei uns täglich im Einsatz und hat über inzwischen 3 Jahre keinerlei Probleme gemacht. Es ist einfach ein großer Spaß, mit ihm zu arbeiten." Auf unsere Frage, ob er weitere E-Projekte in Planung oder gar schon in der Umsetzung habe, informiert uns der Landwirt, dass er inzwischen fünf weitere Traktoren umgerüstet und derzeit an einem Hoflader arbeite. Zudem unterstütze er zwei Traktoren-Besitzer bei ihrer Umrüstung auf E-Motoren. Wir wünschen dem findigen Landwirt weiterhin gute Fahrt mit seinen Umbauten! 

Freitag, 1. März 2024

Umweltministerin stellt 100 Millionen Euro für neue Hecken bereit

Riffreporter  hier  von Christian Schwägerl  29.02.2024

Dieser Artikel ist Teil unserer Recherche-Serie „Countdown Earth: So lösen wir die Klima- und Artenkrise“.

Klimaschutz mit der Natur: Nicht nur Moore und Wälder, sondern auch Feldgehölze können große Mengen CO₂ binden. Ab 2025 steht für neue Hecken eine Rekordsumme bereit. Werden Landwirte und Grundbesitzer die Chance nutzen?

Europa wird Vorreiter im Naturschutz

Riffreporter hier   von Thomas Krumenacker  27.02.2024


Nach zähem Ringen verabschiedet das Europaparlament das Gesetz zur Renaturierung. Das Nature Restoration Law hat das Potenzial zum Gamechanger in der Biodiversitätskrise zu werden. Und es ist in Zeiten unmäßig rechtspopulistischer Attacken auf den Naturschutz ein starkes Signal.

Spiegel hier  SPIEGEL Klimabericht  1. März 2024   Lukas Kissel

Schweden hat die sauberste Energie in der EU

In ein paar Jahren sollen alle Menschen Zugang zu bezahlbarer und sauberer Energie haben. Die EU hat bis dahin noch viel zu tun. Einzelne Ziele erreichen manche Länder aber schon heute.

Anfang 2016 haben die Vereinten Nationen einen ambitionierten Plan gefasst: 17 Ziele für mehr Nachhaltigkeit sollen dafür sorgen, dass sich die Welt bis 2030 grundlegend verändert: Hunger und Armut soll es nicht mehr geben und jeder soll ein möglichst gesundes Leben führen können. Seither sind gut sieben Jahre vergangen, mehr als die Hälfte der zur Verfügung stehenden Zeit ist um – und es ist noch etliches zu tun.

Welchen Fortschritt die EU-Staaten bisher bei Ziel Nummer Sieben gemacht haben, haben Fachleute nun in einer Studie untersucht: Jeder soll Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie erhalten, heißt es darin. Das Ergebnis würden Optimisten und Pessimisten wohl unterschiedlich bewerten.

Donnerstag, 29. Februar 2024

Atomkraft ist ein totes Pferd

Update vom 29.2.24: Sehr sehenswert

Ein Video mit einem Schlagabtausch zwischen Habeck und Söder auf der Internationalen Handwerksmesse in München geht viral

Business Insider Deutschland  hier zum Anschauen des Videos

In diesen fünf Minuten zerpflückt Robert Habeck die Argumente von Bayerns Regierungschef Markus Söder


Merkur  hier 29.02.2024,Von: Amy Walker

Habeck zerlegt Söder mit Fakten zu Atomkraft: „Muss halt jeder seine politische Glaubwürdigkeit überprüfen“


Egal an welcher Veranstaltung man teilnimmt - regelmäßig kommt jemand  mit der Frage ums Eck: warum kann man denn nicht einfach die Atomkraftwerke weiter laufen lassen? Oder kleine Atomkraftwerke bauen.... Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Und wenn man sich auch nur ein bisschen mit dem Thema beschäftigt hat, dann nervt das so ziemlich. Weil es schlichtweg vergeudete Zeit bedeutet, über längst überholte Dinge zu reden. Das ist kein Vorwärts sondern 2 Schritte zurück.

Am aller deutlichsten wird das bei Mycle Schneider, der wirklich alle Aspekte der Atomkraft weltweit untersucht hat. Daher kann ich jedem nur empfehlen seine Infos auf NTV zu lesen oder anzuhören.  hier

Süddeutsche Zeitung hier   Eine Kolumne von Christian Stöcker  04.02.2024

- Warum steigt Merz nicht ab?

Ohne ständige Steuerhilfen ist Atomstrom nicht finanzierbar. Bauprojekte dauern stets länger und kosten viel mehr als geplant. Warum wollen Union und FDP nicht davon ablassen? Vernunft ist nicht der Grund.

EU-Lieferkettengesetz auch im zweiten Anlauf gescheitert

Update 28.2.24

Süddeutsche Zeitung hier

Das Gesetz sollte dafür sorgen, dass europäische Unternehmen die Einhaltung von Menschenrechts- und Umweltstandards in ihren Lieferketten im Ausland sicherstellen. Das aber fand keine Mehrheit bei den Mitgliedstaaten.

Das EU-Lieferkettengesetz ist auch in einem zweiten Anlauf von den EU-Botschaftern der Mitgliedstaaten abgelehnt worden. Das teilte die belgische EU-Ratspräsidentschaft mit. Für eine Annahme wäre eine Mehrheit von mindestens 15 Mitgliedstaaten mit einem EU-Bevölkerungsanteil von mindestens 65 Prozent nötig gewesen. Die Abstimmung war mehrmals verschoben worden.

"Wir müssen nun den Stand der Dinge prüfen und werden sehen, ob es möglich ist, die von den Mitgliedstaaten vorgebrachten Bedenken in Absprache mit dem Europäischen Parlament auszuräumen", schreibt die Ratspräsidentschaft. Damit ist offen, ob über das Vorhaben noch einmal neu verhandelt werden muss, obwohl es im Dezember eigentlich bereits einen Kompromiss zwischen Unterhändlern der beiden Institutionen gab.

Das Gesetz sollte dafür sorgen, dass europäische Unternehmen die Einhaltung von Menschenrechts- und Umweltstandards in ihren Lieferketten im Ausland sicherstellen. Während sich SPD und Grüne für das EU-Lieferkettengesetz aussprachen, hatte die Bundesregierung nach einer Blockade der FDP angekündigt, sich bei dem Votum zu enthalten. Dies hat sie am Mittwoch bei der Abstimmung im Ausschuss der ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten dann auch getan. Da es für die Annahme eine bestimmte Zahl von Ja-Stimmen gebraucht hätte, wirkt eine Enthaltung wie eine Nein-Stimme....

Wo der Klimawandel momentan zuschlägt: Spanien und Südamerika

hier  Deutschlandfunk 7.2.24  Von Susanne Götze

Südspanien: Trockene Felder, sterbende Gärten durch den Klimawandel

Klimaszenarien sagen für Südspanien geringere Niederschläge und Dürreperioden in den nächsten Jahrzehnten voraus. Schon die bisherigen 1,3 Grad Temperaturanstieg gegenüber der vorindustriellen Zeit führen in Andalusien zu einer zunehmenden Wassernot. Mit erheblichen Folgen für die Landwirtschaft und ihren rund 250.000 Beschäftigten.

Klimaklartext aus unserem Nachbarland Österreich

DER STANDARD  hier  noch ein Klimaklartext

es lohnt sich auf jeden Fall, den Original-Klimaklartext zu lesen, im Anhang sind immer noch zusätzliche interessante Artikel zu finden

Es gibt so Tage, an denen man sich nach einem Blick in die Zeitung fragt: Ist das eine Headline von vor 30 Jahren, oder stammt sie tatsächlich aus dem Jahr 2024? Diese Woche war das wieder der Fall. Mein Kollege Nicolas Dworak berichtete über eine europaweite Umfrage zum Thema Autos. Laut dieser halten 60 Prozent der Befragten Verbrenner für die nachhaltigste Antriebsart über den gesamten Lebenszyklus.  

In der EU wächst der Widerstand gegen grüne Reformen

Standard hier  Jakob Pallinger  23. Februar 2024,

Ein wirklich erhellender Artikel.
Ziemlich wichtig erscheint mir dabei das Schlußwort:
"Zugleich brauche es aber auch eine richtige Kommunikation: dass es nicht nur Klimaschutzmaßnahmen sind, die Kosten verursachen, sondern vielmehr der Klimawandel selbst und das Fehlen solcher Maßnahmen. "Menschen spüren die Auswirkungen der Klimaschutzmaßnahmen. Aber noch mehr spüren sie heute schon die Auswirkungen des Klimawandels."


Bauernproteste, Kritik an "Wärmepumpenpflicht" oder dem Verbrenner-Aus: Der Green Deal der EU stößt zunehmend auf Widerstand. Das könnte auch die bevorstehende Wahl beeinflussen

Mittwoch, 28. Februar 2024

Meinungsfreiheit eingeschränkt? Umweltaktivist*innen legen Verfassungsbeschwerde gegen Haft ein

Pressemitteilung vom 28.02.2024 

Die Umweltaktivist*innen, die im Oktober 2022 die Regierung von Schwaben aufs Korn nahmen [1,2,3,4,5], legen nun gegen ihre Verurteilung zur Haft eine Verfassungsbeschwerde ein. Die Aktivist*innen hatten die trotz laufender Rechtswidrigkeitsprüfung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs ausgestellte Genehmigung einer Bannwaldrodung durch die Regierung von Schwaben an deren Fassade als "frech" kommentiert und waren dafür im Oktober 2023 in Augsburg vor dem Landgericht zu Jugendarrest verurteilt worden [6].

EU-Parlament billigt Gesetz zur Wiederherstellung der Natur trotz Protesten der Landwirte und des rechten Flügels

Euronews  hier  mit Film  Von Jorge Liboreiro & Marta Pacheco  27/02/2024 

Das Europäische Parlament gab am Dienstag grünes Licht für das Gesetz zur Wiederherstellung der Natur und trotzte damit einem Vorstoß der Konservativen und der extremen Rechten das Gesetz zu Fall zu bringen.

Das Gesetz erhielt 329 Ja-Stimmen, 275 Nein-Stimmen und 24 Enthaltungen - eine größere Mehrheit als ursprünglich erwartet. Das Ergebnis löste Beifall und Jubel bei den Sozialdemokraten und den grünen Abgeordneten aus, während ihre Kolleg:innen vom rechten Flügel still blieben.

Das Gesetz, das in den Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten stark verwässert wurde, wird nun an den Rat weitergeleitet, wo die Mitgliedstaaten ihre Schlussabstimmung durchführen werden.

Das Gesetz zur Wiederherstellung der Natur zielt darauf ab, bis 2030 mindestens 20 % der Land- und Meeresflächen der Europäischen Union und bis 2050 alle geschädigten Ökosysteme zu sanieren.

"Umweltmord" wird künftig nach EU-Recht mit bis zu 10 Jahren Haft bestraft

Euronews hier  Von Mette Mølgaard Henriksen and Andreas Rogal 27/02/2024 

Ein Ölleck aus einem Schiff. Wasserentnahme, Schiffsrecycling und Umweltverschmutzung gehören zu den Umweltaktivitäten, die von der aktualisierten Richtlinie erfasst werden.

Die Länder haben zwei Jahre Zeit, um die aktualisierte Richtlinie, die Verbrechen abdeckt, die mit dem Umweltmord vergleichbar sind, in nationales Recht umzusetzen.


Die Europäische Union ist das erste internationale Gremium, das schwerste Fälle von Umweltzerstörung, die "mit Ökozid vergleichbar" sind, unter Strafe stellt.

Die Zerstörung von Ökosystemen, einschließlich des Verlusts von Lebensräumen und des illegalen Holzeinschlags, wird nach der aktualisierten EU-Richtlinie über Umweltkriminalität mit härteren Geldbußen und Gefängnisstrafen geahndet.

Das Europäische Parlament hat am Dienstag in Straßburg das verschärfte Gesetz mit 499 Ja- und 100 Neinstimmen bei 23 Enthaltungen angenommen

Wunsch nach direkter Beteiligung in der Politik

Mehrere animierte Menschen in Miniaturgröße stehen um ein überdimensionales Klemmbrett herum und diskutieren.


haben Sie auch das Gefühl, dass immer mehr Menschen das Vertrauen in die Demokratie verlieren? Gespräche im Familien- und Bekanntenkreis, Diskussionen in den sozialen Netzwerken oder Talkshows lassen diesen Eindruck schnell entstehen. Aber stimmt das überhaupt?

Laut einer Studie bleibt das Vertrauen in unser demokratisches System trotz vieler Krisen stabil. Doch Grund zum Aufatmen gibt es nicht - im Gegenteil: Alarmierende 51% der Befragten sind mit dem Funktionieren der Demokratie unzufrieden. Viele fühlen sich von der Politik nicht gut vertreten. Eine Lösung dafür liefern die Befragten gleich mit: Sie wünschen sich mehr direkte Beteiligung.[1] Sie auch?

Klimagerechtigkeit - Veranstaltung in Sigmaringen




Die Klimakrise ist auch eine Krise der sozialen Gerechtigkeit

am 09.03. bieten Christians for Future, gemeinsam mit der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinde Sigmaringen sowie weiteren Bündnispartnern, die Möglichkeit in Sigmaringen für dieses Thema aufzustehen. Wir wollen Gesicht zeigen und dadurch dem Gefühl der Ohnmacht gemeinsam entgegentreten. Sorgen und Hoffnungen können in einer Andacht um 10 Uhr in St. Johann vor Gott gebracht werden. Danach werden wir gemeinsam vor das neue Rathaus ziehen, wo wir uns dem Thema „(Klima)gerechtigkeit“ widmen.


E-Autos werden viel billiger als Benziner und Diesel: Das ist der Grund

Focus hier  27.02.2024  Von Karl Lüdecke / Kooperation mitEFAHRER.com

Die Nachfrage nach Elektroautos leidet unter hohen Preisen. Aber das wird sich ändern – nicht erst im nächsten Jahrzehnt, sondern schon im kommenden Jahr. Analysten nennen mehrere Gründe, die sich in ihrer Wirkung summieren.

Günstige Elektroautos sind rar. In Deutschland gibt es zum Beispiel den Kleinwagen-SUV Dacia Spring Electric , der unter 23.000 Euro zu haben ist. Der chinesische Hersteller BYD hat gerade erst angekündigt, die neueste Version des Qin Plus EV für einen Preis ab umgerechnet 14.000 Euro anzubieten. Aber das ist für Europa noch nicht relevant, denn hier ist der Wagen nicht erhältlich. Wäre er es, dann wohl zu einem deutlich höheren Preis.

Analysten sind sich jedoch sicher, dass der Preissturz für Elektroautos kommt, sehr bald sogar. Wichtigster Treiber dieser Entwicklung sind die Batterien: Haben sie bisher dafür gesorgt, dass der Preis des E-Autos deutlich über dem von Diesel und Benziner lag, sorgen neue Technologien jetzt für den gegenteiligen Effekt, da auf seltene und damit teure Rohstoffe zunehmend verzichtet werden kann.

ÖPNV: Verdi-Chef: Bei Streiks geht es um eine echte Verkehrswende

Zeit hier  28. Februar 2024,  Quelle: dpa



ÖPNV: Beim Streik gehe es auch darum, entscheidende Weichen für eine erfolgreiche Verkehrswende zu stellen, sagt Frank Werneke.

Bei der bundesweiten Warnstreikwelle im Nahverkehr stehen zum Höhepunkt am 1. März nicht nur bessere Arbeitsbedingungen für Beschäftigte, sondern auch der Klimaschutz im Fokus. «Es geht darüber hinaus vor allem darum, den ÖPNV als maßgeblichen Verkehrsträger zukunftsfähig zu gestalten und damit die entscheidenden Weichen für eine erfolgreiche Verkehrswende zu stellen», äußerte der Vorsitzende der Gewerkschaft Verdi, Frank Werneke, in einer Mitteilung an die dpa.

Webinar: Heute Abend - 28.02.2024 - 19:00 Uhr - Update zum Gesetz zur Rettung der Natur

Webinar "Update zum Nature Restoration Law" mit Jan-Niclas Gesenhues und Franziska Tanneberger. Wie gestern von Jutta zugesagt findet ihr in dieser Mail nun den Link zur Aufzeichnung. Diese wird heute Abend (29.2.24)  um 20:15 Uhr auf Youtube online gehen.

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Liebe Freundinnen und Freunde,


lasst uns heute Abend zusammen feiern! Gestern hat das EU-Parlament das Nature Restoration Law, das Gesetz zur Rettung der Natur beschlossen! Trotz neuerlicher Angriffe durch ein rechtskonservatives Bündnis hat eine Mehrheit der Abgeordneten für das demokratisch ausgehandelte Ergebnis gestimmt und damit den Weg zum Stopp des Artensterbens freigemacht. Das Nature Restoration Law ist das Gesetz, das aus dem Klima Deal einen echten Green Deal werden lässt. 

Doch was bedeutet die Annahme der Trilogergebnisse durch das Parlament für die Mitgliedstaaten? Und was ist der letzte Schritt, bis das Gesetz endlich in Kraft treten kann? Darum geht es in meinem heutigen Webinar, 28.02.2024, um 19:00 Uhr auf Zoom.

Zusammen mit Jan-Niclas Gesenhues, Bundestagsabgeordneter und parlamentarischer Staatssekretär im Umweltministerium, und Franziska Tanneberger, Greifswald Moor Centrum, werde ich darüber sprechen, was die Abstimmung über das Gesetz zur Rettung der Natur im EU-Parlament für den Naturschutz in Deutschland und die Wiedervernässung von Mooren bedeutet.


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Herzliche Grüße
Jutta Paulus


Lieferkettengesetz:"Die Schreckensszenarien sind nicht eingetreten"

Süddeutsche Zeitung hier   28. Februar 2024, Von Michael Bauchmüller und Jan Diesteldorf, Berlin, Brüssel

Gerd Müller, Chef der UN-Organisation für industrielle Entwicklung (Unido).

Als Minister hat Gerd Müller an einem Lieferkettengesetz mitgeschrieben. Jetzt warnt er davor, das europäische Gesetz durchfallen zu lassen. Die entscheidende Abstimmung ist für diesen Mittwoch angesetzt.

Kurz vor der wohl finalen Abstimmung des Ministerrates über das EU-Lieferkettengesetz hat der einstige Entwicklungsminister Gerd Müller eindringlich vor einem Scheitern gewarnt. "Es darf keine Geschäftsmodelle geben, die auf Kinderarbeit und Ausbeutung beruhen", sagte der CSU-Politiker, der inzwischen Chef der UN-Organisation für industrielle Entwicklung (Unido) in Wien ist. Der globale Handel sei ein "Gamechanger", sagte Müller der Süddeutschen Zeitung. "Aber er darf nicht länger die Reichen reicher und die Armen ärmer machen." Hungerlöhne, Kinder- oder Zwangsarbeit auszuschließen, "sollte eine Selbstverständlichkeit sein", sagte Müller. Das EU-Lieferkettengesetz könne einen Beitrag leisten, dies zu ändern.

Verfall allgemeiner politischer Sitten

Tagesspiegel hier   Ein Kommentar von Julius Betschka   26.02.2024

Die Grünen stehen am Pranger der Nation – Schluss damit!

Jede Forderung der Grünen gilt inzwischen als überheblich oder extremistisch – und wird mit Hass beantwortet. Andere Parteien haben das befeuert. Sie könnten die nächsten Opfer sein.

Es vergeht kein Termin eines grünen Spitzenpolitikers mehr ohne hasserfüllte Rufe, ohne Buhen oder Pfiffe. Zuletzt kam es immer häufiger auch zu Gewalt. Erst am Samstagabend wieder in Magdeburg. Dort hatten Bauern bei einem Besuch der Parteichefin Ricarda Lang Reifen und Tonnen angezündet, blockierten die Abfahrt von Lang. Der wegen aggressiven Protesten abgesagte politische Aschermittwoch der Partei in Biberach ist noch keine zwei Wochen her.

Grünen-Veranstaltungen werden so oft bedroht, Grünen-Politiker so oft attackiert wie die keiner anderen Partei. Das ist nicht nur ein Gefühl, die Statistiken für das vergangene Jahr belegen es. Die Grünen stehen am Pranger der Nation.

Man muss sich das vorstellen: Eine Partei, die in fast 75 Jahren Bundesrepublik ganze neun Jahre als Juniorpartner Teil der Bundesregierung war, soll für den Abstieg eines ganzen Landes verantwortlich sein.

Ein grüner Bundeswirtschaftsminister soll in nur zwei Jahren, in denen er vor allem nie gekannte Krisen gemanagt hat, die deutsche Wirtschaft zugrunde gerichtet haben. Ein schönes Märchen – das müssen selbst die erkennen, die jede einzelne Idee dieser Partei für falsch halten.

Dienstag, 27. Februar 2024

Eckpunkte für neuen Landesentwicklungsplan vorgestellt

www.baden-wuerttemberg.de  Pressemitteilungen  hier

Mit der Neuaufstellung des Landesentwicklungsplans soll ein modernes Kursbuch für Baden-Württemberg entstehen. Die Landesregierung hat dafür Eckpunkte formuliert. Diese identifizieren die wesentlichen Zielkonflikte, zeigen mögliche Lösungsansätze auf und bilden die Basis für einen breit angelegten Beteiligungsprozess.

Sebastian schreibt dazu:

Ich möchte auf die Überarbeitung des Landesentwicklungplans aufmerksam machen. Dieser befindet sich gerade in Phase zwei (Einbindung der Akteur:innen). Ich werde etwas zu Verkehr (Fokus auf ÖPNV) und Bau(dichten) einbringen. Ab Mitte des Jahres (Phase 3) können sich dann alle Interessieren zu Wort melden. Vermutlich lohnt es sich jetzt schon, sich das Papier anzuschauen. Das aktuelle Eckpunktepapier ist unten verlinkt

hier Landesentwicklungsplan Entwurf



Montag, 26. Februar 2024

 


Wer ist der Super-Öko? Über die Klimapolitik von Bodo Ramelow und Winfried Kretschmann

 hier   Freitag Ausgabe 08/2024  Jörg Staude

Ländervergleich: 2014 begann im „grünen Herzen“ Deutschlands die rot-rot-grüne Ära unter Bodo Ramelow. Macht es einen Unterschied für das Klima, wer in den Bundesländern regiert? Ein Vergleich zwischen Thüringen und Windfried Kretschmanns Baden-Württemberg

"IDUR-Rechtsseminar- Das Klimaschutzrecht aktuell - Die wassersensible Stadtplanung"

Hier eine interessante, kostenlose Fortbildung für Ehrenamtliche Naturschützer*innen und Planungsinteressierte:

 am Freitag, 15.03.2024 um 14:30 Uhr

https://lnv-bw.de/veranstaltung/idur-rechtsseminar-das-klimaschutzrecht-aktuell-die-wassersensible-stadtplanung/

 


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Samstag, 24. Februar 2024

 


Protestaktion auf der Adenauerbrücke

 Regio-TV  hier  22,2,24

Das planen die Unterstützer des wissenschaftlichen Dienstes vom Bundestag

Demonstrationen können in den unterschiedlichsten Formen stattfinden. Einige Aktivistengruppen, wie die “Letzte Generation” sind dafür bekannt, den Verkehr zu blockieren und mit Straßenbesetzungen auf die Probleme in der klimapolitik hinzuweisen. So auch im letzten Jahr auf der Adenauerbrücke. Nun ist eine erneute Aktion geplant – von den Unterstützern des wissenschaftlichen Dienstes des deutschen Bundestages.  Was die Ziele der Aktivisten sind, darüber hat Mara Sander mit einem der Vertreter dieser Unterstützer gesprochen.




Freitag, 23. Februar 2024

Anlässlich geplanter Rodung der Platanen hinter dem Bahnhof

 Pressemitteilung vom 20.2.2024

Ravensburger Aktivist*innen mahnen Verbesserungen im geplanten Schussenpark an

 Klimaaktivist*innen brachten am heutigen Dienstagmorgen (20.2.2024) Schilder mit Aufschriften wie "Lasst mich stehen - ich schenke Euch Schatten"  oder "Schussenpark für alle - auch für Randgruppen!" an sieben Platanenbäumen hinter dem Ravensburger Bahnhof an.

Mit ihrer Aktion fordern sie, die Pläne zur Realisierung des sogenannten Schussenparks in Bezug auf die aktuellen Herausforderungen, eines von Jahr zu Jahr wärmer werdenden Stadtklimas und der allgemeinen Erderhitzung, anzupassen. Der Bestand großer und kühlender Platanen soll erhalten statt gefällt werden, da er über viele Jahre nicht mit den ersatzweise vorgesehenen Jungbäumen ausgeglichen werden kann.

Es ist geplant ein Viertel der Platanen hinter dem Bahnhof zu fällen.

Öffentliche Wohlfühlplätze für alle!

Mit Bass gegen Hass

Schwäbische Zeitung  hier  22.02.2024, Von: Jeanette Löschberger

Edelrid-Geschäftsführer Vitus Wuhrer kämpft mit Bass gegen Hass. Bei der Technoparty kamen 700 Euro für die „Omas gegen Rechts“ zusammen.

Am vergangenen Freitag hat die, auf der Demonstration für die Demokratie spontan angekündigte Taktfieber-Tanzveranstaltung im Hello my Deer in Isny stattgefunden. Veranstalter Vitus Wuhrer wollte damit vor allem junge Menschen ansprechen. Vier Discjockeys spielten elektronische Technomusik, mit groovigen, tiefen Bässen. Der Erlös der Veranstaltung wird an die Initiative „Omas gegen Rechts“ gespendet.

    Ich konnte gar nicht glauben, wie viele Menschen
dem Aufruf gegen Rassismus auf dem Isnyer Marktplatz gefolgt sind.

Vitus Wuhrer

Donnerstag, 22. Februar 2024

#Zusammenland - Vielfalt macht uns stark

Eine Doppelseitige Anzeige in der Zeit, und wahrscheinlich ebenso im Handelsblatt, in der Wirtschaftswoche, im Tagesspiegel und in der Süddeutschen Zeitung .......




Rasanter Wettlauf um den Beton ohne Zement

Handelsblatt hier  23.2.24  Geschichte von Schumacher, Harald 

© Bereitgestellt von Wirtschaftswoche

Ladesäulen-Fundamente, Abwasserrohre, Pflastersteine – die Palette zementfreier Beton-Fertigteile mit geringer CO2-Emission wächst stark. Unternehmen, die sie nutzen, helfen die Produkte, Ausschreibungen zu gewinnen.