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Montag, 1. Dezember 2025

Ein Landwirt aus Schlier baut eine der größten Agri-PV-Anlagen Deutschlands

Es gibt schon länger Modellanlagen in der Region, die das Ergebnis nahelegen., wenn auch in kleineren Dimensionen bisher. Doch auch im  Apfelbau sieht man Vorteile für die Zukunft: Bei ungeschützten Bäumen wurde schon Sonnenbrand an den Äpfeln festgestellt....


Daniel Mautz  LinkedIn

Und plötzlich wächst unter der Solaranlage doch was. Wie konnte das nur passieren?

Ein Landwirt aus Schlier baut eine der größten Agri-PV-Anlagen Deutschlands. Auf seinem Biohof stellt er PV-Module über das Feld. 

Neben Strom erntet er auch höhere Erträge als auf seinem Referenzfeld. Sieben Tonnen pro Hektar. Kein Ernteverlust, keine verwüstete Landschaft, keine Apokalypse durch Modulschatten. Stattdessen weniger Austrocknung, stabilere Bedingungen und funktionierende Landwirtschaft.

Mittwoch, 10. Juli 2024

 ☀️ 🍺 Die erste Agri-PV-Anlage der Welt für Hopfen hat ein Landwirt in Hollertau in Bayern gebaut und wundert euch nicht, wenn bald überall PV über Hopfen thront. Denn über eine Million Euro hat der Bauer investiert und es ist „finanziell eine sehr runde Sache“, wie er sagt. Er verdient mit dem Strom doppelt so viel wie mit dem Hopfen. Ein Kamerateam des Bayerischen Rundfunks war vor Ort.


aus dem Newsletter Cleanteching  hier von Rico Grimm  9.7.24

Donnerstag, 1. Juni 2023

Bodenseekreis: Hier werden Strom und Äpfel geerntet

Bilder links und unten stammen aus Tagung Photovoltaik gemeinsam mit der Landwirtschaft umsetzen - Markdorf 20.04.2023 

30.05.2023  hier im Südkurier


Wie toll wäre das? Eine Technologie, mit der hunderttausende Menschen am Bodensee mit Energie versorgt werden könnten. Klimaneutral und ohne jeglichen Flächenfraß. Tatsächlich wird an so einem Konzept seit über einem Jahr geforscht – und schon Strom produziert: Gemeint ist die sogenannte Agri-Photovoltaik (Agri-PV).

Freitag, 5. Mai 2023

Oberteuringen: Agri-Photovoltaik statt Hagelnetze

 03.05.2023  hier im Südkurier

Einstimmig verabschiedete der Gemeinderat Oberteuringen Leitlinien und einen Kriterienkatalog für die Errichtung von Freiflächen- und Agri-Photovoltaikanlagen (auch landwirtschaftlich nutzbar) im Gemeindegebiet. 

Laut einer Standortalternativenprüfung des Büros Enviro-Plan stehen dafür 950 Hektar und damit etwa die Hälfte des Gemeindegebiets zur Verfügung. Ziel sei, den Anteil des regenerativ erzeugten Stroms so zu erhöhen, dass die Gemeinde autark werde, sagte Tamara Kutter vom Bauamt. 

Dienstag, 2. Mai 2023

Wenn der Bauer doppelt erntet

hier Tagesschau  22.04.2023  Von Barbara Lindahl, SR 

Solaranlagen auf Äckern und Weiden 

Mit Photovoltaikanlagen können Landwirte ihre Flächen zweifach nutzen: Als Agrarland und zur Stromproduktion. Bislang mussten interessierte Bauern jedoch gegen teils heftige Widerstände kämpfen. Das könnte sich nun ändern.

Sonntag, 23. Oktober 2022

"Gemeinsam was bewegen - Klimaschutz und Landwirtschaft im Dialog": Klimaschutz per Agri-Photovoltaik

Webinar „Klimaschutz per Agri-PV“ 

 hiermit stellen wir erste Informationen zum gestrigen aus unserer Sicht gelungenen Webinar (mehr als 100 Anmeldungen, ca. 70 Zuschaltungen) zur Verfügung und würden uns freuen, wenn Sie an einer Kurzumfrage (5 Fragen in 1 Minute) teilnehmen würden.

 Hier finden Sie eine Aufzeichnung der gestrigen Impulse:

  1. Bitte nehmen Sie (auch wenn Sie sich nicht zugeschaltet hatten) an folgender Kurzumfrage teil: https://www.umfrageonline.com/c/nefxeave
  2. hier befindet sich die Präsentation von Matthias Meier-Grüll.
  3. Die Antworten zu den noch offenen Fragen, die Ergebnisse der Umfrage und die Präsentation von Burghard Hesse werden wir Ihnen in ein paar Tagen zusenden.

Herzliche Grüße und im Namen des  Orga-Teams von Parents for Future und „Landwirtschaft verbindet Deutschland e.V.“ allen ein schönes Wochenende

 

Malte Kleinwort


Fragen und Antworten finden Sie hier







Montag, 20. Juni 2022

Keine Solarmodule auf Ackerland?

17.06.2022  |  VON HANSPETER WALTER UEBERLINGEN.REDAKTION@SUEDKURIER.DE  hier

Selbst zwischen den Stuttgarter Ministerien war die Zukunft von Fotovoltaikanlagen auf landwirtschaftlichen Flächen lange kontrovers diskutiert worden. Erst am Tag vor der jüngsten Gemeinderatssitzung in Überlingen hatte die Landesregierung beschlossen, dass die Begrenzung von Freiflächenanlagen von 100 Megawatt nur auf 500 Megawatt angehoben wird, um möglichst vielen Projekten eine erfolgreiche Teilnahme bei Ausschreibungen der Bundesnetzagentur zu ermöglichen – und bei der Energiewende voranzukommen. Bei der in Bonndorf beantragten Anlage geht es um 5,8 Hektar Fläche mit einer Spitzenleistung von 5 Megawatt, also nur einem Prozent des vom Land beschlossenen Limits. Dennoch kochen die Emotionen vor Ort hoch, wenn die Planung konkret wird, insbesondere wenn es nicht um Brachen, sondern gute Böden geht. Für eine erste Anlage auf einer Konversionsfläche im Westen Bonndorfs hatte der Gemeinderat bereits gegen das Votum des Ortschaftsrats grünes Licht gegeben.

Verwaltung will Projekt vorantreiben

Donnerstag, 19. Mai 2022

BODENSEEKREIS: Photovoltaik statt Hagelschutznetze

 Als einen „Pioniertag“ bezeichnete Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Einweihung einer sogenannten Agri-Photovoltaikanlage in Kressbronn. In den Obstplantagen eines Landwirts ersetzen auf einer Fläche von 0,4 Hektar nun Solarpanele die bislang verwendeten Hagelschutznetze. Das Forschungsvorhaben des Fraunhofer-Instituts und des Landes soll in den kommenden Jahren flächendeckend in der Region umgesetzt werden. 


15.05.2022  |  VON BENJAMIN SCHMIDT BENJAMIN.SCHMIDT@SUEDKURIER.DE  hier

Solar-Panels statt Hagelschutznetze

...Klar ist schon jetzt: Seit Kurzem ersetzen Solarpanels auf 0,4 Hektar Fläche die sonst üblichen Hagelschutznetze auf Bauer Bernhards Hof. Der Fachbegriff hierfür lautet Agri-Fotovoltaik. Energieerzeugung und Landwirtschaft sollen also Hand in Hand gehen. Über Apfelbäumen wurden die Zellen angebracht – und sie liefern bereits Strom für 65 Haushalte. Das Ganze ist Teil eines Forschungsprojekts, das Land Baden-Württemberg mit 2,5 Millionen Euro fördert. An fünf Standorten, darunter Kressbronn und Ravensburg, werden in den kommenden Jahren solche Anlagen erprobt.

Samstag, 7. Mai 2022

Grüner Strom von der Obstplantage

 


                 SWR Zur Sache! Rheinland-Pfalz  hier

Solarzellen über einer Apfelbaumplantage? So etwas gibt es bei Biobauer Johannes Nachtwey aus Gelsdorf. Doch er ist noch eine Ausnahme in Rheinland-Pfalz. So genannte Agri-Photovoltaik komme nicht voran, klagt der Landesverband Solarenergie.

Dienstag, 12. April 2022

BUND zu Windenergie und Freiflächen-Photovoltaik


Pressemitteilung BUND Regionalverband
Bodensee-Oberschwaben 08.04.2022


„Die Aufgabe ist groß – ohne Photovoltaik (PV) und Windenergieanlagen (WEA) können wir die fossile und atomare Energie nicht schnell und preisgünstig ersetzen.“

So fasst BUND-Regionalgeschäftsführer Ulfried Miller die Einschätzung des Naturschutzverbandes zusammen.

„Leider kommen wir beim Energiesparen überhaupt nicht voran.
Seit 30 Jahren ist der 
Endenergieverbrauch pro Bundesbürger konstant hoch und liegt bei etwa 85 Kilowattstunden pro Tag.
Jede*r Deutsche hat damit — bildlich gesprochen — 100 Radfahrer im Einsatz, die täglich
zehn Stunden für den persönlichen Energiehunger strampeln.
Und der Energieverbrauch wird
durch die Elektromobilität und die Digitalisierung noch weiter steigen“, so der BUND-Sprecher.

Ohne gesellschaftlichen Wandel und die Einsicht einer Änderung unserer Gewohnheiten und
Ansprüche wird der Erhalt unserer Lebensgrundlagen zu einer enormen Herausforderung ohne
Garantie. Wir alle müssen erkennen, dass weniger auf Dauer mehr ist und die Reduktion unseres
Konsums auch stolz und glücklich machen kann.

Dennoch werden wir weiterhin viel Energie benötigen und diese muss klimaneutral erzeugt
werden. Es geht nun darum, dafür die bestmöglichen Standorte zu finden. Wo ist ausreichend
Wind und Sonne und wo sind die geringsten Konflikte für Mensch und Natur?
Selbst, wenn wir alle geeigneten Dächer und Hausfassaden mit Solaranlagen belegen würden,
können wir nur etwa ein Zehntel unseres aktuellen Gesamt-Energieverbrauchs abdecken! Deshalb
brauchen wir auch Solaranlagen auf Freiflächen und Windräder.

Flächen für Photovoltaik-Anlagen sollten dabei vorrangig auf bereits überbauten oder genutzten
Flächen ausgewiesen werden. Geringe landschaftliche und ökologische Beeinträchtigungen durch
Photovoltaik sind entlang oder über Autobahnen, Lager- und Parkplätzen zu erwarten — die
Schweiz macht es vor — unbürokratisch und zielgerichtet.

Aktuelle Bauplanungen eines Wohnmobil-Herstellers in Isny zeigen, dass es bei der
Photovoltaikpflicht leider große Schlupflöcher im frisch novellierten Klimagesetz Baden-
Württembergs gibt.

Im Bereich der Landwirtschaft gibt es Chancen auf Synergieeffekte, z.B. Solarmodule anstelle der
Hagelnetze als Unwetterschutz über Obstplantagen oder anderen landwirtschaftliche Flächen,
sogenannte Argo-Photovoltaik-Anlagen. Außerdem lassen sich Freiflächen-PV-Anlagen auf vielen
Flächen mit einer ökologischen Aufwertung kombinieren, zum Beispiel auf moorigen Ackerböden,
die wiedervernässt werden. Damit ergäbe sich sogar ein doppelter Klimaschutzeffekt, denn die
Vernässung von Moorböden bindet sehr viel CO2 und andere klimaschädlichen Gase. In mehreren
Pilotanlagen sollten hierzu Erfahrungen gesammelt und Anlagenplanungen entsprechend
angepasst werden. Die Naturschutzverbände suchen hierfür gerade geeignete Flächen. 
Im Optimalfall können so Artenschutz und doppelter Klimaschutz (Moore als CO2-Senke und PVEnergie) Hand in Hand gehen. So könnte man mit Solaranlagen sogar den Schutz der Biodiversität
mitfinanzieren. Auch die Potenziale von ehemaligen Kiesgruben im Offenland könnten geprüft
werden.

Konfliktarme Flächen für die Windenergie wären z.B. ausgeräumte Agrarlandschaften, geschädigte oder monotone Wälder und Flächen entlang von Straßen und Bahntrassen. Wichtig ist, dass solche Flächen bereits erschlossen sind, damit nicht durch neue Zufahrtswege weitere Flächen beansprucht werden.

Die Flächen mit den geringsten Konflikten müssen als Vorrangflächen für die Erzeugung von
erneuerbarer Energie festgesetzt werden. Die Frage, wem die Flächen gehören und ob sie im oder
außerhalb des Waldes liegen, sind zunächst keine Ausschlusskriterien.
Gleichzeitig müssen Standorte, auf denen große Konflikte mit Naturschutzzielen zu erwarten sind, ausgeschlossen werden. Diese sollten für gebündelte Naturschutzmaßnahmen und
Artenhilfsprogramme, z.B. für windkraftsensible Arten, bereitgestellt und aufgewertet werden.

Auch die Ausweisung von Bann- und Schonwäldern und die Biotopvernetzung im Offenland und
im Wald kann einen solchen Ausgleich bieten und sollten nicht unberücksichtigt bleiben.
Dazu haben BUND und NABU einen gemeinsamen Vorschlag entwickelt und im Januar 2022 bei
den Naturschutztagen in Radolfzell zur Diskussion gestellt. Auch im Koalitionsvertrag der neuen
Bundesregierung ist ein solches Artenhilfsprogramm verankert.
Für Baden-Württemberg würde es 
nach Schätzung der Naturschutzverbände 10 bis 15 Millionen Euro pro Jahr kosten. Die Maßnahmen könnten aus den Pachteinnahmen für Windkraftwerke und aus Ausgleichszahlungen finanziert werden.

Planungen für Energieinfrastrukturen sollten also mit einem geeigneten Naturschutzkonzept Hand in Hand gehen. Erst wenn beides auf dem Tisch liegt, kommen wir weg von Einzelfall-
Betrachtungen und lähmenden Diskussionen - weil wir ein gutes Gesamt-Konzept haben (Nehmen
und Geben).

Um die Akzeptanz zu steigern und die Energiewende zu finanzieren, müssen Bürger*innen
außerdem die Möglichkeiten erhalten, sich an der Finanzierung und dem Gewinn zu beteiligen.
Damit bleibt möglichst viel Wertschöpfung in der Region. Bürger*innen, Energiegenossenschaften,
Landwirt*innen, Unternehmer, Kommunen und andere Stakeholder müssen zusammenarbeiten,
damit der Umstieg von Öl und Gas auf Erneuerbare Energien gelingen kann und die Klimaziele
erreichbar sind.

Ulfried Miller, BUND-Regionalgeschäftsführer Bodensee-Oberschwaben

Samstag, 12. März 2022

Wie die Energiewende die Landschaft verändern wird

Schwäbische Zeitung  Von Ulrich Mendelin  hier

Kleine Kraftwerke allerorten

Wind und Sonne statt Atom, Kohle und womöglich auch noch Gas. Das heißt auch: viele kleine Kraftwerke statt weniger großer. Das wird die Landschaft verändern - auch auf der Alb, in Oberschwaben, im Allgäu.

Zum Beispiel auf einem Feld bei Niederwangen. Rechts und links der A 96 plant die Bürgerenergiegenossenschaft Wangen mit dem Energieversorger EnBW einen Solarpark. Wenn alles klappt, prägen auf acht Hektar Fläche bald Solarpanels statt grüner Allgäuwiesen das Bild.
Strom für etwa 1500 Haushalte könnte hier erzeugt werden, sagt Genossenschafts-Vorstand Wolfgang Friedrich bei einem Rundgang über die Felder. Das sei zehnmal so viel Energie, wie seine Genossenschaft mit Solaranlagen auf bisher 13 Gebäudedächern erzeugt. „Unser Ziel ist es, die regionale Energiewende vor Ort mitzugestalten.“

Die Stimmung im Gemeinderat sei positiv und zustimmend, berichtet Friedrich. Trotzdem gibt es Widerstand..... „Wenn berechtigte Bedenken bestehen, dann schauen wir, ob wir darauf eingehen können“, sagt er. Etwa, wenn es darum geht, von wo aus die Solarmodule wie stark sichtbar sind. „Wenn es aber um ideologische Ablehnung geht, dann wird es schwierig.“

Agrophotovoltaik: Acker und Solarenergie optimal kombinieren

Im Blog war schon einmal ein Artikel zu diesem Thema, es ging um die Versuchsflächen in Heggelbach im Bodenseekreis hier

Es lohnt sich den unten dargestellten Artikel im Original zu lesen, da auch die Grafiken und Fotos zum Verständnis beitragen. Ich beschränke die Wiedergabe daher auf ein Minimum.


Ökolandbau  hier

Der Ansatz klingt einleuchtend: Warum sollte man in Zeiten knapper Ackerflächen und einem wachsenden Energiebedarf nicht beides miteinander kombinieren – also Solaranlagen auf landwirtschaftlichen Flächen installieren und beides ernten, Strom und Lebensmittel?

Freitag, 21. Januar 2022

Oben Strom ernten, unten Getreide

 Landwirtschaft unter Solarpaneelen - SZ Magazin (sueddeutsche.de)

So wird Fläche doppelt genutzt: Eine Hofgemeinschaft in Baden-Württemberg verbindet Bio-Landwirtschaft mit innovativer Solartechnik. Doch ein paar Probleme gibt es noch.

Das Problem: Um Deutschland zu hundert Prozent mit erneuerbaren Energien zu versorgen, müssen wir den Anteil der Solarenergie massiv aufstocken, auf etwa 70 Prozent. Aber wohin mit all den Paneelen?

Die Lösung: Landwirtschaft unter Solarpaneelen
Wer sich der Hofgemeinschaft Heggelbach in der Bodenseegegend nähert, sieht ein ungewöhnliches Zusammenspiel von bäuerlicher Tradition und technischer Avantgarde:

Freitag, 14. Januar 2022

Baden-Württemberg fördert fünf Agri-Photovoltaik-Modellanlagen

Solarserver  hier

Die fünf Demonstrationsanlagen mit einem Schwerpunkt auf Kernobst- und Beerenbau sollen eine Gesamtleistung von mindestens 1,6 MW erreichen und in Ravensburg, Weinsberg, Karlsruhe, Kressbronn und Nußbach errichtet werden.

Die baden-württembergische Landesregierung möchte in den nächsten Jahren die Agri-Photovoltaik (Agri-PV) als flächeneffiziente Landnutzungsform fest etablieren. Um dieses Ziel zu erreichen, wollen die beiden zuständigen Ministerien Umwelt, Klima und Energiewirtschaft sowie Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz bis 2024 fünf Pilotanlagen zur Agri-PV in Baden-Württemberg mit rund 2,5 Millionen Euro fördern.

Die Agri-PV böte einen sehr interessanten Ansatz mit einer dreifachen Rendite, sagen Baden-Württembergs Umweltministerin Thekla Walker und Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauk. Agri-PV spare nicht nur wertvolle Fläche ein, sondern ernte gleichzeitig auch noch Sonne und Obst. Das nach Ansicht der Minister:innen sonnenverwöhnte Baden-Württemberg bietet für die Agri-PV mit den großen Obstbaugebieten in der Bodenseeregion optimale Bedingungen.


Bruno meint dazu: Das ist sehr gut und sehr wichtig für den Klimaschutz. Auf jeden Fall viel besser als Hagelnetze aus Plastik !

Samstag, 18. Dezember 2021

Kreis Ravensburg: Klimaprojekt soll Hagelnetze durch Solaranlagen ersetzen

Schwäbische Zeitung hier  von Philipp Richter

In der Region Bodensee-Oberschwaben wird es zwei Modellprojekte im Klimaschutz geben. Im Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee (KOB) in Bavendorf und dem Obsthof Bernhard in Kressbronn werden zwei sogenannte Agriphotovolataikanlagen aufgebaut, die die Hagelnetze über Obstplantagen ersetzen und gleichzeitig Strom produzieren sollen.

Erweist sich der Versuch als erfolgreich, möchte der Regionalverband Bodensee-Oberschwaben damit im neuen Teilregionalplan Erneuerbare Energien fest planen. Der Regionalverband hat aber noch mehr vor in Sachen Klimaschutz. Und es gibt noch einige offene Fragen.

Die Sitzung der Regionalversammlung im Kultur- und Kongresszentrum in Weingarten am Freitag war die letzte in diesem Jahr, sollte aber in Sachen Klimaschutz Aufbruchstimmung erzeugen. Das machte der neue Regionalverbandsdirektor Wolfgang Heine klar, der im November die Nachfolge von Wilfried Franke angetreten hat. Als die vier Hauptthemen im kommenden Jahr sieht Heine die Energiewende, den Klimaschutz, die Biodiversität und die Verkehrswende.

Anmerkung: Wie schön, dass jetzt an diese Themen gedacht wird, nachdem die Baugebiete sicher durchgewinkt wurden ! Auch mit der Verkehrswende hat man es bisher  nicht so ernst genommen, Kritiker bemängelten stets, dass zwar groß Mundig davon geredet wurde, die beantragten Straßen weiterhin aber eindeutig im Vordergrund standen. Der Verdacht liegt nahe: jetzt wo das aus konservativer  Regionalverbands-Sicht vermeintlich  "Wichtigste" durch ist, jetzt kann man sich noch bisschen mit dem Klima beschäftigen......
Und man kann sogar an die äußerst wichtigen Frischluftschneisen denken -  in der Fortschreibung war man  an verschiedenen Stellen nicht so zimperlich, solange es um Baugebiete ging.

Am Freitag beschloss der RVBO zudem einstimmig, dass die Region beim von der EU geförderten Projekt „LIFE Regional C³“ teilnimmt. Das Projekt ist an der Universität Freiburg angesiedelt und soll die Auswirkungen des Klimawandels auf die Kommunen in der Region analysieren.

Das Projekt wird zu 60 Prozent von der EU finanziert. Den Rest trägt die Region mit 28 000 Euro pro Jahr. Der Projektzeitraum erstreckt sich von 2023 bis 2027.

Donnerstag, 5. August 2021

"Unten Äpfel, oben Strom: Bodensee soll Agrophotovoltaik-​Pilotregion werden"

Schwäbische Zeitung hier  Auszüge in blau

„Nach dem Volksbegehren Artenschutz vor eineinhalb Jahren habe ich mich mit der Idee intensiver auseinandergesetzt“, sagt der Landwirt, für den Agrophotovoltaik vor allem eine Möglichkeit ist, seinen Betrieb fit für die Zukunft zu machen. Klimawandel, schärfere Umwelt- und Pflanzenschutzauflagen, steigende Lohnkosten – Bernhard zufolge verliert der Obstbau in der Bodenseeregion gegenüber Anbaugebieten im Ausland immer mehr an Wettbewerbsfähigkeit...

Eine Doppelnutzung der Flächen – unten Äpfel, oben Strom – könne da ein Ausweg sein. „Das ist eine Riesenchance und noch dazu energiepolitisch gewollt“, erklärt der umtriebige Obstbauer. Im Herbst will er mit dem Aufbau der Anlage beginnen – wenn, ja wenn die Finanzierung steht.....

Der Druck, landwirtschaftliche Nutzfläche dafür in Anspruch zu nehmen, wächst also. Durch die Doppelnutzung könnte Agrophotovoltaik die Flächenkonkurrenz zwischen Nahrungs- und Energieproduktion entschärfen.

Das Potenzial wäre da: Aktuell sind rund 5000 Hektar Obstanbauflächen in der Bodenseeregion unter Hagelschutznetzen. Würde man diese Flächen in Zukunft konsequent für Agrophotovoltaik nutzen, könnten 1,5 Millionen Haushalte mit Strom versorgt werden, hat der Energieversorger Regionalwerk Bodensee errechnet.

Mittwoch, 26. Mai 2021

"Solarstrom aus der Apfelplantage"

Ein Artikel im Südkurier von Fabiane Wieland fabiane.wieland@suedkurier.de

Solarstrom aus der Apfelplantage

Auszüge

... Im Rahmen eines Pilotprojekts möchte der Kressbronner Landwirt auf einer Fläche von 0,4 Hektar eine Agrofotovoltaik-Anlage errichten. Das heißt, oben wird Strom erzeugt, unten wächst das Obst.

„Was mit einem Workshop begann, ist inzwischen zu einem landesweiten Projekt geworden“, erzählt Gabriel Frittrang vom Regionalwerk Bodensee. Das regionale Energieunternehmen beteiligt sich ebenfalls an dem Versuch. Wissenschaftlich begleitet werde dieser vom Fraunhofer-Institut, aber auch vom Kompetenzzentrum Obstbau-Bodensee in Bavendorf, wo es eine Versuchsanlage geben wird.

„Landesweit soll es zehn Standorte geben, neben fünf wissenschaftlichen Standorte sind fünf landwirtschaftliche Betriebe dabei“, sagt Gabriel Frittrang. Auf dem Hof von Hubert Bernhard in Kressbronn werde Kernobst unter einer Fotovoltaik-Anlage wachsen. „In Meckenbeuren wird das mit Zwetschgen – also mit Steinobst – getestet, in Südbaden soll es Versuche mit Kirschen sowie im Wein- und Ackerbau geben“, erklärt Frittrang. „Ich suche immer nach neuen Ideen im Obstbau, die auch den landwirtschaftlichen Betrieben mehr Sicherheit bringen“, sagt Hubert Bernhard. Daher wolle er in eine solche Anlage investieren. Ein weiterer Vorteil ist in seinen Augen: Indem man die Solarmodule über den Obstbäumen anbringe, habe man keinen zusätzlichen Flächenverbrauch. Die Doppelnutzung durch eine Agrofotovoltaik-Anlage wäre daher ein Riesenvorteil.


Dieses Thema wird als nächstes im Regionalverband auftauchen durch den Teilplan Energie.
Ist es richtig Agro-Voltaik als weitere großflächige Nutzung und  (Teil-) Versieglung  voran zu bringen, solange es auf unseren Dächern noch so viel ungenutztes Potential gibt?


Samstag, 13. März 2021

"Bauern der Region wehren sich gegen „unstillbaren Landhunger“

 Auszug aus der Schwäbischen Zeitung : hier geht`s zum ganzen Artikel für Abonennten

Immer mehr landwirtschaftliche Fläche in der Region wird aus Sicht des Bauernverbands Biberach-Sigmaringen zu Gunsten von Wohn- und Gewerbegebieten, aber auch zum Bau von Photovoltaikanlagen, versiegelt

Unbedingt lesenswert !

Herr Glaser vom Bauernverband Biberach-Sigmaringen sagt: "Der Landhunger scheint inzwischen unstillbar" und verweist auf die übergroßen Flächeninanspruchnahmen in Meßkirch (Amazon-Zentrum) und Warthausen sowie durch den Regionalplan.
Er wählt drastische Worte: "Das Sauigeln mit Flächen muss aufhören!" Besonders schwer wiegt aus der Sicht des Bauernverbandes wenn die Fläche nicht überbaut sondern nur versiegelt wird. Das Amazon-Verteilzentrum in Meßkirch hat eine Fläche von 8,3 ha, das Meiste davon sind Parkplätze....

"Wenn es um Parkplätze geht müssen die Firmen künftig mehr in die Höhe bauen" so die Vorsitzende der Landfrauen im Bauernverband. Für Hopp ist dieser Umgang mit Flächen ein Zeichen dafür "dass diese immer noch zu billig sind". Auf seiten der Landwirte sorge eine solche Politik für gigantischen Druck und dafür dass sie sich untereinander bei den Pachtpreisen überbieten.

...er stelle neue Wohn- und Gewerbegebiete nicht in Frage, aber alles mit Maß und Ziel.... Wenn er durch seine alte Heimat fahre (Kreis Biberach), dann sehe er neu erschlossene Baugebiete an den Ortsrändern, aber die Ortskerne lottern dahin....

Noch ein weiteres Thema bereitet den Landwirten beim Thema Fläche Kopfzerbrechen. "Der Photovoltaik-Angriff auf die besten Felder geht gerade erst los.... Nun gehe es an die landwirtschaftlichen Flächen sagt der Kreisobmann und nennt als Beispiel ein Solarkraftwerk das die ENBW auf einer 80 ha großen Fläche bei Wilfingen (Kreis Biberach) bauen will.... "Solange es noch so viele öffentliche Dächer oder Firmenparkplätze gibt, auf denen PV-Anlagen genügend Platz hätten, sehe ich keinen Grund sie fantasielos auf die Felder zu knallen..."sagt Glaser.
Ihm tue das richtig weh. Einmal verlorene Fläche komme nicht mehr zurück....

Er sieht in der ganzen Flächendebatte auch einen moralischen Aspekt: "Es ist ein humanitäres Gebot, mit unseren Agrarressourcen extrem sparsam umzugehen. Gerade in einer fruchtbaren Region wie der unsrigen". Der Klimawandel sorge dafür, dass es solche Gegenden künftig noch weniger geben werde, so Glaser.