Wo sind Gefahrenstellen? Wo fehlen Radwege?
Was muss in die Radwegeplanung aufgenommen werden im Landkreis RV?
Macht mit - ohne euer Wissen läuft sonst nix
Die 3 Kreise Ravensburg, Sigmaringen und Bodenseekreis haben trotz lauter Proteste keinen zukunftsfähigen Regionalplan bekommen. Wo steht Deutschland, Baden-Württemberg und seine Kommunen aktuell beim Klimaschutz? Welche Möglichkeiten gibt es und wo gibt es Anregungen, die übernommen werden könnten?
Wo sind Gefahrenstellen? Wo fehlen Radwege?
Was muss in die Radwegeplanung aufgenommen werden im Landkreis RV?
Macht mit - ohne euer Wissen läuft sonst nix
Zunehmende Hitze- und Dürreperioden setzen mancher Baumart zu. Weshalb der Druck steigt, neue Strategien für den Forst zu entwickeln.
Markus Weisshaupt geht stracks auf ein unscheinbares Bäumlein zu, offenbar erst kürzlich gepflanzt. „Eine Elsbeere“, sagt der Förster stolz. Schön, denkt man sich und schaut auf das kleine, von hölzernen Mini-Verstrebungen geschützte Gewächs.
Worauf die Überlegung folgt, was genau denn eine Elsbeere ist. Fichte, Tanne, Buche oder Eiche sind weitaus gängigere Arten - und deshalb auch ohne tieferes forstwissenschaftliches Wissen bestimmbar. Aber die Elsbeere? „Sie könnte ein Baum der Zukunft sein“, meint Weisshaupt.
Dies ist das Thema, um welches es geht: Was wird denn in den nächsten Jahrzehnten auf forstlichem Grund wachsen? Welche Baumarten kommen mit dem im Wandel befindlichen Klima besser zu Recht als andere? Weisshaupt will dazu Erklärungen geben. Er hat in einen oberschwäbischen Landstrich nordöstlich von Ravensburg eingeladen: den Altdorfer Wald. So nennt sich auch der dortige Forstbezirk von Forst BW, dem Landesbetrieb zum Bewirtschaften des baden-württembergischen Staatswaldes.
Thema: Umwelt-, Natur- und Klimaschutzlösungen
Mit dem groß angelegten Wettbewerb „Preisgekrönt 2024“ würdigen die Bürgerstiftung Kreis Ravensburg, die elobau Stiftung und der Kreisjugendring Ravensburg das Engagement von Menschen, die sich vor der eigenen Haustüre für Umwelt-, Natur- und/oder Klimaschutz einsetzen.
Wir suchen eure Projekte und Initiativen,
die gute Lösungen für die aktuellen Herausforderungen bieten und vor Ort einen wichtigen Beitrag
zum sozial-ökologischen Wandel leisten.
Einsendeschluss ist der 31. Mai 2024.
Schwäbische Zeitung hier 30.11.2023
Waldburgrücken soll Landschaftsschutzgebiet werden
Eine aktuelle Veröffentlichung zeigt eindrücklich: Der Waldburger Rücken zwischen Vogt-Grund und der Waldburg ist Teil eines einzigartiges Archivs der würmeiszeitlichen Naturgeschichte Oberschwabens.Eine deutsch-holländische Arbeitsgruppe um Mat De Jong kommt in einer aktuellen Studie zur Erkenntnis, dass dieser Teil des Altorfer Waldes eine beim ersten Rückschmelzen des Rheingletschers gebildeten Anhäufung von Schmelzwasserablagerungen mit zahlreichen Toteislöchern und Schmelzwasserrinnen ist. In dieser Form und Erhaltungszustand ist sie in Südwest-Deutschland und weit darüber hinaus einzigartig. Die bekannten Schmelzwasserrinnen, wie etwa die Urbachrinne bei Bad Waldsee, beginnen im Waldburgrücken, sie verraten die Lage der Schussen- und Argen-Eisfächer des Rheingletschers im jeweiligen Zeitraum. Der Waldburgrücken ist damit auch Landschaft gewordene Klimageschichte.
Für die Naturschutzverbände BUND, NABU, AG Fledermausschutz BW und den Landesnatur-schutzverband (LNV) sind hier weitere Eingriffe durch Kiesabbau undenkbar.
Schwäbische Zeitung hier 20.11.2023, Philipp Richter
Der Windpark Röschenwald wird der erste Windpark im Schussental sein.
Im Röschenwald zwischen Mochenwangen und Zollenreute werden vier Windräder gebaut. Jetzt ist auch klar, wann gebaut wird und wann sich die Räder drehen sollen.
Der Windpark Röschenwald wird gebaut. Das ist seit Montagmittag klar. Das Landratsamt Ravensburg hat dem Projekt mit vier Windrädern im Wald zwischen Mochenwangen und Zollenreute bei Aulendorf die Genehmigung erteilt. Somit wird der Windpark der erste im Schussental sein und das Thema Energiewende wird greifbar und sichtbar für Oberschwaben. Vor allem wegen der weiteren in der Region geplanten Windparks genießt das Projekt im Röschenwald besondere Aufmerksamkeit.
„Es gibt einen Konsens in der Kommunalverwaltung, dass wir im Bereich Erneuerbare Energie aktiv mitgestalten wollen“, sagte Landrat Harald Sievers bei der Übergabe der Genehmigung im Landratsamt. Und weiter:
Wir sehen uns als Solarlandkreis,
aber ohne Windkraft wird es nicht gehen,
weil wir sonst nicht auf die erforderliche Komplementarität kommen.
Harald Sievers
ARD Tagesschau hier 09.07.2023 Von Steffen Armbruster, BR
Melonen statt Äpfeln und Birnen
Bild links: alte Obstbäume im Salemer TalDie Klimakrise verschiebt die Jahreszeiten: Die Obstblüte kommt nach BR-Recherchen immer früher. Doch trotz der Erderwärmung könnten die Blüten künftig häufiger erfrieren - und Äpfel vom Bodensee zum Luxusgut werden.
Südkurier hier
Seit 25. Juni bis vorläufig 16. Juli gilt ein generelles Verbot der Wasserentnahme aus allen Flüssen, Bächen und Seen im Bodenseekreis. Bei Verstoß droht ein Bußgeld bis zu 10.000 Euro.
Das Entnahmeverbot betrifft sowohl Wasserentnahmen für den Gemeingebrauch als auch für die Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen, wie das Landratsamt mitteilt.
Verboten ist die Entnahme aus Fließgewässern wie Bächen, Flüssen und Triebwerkskanälen sowie Weihern und Seen. Derzeit noch ausgenommen sind die Entnahmen aus dem Bodensee und dem Grundwasser im genehmigten Umfang sowie für das Tränken von Vieh und das Schöpfen mit Handgefäßen. Allerdings appelliert das Landratsamt, auch auf das Schöpfen mit Handgefäßen zu verzichten.
Kritische Pegelstände durch Trockenheit
Durch die anhaltende und auch in den kommenden Wochen zu erwartende Trockenheit ohne nennenswerten Niederschlag erreichen viele größere Gewässer und vor allem kleinere Bäche im Bodenseekreis derzeit kritische Pegelstände. Fische, Kleinlebewesen und Wasserpflanzen leiden erheblich unter dem Wassermangel, ansteigenden Wassertemperaturen und dem sinkenden Sauerstoffgehalt. Wer in dieser kritischen Situation das Verbot ignoriert, muss mit einem empfindlichen Bußgeld von bis zu 10.000 Euro rechnen.
Keine grundlegende Entspannung in Sicht
Lokale Schauer und Gewitter können die Niedrigwasserlage allenfalls kurzfristig, vorübergehend und lokal abmildern. Es ist aktuell aber mit keiner grundlegenden Entspannung und mit keinem nachhaltigen Anstieg der Gewässerpegel zu rechnen. Sollten die Wasserspiegel sich nachhaltig verbessern, wird gegebenenfalls die Allgemeinverfügung vorzeitig aufgehoben.
Das Verbot ist mit dem Landkreis Ravensburg abgestimmt, in dem ebenfalls ein generelles Wasserentnahmeverbot gilt.
Schwäbische Zeitung hier Emanuel Hege, 11.05.2023
Die Verwaltungsgebäude und Kreis-Schulen verbrauchen immer mehr Energie, die OSK kann ein wenig einsparen. Die Neubauten, beispielsweise die neue Edith-Stein-Schule (links), sollen beim Energiesparen helfen.
Der Wärmeverbrauch ist teils sogar um 30 Prozent gestiegen. Der Ausbau der Erneuerbaren hält nicht mit. Das Ziel der klimaneutralen Verwaltung bis 2040 ist in Gefahr.
Der Kreis Ravensburg will seine Verwaltungsgebäude, den Fuhrpark und die Häuser der Oberschwabenklinik (OSK) klimaneutral machen. Dafür gibt es unter anderem ein Klimaleitbild, ein Energie– und Klimaschutzkonzept und eine Klimaschutzmanagerin.
hier zum Anschauen 23.02.2023 ∙ Das Erste ARD
Wenn der Biomüll aus dem Landkreis Ravensburg eingesammelt wird, hat er noch einen weiten Weg vor sich. Denn er wird nicht in Ravensburg verwertet, sondern nach Österreich gebracht.
Hallo Zusammen,
das VGH -Urteil bestätigt, dass Baden-Württemberg ein Energie-und
Klimaschutzkonzept beschließen muss (hier).
Wir KreistagsGRÜNEN aus Ravensburg haben dies im Januar 2022 bereits vom Landkreis
gefordert. Leider haben wir im Juli keine Mehrheit bekommen. Aber wir
sind auf dem richtigen WEG.
Im Regionalverband, im Landkreis und Gemeinden müssen
wir dies Thema weiter einfordern, trotz aller anderen Krisen!!
hier 18.08.2022 | VON BENJAMIN SCHMIDT im Südkurier
Mitten in den Sommerferien fallen wichtige Zugverbindungen aus. Schuld daran seien Personalausfälle, Materialschäden sowie Probleme in der Infrastruktur, lautet die Begründung von Verkehrsministerium und Verkehrsbetrieben. Betroffen sind vor allem die Linien von Friedrichshafen nach Ulm, von Aulendorf nach Kißlegg sowie von Aulendorf nach Ulm. Ministerialdirektor Berthold Frieß gibt sich zerknirscht: „Dass das so nicht weitergehen kann, ist allen klar.“
Dieser Meinung ist auch Stefan Buhl, Mitglied Fahrgastverband Pro Bahn und Vorsitzender Regionalverband Bodensee-Oberschwaben. Allerdings hält er Frieß’ Aussage für ein Lippenbekenntnis. Hoffnung, dass sich bald etwas ändert, hat er nicht. „Man kann doch nicht alle Ausfälle mit Krankenständen des Personals begründen“, ätzt Buhl gegen die Bahn. „Die Corona-Ausrede wird langsam einfach albern.“
Redet sich die Bahn aus hausgemachten Problemen heraus? Ganz so einfach ist es nicht. Auch andere Betriebe leiden derzeit unter Personalausfällen. Zuletzt gaben die Kliniken in Überlingen und Friedrichshafen bekannt, geplante Behandlungen verschieben zu müssen – eben wegen des hohen Krankenstandes beim Personal. Die Fluglinie Corendon sagte Flüge am Bodensee-Airport ab. Das weiß auch Buhl. „Natürlich fehlt überall Personal.“ Doch er hätte sich gewünscht, dass sich die Verantwortlichen bei der Bahn darauf vorbereiten: „Schon vor Corona war die Personaldecke hauchdünn.“ Auch im Verkehrsministerium wurde der Handlungsbedarf erkannt. In einer Mitteilung ist die Ankündigung zu lesen, man wolle für Herbst die Anzahl der Beschäftigten aufstocken. „So wird einer möglichen Herbstwelle mit erneut hohen Krankheitsständen vorgebeugt“, heißt es im Schreiben.
Eine Bahn-Sprecherin verwies auf Anfrage darauf, dass nicht nur Lokführer oder Zugbegleiter gebraucht werden. Gründe für die gestrichenen Verbindungen seien auch Lücken beim technischen Personal, etwa zur Wartung von Zügen. Derzeit gebe es Ausfälle in der Werkstatt in Ulm. Dort werden auch Maschinen und Wägen gewartet, die am Bodensee unterwegs sind.
Stefan Buhl stellt in Richtung Politik eine Forderung, die über die Anzahl der Beschäftigten hinausgeht. „Was wir von Pro Bahn uns wünschen, ist ein konsequenter Ausbau der kompletten Infrastruktur.“ Das bedeute mehr Züge, aber auch eine Stärkung des Schienennetzes. „Schon seit Jahren warten wir auf einen Ausbau der Bodenseegürtelbahn. Doch noch immer hat sich an dieser Front wenig getan“, moniert Buhl.
Ulla hat für uns diesen spannenden "Erlebnis-Bericht" geschrieben. Vielen Dank!
Das Gespräch fand am 8. Juli im Dorfgemeinschaftshaus Unterankenreute statt
(Die Anmerkungen stammen übrigens auch von Ulla)
Neues aus dem Landratsamt Ravensburg
.... mit ausgewählten Themen des Bürgergesprächs
Zum Teil hochemotional diskutiert wurde der ÖPNV in der Gemeinde, den es laut Aussage eines Bürgers „ja gar nicht gibt“. Was ist das für ein ÖPNV, wenn man am frühen Abend schon nicht mehr aus RV/Wgt. nach Hause kommt? Und samstags uns sonntags weder weg- noch zurückkommt, es also gar keinen Bus gibt?
Dieser Frust wurde eindrücklich formuliert und er ist, wie ich meine, beim
Gastgeber angekommen.
Landrat Sievers verspricht Besserung:
Als Gesamtstrategie wolle der Landkreis weg von einer passiven Rolle und
wechseln in eine aktiv gestaltende Rolle. Vorher hätten eher die Kosten, der
Markt und das verfügbare Geld der Gemeinden die Sache geregelt, jetzt wolle man
sich aktiv an der Verkehrswende beteiligen.
Anm.: Nein , das hier ist keine Satire.
Man müsse zuerst die größeren Zentren und die Achsen dazwischen bedienen, dort
das Angebot verbessern. Dann sollen Verbesserungen in der Fläche kommen bis hin
zu Rufbussen und/oder Sammeltaxis. Die bisher schlecht angebundene Gemeinde
habe gute Chancen auf baldige spürbare Verbesserungen.
Viel Unmut wird auch über die hohen Fahrpreise geäußert. Für eine Fahrt von gut
3km muss man ca. 3,30 € bezahlen.
Anm.: Ist das noch zeitgemäß? Sozial ausgewogen? …Und was will man
eigentlich: Abschrecken oder Anlocken???
Sehr interessant werden Sievers‘ Äußerungen, als ein junger Bürger die
Dringlichkeit der Klimaerwärmung anspricht, die im Gegensatz stehe zum Tempo
der Maßnahmen des Landkreises.
Sievers: „Wir wollen keine schlechte Stimmung verbreiten. Mit schlechter
Stimmung verschreckt man die Menschen nur. Wir wollen nicht mit Horrorszenarien
arbeiten.“
Auf meine Frage nach den konkreten zu erwartenden Temperaturanstiegen in
unserer Region in naher und ferner Zukunft waren Sievers` Äußerungen, wie ich
finde recht irritierend:
Ja…da könne er beruhigen, bei uns werde es nicht so schlimm, wohingegen man
wohl in Freiburg im Sommer aufgrund der hohen Temperaturen wohl in Zukunft nicht mehr leben wolle…. Und
das ganz nach der Manier „keine schlechte Stimmung verbreiten“ mit einem recht
fröhlichen Lachen, denn - jetzt wird’s
wirklich satirisch - da haben wir ja
nochmal Glück gehabt, aber schau mal dort, ha ha … die Freiburger! Ja, mei Pech
gehabt… Ist ja nicht „sein“ Landkreis.
Beim Thema nachhaltiger Bauwirtschaft verweist Sievers auf drei größere
Bauprojekte des Landkreises, die z.T. mit sog. Recyclingbeton und nachwachsenden
Rohstoffen gebaut werden sollen oder im Bau sind. Wobei hier angeblich große
Anfangsschwierigkeiten im Weg stehen, da es wohl so gut wie kein Knowhow in der
Branche zu diesem Thema gibt und die Verwaltungen u.a. bei der Recherche dadurch
schnell an ihre Belastbarkeitsgrenzen stoßen.
Anm.: Da sind die „ausgetretenen Pfade“
zur Kieswirtschaft sicher viel besser eingeübt…
Zu guter Letzt wurden noch lobend die autofreien Wochenenden im Lauratal
erwähnt, wobei das Lob hier an die Bürgermeisterin der Gemeinde ging, die
soweit mir bekannt ist, nicht zu den Initiatorinnen gehörte. Aber das kann
vielleicht angesichts des großen Erfolges der Aktion hingenommen werden. Denn
Landrat Sievers stellte in Aussicht, dass das Modell „Autofreies Lauratal“
nächstes Jahr in anderen Gemeinden aufgegriffen werden könnte, indem man an
Wochenenden oder Sonntagen dortige Kreisstraßen sperren könne. Wenn das nicht
ein echter Erfolg ist! Glückwunsch an alle, die dabei mitgewirkt haben. Der
Gedanke ist weiter oben angekommen!
Wenn auch z.T. sehr kontrovers und hitzig
diskutiert wurde, und Grundpositionen weit auseinanderliegen, so scheint
mir das Miteinander-Reden sich mal wieder als eine Disziplin zu erweisen, die
mehr bringt als die One-Way-Kommunikation von Amtsblättern und amtlichen Homepages.
Zum Schluss noch dieser Gedanke: Warum ist das Setting eigentlich immer so, dass Bürger*innen Fragen stellen sollen, es
gibt eine Antwort, vielleicht eine Diskussion, aber das letzte Wort hat dann
der oder die, die gewählt wurden um einen wichtigen Job zu übernehmen, aber
nicht um uns womöglich noch von oben
herab zu sagen, wo es lang geht…?
Schwäbische Zeitung hier Philipp Richter
....Doch Potenzial für regenerative Energie gibt es auch in Form von ungenutzten Flächen entlang von Bundes- und Landesstraßen, die sich für Photovoltaikanlagen eignen könnten. Dazu gab die Landesregierung eine Marktanalyse in Auftrag, die das Interesse von Energieversorgern abfragen sollte. Teilergebnis: Auch im Landkreis Ravensburg könnte es entlang der Bundesstraßen in Zukunft großflächige Photovoltaikanlagen geben.
In Baden-Württemberg gibt es laut Angaben des Verkehrsministerium des Landes rund 4840 Kilometer Bundesstraßen und etwa 9650 Kilometer Landesstraßen. Im Februar hatte das Ministerium unter Führung von Minister Winfried Hermann (Grüne) Energieversorger aufgerufen, Angebote abzugeben, wenn sie sich vorstellen können, entlang einer Straße große Photovoltaikanlagen für die Stromgewinnung zu bauen. Maßgeblich sollten Böschungsflächen oder Lärmschutzbauwerke in Ost-Westrichtung geprüft werden.
Nach Ende der Ausschreibung der Marktanalyse Ende April ist nun klar, dass es auch im Landkreis Ravensburg solche Photovoltaikprojekte geben könnte. „Es wurden von drei Interessenten Flächen an Bundesstraßen im Landkreis Ravensburg bekundet. Hierbei liegt das überwiegende Interesse an Innenflächen von Ein- und Ausfahrtsbereichen von Bundesstraßen“, schreibt das Ministerium auf Nachfrage der „Schwäbischen Zeitung“. Wo konkret sich die Flächen befinden, wollte man in Stuttgart noch nicht mitteilen. Zunächst würden die gemeldeten Flächen geprüft. Konkrete Planungen oder Aussagen zu bestimmten Flächen könne man erst nach der Prüfung tätigen.
...Ob die Solaranlagen entlang der Straßen wirklich kommen, ist noch nicht sicher. Das Ministerium: „Im nächsten Schritt werden die gemeldeten Flächen hinsichtlich der Eigentumsverhältnisse, der Ausbauplanungen, naturschutz- und artenschutzrechtlicher Belange, Verkehrssicherheitsbelange, derzeitige landwirtschaftlicher Nutzung beziehungsweise sonstiger Nutzung (zum Beispiel Parkanlagen, Regenklärbecken, Hochspannungsleitungen) und deren Eignung geprüft.“ .....
ein Plädoyer für den Radtourismus !
Schwäbische Zeitung hier Emanuel Hege 29.6.22
Bodenseekreis – Der Bodenseekreis und 15 seiner Städte und Gemeinden machen vom 18. Juni bis 8. Juli bei der Aktion Stadtradeln mit. Wie das Landratsamt informiert, sind Einwohner, Vereine, Schulklassen, Unternehmen und Gruppen aufgerufen, sich als Team zu registrieren und so viele Alltagswege wie möglich mit dem Rad oder Pedelec zurückzulegen. Die ersten Kilometer können Interessierten gleich am Samstagvormittag, 18. Juni bei einer Sternfahrt nach Friedrichshafen sammeln und damit ein Zeichen für eine nachhaltige Mobilität setzen. Mit Startpunkten in allen 14 Teilnehmergemeinden (Bermatingen, Daisendorf, Deggenhausertal, Eriskirch, Frickingen, Kressbronn, Langenargen, Markdorf, Meckenbeuren, Neukirch, Oberteuringen, Tettnang, Überlingen, Uhldingen-Mühlhofen) wird auf vier geführten Touren der Häfler Schlemmermarkt angesteuert. Als zusätzliche Motivation gibt es für alle Mitradelnden je einen Verzehrgutschein in Höhe von 3 Euro zum Einlösen direkt auf dem Markt.
Informationen im Internet: www.stadtradeln.de/bodenseekreis
Auch die Stadt Ravensburg im Landkreis Ravensburg nimmt vom 25. Juni bis 15. Juli 2022 am STADTRADELN teil. Alle, die in der Stadt Ravensburg im Landkreis Ravensburg wohnen, arbeiten, einem Verein angehören oder eine (Hoch-)Schule besuchen, können beim STADTRADELN mitmachen.
In Ravensburg im Landkreis Ravensburg haben sich 471 Radelnde registriert.
https://www.stadtradeln.de/ravensburg
Schwäbische Zeitung Von Katrin Neef am 16.4.22
Fachleute untersuchen Trinkwasserquelle
.....Die Trinkwasserquelle Weißenbronnen im Altdorfer Wald rückte in den Fokus, als bekannt wurde, dass in der Nähe der Quelle ein Kiesabbaugebiet geplant ist. Rund 12 500 Einwohner der Gemeinden Baienfurt und Baindt beziehen ihr Trinkwasser aus dieser Quelle. Es kam die Befürchtung auf, der umstrittene Kiesabbau in der Nähe des Vogter Ortsteils Grund könnte die Qualität des Trinkwassers beeinträchtigen, da der Waldboden und die geologischen Schichten darunter eine Filterfunktion für Wasser haben, die im Falle eines Kiesabbaus wegfallen würde.
Baienfurt und Baindt gaben deshalb ein Gutachten in Auftrag. Der Geologe Hermann Schad untersuchte das Gebiet im Altdorfer Wald. Er kam zu dem Ergebnis, dass die Quelle deutlich mehr Wasser schüttet als angenommen, deshalb müsse das Wasserschutzgebiet seiner Ansicht nach von derzeit 3,3 Quadratkilometern auf rund acht Quadratkilometer ausgeweitet werden, so Schad. Dann läge der geplante Kiesabbau bei Grund in der Gemeinde Vogt komplett im Einzugsbereich der Trinkwasserquelle Weißenbronnen und somit im Wasserschutzgebiet.
In den bisherigen Kartierungen sei das fragliche Gebiet nicht als Wasserschutzgebiet gekennzeichnet, weil bei der Ausweisung der Schutzzonen von einer niedrigeren Wassermenge ausgegangen wurde, sagte Schad vor rund drei Jahren zu seinen Untersuchungsergebnissen. Nach seinen Erkenntnissen liege das geplante Abbaugebiet in der Wasserschutzzone III, erklärte der Geologe. In dieser Zone ist Kiesabbau unter bestimmten Auflagen möglich. Im Kreis Ravensburg gibt es beispielsweise in der Leutkircher Heide Kiesabbau in der Schutzzone III. Schad rät in seinem Gutachten aber dennoch von einer Kiesgrube in Grund ab und befürwortet, den Bereich als Wasserreservoir zu nutzen.
Auch das Landratsamt Ravensburg und das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau teilten die Auffassung, dass das bisherige Wasserschutzgebiet zu klein bemessen sei und beschlossen, dessen Grenzen neu zu bestimmen.
In der Folge nahm der Geologe Hermann Schad weitere Untersuchungen vor. Doch die Erkenntnisse reichen immer noch nicht für eine abschließende Entscheidung aus, wie das Landratsamt jetzt auf Nachfrage der „Schwäbischen Zeitung“ mitteilt. Das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau habe weitere Untersuchungen vorgeschlagen, berichtet Hermann Schad. Um diese abzustimmen, werde es Ende April eine Besprechung zwischen den Beteiligten geben. Abschließende Ergebnissen gebe es vermutlich nicht vor 2023, so das Landratsamt.
Woher kommen eigentlich unsere Lebensmittel und was heißt ökologische oder nachhaltige Erzeugung? Wie viel müssten Lebensmittel eigentlich kosten und wie sieht eine nachhaltige Ernährung aus? Diese und weitere Fragen werden am 20. März bei der zweiten Mitmach-Konferenz im Landkreis Ravensburg unter dem Titel „Gesunde Landwirtschaft – gesunde Erde – gesundes Leben: Dialog für alle“ geklärt.
In der Online-Konferenz stehen ab 9.30 bis etwa 18 Uhr unterschiedliche Bereiche rund um das Thema „Bio“ und „Nachhaltigkeit“ im Mittelpunkt: ökologische Landwirtschaft, regionale Wertschöpfungsketten, Klimaschutz sowie eine gesunde Ernährung. Neben Impulsvorträgen zu Beginn sind laut Veranstalter insbesondere die Thementische ein Herzstück der Mitmach-Konferenz. Hier werden Projekte der Region vorgestellt und mit allen Interessierten weiterentwickelt.
Daneben gibt es auf dem „Marktplatz der Möglichkeiten“ im virtuellen Raum in 3D viele regionale Projekte und Initiativen zu entdecken. Den Auftakt bildet eine Filmvorführung am 19. März ab 15 Uhr. Der Film „Unser Boden – unser Erbe“ wird mit anschließendem Podiumsgespräch in der Zehntscheuer des Bauernhaus gezeigt.
Anmeldung unter www.biomusterregionen-bw.de/ravensburg
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Bei der Mitmach-Konferenz Online stehen am 20. März 2022 ab
9:30 Uhr bis ca. 18:00 Uhr unterschiedliche Bereiche rund um
das Thema „Bio“ und „Nachhaltigkeit“ im Mittelpunkt: ökologische
Landwirtschaft, regionale Wertschöpfungsketten, Klimaschutz sowie eine
gesunde Ernährung. Neben Impulsvorträgen zu Beginn der Konferenz sind
insbesondere die Thementische ein Herzstück der Mitmach-Konferenz. Hier
werden Projekte der Region vorgestellt und mit allen Interessierten weiterentwickelt
– das Mitmachen und Mitgestalten steht dabei auch online im Vordergrund.
Der
Film „Unser Boden – unser Erbe“ wird mit anschließendem Podiumsgespräch in
der Zehntscheuer des Bauernhaus gezeigt. Auch
online wird es abends für Interessierte die Möglichkeit geben, den Film zu sehen. Die Anmeldung für beide Formate erfolgt unter: www.biomusterregionen-bw.de/ravensburg Weitere Informationen unter: https://www.biomusterregionen-bw.de/,Lde/Startseite/Bio-Musterregion+Ravensburg/Mitmach_Konferenz_Ravensburg Das Bauernhaus-Museum bietet am 20. März einen Markt mit regionalen und Bio-Produkten, ein buntes Programm aus interaktiven Führungen zur Kulturlandschaft Oberschwabens und zahlreiche Mitmach-Angebote für Groß und Klein an. Die Angebote sind für alle Museumsbesucher/innen zugänglich – unabhängig von der Teilnahme an der Mitmach-Konferenz. Wir,
als Regionalwert AG Bodensee-Oberschwaben und Mitveranstalter der
Mitmach-Konferenz 2022, freuen uns auf viele Teilnehmende egal ob
Verbraucher/in, Initiative, Engagierte, Landwirte:innen, Unternehmen,
Händler:innen, Küchen, Verarbeiter:innen, Politik oder Verwaltung – ALLE sind
willkommen für den gemeinsamen Dialog! Die
Teilnahmeanzahl ist begrenzt – daher schnellstmöglich anmelden.
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Als "aufsehenerregend" würde ich diesen Vorstoß nicht gerade bezeichnen, ist er doch in vielen Städten Europas bereits Alltag. Auch unsere Städte befassen sich mit der Idee und warten dringend auf die versprochene Vorlage aus dem Ministerium (hier).
Natürlich ist eine Umsetzung momentan aufgrund der bestehenden gesetzlichen Vorgaben nicht möglich, das wissen auch die Grünen. Aber umso wichtiger ist es zu zeigen: Wir wollen das! - ansonsten könnte es leicht passieren, dass das Verkehrsministerium wieder umschwenkt.
Schwäbische Zeitung hier Von Emanuel Hege
Kreistag würgt Vorstoß der Grünen ab - warum die an ihrem Vorhaben dran bleiben
Schwäbische Zeitung hier von Philipp Richter
In der Region Bodensee-Oberschwaben wird es zwei Modellprojekte im Klimaschutz geben. Im Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee (KOB) in Bavendorf und dem Obsthof Bernhard in Kressbronn werden zwei sogenannte Agriphotovolataikanlagen aufgebaut, die die Hagelnetze über Obstplantagen ersetzen und gleichzeitig Strom produzieren sollen.
Erweist sich der Versuch als erfolgreich, möchte der Regionalverband Bodensee-Oberschwaben damit im neuen Teilregionalplan Erneuerbare Energien fest planen. Der Regionalverband hat aber noch mehr vor in Sachen Klimaschutz. Und es gibt noch einige offene Fragen.
Die Sitzung der Regionalversammlung im Kultur- und Kongresszentrum in Weingarten am Freitag war die letzte in diesem Jahr, sollte aber in Sachen Klimaschutz Aufbruchstimmung erzeugen. Das machte der neue Regionalverbandsdirektor Wolfgang Heine klar, der im November die Nachfolge von Wilfried Franke angetreten hat. Als die vier Hauptthemen im kommenden Jahr sieht Heine die Energiewende, den Klimaschutz, die Biodiversität und die Verkehrswende.
Anmerkung: Wie schön, dass jetzt an diese Themen gedacht wird, nachdem die Baugebiete sicher durchgewinkt wurden ! Auch mit der Verkehrswende hat man es bisher nicht so ernst genommen, Kritiker bemängelten stets, dass zwar groß Mundig davon geredet wurde, die beantragten Straßen weiterhin aber eindeutig im Vordergrund standen. Der Verdacht liegt nahe: jetzt wo das aus konservativer Regionalverbands-Sicht vermeintlich "Wichtigste" durch ist, jetzt kann man sich noch bisschen mit dem Klima beschäftigen......
Und man kann sogar an die äußerst wichtigen Frischluftschneisen denken - in der Fortschreibung war man an verschiedenen Stellen nicht so zimperlich, solange es um Baugebiete ging.
Am Freitag beschloss der RVBO zudem einstimmig, dass die Region beim von der EU geförderten Projekt „LIFE Regional C³“ teilnimmt. Das Projekt ist an der Universität Freiburg angesiedelt und soll die Auswirkungen des Klimawandels auf die Kommunen in der Region analysieren.
Das Projekt wird zu 60 Prozent von der EU finanziert. Den Rest trägt die Region mit 28 000 Euro pro Jahr. Der Projektzeitraum erstreckt sich von 2023 bis 2027.