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Freitag, 15. November 2024

EuGH verurteilt Deutschland: Zu wenig Schutz für Blumenwiesen

 Deutschlandfunk hier  14.11.2024

Umweltschutz - Europäischer Gerichtshof: Deutschland muss artenreiche Wiesen besser schützen

Der Europäische Gerichtshof hat Deutschland verpflichtet, bestimmte artenreiche Wiesen besser zu schützen.


Donnerstag, 31. Oktober 2024

Igel in Deutschland vorm Aussterben bedroht

Deutschlandfunk Nova  hier 28. Oktober 2024

Weltnaturschutzunion: Igel erstmals als bedrohte Art gelistet

Igel sieht man bei uns seltener als früher.

Laut Weltnaturschutzunion ist der Bestand des westeuropäischen Igels in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Darum hat sie die Art zum ersten Mal auf ihre Rote Liste gesetzt. Der westeuropäische Igel gilt jetzt als potenziell gefährdet, dass ist die zweite von sieben Stufen, wobei die siebte "ausgestorben" bedeutet.


Mittwoch, 16. Oktober 2024

Moor muss nass - Waldburg + Vogt nicht ohne Moor!

Offener Gesprächsabend am Montag 28.10.2024
ab 19 Uhr im Saal Bio-Adler in Vogt 

Wir laden Mitglieder, Gemeinderät:innen und Bevölkerung herzlich zu einem Informationstreffen ein. Kommen Sie und informieren Sie sich in ungezwungender Atmosphäre. 

Wir stellen uns gerne allen Fragen und erklären, warum wir uns für eine umfassende Revitalisierung des Reichermoos einsetzen. Moor muss nass! 

Es geht um diese wichtige Zukunftsentscheidung für unsere Gemeinden. Wir benötigen Ihre Unterstützung.

Lernen Sie unseren Verein und seine Ziele besser kennen- www.pronatur-ev.de 


Dienstag, 24. September 2024

 


Gruß von unserem Ausflug zur Ausstellung ARTENREICH Haus Tanne in Isny Eisenbach.
Top Wetter tolle Location und klare Botschaften...

Dienstag, 28. November 2023

Hundert Meter Hecke für die Artenvielfalt

Schwäbische Zeitung hier  Veröffentlicht:21.11.2023, 

PflanzreWir  hier

In Rekordzeit entstand am 11. 11. eine hundert Meter lange Artenschutz-Hecke auf einer weitläufigen Wiese bei Vogt. Dabei halfen Pflanzhelferinnen und -helfer von PflanzreWir, die Grundbesitzer samt Familie und Freundinnen und Klimaaktivisten aus dem Altdorfer Wald.

Vielleicht waren es gerade der kalte Wind, Regen und Schnee an diesem Samstag, die die eifrigen Buddler noch schneller arbeiten ließen. Eine hundert Meter lange, naturnahe Hecke aus 140 Wildgehölzen war schon nach rekordverdächtigen (!) eineinhalb Stunden eingepflanzt. Viele Haselbüsche, Holunder, Schlehe und vieles mehr, alles standortheimische Gehölze, und kleine Bäume, wie Wildapfel oder Salweide, geben ab jetzt der weitläufigen Wiese ein neues Gesicht beziehungsweise ihr früheres Gesicht zurück. Ungefähr 30 Pflanzhelfer und -helferinnen kamen zusammen: Vom Verein selbst, von Familie und Freundinnen der Besitzer und ein gutes Dutzend der Klimaaktivisten aus dem Klimacamp im Altdorfer Wald.

„Solche kleinen Stückchen ‚Wildnis‘ sind zum Beispiel für das Überleben von Feldhasen, Hamster, vielen Vogelarten und auch Insekten in unserer Landschaft unverzichtbar. Die Wildgehölzhecke und die kleine Streuobstwiese, die wir heute pflanzen, ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der lokalen Artenvielfalt und auch zur Wasserspeicherung im Boden,“ erklärt Julia Eichler-Raff vom Vorstand von PflanzreWir.

Die Stimmung war die ganze Zeit bestens, noch besser beim gemütlichen Zusammensein bei Vesper, Kaffee und Kuchen. Und gegen Nachmittag mit immer mehr Sonne. Toll, dass der lang gehegte Wunsch der Tochter der Besitzer endlich durch die gute Zusammenarbeit in Erfüllung gehen konnte.

Freitag, 8. September 2023

Reicher Moos was nun?

 

Kleiner Auszug aus: 

Zerstörung der Moorflächen: 
Sumpfrosmarin oder Arbeitsplätze  hier

Von Wolfram Frommlet| Datum: 06.09.2023

In Oberschwaben tobt der Streit um die Moore. Eine Bürgerinitiative fordert den Stopp des Abbaus. Die Heilbäder wollen nicht auf ihre Torfbäder verzichten. Und was tut die Politik?

Die Widersprüchlichkeit der Politik

Da versichert die grüne Umweltministerin Thekla Walker, dass ihr "der Schutz unserer Moore ein großes Anliegen ist", aber momentan "die Voraussetzungen für eine Ausweitung als Naturschutzgebiet" Reicher Moos nicht gegeben sind. "In welchem Umfang die betroffenen Heilbäder bereits Badetorf recyceln", ist dem Minister für den Ländlichen Raum, Peter Hauk (CDU), nicht bekannt, und das Reicher Moos "ist bisher nicht Gegenstand von Renaturierungsplanungen."

Manfred Scheurenbrand wundert sich: Da werde ein neues Biosphärengebiet für die Region Allgäu-Oberschwaben geplant, in dem die Moore besonders geschützt werden sollen. Und den Torfabbau im Reicher Moos 
lasse man ohne Auflagen laufen, ohne jeden Plan über das Jahr 2030 hinaus.

Selbst der Zweckverband gebe zu, dass der Moorkörper zunehmend schwinde. Die Abbaugenehmigungen jedoch sind nicht zugänglich. Gibt es darin Klauseln, dies zu verhindern? Gibt es einen Planungsauftrag eines kompetenten hydrogeologischen Büros über eine weitere Abbaugenehmigung? Fragen, aber keine Antworten.

Eine Torfschlamm-Recyclingquote von wenigstens 50 Prozent könnte nach Ansicht von Ulrich Walz ein Imagegewinn für die Kurstädte und die Heilbäder sein, als positiver Beitrag angesichts des Klimawandels.

Dienstag, 29. August 2023

Samengarten in Salem: Vergessenes aus Omas Gemüsebeet

Südkurier hier 27.08.2023

Bild: Blick auf den in der Landschaft eingebetteten Samengarten vor der Häuserkulisse mit Kirchturm von Mimmenhausen

Seit neun Jahren bewirtschaftet die Initiative Saatgutbildung ihren 4000 Quadratmeter großen Sortengarten am Ortsrand von Mimmenhausen. Ehrenamtlich werden dort mit großer Liebe und Sorgfalt alte und regionale Gemüsesorten für den Küchengarten angebaut, die Samen gewonnen und bei einer jährlichen Saatgutbörse kostenlos weitergegeben.

Mittwoch, 12. Juli 2023

Liebe Interessierte an der Rettung des Reicher Moos,


die beigefügten Wolfegger Blätter (hier ab Seite 10),  beschreiben die lange Leidensgeschichte unseres Moores und sind sehr lesenswert. Dieser Umgang von uns Menschen mit der Natur und Schöpfung in den letzten 150 Jahren, ist auf sehr vieles und auch international übertragbar. Leider wachen sehr wenige, anlässlich des aktuellen Zustandes unseres Planeten, tatsächlich auf. Nicht einmal vor unseren Haustüren schaffen wir es, uns die Zukunft zu bewahren. Oder doch?

Wir haben versucht von vielen Beteiligten konkrete Aussagen zum weiteren Umgang mit unserem schwer geschädigten Moor zu erhalten. Auf unser erarbeitetes Renaturierungskonzept erhielten wir keine konkreten Antworten. Alle Reaktionen sind wenig hoffnungsvoll und beharren auf den bekannten rechtlichen Genehmigungen. Wir haben heute das Landratsamt Ravensburg als Genehmigungsbehörde, nach Einsichtnahme in 15 Ordner, mit konkreten Fragen angeschrieben. Dieses Schreiben werden wir im August veröffentlichen.

Den weiteren Abbau ab 2030 für weitere 40 Jahre und das Hinauszögern der Renaturierungsmaßnahmen akzeptieren wir nicht. Wir fordern: 

- Das Ende des Torfabbaus spätestens bis 2030

- Die vollständige Renaturierung bis spätestens 2036 komplett abzuschließen

- Keine weitere Genehmigung von Torfabbau zu erteilen

- Aufnahme der Feuchtgebiete FFH Waldburg-Kisslegg in das angestrebte
        Biosphärengebiet Allgäu-Oberschwaben

Da wir bisher keinerlei Umdenken oder ernsthafte Lösungsansätze erkennen, bereiten wir parallel weitere Schritte vor, um einer Verzögerungstaktik entgegen zu wirken.

Wir werden durch einer Spendenaktion versuchen Gelder für das Reicher Moos zu sammeln. Diese werden auch für spätere Pflegemaßnahmen oder die Beauftragung einer Anwaltskanzlei für Verwaltungsrecht mit Schwerpunkt Umwelt- und Klimaschutz oder den Druck von Spendenflyern, eingesetzt. Ohne rechtliche Bewertung unserer aufwändigen Recherchen zu den bisherigen Genehmigungsvoraussetzungen und deren, aus unserer Sicht nicht erfolgten Überwachung der Auflagen, fehlt den Beteiligten die Motivation zur Veränderung.

Wir hoffen, dass Sie/Ihr das geschundene Reicher Moos ideell und hoffentlich auch finanziell unterstützt. Wenn wir die Vereinseintragung bestätigt bekommen und ein Konto einrichten können, melden wir uns! 

Wir wünschen allen einen hoffentlich nicht zu heißen oder trockenen Sommer, einen schönen klimafreundlichen Urlaub und gute Erholung!


Manfred Scheurenbrand

i.A. Pro Natur Vogt-Waldburg und Bürgerinitiative Rettet das Reicher Moos

hier


Sonntag, 11. Juni 2023

Weniger mähen für mehr Artenvielfalt in Frickingen

 06.06.2023  hier im Südkurier

Gemeindegärtner Martin Barth informierte in jüngster Ratssitzung über ein neues Mähkonzept – welche von den rund 1,7 Hektar Gemeindeflächen künftig mehr und welche weniger geschnitten werden sollen. Er erklärte, dass eine Extensivierung nicht überall möglich sei. Regelmäßig genutzte Wiesen wie Spiel- und Bolzplätze würden regelmäßig gestutzt. Genauso Straßenbankette oder Einmündungen, die bei zu hohem Bewuchs eine Sichtbehinderung im Straßenverkehr darstellten. Auch die Rasenflächen mit gestalterischen Ansprüchen wie bei der Graf-Burchard-Festhalle sollen in regelmäßigen Abständen gekürzt werden.

Die für Wildblumenbewuchs geeigneten Flächen wie etwa beim Friedhof oder entlang des Radwegs in Richtung Leustetten würden nur noch zwei bis maximal drei Mal jährlich gemäht. Dies möglichst schonend per Balkenmäher, um Kleinstlebewesen am Boden zu schützen. Das Gremium stimmte dafür, einen solchen im Wert von 25.000 Euro anzuschaffen. “Die Mäharbeiten selber zu machen, ist sinnvoller und günstiger“, sagte Barth. Die Anschaffung werde sich gegenüber einer dauerhaften Arbeitsvergabe voraussichtlich nach zwei bis drei Jahren amortisieren. Der bisher genutzte Aufsitzrasenmäher soll verkauft werden.

Die Räte unterstützten das Konzept. Walter Städele (FWV) erkundigte sich wegen der Entsorgung der Blühwiesenmahd. Laut Barth besteht die Möglichkeit, diese per Biogasanlage zu verwerten oder zu kompostieren. „Danke für Ihre viele Arbeit“, sagte Gottfried Grundler (FWV) in Richtung Bauhofleiter und -team. Es sei richtig, wie die Gemeinde vorgehe. Die Umwandlung in blühende Wildblumenflächen wollte er als variablen Prozess betrachtet wissen. Eine ausgewogene und funktionierende Umwelt gründe auf der Vielfalt der Ökosysteme und Artenreichtum, sagte Bürgermeister Jürgen Stukle. Er freute sich, dass durch das Mähkonzept auch die Gruppe „biologische Vielfalt“ in ihren Bemühungen im Rahmen der Zukunftswerkstatt „Frickingen – nachhaltig Zukunft sichern“ unterstützt werde.


Dienstag, 6. Juni 2023

Neues vom Reicher Moos

 Liebe Mitglieder Pro Natur und BI Rettet das Reicher Moos, liebe Interessierte,

 wir haben eine Rückantwort vom Minister erhalten (Anlage). Auch wenn das meiste bekannte Positionen wiederholt, ist der Verweis auf die weitere Prüfung durch die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt ein Hoffnungsschimmer. Auf unsere Forderung eines Renaturierungskonzeptes an weitere Beteiligte, haben wir noch keine Reaktionen erhalten.

 Die Ruhe täuscht...wir stecken tief in aufwändigen Recherchen. Gut Ding will Weile haben! Es wird uns eine Freude sein, zur richtigen Zeit konkrete Nachlässigkeiten oder bewusstes Stillhalten und offensichtliche Verstöße von Beteiligten anzusprechen. Tatsächlicher Naturschutz steht aus unserer Sicht gegen ein System aus Interessen mit "Gefälligkeitsmauscheleien". Bevor wir die Presse und Öffentlichkeit informieren, werden wir den Betreffenden Gelegenheit geben, unsere konkreten Fragen zu beantworten. Es wird spannend werden!

Wir haben von der Gemeinde Vogt eine Einladung zu einer Informationsveranstaltung über das geplante Biosphärengebiet erhalten. Unser Verein wird teilnehmen.
Es wäre schön, wenn weitere interessierte Menschen aus Vogt und Waldburg unserem neuen Verein Pro Natur Vogt-Waldburg e.V. beitreten.
Es geht um unsere Natur vor der Haustür! Alle kommunalen Themen, die dem Erhalt an Biodiversität dienen, wollen wir unterstützen. Dagegen weitere Naturvernichtung z.B. durch unmäßige Flächenversiegelungen verhindern

 In diesem Sinne „Zusammen retten wird das Reicher Moos“ 💚

 Mit freundlichen Grüßen

Manfred Scheurenbrand


Viele haben sicher schon vom Volksantrag
LÄNDLE LEBEN LASSEN - FLÄCHENFRASS STOPPEN
gehört und vielleicht schon unterschrieben.

Der Einminuten-Trailer der richtig gut gemachten Kampagne "sagt" schon alles: https://www.laendle-leben-lassen.de/

In 2 Generationen haben wir mehr Flächen versiegelt, als 80 Generationen vor uns!
Schaut die Anlagen an und macht bei dem Volksantrag mit!

  

Sogenanntes „Greenwashing“ findet kritiklos in der Werbung aber auch im allgemeinen Sprachgebrauch statt. Der erfundene Begriff „Nachhaltigkeit“ sagt definitiv überhaupt nichts aus.

Er wird hautsächlich dazu benutzt, wirtschaftliche Interessen durchzusetzen und die weitere Naturzerstörung schönzureden. Was ist z.B. nachhaltig, was wird damit konkret ausgesagt? Ein nachhaltiges „ökologisches“ Baugebiet in Trauben, das als Schmetterlingswiese beworben wird? Oder ein neues „ökologisches“ Gewerbegebiet in Wetzisreute mit einem ebenerdigen Supermarkt mit 1200m² und einer riesigen dazu passenden Parkplatzversiegelung?

Freitag, 28. April 2023

RENATURIERUNG- DAMIT DAS REICHER MOOS NICHT BADEN GEHT!

Sehr gut besucht waren die Vorträge in Waldburg und Vogt. Nach dem Einführungsfilm ins Reicher Moos wurde der aktuellen Zustand des Reicher Moos erklärt. Der Artenreichtum, mit Fotos dokumentiert, überraschte.

Man verstand anschaulich, für was sich die Bürgerinitiative einsetzt. Renaturierung und Wiedervernässung anstatt endgültiger Zerstörung! Weitere Redner rundeten die faktenreichen Informationsabende ab.

Die Gemeinde Waldburg ist „daran interessiert, dass eine Renaturierung des Reicher Moos schnell und unverzüglich umgesetzt wird“. 

Vogt antwortete: „Es liegen bestandskräftige Genehmigungen vor. Wir fühlen uns an diese gebunden“. 

Der BUND stellt sich eindeutig gegen weiteren Torf- und Kiesabbau im Altdorfer Wald. 

Die Ortsgruppe der Grünen, Bad Wurzach-Kißlegg, hat sich den Forderungen der BI angeschlossen.

Die Bürgerinitiative ruft erneut alle regionalen Politiker:innen, Parteien, Behörden, Forst BW und das Land BW mit den zuständigen Ministerien zu einem Umdenken und der Unterstützung einer sofortigen Renaturierung auf. Zu deren Schreiben wurde vom Umweltministerium BW die Beantwortung zugesagt. 
Vom Landratsamt und dem Zweckverband Moorgewinnung stehen Antworten noch aus.

Die BI erarbeitet einen Vorschlag zur Renaturierung des Reicher Moos. Die schützenswerte vorhandene Flora und Fauna, wird dabei einbezogen. 

Samstag, 22. April 2023

Initiative „Rettet das Reicher Moos“

Klimaschützer wollen Torfabbau in Moor
bei Ravensburg stoppen

Anzuhören  im SWR  hier  29.3.2023Miriam Plappert 





Liebe Unterstützenden und Interessierten unserer Initiative „Rettet das Reicher Moos“,

Dienstagabend fand unsere zunächst letzte Informationsveranstaltung im Vogter Bio-Adler statt.

Hubert Wegele begrüßte erfreut unsere Bürgermeister der Gemeinden Vogt und Waldburg, Pressevertreter der BLIX+Bildschirmzeitung und Stuttgarter Zeitung, sowie  90 Interessierte im vollen Saal.

Der Eröffnungsfilm zu einer Moorrenaturierung führte dann ins Reicher Moos über und veranschaulichte den aktuellen Zustand. Herr Peter Sonntag als Jagdpächter zog die Anwesenden mit anschaulichen Bildern in den Bann der dort vorhandenen einmaligen Fauna und Flora. Es wurde wohl allen klar, warum es das Reicher Moos zu schützen und wiederbeleben gilt!

Herr Dr. Hermann Schad als Hydrogeologe nahm uns die Angst um das Grundwasser und die dortigen Quellen. Er plädiert aber auch den Torfabbau schon allein wegen der Biodiversität einzustellen. Vehement appelliert er den Kiesabbau im wertvollen Einzugsgebiet des Altdorfer Waldes zu beenden. Dieser nicht industriell oder landwirtschaftlich genutzte Bereich sichert vielen umliegenden Gemeinden eine einmalige natürliche Wasserqualität, die erhalten werden muss!

Nach einer kurzen Pause erläuterte Dr. Ulrich Walz (Grüne) und Walter Widler (ÖDP), als Mitglieder der Regionalversammlung den langen Kampf gegen den aktuell beschlossenen Regionalplan. Trotz Widerspruch der Umweltorganisationen (Anlage) und Gegenanträgen, wurde dieser mit großer Mehrheit der CDU und freien Wählern sowie SPD durchgesetzt.  

Dass die Moorbäder eine Kreislaufwirtschaft mit Recycling des Badetorfs nicht einmal in Erwägung ziehen, stößt auf vollkommenes Unverständnis. Alle Teilnehmenden haben sicher bleibende Eindrücke mit nach Hause genommen.


Was uns wichtig war und ist:

wir wollen durch Informationen und Fakten alle politischen und kommunalen Gremien und Parteien aufrufen ihre Positionen zu überdenken. Sehen Sie von weiterem Torf- und Kiesabbau im Altdorfer Wald ab!

Es ist unsere gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe unseren Nachkommen wenigstens in Teilbereichen noch etwas ursprüngliche Natur zu hinterlassen.

Verteilt unser Anliegen im Schneeballsystem. Schreibt an die regionalen Entscheidungsträger, Leserbriefe…

 

„Den Amazonas vor der Haustür erhalten“

Ortsverband Bad Wurzach – Kißlegg von Bündnis 90/Die Grünen spricht sich gegen eine
Verlängerung zum Torfabbau im Reicher Moos bei Vogt aus

In Kißlegg verhinderte in den 70er Jahren eine Bürgerinitiative die Zerstörung des Arrisrieder
Moos’
, dessen Torf in Blumenkübeln oder Gartenbeeten landen sollte. Inzwischen greifen
Wiedervernässungsmaßnahmen, damit das Moor wieder wachsen kann. Ebensolche Maßnahmen
fanden unter Einbeziehung des BUND auch im Burgermoos und im Gründlenried statt. Das
Wurzacher Ried schließlich schmückt sich mit einem Europadiplom. 

Und das Reicher Moos? Das soll nach dem noch nicht genehmigten neuen Regionalplan auch für weitere 40 Jahre abgetorft werden, damit die Bäderkurorte Wurzach und Waldsee auch weiterhin Moorpackungen verabreichen können. 

Freitag, 7. April 2023

Bad Saulgau als Landeshauptstadt der Biodiversität: Willkommen im Biberland

Standard  hier  von Katharina Jakob

Am 7. April ist internationaler Tag des Bibers. Zeit, den Nager zu ehren: Wo er tätig sein darf, entfaltet er segensreiche Wirkung. Wenn nur die Kommunikation stimmt.

Spitz zernagte Baumstümpfe ragen aus dem Unterholz, gefällte Stämme liegen kreuz und quer in der Landschaft, unter den Schuhen schmatzt das Wasser. Wer das Revier eines Bibers betritt, ist mitunter regelrecht geschockt. Hier geht es wüst zu, ganz anders als in einer von Menschenhand geformten Kulturlandschaft. Doch so robust der Biber auch zu Werke gehen mag, so wertvoll ist sein Beitrag: Er korrigiert unsere menschlichen Fehler.

Wir haben unsere Häuser und Felder bis an die Flussufer herangebaut und sind Überflutungen hilflos ausgeliefert. Gleichzeitig stehen wir in Dürrezeiten ohne Wasser da, weil sich in unserer versiegelten Landschaft kein Tropfen mehr halten kann. Biber hingegen schaffen Auenlandschaften, wenn man sie lässt. Und die wiederum schützen Menschen. Wo anschwellende Flüsse nicht in Heizungskeller laufen, sondern in Wiesen, gibt es weniger Flutschäden. Biberdämme sorgen dafür, dass der Grundwasserspiegel auch in Trockenzeiten hoch bleibt – elementar wichtig in Zeiten der Klimaerwärmung mit immer häufigeren Dürreperioden.

Donnerstag, 30. März 2023

Im Reicher Moos ist was los! - Beeindruckende Auftaktveranstaltung der Moor-Retter!

Liebe Unterstützenden unserer Initiative "Rettet das Reicher Moos"

hier der Artikel vom SWR

Dicht gedrängt im vollen Saal des Gasthauses König Wilhelm in Waldburg, lauschten 80 Gäste den Vorträgen.  Nach dem Einführungsfilm informierte der Jagdpächter und profunder Kenner Peter Sonntag zum aktuellen Zustand des Reicher Moos. Der Artenreichtum, mit Fotos dokumentiert, überraschte viele.  Es wurde klar und anschaulich, für was sich die Bürgerinitiative einsetzt.

Klima-, Natur-, Arten- und Trinkwasserschutz ist unverzichtbar! 

Dr. Ulrich Walz erläutert den Einspruch der Umweltverbände und weniger Politiker zum Regionalplan. Walter Widler fragt sich, warum die oberschwäbischen Moorbäder nicht auf Kreislaufwirtschaft durch Recycling setzen, wie dies bayrische Betriebe längst tun. 

Nächste und zunächst letzte Gelegenheit sich selbst ein Bild zu verschaffen:

18.04.23 in Vogt im Saal des Bio-Restaurants Adler ab 19.30 Uhr

Und eine Bitte: Werbt für unser Anliegen, schreibt Leserbriefe, sprecht mit Bekannten und ladet alle zu unserer nächsten Infoveranstaltung

WIR RETTEN DAS REICHER MOOS

i.A. Hubert Wegele, Manfred Scheurenbrand


Mittwoch, 29. März 2023

Invasive Arten bedrohen Fischfang: Wie resilient ist der Bodensee?

Bild: Muschelansammlung am Schweizer Ufer aus dem  Tagblatt von Manuel Nagel

«So gab es das noch nie»: Am Seeufer in Arbon und Romanshorn liegen massenhaft Muscheln

Tagblatt hier vom 18.3.23



Euronews  hier  Von Aurora Velez  & Sabine Sans  •   28/03/2023  mit Film!

Das Interreg-Projekt "SeeWandel: Leben im Bodensee – gestern, heute und morgen" untersucht den Einfluss von Nährstoffrückgang, Klimawandel, gebietsfremder Arten und anderer Stressfaktoren auf das Ökosystem Bodensee, seine Biodiversität und Funktionsweise, sowie die menschliche Nutzung am See. Die enge Zusammenarbeit von sieben Forschungseinrichtungen trägt dazu bei, wichtige Fragen hinsichtlich der Widerstandsfähigkeit des Bodensees, potenzieller Veränderungen von Ökosystemleistungen zu beantworten, sowie zukünftige Probleme evaluieren zu können. 

Die Bedeutung der Biodiversität


Die Saulgauer Biodiversitäts-Fachleute warnen eindringlich vor der noch größeren Krise, die hinter der Klimakrise lauert. Herr Lehenherr meinte: "Wir wissen das seit vielen Jahren und haben entsprechend vorgearbeitet, indem wir unser Konzept entwickelt haben" Nun da die Krise immer größer wird, da die Politik zu wenig tut, geben sie das Konzept frei für alle Nachahmer, in der Hoffnung, dass noch etwas zu retten ist......

Hr. Lehenherr verwies auf Studien, laut denen die Insekten in den letzten Jahren einen Einbruch auf 26% der Gesamtmenge erlebt haben.  Wenn Insekten als Bestäuber verschwinden - dann ist auch das Überleben der Menschen in Frage gestellt. Es geht jedoch nicht nur um Insekten, auch das Überleben der Bodenlebewesen ist von existentieller Bedeutung für unsere Ernährung, denn diese schließen die Nährstoffe erst auf für die Pflanzen.....

Update: Vortrag in Frickingen

Der Umweltbeauftragte Lehenherr von Bad Saulgau kam krankheitsbedingt alleine, trotzdem war der Abend sehr interessant! 

Lehenherr schloss seinen Vortrag mit der Ankündigung, das Saulgauer Konzept werde freigegeben für alle Nachahmer, denn das Zeitfenster sei knapp, in dem noch etwas bewegt werden könne in puncto Biodiversität. 

Sie seien als Entwickler des Konzeptes mit Jahrzehnte-langer praktischer Erfahrung auch gerne bereit, weitere Vorträge zu halten und Kommunen zu beraten. Selbst Berlin hatte bereits eine Anfrage an Saulgau gestartet, was noch heute in einem fruchtbaren Austausch mündet.


Nachzulesen ist das Saulgauer Konzept hier


In ihrem sehr praxisbezogenen und kurzweiligen Vortrag stellen

die Referenten Thomas Lehenherr (Umweltbeauftragter) und Jens Wehner (Stadtgärtner)

das breitgefächerte und vielfach preisgekrönte Biodiversitätskonzept der Stadt Bad Saulgau vor.