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Dienstag, 13. Mai 2025

Besonders wichtig ist jetzt, dass die Politik soziale Folgen des Klimawandels mitdenkt

hier  ‪Table.Briefings‬ ‪@table.media‬  12.5.25  Malte Kreutzfeldt

Hat man im Wahlkampf irgendwie nicht gemerkt: 

Der Anteil der Menschen, die das Thema Umwelt- und Klimaschutz sehr wichtig finden, ist höher als jener, die das über das Thema Zuwanderung sagen. 

Doch: Trotz weiterhin hoher Zustimmung für Umwelt- & Klimaschutz verliert das Thema für Viele in Deutschland an Priorität, so eine neue Studie.

Besonders wichtig laut Befragten: Bildung & Gesundheit. (siehe dazu Tabelle ganz unten)

Was das für die Politik bedeutet, hat @mkreutzfeldt.bsky.social aufgeschrieben
👉 buff.ly/sWxtBxc

Dienstag, 28. September 2021

Haben die Alten die Wahl entschieden?

 ZDF Heute :Bundestagswahl von Michael Hörz

Alte wählen immer konservativ, Junge nur die Grünen? So einfach ist es nicht, zeigt eine Datenanalyse von ZDFheute.

eine Analyse mit vielen Grafiken

Fast 40 Prozent der Wahlberechtigten bei der Bundestagswahl sind über 60 Jahre alt. 
Sind es also die Baby-Boomer und ältere Generationen, die bei der Wahl die Weichen für die kommenden Jahre stellen?

Ein Blick auf die Ergebnisse nach Altersgruppen zeigt, dass etwa die Unter-30-Jährigen deutlich anders abstimmen als die Älteren - Union und SPD würden bei ihnen gerade einmal so viele Stimmen holen wie die SPD im Gesamtergebnis.

Doch ganz so einfach ist es nicht: Zwar hätten mit Linken, Grünen und FDP bei den Jungen solche Parteien eine Mehrheit, die nicht der Großen Koalition angehören. Doch sie würden wegen der Gegensätze niemals eine Regierung bilden können.

Fest steht jedoch, dass etwa die Grünen in der jungen Altersgruppe deutlich besser abschneiden, während sie in der Gruppe zwischen 30 und 60 kaum vom Gesamtergebnis abweichen. Bei der Gruppe über 60 sind die Grünen mit acht Prozent deutlich schwächer

Die Große Koalition hätte bei den Wähler*innen über 60 eine mehr als solide Zweidrittel-Mehrheit. Unter diesen Gruppen sind SPD und Union noch Volksparteien, hier haben sie ihre starke Wählerschaft. Auffällig ist aber trotzdem eine Stimmenverschiebung von der CDU hin zur SPD. Bei den vergangenen Wahlen war die Union unter den Alten stets deutlich stärker als die Sozialdemokraten, 2021 liegen sie gleichauf.

Wenn sich das Gewicht bei den Alten verschiebt, können die jungen Wähler*innen hoffen, dass ihre Ziele mehr Gewicht bekommen, zum Beispiel deutlich besserer Klimaschutz. Aber dafür müssten die Jüngeren auch viel stärker zum Wählen gehen.

Daten für die aktuelle Wahl liegen noch nicht vor, doch detaillierte Zahlen für die vergangenen drei Bundestagswahlen zeigen: Besonders die Jungen geben deutlich seltener ihre Stimmen ab als die Alten. Doch dieses Ungleichgewicht nimmt über die letzten Wahlen ab. Während nämlich die Wahlbeteiligung 2017 insgesamt etwas anstieg, ist sie gerade bei den Unter-25-Jährigen deutlich größer geworden.

Interessant bleibt auch, dass eine Reihe von Parteien höhere Anteile bei Frauen erzielt als bei Männern. Besonders ausgeprägt ist das bei den Grünen, über lange Zeit war das auch bei der CDU so. Bei der AfD und der FDP hingegen machen deutlich mehr Männer ihr Kreuz.


Samstag, 25. September 2021

 


hier geht`s zum Artikel

Update: Banner an Basilika in Weingarten

 In Ulm hat die Aktion nicht geklappt, jetzt hängt das umstrittene Banner gut sichtbar an der Basilika.





Aus dem Wochenblatt:

Eigenständig hatten sich die drei Aktivisten gegen 14 Uhr von der Basilika wieder abgeseilt und wurden von den Polizeibeamten in Gewahrsam genommen. „Das Banner wollten wir bis zur Bundestagswahl am Sonntag hängen lassen“ so einer der drei Aktivisten.

Eine Frau aus dem Umfeld der Besetzer erklärte: „Die Aktion soll in keinster Weise gegen die Kirche gehen, sondern gegen die CDU“. „Die CDU treibt mit ihrem C (für Christlich) Schindluder“ so die Frau weiter.

Wolfgang Reck, Vorsitzender der Kirchengemeinde St. Martin Weingarten war ebenfalls vor Ort: „Die Basilika wurde missbraucht, ich sehe zwischen der CDU und der Kirche keinen Zusammenhang“ so Reck, der die Aktion ablehnt.

Im Namen der Kirchengemeinde erstattete Reck nun Strafanzeige gegen die drei Aktivisten. Laut Wochenblatt Informationen werden die Aktivisten nun wieder entlassen und bekommen für den heutigen Tag einen Platzverweis für Weingarten.

Anmerkung: Herr Reck sieht also keinen Zusammenhang zwischen Kirche und CDU? Spannend oder.
Aber die Handreichung reicht immerhin noch für eine Strafanzeige....In der Schwäbischen findet man bestimmt eine Aufstellung, gegen was alles "möglicherweise" verstoßen wurde, das ist deren Spezialität...


Großer Streiktag in Friedrichshafen - 1500 Besucher laut SK

 



Maria Heubuch mit Stephanie Glatthaar von den Grünen

Greenpeace




Vaudee


Klimaaktivist*innen klettern erfolgreich auf größte Barock-Kirche nördlich der Alpen und prangern unchristliche Politik der CDU an

Pressemitteilung vom 25.9.21                                                                                  

Nachdem ein Medienhaus eine vertrauliche Vorabinformation über eine geplante Kletteraktion am Ulmer Münster durchsickern ließ und sie so verhinderte, erklomm dieselbe Gruppe Klimaaktivist*innen in den frühen Morgenstunden des heutigen Samstags (25.9.) erfolgreich die größte Barock-Kirche nördlich der Alpen, die Basilika Weingarten. In knapp 30 Meter Höhe brachten sie dort das schon für vergangenen Mittwoch angedachte 60 Quadratmeter große Banner mit der Aufschrift "€DU: unchristlich, unsozial, klimaschädlich" an.

"Mit dem C im Namen ködern CDU und CSU christliche Wähler", erklärt Kletterin Charlie Roth (19) ihre Motivation für den zweiten Aktionsanlauf. "Unsere Wähleraufklärung muss dieses Mal unbedingt erfolgreich sein, denn es steht zu viel auf dem Spiel", gab sie am Vorabend bei einem ausführlichen Vorbereitungstreffen zur Planung einer sicheren Kletterroute noch zu Protokoll. "CDU und CSU verhöhnen mit dem C im Namen den christlichen Glauben. Korruptionskultur und Verwandtenaffäre, einseitige Bevorteilung von Reichen und Geringschätzung der Schöpfung: Diese Grundpfeiler der Union sind mit christlichen Werten unvereinbar."

"Von den 18 seit 2019 der Korruption überführten Politiker gehörten 17 zur Union", ergänzt Roths Unterstützer Samuel Bosch (18). "Wir möchten die Gemeindemitglieder in Weingarten direkt am Gemeindezentrum auf die Machtmissbrauskultur der CDU/CSU hinweisen."
Als Klimagerechtigkeitsaktivist sei Bosch grundsätzlich überparteilich.Trotzdem müsse er illegale Machenschaften, die mittelbar gegen das Klima-Urteil des Bundesverfassungsgerichts verstoßen und die Schöpfung bedrohen, klar benennen und daher besondere Kritik an der Union üben.

Die Enzyklika Laudato si' von Papst Franziskus über die Sorge für das gemeinsame Haus dient gläubigen Klimagerechtigkeitsaktivist*innen als wichtige Orientierung und wird von Roth als "diametraler Gegenentwurf zum unchristlichen Wahlprogramm der CDU/CSU" bezeichnet.                    Die Aktivist*innen werden im Laufe des frühen Nachmittags wieder herabklettern.

                                                                                                                                            

HINWEISE

1. Die Kletter*innen führen die Aktion auf eine solche Art und Weise durch, dass kein Hausfriedensbruch und somit keine Straftat vorliegt.

Nähere Auskunft dazu gibt Rechtsanwalt Klaus Schulz . "Oft wird legitimer Klimaprotest von den Behörden kriminalisiert", berichtet Bosch aus seiner Erfahrung. Nach einer früheren Aktion musste der Realschulabsolvent bereits "zur Gefahrenabwehr" für zwei Nächte in Haft. "Straftaten begehen wir mit unseren Kletteraktionen jedoch keine."

2. Bei den Aktivist*innen handelt es sich um erfahrene Kletter*innen aus der Altdorfer Waldbesetzungsgemeinschaft. Seit Februar 2021 errichten sie dort Baumhausdörfer, um sich mit ihren Körpern den vom Regionalverband Bodensee-Oberschwaben vorangetriebenen Rodungsplänen entgegenzustellen und direkten Widerstand zu leisten. Ihre Fähigkeiten erlernten sie dort und zuvor im besetzten Dannenröder Wald in zahlreichen Kletterkursen, die unter anderem die bekannte Kletteraktivistin Cécile Lecomte leitete. Zentrales Element in diesen Kursen sind Rettungstechniken, um sogar im Fall einer unerwarteten Bewusstlosigkeit andere Kletter*innen sicher zu bergen.
Ingo Blechschmidt, [25.09.21 14:25]

3. Anders als "Roofer" geht es den Kletter*innen nicht um ein sportliches Erlebnis, sondern um dringend nötige politische Aufklärung. Geklettert wird ausschließlich gesichert, um die Unversehrtheit der Kletter*innen sowie von etwaigen Passant*innen sicherzustellen. "Wenn unser Wahltäuschungsaufklärung langfristig auch nur zu einer einzigen neuen Bushaltestelle führt, hat sich unser Einsatz schon gelohnt", so Roth.

4. Dass 17 von 18 der Korruption überführten Politiker*innen zur CDU/CSU gehörten, ist unglaublich, aber keine Übertreibung. Quelle hier                                                                        

Wie österreichische Medien in den deutschen Wahlkampf eingreifen

Correktiv  hier

Desinformation made in Österreich

Der deutsche Wahlkampf wird nicht nur von politischem Streit im Inland bestimmt. Akteure aus dem Ausland versuchen den Prozess zu stören. Ein Netzwerk von Online-Medien streut Desinformation und Hass. Die Spur führt nach Österreich, in die rechte Szene und zur FPÖ.

von Tania Röttger , Alice Echtermann , Till Eckert

Freitag, 24. September 2021

Klimastreik in Sigmaringen: Aktivisten lassen sich bei gewagter Aktion von der Polizei nicht aufhalten

Schwäbische Zeitung von Johannes Böhler

Am Abend hängt das Transparent doch noch: Die Klimaaktivisten Samuel Bosch und Charlie Roth hängen es an die Sigmaringer Bahnbrücke. (Foto: Rüdiger Sinn)


Anlässlich des von der Fridays for Future-Bewegung ausgerufenen Klimastreiks haben am Freitag in Sigmaringen verschiedene Veranstaltungen stattgefunden.

Neben einem von Sigmaringer Aktivisten angemeldeten Demonstrationszug mit rund 50 Teilnehmern vom Bahnhof durch die Stadt zu einer Kundgebung am Karlsplatz hatte eine kleine Gruppe um den Ravensburger Klimaaktivisten Samuel Bosch eine unangemeldete, waghalsige Aktion geplant.

Samuel Bosch und Charlie Roth wollen mit einer waghalsigen Aktion am Sigmaringer Donauufer zur Abwahl des CDU-Abgeordneten Thomas Bareiß aufrufen. (Foto: Johannes Böhler)

An einem Seil wollte die Gruppe ein Banner quer über die Donau spannen, das zur Abwahl des CDU-Bundestagsabgeordneten Thomas Bareiß aufruft. Die Polizei hatte jedoch wohl bereits im Vorfeld Wind von der Aktion bekommen, und so rückten bereits vor Ankunft der Aktivisten Polizei und Feuerwehr an, um das an der Uferstelle gespannte Hilfsseil wieder abzuhängen.

Bosch gab sich bei seiner Ankunft vor Ort enttäuscht über den Abbruch: „Wegen uns hätte es keinen Feuerwehreinsatz geben müssen, das kostet ja schließlich Steuergelder.“
Bereits in der Nacht zum Freitag war die 19-jährige Charlie Roth aus Ulm durch die Sigmaringer Donau geschwommen, um eine Maurerschnur über den Fluss zu spannen.

Ebenfalls mit dabei war der 66-jährige Manfred Scheurenbrand, der sich als Vertreter des Vereins „Natur- und Kulturlandschaft Altdorfer Wald“ gegen Kiesabbau einsetzt.

Dass sie die Aktion nicht angemeldet haben, bereuen die Klimaschutzaktivisten aber nicht: „Das wäre uns sowieso nicht genehmigt worden“, sagt Samuel Bosch.

Am späteren Nachmittag bahnte sich eine Fahrraddemonstration mit rund 30 Teilnehmern ihren Weg von der Hedinger Kirche Sigmaringen bis nach Laiz.

Die Initiative „FairWandel SIG“ will damit auf fehlende Schutzstreifen für Radfahrer, fehlende Radweganbindungen sowie fehlende Fußgängerüberwege aufmerksam machen. Außerdem fordern die Organisatoren ein Tempolimit von 30 Kilometern pro Stunde innerorts.

Am Abend hängt das Transparent mit der Aufschrift "Stoppt Klimakiller Bareiß" doch noch über der Donau. Die Aktivisten haben heimlich einen zweiten Versuch gewagt und es an der Bahnbrücke aufgehängt.

Bundestagswahl 2021

 

Im Konzerthaus mit Wilfried Kretschmann

Schwäbische Zeitung

..... Im Konzerthaus hatte Winfried Kretschmann am Donnerstagabend neben seinem Ravensburger Minister Manne Lucha auch die Landtagsabgeordnete Petra Krebs im Schlepptau, um Agnieszka Brugger letzten Rückenwind zu geben.


... Petra Krebs betonte, dass grüne Themen, wie Klima, Nachhaltigkeit und Frieden aktuell wie nie seien. Dafür stünde die Bundestagsabgeordnete Agnieszka Brugger, die auf ihren direkten Einzug in den Bundestag hofft. Kretschmann fordert schnelles Handeln in Klimakrise

Tatsächlich könnte das Direktmandat im Wahlkreis 294 Ravensburg erstmals seit Ende des Zweiten Weltkriegs nicht an die CDU gehen. Prognosen sehen derzeit Brugger knapp vor Axel Müller, der selbst ein sehr enges Rennen erwartet. Kein Wunder: Im Kreis, vor allem im Epizentrum rund um Ravensburg, hat sich das Potenzial der Grünen zuletzt um die 30 Prozent plus eingependelt. Bei den Landtagswahlen im März und den Kommunalwahlen vor zwei Jahren hatte jeder dritte Ravensburger Grün gewählt. Lucha hat im Land zweimal in Folge das Direktmandat geholt, im Gemeinderat sind die Grünen stärkste Fraktion, die Szene von Fridays for Future und die der Klimaaktivisten ist hier besonders rege.

Der Ministerpräsident sprach davon, dass diese Bundestagswahl die Weichen für ein Jahrzehnt der Entscheidungen stelle. Die Zukunftsfrage sei, wie der Kampf gegen den Klimawandel gewonnen werden und der Wohlstand im Land trotzdem erhalten bleiben könne. Dafür brauche es Innovationen. Hierbei sei Baden-Württemberg als grün-regiertes Land Spitzenreiter. Um den menschengemachten Klimawandel aufzuhalten, bliebe noch ein Zeitfenster von zehn bis fünfzehn Jahren, deshalb brauche es schnelles Handeln. „Wir haben nicht das Recht jetzt Einschränkungen und Maßnahmen zu vermeiden und die, die nach uns kommen, müssen dann umso härtere Maßnahmen ergreifen“, sagte Kretschmann.

Während der Rede des Ministerpräsidenten warfen Klimaaktivisten Flugblätter von der Loge. Darin kritisierten sie, dass sich Kretschmann nicht ausreichend für den Schutz des Altdorfer Waldes einsetzen würde, bedankten sich aber gleichzeitig für das Engagement von Agnieszka Brugger. Die Direktkandidatin betonte bei ihrem Auftritt, dass sich bisher kein Wahlkampf so wichtig angefühlt habe. Ihr gehe es mit ihrer Politik darum, den Menschen mit Blick auf die Klimakrise, die bei vielen Ängste auslöse, Halt zu geben.

Donnerstag, 23. September 2021

und den Altdorfer Wald- Aktivisten

 


Die Rote Klima-Karte für Thomas Bareiß


Auch auf unserer Demo in Stuttgart ein heißes Eisen: Die Kritik an Thomas Bareiß.

Die Parents 4 future haben Thomas Bareiß  eine "Rote Klimakarte" gewidmet hier
Sie schreiben dazu: "Wir zeigen die Rote Klimakarte hier allen, die beim Klimaschutz bremsen - damit Deutschland Klimaweltmeister werden kann.

Wenn es nicht Lobbys, Netzwerke, politische Gruppierungen und Personen gäbe, die den Klimaschutz ausbremsen, wären wir schon viel, viel weiter. Darauf wollen wir mit dieser Aktion hinweisen. Gemeinsam machen wir deutlich, dass die 1,5°-Grenze nicht eingehalten werden kann, wenn Deutschland beim Klimaschutz weiter auf der Bremse steht. Unser Motto im Jahr der Bundestagswahl lautet daher:

Bundestagswahl ist Klimawahl! Wer bremst, verliert... unsere Stimme!"

Nicht nur die Parents4 future haben Thomas Bareiß als maßgeblichen "Klimakiller" ausgemacht.
Seit Wochen laufen Aktionen von Campact und  von örtlichen Aktivisten, um die Bevölkerung aufzuklären. So wurden Wahlkampfveranstaltungen in Sigmaringen (hier), Bad Saulgau (hier) und in Meßkirch (hier) von Aktivisten mit großen Bannern mit der Aufschrift "Stoppt Klimakiller Bareiß" besucht.







Ein Radio-Beitrag zum Ulmer Münster

 hier



Der Vorstand der EWS Elektrizitätswerke Schönau

 Liebe Leserin, lieber Leser, 

die Lage ist ernst: Bis zum Ende des Jahrhunderts könnte sich laut Berechnungen der UN dieser Planet um 2,7 °C erhitzt haben, wenn die Staaten ihre Klimaschutz-Anstrengungen nicht noch deutlich verschärfen. Auch Deutschland, als eine der bedeutendsten Industrienationen, tut längst noch nicht genug, um die globale Erwärmung deutlich unter 2 °C oder gar 1,5 °C zu halten. Die Jahre seit Unterzeichnung des Pariser Abkommens zeigen deutlich: Klimaschutz funktioniert nicht mit wolkigen Versprechen, solange die Maßnahmen dazu einfach nicht ergriffen werden.

Trotz aller deutlichen Warnungen der Wissenschaft, trotz Dürren und einer verheerenden Hochwasserkatastrophe, scheint der volle Ernst der Lage in der Spitzenpolitik noch nicht angekommen zu sein. Es ist also abzusehen, dass der Druck von der Straße auch auf die nächste Regierung aufrechterhalten werden muss. Nur der lauten, kreativen und engagierten Klimabewegung ist es zu verdanken, dass Klimaschutz überhaupt zum Top-Thema im Wahlkampf werden konnte. Deswegen lassen Sie uns gemeinsam beim globalen Klimastreik am Freitag ein starkes Zeichen setzen! Wir von den EWS werden in Freiburg und Berlin vor Ort sein – unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird die Demo-Teilnahme während der Arbeitszeit ermöglicht. Bei 440 Aktionen bundesweit finden Sie sicher eine Streikveranstaltung in Ihrer Nähe.

Diesen Sonntag wird die letzte Bundesregierung gewählt, die noch ausreichende Klimaschutzmaßnahmen einleiten könnte. Deswegen mein Appell an Sie: Gehen Sie wählen! Nutzen Sie die Chance, den Kurs unseres Landes mitzubestimmen und der Transformation in Richtung Klimaneutralität Schwung zu geben! Unser Tipp: Wie Ihre Wahlkreiskandidaten über konkrete Klimaschutzmaßnahmen denken, verrät Ihnen die Seite Wählbar21 – vielleicht ja eine Entscheidungshilfe für Sie?

Diese Woche ist es so wichtig wie nie zuvor, sich für die Zukunft unserer Kinder und Enkel stark zu machen – ich hoffe, Sie sind dabei!

 

Mit klimafreundlichen Grüßen aus Schönau

 

Sebastian Sladek 

Vorstand der EWS Elektrizitätswerke Schönau eG

Mittwoch, 22. September 2021

Samuel in Kontext

 Gleich noch ein Kontext-Artikel in Ausgabe 547  hier

"Wir machen den Wind"

Die Union korrupt und frech, die SPD eine Kohlepartei, die Grünen Fähnchen im Wind, und keine Partei wird umsetzen, was sie verspricht: Was wählen, damit die jungen Generationen eine Zukunft haben? Der 18-jährige Klimaaktivist, Baumbesetzer und Erstwähler Samuel Bosch aus Ravensburg über Schadensbegrenzung und eine wichtige Entscheidung.



Die Aktivisten melden sich zu Wort

Unsere Pläne, das Ulmer Münster mit einem gigantomatischen Banner "€DU: unchristlich, unsozial, klimaschädlich" zu dekorieren, wurden heute Morgen leider von der Polizei
 vereitelt.

Grund war die Südwestpresse, die sich vor Ablauf der Sperrfrist unserer Pressemitteilung über die Aktion berichtete. Gönnt euch den Diss in dem angehängten Artikel der Augsburger Allgemeinen dazu.

Der eigentliche Skandal ist aber weder die SWP noch die Polizei, die hier eine legale (!) Aktion verhinderte (wir klärten rechtlich ab, dass es sich nicht um Hausfriedensbruch handelt).

Der eigentliche Skandal ist, dass von den 18 seit 2019 als korrupt entlarvten Politiker*innen 17 von der CDU/CSU (hier) stammen. 


Die Union ist keine politische Partei, sondern (hier) ein Wirtschaftsverband mit dem Ziel, Unternehmen und Reiche noch reicher zu machen und sich gegenseitig gute Posten zuzuschustern. Dabei schreckt sie vor einer Befeuerung der Klimakrise nicht im geringsten zurück.

Stand etwa Jesus für Korruption, Ausbeutung und Schöpfungszerstörung ein?


 Kontext Nr. 547 von Rüdiger Sinn   hier ganz lesen


CDU und Thomas Bareiß

Die schwarze Hochburg wankt

Der Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen war immer eine sichere Bank für die CDU. Dieses Jahr könnte sich das ändern, was auch am Kandidaten Thomas Bareiß und seinen Positionen zum Klimaschutz liegt. Im beschaulichen Landstrich mischen AktivistInnen den Wahlkampf auf. Das gefällt nicht allen.