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Samstag, 16. April 2022

Stickstoffverfügbarkeit und CO2 hängen wohl zusammen

 Deutsche Presse-Agentur in der Schwäbischen Zeitung hier

In vielen Ökosystemen geht der Gehalt an verwertbarem Stickstoff seit Jahrzehnten zurück. Darauf machen amerikanische Wissenschaftler aufmerksam. Stickstoff ist ein lebenswichtiges Element, weil es für den Aufbau von Proteinen (Eiweißen) notwendig ist.

Zahlreiche Beobachtungen deuten nach Angaben der Forscher darauf hin, dass der Rückgang des für Mikroorganismen und Pflanzen nutzbaren Stickstoffs mit dem erhöhten Anteil an Kohlendioxid (CO2) in der Luft in Verbindung steht.

Donnerstag, 7. April 2022

Beziehungsprobleme - auf den Boden geschaut

Blick.ch   hier   Aline Wüst

Beziehungsprobleme 

Stellen Sie sich vor, Sie wollen ein Gespräch über Ackerland führen. Ziehen gedanklich die Gummistiefel an, machen sich auf dreckige Hände gefasst. Ihr Gegenüber beginnt zu sprechen – und redet über Beziehungen. Da stehen Sie nun mit Ihren sauberen Gummistiefeln, fühlen sich leicht overdressed oder schlicht im falschen Film.
Denn in Ihrem Kopf pocht eine Aussage von ETH-Professorin Adrienne Grêt-Regamey. Genauer ihr Fazit des Nationalen Forschungsprogramms über den Zustand unserer Böden. Grêt-Regamey sagte: «Die Zeit drängt. Unsere Analysen zeigen, dass der zeitliche Spielraum für den Schutz der heutigen Bodenqualität enorm eng ist.»
Ihr Gesprächspartner aber spricht ohne Eile weiter über Beziehungen, sagt nun sogar: «Der Boden ermöglicht uns neue Erkenntnisse über uns selbst.»

Falls Ihnen das mal passiert, sprechen Sie mit Mathias Forster (48). Er ist Geschäftsführer der Bio-Stiftung Schweiz und Mitinitiator eines Bodenfruchtbarkeitsfonds.
Und macht schnell klar: Es geht beim Acker nicht um Dreck. Es geht um mehr. Um alles, um uns alle. Weil der Boden die Grundlage allen Lebens ist. Wir verlieren diese Lebensgrundlage. Fast die Hälfte des fruchtbaren Bodens weltweit ist in den letzten 50 Jahren verschwunden.
Der Grund? Und jetzt kommt es: «Beziehungsprobleme», sagt Forster.

Freitag, 4. Februar 2022

plan b: Boden gut machen

Arte hier  und auch  ZDF  hier

Mit lebendiger Erde das Klima retten

Hier wird vorgestellt, wie Landwirte schwerpunktmäßig HUMUS ANBAUEN -  einen gesunden Boden, reich an Mikroorganismen und  Kohlenstoff, mit einem Wasserspeichervermögen von 150 l pro Stunde (!!!)

Zum Vergleich: Im Ahrtal fielen 200l l in 2 Tagen

Solche gesunden humusreichen Böden können massiv CO2 aus der Atmosphäre im Boden einlagern. Im Moment bekommen Bauern dafür 30 € pro Tonne, wenn sie an einem solchen Programm teilnehmen. Die Menge der genauen CO2-Einlagerung pro Jahr wird labortechnisch gemessen. Genial, oder?

➡️ https://www.humusplus.at/
Humus+  Modell Ökoregion Kaindorf

Bürgermeister Bosch aus Mainleus  sieht das Potential mit neuen Augen: "Bei jeder kleinen Maßnahme und bei jeder großen Maßnahme muss ich dran denken: Muss ich das versiegeln oder kann ich vielleicht noch was entsiegeln?

Schlusssatz des Videos: Würden alle Böden in Deutschland humusaufbauend genutzt werden, würde das den kompletten CO2-Ausstoß des Verkehrssektors ausgleichen. Und das sind immerhin etwa 30% des Gesamt-CO2-Austoßes!

Wieder eine Erkenntnis mehr. Doch was bringen Erkenntnisse, wenn es bei Erkenntnis bleibt?