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Samstag, 8. Januar 2022

"Hier guter Konsum, dort eine Gefahr"

Zum Thema Konsum und Wasserverbrauch  heute auch im Südkurier ein Artikel

07.01.2022  |  VON TOBIAS KÄUFER WIRTSCHAFT@SUEDKURIER.DE

Während in Deutschland die Euphorie um die E-Mobilität keine Grenzen kennt, sorgen sich die indigenen Völker um ihre Territorien. Dort liegt das so wichtige Lithium für die Akkus, und für den Abbau braucht man Wasser. Viel Wasser. Doch das ist nur ein Beispiel dafür, wie unser vermeintlich guter Trend-Konsum Natur und Gesellschaft in Lateinamerika aus dem Gleichgewicht bringt. Längst kontrolliert die Drogenmafia den Avocado-Anbau in Mexiko, wird der Amazonas-Regenwald für Soja oder Bio-Sprit abgeholzt. Eine Übersicht über gar nicht so gute Trend-Produkte und deren Rohstoffe:

Montag, 29. November 2021

"VOM IRRTUM DER VERBRAUCHER*INNENMACHT"

Vergesst den Mythos, dass der Kauf über die Produktion des Gekauften entscheidet.
Wenn das stimmen würde, müsste angesichts stabiler Umfragewerte die Welt anders aussehen. Denn dort bekunden die Gefragten sowohl ein hohes Umweltbewusstsein als auch eine große Bereitschaft, für verträglichere Produkte zumindest etwas mehr Geld auszugeben. Wenn ihr Konsum Einfluss hätte und sich dadurch Produktpalette und -weisen verändern würden ... hat er aber nicht (außer zur Selbst-Illusionierung).

Warnung! Das Lesen der folgenden Absätze kann bei Menschen, die bislang mit ihrem Geld am Ladenregal ein gutes Gefühl eingekauft haben, Zweifel bis Gewissensbisse auslösen. Das beklemmende Gefühl, mit dem eigenen Konsum eher die damit unterstützte Branche zu kommerzialisieren und in kapitalistische Form zu wandeln als die Welt zu verbessern, kann zu Desillusionierung und Frustration, damit verbunden einem Gefühl der Leere und Hoffnungslosigkeit führen. Als Gegenmittel wird empfohlen, den Markt als Aktionsort zu verlassen und zukünftig Zeit, Kraft und - als zusätzliches, aber nicht wesentliches Mittel - auch Geld in wirkungsvollen Protest und kreative Widerständigkeit zu stecken. Das ist die eigentliche Wahl, die jede_r hat!

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Mittwoch, 17. November 2021

"Der Tag an dem wir aufhören zu shoppen..."

Spektrum der Wissenschaft  hier von Tim Haarmann

Was unser Konsum verursacht

Der Journalist James B. MacKinnon untersucht, was ein Ende der Konsumkultur nach sich ziehen würde, und beleuchtet dafür gegenwärtige Fehlentwicklungen, Gegenbewegungen und geschichtliche Analogien.

Die Fakten liegen auf dem Tisch: Wir leben über unsere Verhältnisse und konsumieren weit mehr, als uns und dem Planeten guttut. Hochrechnungen gehen davon aus, dass jeder Erdenbürger gegenwärtig 2,7 Hektar Land in Anspruch nimmt, während maximal 1,6 Hektar nachhaltig und ökologisch vertretbar wären. Dabei ist die Verteilung extrem ungleich. In reichen Ländern der Welt wird etwa 13-mal so viel konsumiert wie in den ärmeren, was sich auch in der fiktiven Flächennutzung ausdrückt: Würden alle Menschen genauso viel konsumieren wie der durchschnittliche Amerikaner (Europäer schneiden nicht viel besser ab), bräuchte es acht Planeten, um den Bedarf zu decken. Bei einem durchschnittlichen Konsum wie in Eritrea bräuchte es nicht einmal eine Erde – die Fläche des Mondes würde ausreichen.

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