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Donnerstag, 12. Oktober 2023

Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie: Scholz fordert mehr Tempo bei der Transformation

Ist das jetzt ein Wendepunkt? Bisher ließ sich  Bundeskanzler Scholz schön viel Zeit und sprach wenig Klartext bezüglich einer Transformation. Wenn sich die allerdings hauptsächlich  in einem weiteren Wirtschaftswachstum erschöpfen soll, dann sind wir gleich am Ende angelangt, fürchte ich. Es erinnert mich einmal mehr an den Glauben an die eierlegende Wollmilchsau..... Wie ernst ist es unserem Bundeskanzler denn nun wirklich, etwas grundsätzlich zu ändern?

Tagesspiegel hier 10.10.2023

Viele Menschen seien verunsichert, sagt der Kanzler. Das Ziel für Deutschland müsse aber sein, klimaneutral zu wirtschaften und zu leben und gleichzeitig Industrieland zu bleiben.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) dringt auf mehr Tempo bei der Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft. „Wir brauchen vor allem eins: Tempo“, sagte er am Dienstag in Berlin. Für die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie sehe er drei Prioritäten, sagte Scholz und nannte neben der Beschleunigung der Energiewende weiteres Wirtschaftswachstum und den gesellschaftlichen Zusammenhalt beim Umbau der Gesellschaft.

Scholz sprach auf der 22. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE), auf der Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur zusammenkommen.

Auch international dränge die Zeit. Man sei nicht weit genug bei der Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele für 2030, sagte Scholz, der Mitte September am UN-Nachhaltigkeitsgipfel in New York teilgenommen hatte. Die gute Botschaft sei aber, dass es international eine neue Entschlossenheit gebe, die Ziele doch noch zu erreichen.

Zu den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen zählt unter anderem, die extreme Armut von fast 700 Millionen Menschen weltweit bis 2030 zu beseitigen. Weitere Ziele sind der Erhalt und Schutz der Lebensgrundlagen. Die Industriestaaten sollen dabei eine Vorreiterrolle einnehmen.

Donnerstag, 25. Mai 2023

Frickinger Rat setzt weiter auf Nachhaltigkeit

Sigmaringen ist bereits FairTrade Stadt und strebt zum FairTrade Landkreis. Auch kleine Gemeinden können einen Beitrag zu FairTrade leisten, das zeigt Frickingen im Bodenseekreis.


22.05.2023  hier

13 Monate ist es her, dass Anne Gehrmann als Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik (Kepol) in das Frickinger Rathaus gezogen ist.

 Seither hat sich einiges getan in Sachen Nachhaltigkeit in der Gemeinde. Wie Gehrmann im Gemeinderat aufzeigte, bildeten sich aus Bürgerwerkstätten zum Thema fünf ehrenamtliche Arbeitsgruppen. 

Diese waren unter ihrer Koordination bereits mehrfach tätig, zum Beispiel als Energiewende-AG mit einem Förderprogramm für Energieeffizienz. Eine Dorfputzete fand erstmals statt und das Kinderhaus Altheim ist auf dem Weg zu einer Fairen Kita.

Gehrmann erklärte, innerhalb des Rathauses sei die nachhaltige Beschaffung von Lebens- und Sachmitteln eingeführt worden. Außerdem habe sie Sondierungsgespräche mit einer kolumbianischen Kommune geführt, dies mit dem Ziel, eine Nachhaltigkeitspartnerschaft aufzubauen. In den kommenden beiden Jahren soll es weiter um die drei Handlungsfelder Nachhaltigkeit, nachhaltige Beschaffung und globale Partnerschaft gehen. Im ersten Bereich könnte die Schule und deren Zertifizierung als Faire Schule im Fokus stehen. Die in der Verwaltung eingeführte Beschaffung nachhaltiger Produkte könnte auf weitere Produktgruppen sowie auf Veranstaltungen ausgeweitet werden. Zudem soll die bereits sondierte Partnerschaft zu der kolumbianischen Gemeinde etabliert werden.

Bürgermeister Jürgen Stukle unterstrich, dass die mit der Förderstelle Engagement Global vertraglich vereinbarten Ziele für den Zeitraum bis 2023 bereits weitreichend erfüllt seien. Dank des positiven Projektverlaufs sei eine Verlängerung um zwei Jahre möglich. Es habe bereits eine entsprechende Rückmeldung vonseiten des Ministeriums gegeben. 

Die Stelle der Nachhaltigkeitsbeauftragten sei im ersten Anlauf zu 90 Prozent gefördert worden. 17.000 Euro habe die Gemeinde für zwei Jahre aufbringen müssen. Die beiden Folgejahre würden um 30.000 Euro teurer, da die Förderung nur noch 75 Prozent betrage. Der Rat sprach sich bei einer Enthaltung von Hubert Keller (CDU) für einen Antrag auf Verlängerung der Kepol-Stelle aus.