Diesen Podcast möchte ich Jedem ans Herz legen, ich finde ihn sehr erhellend weil darin Zusammenhänge hergestellt werden, die wir lange übersehen haben.
Bei dieser Gelegenheit muss ich auch auf unsere lokalen Themen aufmerksam machen: Bald werden wir wieder wählen für den Gemeinderat, den Kreistag und die Europawahl. Wie viele Frauen werden sich dann für die Sitze bewerben? Und wie viele Frauen werden dann gewählt werden? Es lohnt sich auch diesen Aspekt nicht zu vernachlässigen (hier aktuell in Kreis und Regionalverband) denn dort wo nur Männer bestimmen, dort wird die Hälfte der Bevölkerung einfach übergangen.
Klimakrise im Deutschlandfunkkultur hier 12.03.2024
Das Patriarchat und der Verbrennungsmotor: eine Lovestory?
Petromaskulinität ist eine Wortschöpfung aus Petroleum (Erdöl) und Maskulinität (Männlichkeit). Der „gute alte“ Verbrennungsmotor hat für petromaskuline Männer offenbar große Symbolkraft.Klimaproteste, grüne Energiepolitik und Debatten über feministische und queere Themen führen in einigen männlichen, stark konservativ geprägten Kreisen zu heftigen Gegenreaktionen. Die US-Politologin New Daggett spricht von „Petromaskulinität“.
Gesellschaftliche Veränderungen oder Debatten werden von manchen Menschen als Provokation empfunden. Sie ziehen in einen Kulturkampf gegen das, was sie als „woke“ oder „linksgrün versifft“ ablehnen. Der Verbrennungsmotor ist dabei eines der mächtigsten Symbole für die „gute alte Zeit“, am liebsten laut und PS-stark, verbaut in einem Sportwagen, SUV oder Pickup-Truck.
Die US-amerikanische feministische Politökologin Cara New Daggett untersucht rechtspopulistische Bewegungen. Sie sieht einen Zusammenhang zwischen dem Wunsch nach Autoritarismus und der Verteidigung des Verbrennungsmotors und hat ihn „Petromaskulinität“ getauft.


