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Sonntag, 3. März 2024

Treibhausgase im Acker speichern? Ja, das funktioniert

Süddeutsche Zeitung hier  29. Februar 2024, Von Christoph von Eichhorn

Ein Langzeit-Experiment zeigt: Wenn man Basaltstaub auf Feldern verstreut, lassen sich erhebliche Mengen CO₂ aus der Atmosphäre entfernen. Auch die Landwirte sollen von der Idee profitieren.

Die Erde hat eine natürliche Müllabfuhr für Kohlendioxid. Um das klimaschädliche Treibhausgas aus der Atmosphäre zu entfernen, spielen Felsen eine wichtige Rolle, etwa die Flanken von Bergen. Denn mit jedem Regenschauer wird ihr Gestein ein wenig ausgewaschen. Die gelösten Bestandteile wie Calcium binden CO₂ aus der Luft und spülen es ins Meer. Zumindest einen Teil davon, denn um den menschengemachten Klimawandel auszugleichen, ist die natürliche Klimamüllabfuhr nicht stark genug.

Aber könnte das Gestein nicht mehr zum Klimaschutz beitragen als bislang? Diese Idee wird seit einigen Jahren unter dem Stichwort "beschleunigte Verwitterung" diskutiert: Dabei soll zerkleinertes Gesteinsmehl auf Feldern verstreut werden, um dort Treibhausgase zu binden. Doch bislang war unklar, wie gut das in der Praxis funktioniert.

Nun legen Forscher im Fachmagazin PNAS recht hoffnungsvoll stimmende Ergebnisse vor: Demnach lässt sich mit dem Steinstaub nicht wenig CO₂ aus der Atmosphäre einfangen. Zugleich könnten die Bauern mithilfe der Technik bessere Ernten einfahren und den Einsatz von Düngemitteln reduzieren.