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Freitag, 22. März 2024

Interessen von Öl- und Gasfirmen dürften Forschungsergebnisse nicht weiter untergraben - »Es ist Zeit für Veränderungen«

 

hier  SPIEGEL Klimabericht  Freitag, 8. März 2024  Susanne Götze

Ein ehemaliger Leitautor des wichtigsten Berichts zum Zustand unseres Klimas hält die Arbeitsweise des Gremiums für unzeitgemäß. Interessen von Öl- und Gasfirmen dürften Forschungsergebnisse nicht weiter untergraben.

Die Klimakrise schreitet unerbittlich voran, gleichzeitig geraten die Klimabewegung und Klimapolitik immer mehr in den Hintergrund. Am Donnerstag gab es schon wieder traurige Rekorde zu vermelden: Der vergangene Monat war global der wärmste Februar seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, berichtete das EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus.

Damit wurde im neunten Monat in Folge ein weltweiter Temperaturrekord erreicht. Laut den Messungen war der Februar in diesem Jahr 1,77 Grad Celsius wärmer als im Durchschnitt der Jahre 1850 bis 1900. Ein weiteres Allzeithoch gibt es auch für die Meeresoberfläche. Mit gut 21 Grad Celsius Ende des Monats sei sie noch wärmer gewesen als beim bisherigen Höchststand im August 2023, teilte der Erdbeobachtungsdienst mit.

Donnerstag, 28. Dezember 2023

„Investitionen in fossile Projekte sind rausgeschmissenes Geld“

Handelsblatt  hier  Interview mit Jennifer Morgan  von Kersting, Silke  • 28.12.23

Die deutsche Klimabeauftragte zieht eine positive Bilanz der Klimakonferenz in Dubai. 2024 geht es an die Umsetzung. Auch für Deutschland hat das Abkommen Konsequenzen.

Zwei Wochen lang hat die deutsche Klimabeauftragte Jennifer Morgan bei der Weltklimakonferenz in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) mit verhandelt und außer dem weitläufigen Konferenzgelände nicht viel von Dubai gesehen. Morgan zieht eine positive Bilanz der Konferenz. „Das Signal ist eindeutig: Weg von fossilen Energieträgern“, sagte die Staatssekretärin von Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) dem Handelsblatt.

Mittwoch, 20. Dezember 2023

Jahresrückblick: Es war nicht alles schlecht

hier im Standard Klimaklartext aus unserem Nachbarland Österreich

Es war ein intensives Jahr. Die Auswirkungen des Klimawandels waren deutlich spürbar: Zuerst blieb der Schnee aus, dann kam die Dürre und wenig später jagte ein Hitzerekord den nächsten. Um trotzdem mit hoffnungsvollem Schwung ins neue Jahr zu starten, wollen wir uns daher heute auf positive Meldungen fokussieren.

Denn immerhin ist es noch nicht zu spät – Österreich hat noch immer eine Chance, bis 2040 klimaneutral zu werden. Das sagt eine Gruppe von Expertinnen und Experten der Universität für Bodenkultur (Boku), des Internationalen Instituts für angewandte Systemanalyse (IIASA) und der Österreichischen Energieagentur (AEA). Im Rahmen des Projekts "Net Zero 2040" haben sie in vier Szenarien berechnet, wie die Energiewende gelingen kann. Was dafür getan werden muss, lest ihr hier.

Sonntag, 17. Dezember 2023

Klimakonferenz in Dubai: Die Kunst, andere freiwillig zu zwingen

Noch einmal Dubai, wieder aus einer ganz anderen Sicht geschildert, die auch das Ihre beiträgt zum Verständnis des Abkommens.

hier  Frankfurter Allgemeine Zeitung  Artikel von Lukas Fuhr  • 16.12.23

Annalena Baerbock hatte Babykleider eingepackt, als sie 2015 zur Klimakonferenz nach Paris fuhr. Ihre zweite Tochter war gerade geboren und sollte mitkommen nach Frankreich, wo die Staaten der Welt darüber verhandeln wollten, wie weit sie den Klimawandel bis 2050 bremsen würden. Dann werde ihre Tochter so alt sein wie sie jetzt, sagte Baer­bock damals im Bundestag. „Wenn sie dann selbst eine kleine Tochter hat, wird sie mich fragen: Habt ihr damals in 2015 eigentlich alles dafür getan, diesen Klimakollaps zu verhindern?“

Freitag, 15. Dezember 2023

Klimagipfel: Das Ende der fossilen Energien rückt unaufhaltsam näher

Nach beklemmend langer Zeit, nach vielen Rückschlägen und Zusammenbrüchen ein kleines bisschen Hoffnung für uns alle. Ich sehne mich so sehr nach guten Nachrichten. Danke Michael Bauchmüller!

Süddeutsche Zeitung hier  13. Dezember 2023, Kommentar von Michael Bauchmüller

Gemessen an den Hoffnungen endet die Klimakonferenz in Dubai nur mit einem halbgaren Kompromiss. Aber in dem stecken mehr Chancen, als es scheint - und auch eine Botschaft für Deutschland.

Wie jetzt, wieder nur ein Kompromiss? Die Erde erhitzt sich unaufhaltsam, die Emissionen sinken nicht, sondern steigen - und in Dubai vereinbaren knapp 200 Staaten, das Problem mit den fossilen Energieträgern jetzt mal langsam anzugehen, irgendwann bis 2050. Ist das nicht zum Verzweifeln?

Nein, ist es nicht.

In Dubai ist etwas passiert, womit vor wenigen Jahren noch niemand gerechnet hätte: Staaten, deren gesamter Wohlstand auf Öl und Gas beruht, willigen in eine Abmachung ein, die dieses Geschäftsmodell langfristig begräbt.

Update Webinar “Die COP28-Analyse - Was hat die Klimakonferenz beschlossen & wohin führt uns das?”

 


Die 28. Weltklimakonferenz wird in den nächsten Stunden enden. Ergebnis? Völlig offen. Egal wie es ausgeht, Europe Calling e.V. lädt zur Analyse mit Top-Klimaforscher Niklas Höhne und Divestment-Expertin Klara Butz von urgewald. 


Aufzeichnung auf YouTube hier

Folien von Prof. Höhne hier

Der Anfang vom Ende der fossilen Brennstoffe: Wie es nach dem Klimagipfel weitergeht

Podcast / Nora Laufer Alicia Prager Philip Pramer

Jetzt anhören: War die Klimakonferenz ein Erfolg? Was bedeutet die beschlossene Abkehr von fossilen Energieträgern konkret?

Standard hier  15. Dezember 2023

Die Klimakonferenz in Dubai ist zu Ende gegangen. Zwei Wochen lang wurde intensiv verhandelt, die Staaten einigten sich schließlich im Abschlussdokument auf eine Abkehr von fossilen Energieträgern. Zuletzt hatten sich mehr als 130 Staaten dafür eingesetzt, dass ein komplettes Aus für Öl, Kohle und Gas beschlossen wird, doch allen voran ölfördernde Länder machten diesen Vorhaben einen Strich durch die Rechnung. Was bleibt, ist ein Kompromiss, der viel Lob, aber auch zahlreiche Kritik mit sich brachte.

Denn in das Dokument wurden einige Hintertüren eingebaut: Darin findet zum Beispiel die umstrittene Technologie der Kohlenstoffspeicherung Platz. Mit anderen Worten: Staaten können weiter Kohle produzieren und verbrennen, wenn sie sicherstellen, dass es auch entsprechenden CO2-Senken gibt. Für viele Inselstaaten geht der gefundene Kompromiss jedenfalls nicht weit genug. Und auch zahlreiche Umweltschutzorganisationen übten Kritik an bestehenden Scheinlösungen.

Dennoch gab es auch Lob für den Konsens, der in den Vereinigten Arabischen Emiraten gefunden wurde: etwa für die anberaumte Verdreifachung von Erneuerbaren bis 2030 und die zeitgleiche Verdoppelung der Energieeffizienz. Doch all das, was in Dubai beschlossen wurde, ist unverbindlich. Was die einzelnen Staaten nun damit machen, obliegt den jeweiligen Regierungen. Alicia Prager war für den STANDARD vor Ort und zieht mit Wirtschaftsredakteurin Nora Laufer und dem Ressortleiter der "Edition Zukunft", Philip Pramer, Fazit über die Errungenschaften und Schattenseiten der heurigen Klimakonferenz.

Donnerstag, 14. Dezember 2023

COP28 in Dubai: Kommentare

Süddeutsche Zeitung hier  13. Dezember 2023, Von Michael Bauchmüller, Dubai

Klimakonferenz:Staaten einigen sich auf COP-28-Erklärung

Die ganze Nacht über wird beim Klimagipfel in Dubai verhandelt. Am Morgen steht ein neuer Text. Doch auch er beschreibt den Abschied von Kohle, Öl und Gas nur vage.

Die Weltklimakonferenz in Dubai hat sich auf ein Schlussdokument verständigt. Erstmals ruft die Weltgemeinschaft bei einer UN-Klimakonferenz zur Abkehr von fossilen Brennstoffen auf. Der zuvor von mehr als 100 Staaten geforderte klare Ausstieg ("Phase out") kommt in dem am Mittwoch in Dubai verabschiedeten Abschlusstext nicht vor. Stattdessen geht es um eine "transitioning away", also ein "Auslaufen".

In den COP-28-Verhandlungen in Dubai stand Saudi-Arabien lange auf der Bremse, zusammen mit einer überschaubaren Gruppe weiterer Länder. Die ganze Nacht über hatte Konferenzpräsident Sultan Ahmed al-Dschaber Konsultationen abgehalten, Ländergruppe für Ländergruppe. Einen ersten Textentwurf hatte ein breites Bündnis rundweg abgelehnt. Inselstaaten, Europäer, die USA und auch Brasilien verlangten eine viel klarere Sprache - vor allem mit Blick auf einen Abschied von fossilen Energieträgern.

Denn darum ging es in diesen letzten Stunden: Kann sich die Welt aufraffen, an die Wurzel ihres Klimaproblems zu gehen? Setzen die Staaten gemeinsam der Förderung von Kohle, Erdöl und Gas eine letzte Frist?

Das Ziel ist es nun, bis 2050 netto null Emissionen zu erreichen

Mittwoch, 13. Dezember 2023

COP28 in Dubai: Kommentare

hier  Zeit Ein Kommentar von Alexandra Endres  13. Dezember 2023

COP28 in Dubai: Klimarettung verfehlt, Katastrophe verhindert

Keine Überraschung im Öl-Emirat? Nicht ganz: Der Weltklimagipfel scheitert zwar am klaren Aus für Kohle, Öl und Gas. Aber die COP28 war erfolgreicher, als viele denken.

Klimaschützer und die Wissenschaft kann das Ergebnis dieses Gipfels nicht zufriedenstellen. Der Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas wurde in Dubai nicht beschlossen – anders, als es erste Textentwürfe vorübergehend hoffen ließen. Die Abschlusserklärung enthält Schlupflöcher.

Der Text erkennt zum Beispiel die Rolle von "Übergangsbrennstoffen" für den klimafreundlichen Umbau der Weltwirtschaft an. Damit dürfte Gas gemeint sein. Und er verweist ausdrücklich auf Technologien wie CCS und CCUS, mit denen aber nur sehr kleine Mengen CO₂ aus der Atmosphäre eingefangen werden können. Zumindest wird im gleichen Atemzug eingeschränkt, diese sollten "insbesondere dort zum Einsatz kommen, wo die Emissionen schwer zu mindern sind". Gerade der fossilen Industrie dürfte das gefallen.

Trotzdem war diese COP28, die Konferenz für das Klima, ein Erfolg – vielleicht der größte, der angesichts der Machtverhältnisse in Dubai erreichbar war.

Einigung in Dubai: Klimakonferenz ruft Staaten zum Abschied von fossiler Energie auf

hier  © Quelle: Reuters  Steven Geyer  13.12.2023

Abkehr von fossilen Energien: Nach einer durchverhandelten Nacht einigt sich die UN‑Klimakonferenz in Dubai am Mittag auf eine Abschlusserklärung.

Die Klimakonferenz hat eine Abschlusserklärung beschlossen. Darin werden alle Staaten aufgerufen, sich bis 2050 von Öl, Gas und Kohle zu verabschieden. Es ist ein Kompromiss der 130 ehrgeizigeren Staaten mit den Ölproduzenten, die einen verbindlichen Ausstiegsbeschluss verhinderten. Außenministerin Baerbock sieht trotzdem das Ende der fossilen Welt eingeläutet.

Dienstag, 12. Dezember 2023

Marathon-Verhandlung am Golf – Proteste von Umweltschützern, Machtpoker der Staaten

Kölner Stadt-Anzeiger  hier

Rund 90.000 Teilnehmer sind für die UN-Weltklimakonferenz nach Dubai gekommen, eine Minderheit davon verhandelt, wie es mit dem internationalen Klimaschutz weitergeht. Die einen kämpfen für einen international verbindlichen Ausstiegsplan aus der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas. Die anderen sind hier, um genau das zu verhindern. Die Bundesregierung kündigte am Donnerstag an, den ausgehandelten Entwurf so nicht unterzeichnen zu wollen – ebenso wie die EU.

Neue Studie rüttelt an einer zentralen Klima-Schuldfrage

hier  Artikel von FOCUS Online  • 11.12.23  Von Bernhard Pöttner

Unangenehmes Thema für viele Staaten 

Neue Daten kratzen an einem der Fundamente für die Verteilung der Verantwortung bei den UN-Klimaverhandlungen: Anders als bisher immer dargestellt, sind die Industriestaaten mit ihren historischen Emissionen nicht mehr die Hauptverursacher der globalen Erwärmung.

Mitten in den finalen Verhandlungen der COP zeigt eine brisante Studie: Die Schwellen- und Entwicklungsländer treiben mit ihren historischen Emissionen die Erderwärmung stärker voran als die Industriestaaten. Damit gerät ein zentrales Narrativ des UN-Klimaprozesses ins Wanken. Entsprechend unangenehm ist das Thema vielen Staaten. 

In der zentralen Frage der globalen Klimapolitik ändern sich die Vorzeichen: Laut einer neuen Studie, die im Fachmagazin Nature erschienen ist, haben die Länder des Globalen Südens durch ihre Treibhausgasemissionen inzwischen mehr zur Erderhitzung beigetragen als die Industriestaaten.

Update: Das Ende der fossilen Welt, wie wir sie kennen

Zu früh gefreut - die OPEC hat zugeschlagen und das Ende der Fossilen gestrichen.
Es hört sich nach einer vollen Katastrophe an und ich bin froh dass sich großer Widerstand regt.
Die Inselstaaten werden nicht ihr eigenes Todesurteil unterschreiben hieß es.
Es geht in die Verlängerung und A. Baerbock hat schon den Wiederstand angekündigt: "Wir haben Zeit" hat sie gesagt.

hier  Susanne Götze im SPIEGEL-Klimabericht  09.12.2023

»Phase out«, »phase down« oder »unabated«? Die Klimakonferenz geht in die entscheidende Phase, gerungen wird um einzelne Wörter, die viel bedeuten. Und im besten Fall eine neue Ära einläuten.

»Etwas nie Dagewesenes wird passieren!«, sagte der Präsident der 28. Uno-Klimakonferenz, Al Jaber, am Freitagvormittag in Dubai. Er sei optimistisch, man werde einen Konsens bekommen – sogar bis Dienstag um 11 Uhr. Und: Der Ausstieg aus fossilen Energien sei »unvermeidbar«, fügte er hinzu. Das sind drei Bekenntnisse, die man von dem Mann, der auch noch Chef des Ölkonzerns Adnoc ist, nie erwartet hätte. Das Misstrauen gegen seine Führung ist auch in der zweiten Verhandlungswoche in Dubai nicht verschwunden. Groß sind weiterhin die Zweifel an der Integrität seiner Person: Warum sollte ausgerechnet Al Jaber die Abwicklung der Ölindustrie vorantreiben?

Montag, 11. Dezember 2023

COP28: Diese 3 Länder blockieren den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen

 hier  Euronews  Von Diana Resnik  11/12/2023

China, Saudi-Arabien und der Irak haben sich in der Endphase der COP28 gegen den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen gestemmt. Die Vereinten Nationen mahnten die Verhandlungsparteien, die Blockaden zu beenden. 

Die Vereinten Nationen haben die COP28-Verhandlungspartner dazu aufgefordert, die Blockaden gegen den Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas zu beenden. Es müsse eine Einigung in der Endphase des COP28-Gipfels in Dubai geben. China und Saudi-Arabien stemmten sich gegen Formulierungen im Abschlusstext, die den Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen fordern.

China, Saudi-Arabien und der Irak verteidigten die fossilen Brennstoffe

Der UN-Exekutivsekretär für Klimawandel, Simon Stiell sagte: „Wir sind jetzt hier, um zwei Themen zu diskutieren. Erstens, wie hoch ist unser Ehrgeiz bei der Abschwächung des Klimawandels, und zweitens, sind wir bereit, diesen Übergang mit den geeigneten Mitteln zu unterstützen, um ihn zu erreichen?

Die Verhandlungspartner haben in den nächsten 24 Stunden hier in Dubai auf der #COP28 die Chance, ein neuesKapitel aufzuschlagen, eines, das den Menschen und dem Planeten wirklich etwas bringt.

Saudi-Arabien ist der größte Erdölexporteur der Welt. Gemeinsam mit dem Irak hat er am Sonntag auf der COP28 die fossilen Brennstoffe entschlossen verteidigt.

,,Wenn wir mehr Zeug in die Luft pusten, wird der Planet kochen"

Die Europäische Union wird sich bis zum letzten Moment dafür einsetzen, dass die COP28 mit einer klaren Einigung über das Ende der fossilen Brennstoffe endet. Schließlich gäbe es „keine Alternative“ zur Bekämpfung der Klimaerwärmung.

„Wenn wir mehr Zeug in die Luft pusten, wird der Planet kochen. Und das ist es, was wir hier verhindern wollen", sagte der Klimabeauftragte der EU, Wopke Hoekstra.

Die COP28 endet am Dienstag. Auf der Konferenz wird versucht, das Hauptziel des Pariser Abkommens von 2015 umzusetzen. Dessen Hauptziel war es, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf maximal 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Bislang ist es nicht gelungen, das Ziel zu erreichen.

Deutscher Verhandler in Dubai »Wir sehen hier das letzte Aufflackern der fossilen Welt«

hier im Spiegel: Jochen Flasbarth auf der COP28  / Ein Interview von Susanne Götze, 10.12.2023, 

Die diesjährige Klimakonferenz könnte eine der erfolgreichsten werden, sagt Jochen Flasbarth. Er verrät, wie seine Gespräche mit dem umstrittenen COP-Chef Al Jaber liefen und was er von Rufen hält, das Treffen abzuschaffen.

Jochen Flasbarth sitzt auf einem schattigen Hof auf dem Expo-Gelände in Dubai. Im Hintergrund plätschert ein Springbrunnen, auf glatt geschliffenen Steinbänken sitzen um ihn herum Delegationsmitglieder aus aller Welt mit ihren Laptops. Sie diskutieren über den Stand der Verhandlungen, bis zum offiziellen Ende der 28. Uno-Klimakonferenz 2023 (COP28) bleibt nur noch wenig Zeit.

SPIEGEL: Wir stehen drei Tage vor dem Abschluss der Uno-Klimakonferenz. Fast 200 Staaten ringen unter anderem um einen weltweiten Ausstieg aus fossilen Energieträgern. Glauben Sie noch an einen Erfolg der Konferenz?

Sonntag, 10. Dezember 2023

Treppchen unbesetzt - Deutschland auf Platz 14: So schneiden die Länder im Klima-Ranking ab

 Focus hier  9.12.23

Ein zwiespältiges Bild zeichnet der Klimaschutz-Index 2024, der heute bei der Weltklimakonferenz in Dubai veröffentlicht wurde. Einem Boom beim Ausbau der Erneuerbaren Energien steht eine Verschlechterung der Klimapolitik in vielen Ländern gegenüber. Auch Deutschland könnte besser dastehen.

Der Klimaschutz-Index von Germanwatch und dem NewClimate Institute stellt die Anstrengungen von ausgewählten Industrie- und Schwellenländern sowie der EU zur Bekämpfung des Klimawandels dar. Seit 2005 erscheint jährlich eine Rangliste, die in diesem Jahr 63 Staaten plus der EU umfasst. Sie sind zusammen für mehr als 90 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Neu im Index sind Nigeria, Pakistan, Usbekistan und COP-Gastgeber Vereinigte Arabische Emirate. Bewertet wird in Kategorien Treibhausgasemissionen (40 Prozent), Erneuerbare Energien (20 Prozent), Energieverbrauch (20 Prozent) und Klimapolitik (20 Prozent). 450 Expertinnen und Experten haben an dem Klimaschutz-Index 2024 mit gearbeitet.  

Mittwoch, 6. Dezember 2023

Debatte um fossilen Phase-Out - Jetzt geht Deutschland auf Konfrontation zu den Saudis

Man reibt sich schon verwundert die Augen, wozu Deutschlands Kanzler manchmal fähig ist, außerhalb der Landesgrenzen. Wollte Scholz nicht vor Kurzem noch die neue fossile Förderung in Afrika unterstützen? Muss man das noch verstehen oder sollte man sich über kleine Fortschritte einfach nur freuen? Und wie sieht es denn nun aus mit dem geforderten Ende der Subventionen für fossile Brennstoffe in Deutschland?

FOCUS online  hier  5.12.23

Die Diskussionen um den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen schlagen seit Tagen hohe Wellen - auch, weil neuerdings Saudi-Arabien auf fossilen Brennstoffen beharrt. Nun tritt Deutschland nach.

Dienstag, 5. Dezember 2023

Globale Bilanz: Große Lücken beim Klimaschutz

DW hier  Geschichte von Martin Kuebler  
Dieser Artikel wurde am 5.Dezember mit den aktuellen Entwicklungen auf der Weltklimakonferenz aktualisiert. Redaktion: Tamsin Walker. Adaption: Gero Rueter, Anke Rasper


Die erste globale Bestandsaufnahme zum Klimaschutz ist ernüchternd. Sie gibt den Kurs für die Klimakonferenz COP28 in Dubai vor und warnt, dass dringende Maßnahmen nötig sind, um die Lebensgrundlagen zu erhalten.

Nach monatelangen Hitzerekorden in vielen Land- und Meeresregionen der Erde wird 2023 das heißeste je gemessen Jahr werden. Das UN-Klimasekretariat (UNFCCC) veröffentlichte kürzlich die erste globale Bestandsaufnahme. Sie ist Grundlage für die UN-Klimakonferenz in Dubai, und eine düstere Warnung.

"Das Zeitfenster zur Sicherung einer lebenswerten und nachhaltigen Zukunft für alle schließt sich rasch", heißt es in dem Bericht. "Das Pariser Abkommen hat nahezu universelle Klimaschutzmaßnahmen vorangetrieben, indem es Ziele gesetzt und Signale an die Welt zur Dringlichkeit einer Reaktion auf die Klimakrise gesendet hat. Während die Maßnahmen voranschreiten, ist jetzt an allen Fronten noch viel mehr erforderlich."

Montag, 4. Dezember 2023

COP DAILY: IMMER TOP INFORMIERT ZUR COP28!

  

Am Donnerstag begann die Weltklimakonferenz und damit stehen wir nach einem Jahr voll frustrierender klimapolitischer Entscheidungen an dem Beginn eines Events, das trotz aller Befürchtungen maßgeblicher Taktgeber für weitere internationale klimapolitische Entwicklungen sein wird.

Du hast keine Ahnung, was da eigentlich genau passiert? Wofür die Abkürzungen COP überhaupt steht? Und warum das eigentlich wichtig ist?

Kein Problem! Denn Fridays for Future gibt auch dieses Jahr tägliche Updates. Auf der Website, auf Instagram und auch in unserem Telegram-Channel wollen wir Dich inhaltlich mitnehmen, Ergebnisse zusammenfassen, einordnen und Perspektiven bieten.

Dafür sind wir in Kontakt mit verschiedenen zivilgesellschaftlichen Bündnissen und COP-Delegationen. Wir können Dir also jeden Tag hautnah berichten – von den Highlights, den Lowlights und natürlich unseren Einschätzungen.

In der Komplexität der Krisen – ob Kriege, Inflation, fossile Energiekrise, oder dem Erstarken von Nationalisten – könnte die COP28 eine richtungsweisende Rolle einnehmen. Denn die COP28 verkörpert – wie schon die COP21 mit ihrem wegweisenden Paris-Abkommen – die Verhandlungsbasis und die Aufforderung an alle Staaten, diese ökologische Transformation auszuhandeln und dann auch umzusetzen. Doch vor allem an der Umsetzung scheitert es seit Jahren. 

Bleibe up to date, mit COP Daily von Fridays for Future. hier

Ich freue mich, wenn wir auch während der COP gemeinsam Klimagerechtigkeit fordern. Die COP war zu oft nur symbolische Veranstaltung, dabei brauchen wir so dringend richtungsweisende Entscheidungen, die auch umgesetzt werden. Deswegen fasse ich Anfang Dezember nicht nur die wichtigsten Infos für Dich zusammen, sondern – wie könnte es anders sein – gehe auch auf die Straße. 

 Jetzt auf Instagram COP Daily mitverfolgen!  hier

Der Geheimplan hinter der globalen Atom-Allianz

Die Atomkraft lässt uns einfach nicht los, weil sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit wieder zurück  ins Spiel gebracht wird. Umso wichtiger, immer wieder einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, um klar zu erkennen, was damit angestrebt wird.

links:Infografik: Folgekosten von Atomstrom am höchsten | Statista

Focus  hier  Jacqueline Arend + Florian Reiter, 04.12.2023, 

Aufbruch in eine neue Ära? 22 Staaten haben auf der Weltklimakonferenz in Dubai eine neue Allianz zur Verdreifachung der weltweiten Atomenergie gegründet. Als Konkurrenz zu Erneuerbaren Energien wollen die Staatschefs ihr neues Projekt aber nicht verstanden wissen. Die wahre Absicht ist eine andere.