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Montag, 25. Mai 2026

Die Bundesländer scheinen in ihrer ganzen Breite energiepolitisch weiter zu sein als die Bundesregierung.

 

Tim Meyer

Die Beschlüsse der Energieministerkonferenz von letzter Woche sind bemerkenswert.

 Überraschend einmütig betonen sie die strategischen Ziele der Energiewende und lehnen wesentliche Eckpunkte der aktuell geplanten EEG-Reform und des sogenannten Netzpaketes ab. 

Donnerstag, 3. Oktober 2024

Egal, ob Säuger, Pflanzen oder Vögel: Beim Agrar- und Offenland haben fast alle Arten einen roten Pfeil nach unten

 hier MDR Wissen  30. September 2024  von Florian Zinner

Faktencheck Artenvielfalt Deutschland

Das Land von Biber und Filzkraut: Deutschlands Artenvielfalt auf dem Rückzug

Ein beachtlicher Teil der Arten in Deutschland sind gefährdet. Aber an manchen Stellen ist bereits eine Kehrtwende sichtbar. Auf über tausend Seiten liegt jetzt Deutschlands erster Bericht zur Artenvielfalt vor, der sich selbst Faktencheck nennt, aber so viel mehr ist: Eine Bestandsaufnahme zum Zustand der Biodiversität, ein Trendbarometer, eine Handlungsempfehlung. 

Unterm Strich kommt raus: Wie auch in der Klimakrise gefährden wir uns und unseren Wohlstand – wenn wir nichts tun.

Montag, 25. September 2023

Kemferts Klima-Podcast: Wie trocken wird Deutschland?

MDR AKTUELL - Das Nachrichtenradio  20.09.2023  

hier Übersicht

hier Podcast, auch als Textversion verfügbar

Der Sommer in Deutschland war nass. Im Juli fielen 25 Prozent mehr Regen als im langjährigen Mittel. Claudia Kemfert sieht aber keinen Grund zur Entwarnung. Sie ist überzeugt: Deutschland trocknet weiter aus.

In diesem Sommer fiel so mancher Urlaub in Deutschland buchstäblich ins Wasser. Es hat viel geregnet. Im Juli fielen 25 Prozent mehr Regen als im langjährigen Mittel. Die Dürre sei vorbei, schrieben gleich mehrere Medien. Claudia Kemfert sieht für Entwarnung hingegen keinen Grund. Die Klimaökonomin ist überzeugt: Deutschland trocknet weiter aus. Es gebe immer noch ein Defizit im Boden. Um das auszugleichen, müsste es anderthalb Jahre durchregnen.

Kemfert verweist darauf, dass Deutschland zu den Regionen mit den höchsten Wasserverlusten weltweit gehört. In den letzten 20 Jahren habe das Land Wasser im Umfang des Bodensees verloren. Der Grundwasserspiegel sinke noch weiter. Die Folgen für Land- und Forstwirtschaft sowie Industrie, aber auch für die Menschen in den Städten seien enorm. Wasser sparen müsse das Gebot der Stunde sein. Doch in Deutschland sei Trinkwasser noch vergleichsweise billig. Kemfert würde der Industrie einen höheren Preis fürs Wasser berechnen.

Die Klimaökonomin erklärt auch, was die Trockenheit bei uns mit den Überschwemmungen zum Beispiel in Libyen zu tun hat.

Donnerstag, 26. Januar 2023

EU-Agrarsubventionen: In der EU bekommen die oberen 50 Prozent rund 99 Prozent aller Subventionen.

Es lohnt sich den Original-Artikel mit seinen Grafiken etc. zu lesen!

Millionen für Aldi-Töchter und Großbetriebe in Mitteldeutschland

hier  von Leonhard Eckwert, MDR Data, und David Straub, MDR THÜRINGEN  20. Januar 2023

In Mitteldeutschland sind die Zahlungen aus den Agrarfördertöpfen der EU ungleicher verteilt als im Rest von Deutschland. Wie eine MDR-Datenanalyse zeigt, erhalten relativ wenige Top-Empfänger den Hauptanteil der Fördermittel - darunter auch Betriebe, die Investoren wie Aldi-Nord gehören. Die andere Hälfte der Empfänger bekommt dagegen nur zwei Prozent der Gesamtmittel.

Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) – das hört sich für viele Menschen erst einmal wahnsinnig langweilig an. Tatsächlich geht es bei der GAP aber nicht nur um wahnsinnig viel Geld, das die EU ausgibt (380 Milliarden Euro über die nächsten Jahre) – die EU-Staaten bestimmen mit der Verteilung des Geldes auch, wie sich Europa in Sachen Klimaschutz und Nahrungsmittelsicherheit für die kommenden Jahrzehnte aufstellt. Zu sehen, wer dabei von den Fördersummen profitiert und wie die Zahlungen auch in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt verteilt sind, war bisher kaum möglich.

Sonntag, 21. August 2022

Haben Windkraftanlagen Einfluss auf unser Wetter?

MDR Wissen   hier   16. August 2022,von Jennifer Schollbach

Windkraftanlagen sind ein zentrales Element für die Energiewende, aber sie stehen auch immer wieder in der Kritik, Landschaften zu verschandeln, ineffektiv zu sein und unser Klima und das Wetter zu beeinflussen. Sie sollen sogar dafür sorgen, dass es in bestimmten Regionen nicht mehr regnet, weil die Wolken durch die Windräder davon abgehalten werden weiterzuziehen. Was ist da dran?

Dienstag, 10. Mai 2022

Landraub in Deutschland

 

 04.05.2022  Lydia Jakobi und Tobias Barth

MDR KULTUR - Feature


hier zum anhören




Wem gehören die Felder und Wiesen in Deutschland? Jüngsten Schätzungen zufolge sind fast zwei Drittel der gesamten Agrarfläche in der Hand von Investoren, darunter Fondsgesellschaften, Möbelkonzerne und Reedereien.

Seit der Finanzkrise 2007 und durch die Niedrigzinspolitik ist Grund- und Boden eine attraktive Wertanlage, zu einem lukrativen Spekulationsobjekt geworden. Damit steigen die Bodenpreise.
Viele Bauern können als Pächter oder Käufer nicht mehr zahlen.
Gab es im Jahr 2000 noch fast 460.000 landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland, so waren es 2020 nur noch rund 260.000. Inzwischen sprechen Landwirtschaftspolitiker von einem "dramatischen Höfesterben" und vom "Ausbluten der ländlichen Räume".

"Wachse oder weiche, das will ich ändern", sagt der grüne Landwirtschaftsminister Cem Özdemir.
Im Koalitionsvertrag der Bunderegierung steht: "Unser Ziel ist eine nachhaltige, zukunftsfähige Landwirtschaft, in der die Bäuerinnen und Bauern ökonomisch tragfähig wirtschaften können und die Umwelt, Tieren und Klima gerecht wird. Wir stärken regionale Wertschöpfungsketten und tragen zum Erhalt ländlicher Strukturen bei."

Aber wie soll das gehen, angesichts der Bodenpreisentwicklung?

Lydia Jakobi ist Radiojournalistin und Moderatorin. Sie studierte Geschichte und Journalistik in Leipzig. Jakobi moderiert bei MDR KULTUR und ist als Beitrags- und Feature-Autorin auch für den Deutschlandfunk tätig. Für MDR AKTUELL produziert sie den gesellschaftskritischen Podcast "Das große Ganze".

Tobias Barth wurde 1970 in Halle (Saale) geboren, arbeitete nach dem Abitur als Industriekletterer und in Umweltprojekten, lernte Tischler und studierte Medienwissenschaft, Germanistik und Theaterwissenschaft in Leipzig und Basel. Seit 1997 publizistische Tätigkeit überwiegend für die ARD als Autor, Feature-Redakteur und Regisseur.

Freitag, 8. April 2022

Die fetten Jahre sind vorbei — na endlich!

 

Schrift "Das MDR Klima-Update", Ortsschild mit Aufschrift "Fette Zukunft" und durchgestrichen mit abgeblättertem Lack "Fette Jahre", im Hintergrund unscharf schwarz-weiß Kühltürme von Kohlekraftwerk
Ausgabe #33
vom Freitag, 8. April 2022

von Florian 

erlauben Sie mir kurz dieses drollige Wortspiel: Ich saß am Sonntag doch arg auf heißen Kohlen. Eher ungünstig, wenn man auf den neusten Forschungsstand zur Bewältigung der Klimakrise wartet. Aber der Weltklimarat ließ diesmal besonders lange warten – auf die Ergebnisse des dritten Teils der aktuellen Ausgabe des Weltklimaberichts. Oder auch: Das Papier der Arbeitsgruppe III zum 6. Sachstandsbericht des Weltklimarats IPCC – wie man in professionellen Kreisen so zu sagen pflegt.

Nachdem wir vergangenen Sommer erfahren haben, in welcher klimatisch ungünstigen Situation wir uns doch wirklich befinden und es Ende Februar um Temperaturverläufe, Anpassungsmöglichkeiten und das Zusammendenken des großen Ganzen ging, standen diesmal die aus wissenschaftlicher Sicht folgerichtigen Handlungsempfehlungen auf dem Plan.

Vorab: Im Grunde wissen wir das alles schon. Nur, dass das Wörtchen "aber" nun gestrichen scheint. Na denn, stürzen wir uns mal rein mit der …

#️⃣ Zahl der Woche

2

Eine ausgesprochen niedrige Zahl, stimmt schon. Aber eigentlich nicht niedrig genug. Zuletzt hat man so den Eindruck bekommen können, dass zwei Grad das neue Einskommafünf ist. Klar ist: Es gibt noch Pfade, das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen, sofern die Kehrtwende im Klimaschutz gelingt. Diese Schlupflöcher verengen sich zunehmend und rasch. Wahrscheinlich ist aber auch, dass wir das Ziel, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, vorerst überschreiten und uns im späteren Jahrhundert mit technischen Lösungen behelfen müssen, diese lästigen Treibhausgase wieder loszuwerden. So dass da 2100 trotzdem nur eine Einskommafünf steht.

Kohle, Öl und Gas sind fortan ein Schuss in den Ofen — und was wir sonst noch lernen

Die aktuelle energiepolitische Krise – entfacht durch Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine – erschwert es freilich, bei diesem Thema einen kühlen Kopf zu bewahren. Aber der aktuelle Weltklimabericht zeigt es eindringlicher denn je: Das fossile Zeitalter ist vorbei. Es gibt keinen Spielraum mehr für neue Kohlekraftwerke (auch nicht im Sinne des verbleibenden CO2-Budgets) und dass Öl und Gas keine so gute Idee für Heizung und Mobilität mehr sind, nun – diese Annahme hat sich ja nun auch in anderer Hinsicht bekräftigt. Dass dann doch recht Ermutigende an der Chose ist, dass wir das können. Jetzt schon. (Und es passiert tatsächlich was: Stichwort "Osterpaket" der Bundesregierung – mehr dazu weiter unten.)

1. DER ELEKTRIFIZIERUNG STEHT NIX MEHR IM WEG

Mit erneuerbaren Energien und Batterietechniken, von denen Akku-Fans in den Neunzigern noch nicht zu träumen gewagt hätten, sind wird viel besser gewappnet, als es der fünfte Weltklimabericht Mitte des vergangenen Jahrzehnts noch mutmaßte. Und von wegen Alleswirdteurer! Schauen Sie sich mal die Preise für Mega- und Kilowattstunden in diesen Bereichen an (links)


Falls Sie jetzt schnell weiter gescrollt haben, weil Ihnen nicht der Sinn danach steht, mehr als zwei Sekunden mit einer Diagrammkurve zuzubringen: Sonnenenergie ist inzwischen zehnmal so billig wie vor zwanzig Jahren. Und Lithium-Ionen-Akkus gibt's inzwischen für nen Appel und ein Ei.

2. ALLE MÜSSEN MITTUN

Oder wie es der Nachhaltigkeitsforscher Felix Creutzig (selbst IPCC-Leitautor) sagen würde:

"Mehr Wohlstand ist empirisch nicht haltbar."

Was Herr Creutzig damit sagen will: Die fetten Jahren sind vorbei, zumindest für die auf der Welt, die sie bis jetzt erleben durften und fett in dem Sinne, wie wir das Wort bisher definiert haben. Felix Creutzig saß im aktuellen IPCC-Bericht an dem Kapitel, das sich mit den sozialen Aspekten der Bekämpfung des Klimawandels und einer Lebensstiländerung auseinandergesetzt hat. 

In Zukunft werden wir uns anders fortbewegen, anders heizen und anders ernähren – müssen! Wenn alle jetzt schon mit anpacken, wird es leichter.

Aber:

3. DIE POLITIK MUSS JETZT VORRAUSSETZUNGEN SCHAFFEN

Die Verantwortung auf jede Einzelne und jeden Einzelnen abzuschieben, das funktioniert so leider nicht. Weichenstellung muss auf vielen Ebenen erfolgen – vor allem diesen drei:

  1. Verhaltensänderungen – z.B. der Konsum von weniger Fleisch
  2. Relevante Infrastrukturen schaffen – z.B. neue Fahrradwege und Sammeltaxi-Angebote
  3. Übernahme von Endnutzungstechnologien – z.B. der Einbau von Wärmepumpen in Häusern 
🚇🚌
Das derzeit vielbesprochene 9-Euro-Ticket ist da ebenfalls ein ganz gutes Beispiel: Eine Verhaltensänderung (1.) vom Individual- zum Nahverkehr wird durch die Menschen in Deutschland nicht automatisch passieren. Es braucht Infrastruktur (2.): Eine Ticket-Infrastruktur, die für fast alle bezahlbar ist (9-Euro-Monatsticket), eine Finanzierungsinfrastruktur für die Verkehrsunternehmen und eine Investition in die Verkehrsinfrastruktur: Neue Linien, engere Takte, höhere Kapazitäten. Auch Technologien (3.) spielen eine Rolle: Zum Beispiel autonom fahrende Systeme oder digitale Auf-Abruf-Angebote, um einen effektiveren Nahverkehr im ländlichen Raum zu ermöglichen.

✈️
Es gibt aber auch Bereiche, in denen die Lösungen noch nicht auf dem Tisch liegen. Einer der größten Punkte ist die Luftfahrt. Elektro-Flugzeuge eigenen sich derzeit nur für Kurzstrecken und E-Fuels als Treibstoff sind auch nur eine halbe Lösung. Hier müssen Forschung und Entwicklung ranklotzen, um uns künftig ein nachhaltigeres Reisen zu ermöglichen. Und auch dafür Förderung und Voraussetzungen schaffen.

4. KEINE STEINZEIT, SONDERN MEHR LEBENSQUALITÄT FÜR ALLE

Sehen Sie es mal so: Ein Weiterwiebisher ist sicherlich der bequemste Weg, aber – abgesehen von seinen katastrophalen Folgen – auch der langweiligste. Felix Creutzer findet, die Abkehr der Klimakrise sei "machbar, ohne in die Steinzeit zurückzufallen". Sondern vielmehr in ein System zu fallen, "indem wir eine bessere Lebensqualität haben." Also: Architektur mit grünen Fassaden, weniger schlechte Luft in Innenstädten, spannende neue Gerichte auf dem Teller – der Umwandlungsprozess zu einer klimapositiven Gesellschaft kann aufregend sein. 


Mehr dazu, Termine etc. hier



Montag, 20. Dezember 2021

Das kleine Örtchen Lützerath.....- ein neues Gerichtsurteil wurde gefällt.


Eine ganz aktuelle  gerichtliche Zwischenentscheidung   hier

Mehr Infos dazu hier

Aufgrund einer Erkrankung am Gericht verzögert sich der Prozess um einen Hof in Lützerath, den RWE für den Braunkohleabbau abreißen will. Bis zur endgültigen Entscheidung verbietet das Gericht RWE jegliche Rodungs- und Abrissmaßnahmen vorzunehmen.

Samstag, 4. Dezember 2021

"AFRIKAS GROSSE GRÜNE MAUER: GUT FÜRS KLIMA, GUT FÜR DIE WIRTSCHAFT" - auch bei uns!

Das MDR Klima-Update <klima@mdr.de>  von Florian Zinner, MDR

SMARTE IDEEN GEGEN DEN KLIMAWANDEl

Ein gigantisches multinationales Großprojekt soll Afrika vor der Sahara schützen, die sich im Norden immer weiter ausbreitet – und außerdem große Mengen CO2 speichern. Eine große Idee, deren Umsetzung ins Stocken geraten ist. Dennoch könnte die Great Green Wall Vorbildcharakter haben, auch für uns in Europa. Wie deutsche Forscher herausgefunden haben, ist sie nämlich nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern lohnt sich auch finanziell.

Frisch eingepflanzte Setzlinge in trockenem Boden im Senegal
Frisch eingepflanzte Setzlinge im Senegal. Sie sind ein Teil von Afrikas Great Green Wall.Bildrechte: IMAGO / Le Pictoriumn

Greenpeace fordert eine Reglementierung der Fleischwerbung

 Das MDR Klima-Update <klima@mdr.de>  von Florian Zinner, MDR

🥩Was Fleischwerbung mit dem Klima so anstellt

Vielleicht haben Sie's gehört: Greenpeace fordert in einem Papier, die Werbung für Fleischprodukte zu reglementieren. Solche Regeln gibt es schon in anderen Branchen, v.a. für Tabakprodukte.

Warum das wichtig ist:

  • Drei Viertel der landwirtschaftlichen Klimagase stammen aus der Tierhaltung
  • Vor allem Stickstoff-Überschüsse in der deutschen Massentierhaltung sind ein Problem
  • Für große Anbauflächen für Monokulturen (z.B. Soja) wird der fürs Klima wichtige Regenwald abgeholzt. Monokulturen sind ohnehin keine gute Idee. Soja, das auf diese Weise produziert wird, wandert vor allem in Tierfutter für die Massentierhaltung, nicht in Tofu und Sojamilch.

Was bleibt:

  • Greenpeace hält es für fahrlässig, den Fleischkonsum mit trügerischen Bildern und Slogans zusätzlich anzuheizen
  • 52 Marken in verschiedenen europäischen Ländern wurden untersucht, der Fokus lag auf Methoden, wie die Fleischindustrie den Konsum ihrer Produkte anzukurbeln versucht
  • Greenpeace fordert finanzielle Anreize für Verbraucher*innen – z.B. steuerliche Vergünstigungen von Obst und Gemüse, aber auch finanzielle Unterstützung für Landwirt*innen, um den Ausstieg aus der Tierhaltung attraktiver zu gestalten
  • indes nimmt der Fleischkonsum in Deutschland langsam ab

Samstag, 23. Oktober 2021

 Aus "Das MDR Klima-Update" <klima@mdr.de>

Frage: Erneuerbare Energien - Ist die Versorgungssicherheit gewährleistet trotz Kohleausstieg 2030?

 

C.Kemfert: Alle Studien die sich damit beschäftigen zeigen: es geht mit erneuerbaren Energien, auch zu 1oo%, aber man braucht alle erneuerbaren Energien in ganz Deutschland, auch Windenergie im Süden, auch in Bayern, auch in NRW, und auch mehr Solarenergie auf den Dächern.

Man braucht eine kluge Verzahnung der einzelnen erneuerbaren Energien und zwar nicht nur Wind und Sonne - die haben einen Großteil - auch Biomasse, auch Wasserkraft. Und dann eine intelligente Steuerung, dass wir diese Schwankungen, die im System ganz normal sind, auch ausgleichen können. Und perspektivisch kommen auch Speicherungen hinzu, das sind entweder Pumpspeicherkraftwerke, die wir heute schon im Einsatz haben und auch nutzen können, das sind Batteriespeicher oder eben auch die Herstellung von Wasserstoff - all das sind dann Puffer, aber das System ist durch vollkommene Flexibilität gekennzeichnet.


Claudia Kemfert

#1: Deutschland braucht ein Klimaministerium

Was würde sich durch ein Klimaministerium verbessern? Was bedeutet "klimaneutral"? Und keine Panik: Natürlich dürfen wir weiter fliegen, sagt Klima-Ökonomin Kemfert.

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