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Donnerstag, 7. September 2023

Wenigstens dieser Sieg: Aus für den Kalksteinabbau im Oberen Donautal

Schwäbische Zeitung hier 06.09.2023    Michael Hescheler

Nach jahrelangem Protest

Punktsieg für die Gegner des Kalksteinabbaus: 2017 hat es in Thiergarten eine Demo gegen die Pläne des Adelshauses zu Fürstenberg.

Der Kalksteinabbau des Hauses Fürstenberg sollte Teil des neuen Regionalplans werden. Warum ein Stuttgarter Ministerium nun überraschend den Daumen senkt.

Montag, 16. Mai 2022

Schotter-Sparkurs für die Schwäbische Alb

Im Regionalverbandsgebiet stand das Thema Kies immer im Vordergrund, schon alleine aufgrund der Flächenbilanz. Doch der Kalkabbau im Donautal ist noch bedenklicher, da dafür wertvollste Biotopflächen geopfert werden sollen. siehe hier 


 Schwäbische Zeitung  hier  Larissa Hamann mit Film

Warum auch beim Kalk künftig Sparen angesagt ist

Jeder Mensch braucht durchschnittlich ein Kilogramm Steine pro Stunde.
Dieser Wert ergibt sich laut Bundesverband Mineralische Rohstoffe aus der Summe der Steine, die im Alltag überall zum Einsatz kommen – in den verschiedensten Formen und Produkten.

Das fängt bei der Zahnpasta und Schminke im Bad an, setzt sich fort mit der Kaffeetasse, der Post und der Zeitung am Frühstückstisch, auf dem Arbeitsweg per Straße oder Schiene, und reicht bis in die Gebäude, in denen die Menschen leben und arbeiten. Ausnahmslos jeder Lebensbereich ist auf Schotter, Sand, Split oder Kies – auf Stein im Allgemeinen – angewiesen.

Ein Rohstoff, der seit der Steinzeit unendlich verfügbar zu sein scheint – in den nächsten Jahrzehnten aber ähnlich wie die fossilen Brennstoffe und andere Bodenschätze immer knapper werden könnte. Auch auf der Schwäbischen Alb.....

Mittwoch, 16. Juni 2021

Nachtrag zur Kein-Kalkabbau-Demo


Rund 200 Demonstranten protestieren gegen den geplanten Kalkabbau im Donautal
Regio TV (regio-tv.de)   hier


Hochreiner Kalk ist ein seltener Rohstoff und dementsprechend wertvoll – er soll nun zwischen Fridingen und Sigmaringen abgebaut werden. Der Plan des Prinzen zu Fürstenberg, dem der im Donautal liegende Mittelberg gehört, sieht vor, rund 30 Jahre lang etwa 200.000 Tonnen hochreinen Kalk an diesem Berg abzubauen. Das Projekt ist Bestandteil des aktuellen Regionalplanentwurfs Bodensee-Oberschwaben. In der zweiten Juni-Hälfte steht die Genehmigung an. Doch seit Jahren regt sich Widerstand gegen dieses Vorhaben. Am Wochenende fand in Sigmaringen wieder eine Demonstration gegen den Kalkabbau statt. Rund 200 Menschen aus verschiedenen Initiativen haben hier demonstriert. Sie fordern, dass das Projekt aus dem Regionalplan gestrichen wird.

Montag, 14. Juni 2021

Bilder zum Kein-Kalkabbau-Protest

 



Bilder von Irmgard Kempf von der Gögginger Initiative "Lebenswertes Göggingen".
Sie meint zur Demo: "Wir Gögginger standen zwar nicht im Fokus, wir wurden aber  mit unseren aussagekräftigen Plakaten sehr wohl von der Bevölkerung und der Presse wahrgenommen. Schließlich kämpfen wir gemeinsam gegen die Ressourcenverschwendung und den Flächenfraß im Regionalplan!"


Daniel als Verkehrsexperte merkt Folgendes an:
"Stilllegung des Bahnhaltes Tiergarten wäre mal das erste (und auch einfachste), was man beheben sollte, um mehr Straßenverkehr im Donautal zu vermeiden.
Noch geht das einfach, weil die Anlagen noch im betriebsfähigen Zustand sind. Schon nächstes Jahr könnte die Falle "muss erst instand gesetzt werden" zuschnappen und dann dauerts aus fadenscheinigen Gründen wieder min 5 Jahre!

In Göggingen gäbe es auch einen reaktivierbaren Bahnhof....."

Sonntag, 13. Juni 2021

"Bürger protestieren gegen Kalkabbau"

Regionalplanentwurf soll diesen Monat verabschiedet werden - Viele empfinden Ohnmacht

Artikel in der Schwäbischen Zeitung von Peggy Meyer, Sigmaringen, Auszüge in blau:

Knapp 200 Teilnehmer sind am Samstag dem Aufruf von BUND, Interessengemeinschaft Pro Mittelberg und Fairwandel Sigmaringen gefolgt und haben auf dem Karlsplatz ihre klare Ablehnung zum geplanten Kalksteinabbau im Donautal bekundet. .... Für Bewohner und Liebhaber des Donautals steht fest: Hier wird unverhältnismäßigem und profitablem Ressourcenabbau mit großer Lobby Vorrang geleistet zu Lasten des Arten- und Naturschutzes, des sanften Tourismus und der menschlichen Bedürfnisse.

Für Gerhard Stumpp vom BUND Sigmaringen drängt die Zeit: Der neue Regionalplanentwurf soll noch in diesem Monat verabschiedet werden. Ein Regionalplan, der aus Stumpps Sicht „weder durch die Verbandsversammlung noch durch die Landesregierung genehmigungsfähig ist“. ...

„120 LKW würden täglich durchs Donautal fahren“, zeichnet Klaus-Peter Bürkle von der Interessengemeinschaft pro Mittelberg ein düsteres Szenario. Zusätzlich zu Motorradlärm und touristischem Straßenverkehr würden Staub, Dreck und Lärm zur Normalität werden. „Kalkabbau wird unser Tal total verändern.

Vom „Naturjuwel“ Donautal und einer „mehr als erheblichen Beeinträchtigung für Mensch und Natur“ spricht Landtagsabgeordnete Andrea Bogner-Unden (Grüne), Robin Mesarosch (SPD) nennt „das Vorhaben eines Adligen, der in der Schweiz wohnt und in Baden-Württemberg einen Berg abträgt, um Millionen zu scheffeln“, dubios und eine Vorlage für einen „Tatort“.

....Egal, ob Kalk, Sand oder Kies - welchen Flächenfraß übermäßiger Ressourcenabbau mit sich bringt, wissen die Gögginger seit Jahrzehnten. „Bei uns sind mittlerweile 288 Hektar, das sind 400 Fußballfelder, für den Kiesabbau gesperrt“, sagen Irmgard und Karl-Robert Kempf vom Verein „Lebenswertes Göggingen“. Und sie fühlen sich von der Politik im Stich gelassen. Doris Dufner spricht aus, was viele denken: „Wir Bürger fühlen uns immer nur verarscht“. ....

Als Rüdiger Sinn von Fairwandel zum Abschluss der Kundgebung auf das kleine Podest steigt, um für die Unterschriftensammlung zu werben, stehen auf seinem grünen T-Shirt drei Worte: „Es ist Liebe“. Drei Worte, die prägnant das auf den Punkt bringen, was die Teilnehmer der Kundgebung vereint: Nicht die Liebe zu Kommerz und Profit, sondern die Liebe zur Natur. Es ist Liebe zum Donautal.


Bild von Rüdiger Sinn

ganz zufällig fand ich auf der Suche nach dem Zeitungsartikel genau dasselbe Thema an einem anderen Ort hier

Freitag, 11. Juni 2021


Demo gegen Kalkabbau im Donautal - Sigmaringen, Samstag, 11 Uhr - das Abbaugebiet steht immer noch im Regionalplanentwurf schön, wenn möglichst viele Menschen kommen!

Mittwoch, 9. Juni 2021

Demo "Kein Kalkabbau im Donautal"



Die Interessengemeinschaft Pro Mittelberg, die BUND-Ortsgruppe Sigmaringen und FairWandel SIG e.V. veranstalten am Samstag, den 12.6. um 11 Uhr eine Kundgebung auf dem Karlsplatz in Sigmaringen.

Alle, die schon einmal in dieser einzigartigen, verwunschenen und imposanten Mittelgebirgslandschaft im Oberen Donautal waren können es nicht glauben: Mitten im Donautal - oberhalb von Thiergarten - soll ein besonders reiner Kalk, abgebaut werden. Das sieht der Reginoalplanentwurf (da ist er wieder!) vor. Ganz abgesehen vom Klima- und Artenschutz, massiven Eingriffen in die Natur und Lärmbelästigung durch Lkw-Verkehr für die Anwohner:
Wer nur einen Funken Anstand besitzt, kann so etwas nicht zulassen.


Der Mittelberg in Thiergarten-Beuron immer noch Bestandteil des aktuellen Regionalplanentwurfs Bodensee-Oberschwaben. Die Interessensgemeinschaft Pro Mittelberg hat sich bereits Anfang Mai an die Mitglieder der Verbandsversammlung des Regionalverbands gewandt mit der Bitte, das Projekt aus dem Regionalplan zu streichen, da es im Natura-2000-Gebiet Oberes Donautal liegt und sowohl den Interessen des Natur- und Artenschutzes, als auch dem immer wichtiger werdenden
sanften Tourismus widerspricht.

Die Langfassung der Pressemitteilung sehr ihr hier!

Kommt am Samstag zur Demo und setzt ein eindeutiges Zeichen für Natur- und Klimaschutz, einen zukunftsfähigen Regionalplan und für ein zukunftstaugliches Wirtschaftssystem in einer wunderschönen Region. 

Sonntag, 23. Mai 2021

Kein Kalkabbau



Ich kann mich noch genau daran erinnern, dass Hr. Franke in einer öffentlichen Regionalverbands-Versammlung erzählte, dieses Gebiet sein vollkommen alternativlos, da die Kalke, die es nur hier gäbe, dringend für Zahnpasta gebraucht würden. - die Initiative stellt heraus: es ist lediglich ein kleines mittleres Vorkommen - mit zahlreichen Alternativen -inmitten eines  Natura-2000-Gebietes. 

Was ist da los beim Regionalverband, warum diese öffentliche "Dehnung" der Wahrheit in der Versammlung? Diese Aussage richtete sich in erster Linie an die Mitglieder der Regionalversammlung - finden die so eine Wahrheits-Dehnung vollkommen in Ordnung, wenn sie dann auf Grundlage falscher Aussagen ihre Stimme abgeben? Kennen sie das Donautal nicht?  Oder finden die, dass Natura-2000-Gebiete nicht so wichtig sind? 

Noch hätten sie die Chance, ihre Meinung zu überdenken....



Sonntag, 28. März 2021

Teil 3: fff/VCD zur Verkehrswende, KlimaCamp+ Altdorfer Wald- Besetzung, fff Sigmaringen

Für die FFF zum Thema Verkehr  sprach Daniel Herfurth (Uni KN)
auch stellvertretend für den VCD


Link zur Rede



Ich spreche über den Verkehrssektor, denn das ist der Sektor der bisher noch am aller wenigsten zur Vermeidung der Klimakrise beigetragen hat. Wir sind im Verkehrssektor weiter weg vom 1,5° Ziel denn je. Und da muss sich dringend was ändern.

Auf der anderen Seite ist es aber so: wir alle wollen Mobilität....

Also irgendwie muss es schon gehen, aber es muss anders gehen. Es muss nachhaltig und klimagerecht gehen.


Was hat das mit dem Regionalverband zu tun?... Diese Verkehrsströme die man plant sollte man dann auch unterlegen mit nachhaltigen Verkehrs- Mitteln....... Die Ideen dafür sind da!







Für das Klimacamp Ravensburg sprach Samuel Bosch


Link zur Rede


wir haben schon Jahre zuvor gesehen dass die Politik in Ravensburg ziemlich rückschrittig ist....









Für die Altdorfer Wald-Besetzung sprach Maria Winkler


Link zur Rede

Es ist erstaunlich und besorgniserregend wie Interessenverbände und Kieslobbyist:innen mit einem über 10.000 Jahre alten Naturjuwel umgehen und den systematischen Raubbau vorantreiben.
Für die CDU und den Regionalverband ist der Altdorfer Wald nur ein bisher noch nicht erschlossenes Kiesabbaugebiet.
Für uns aber ist dieser wertvolle Lebensraum ein Symbol für unsere Zukunft. Wir stellen uns der gewaltvollen Zerstörung des Altdorfer Waldes in den Weg.








Für FFF Sigmaringen  sprachen  Mathis Hoheisel + Hanna Stauß,Auch für die Kein-Kalk-Abbau-Initiative


Link zur Rede


Bei uns steht ganz oben: die Bewahrung unserer Schöpfung.... die Schöpfung, die Natur und die Vielfalt, das ist unser Reichtum. Um die 1,5° zu erreichen müssen wir alle was tun, in allen Bereichen, wo nur was geht.
Es wird für die Klimakrise keinen Impfstoff geben, da wird kein Abstandhalten helfen, kein Maskentragen helfen.

Montag, 16. November 2020

Die Naturschutzverbände (ver)zweifeln am neuen Regionalplan

Das ist der Flyer der Umweltverbände zum Thema "Fortschreibung des Regionalplans Bodensee-Oberschwaben".

Barbara Herzig vom BUND Saulgau, schreibt dazu:
"Die globalen Umwelt-, Klima- und Biodiversitätskrisen erfordern unser konsequentes, tatkräftiges Handeln. Leider scheint dies bei vielen EntscheidungsträgerInnen in der Politik, gerade auch in der Kommunalpolitik, noch nicht ausreichend angekommen zu sein.. ..
Grüne Lippenbekenntnisse hören wir oft, tatsächliche Umsetzung von nachhaltigen Lösungen sehen wir noch viel zu selten.
"