Die 3 Kreise Ravensburg, Sigmaringen und Bodenseekreis haben trotz lauter Proteste keinen zukunftsfähigen Regionalplan bekommen.
Wo steht Deutschland, Baden-Württemberg und seine Kommunen aktuell beim Klimaschutz? Welche Möglichkeiten gibt es und wo gibt es Anregungen, die übernommen werden könnten?
Bis zum 12. Dezember 2025 läuft eine wichtige EU-Konsultation zur Modernisierung des #Tierschutzrechts in landwirtschaftlichen Betrieben. Und deine Meinung als EU-Bürger*innen soll miteinfließen.
Tipp: 👉 Nutzen Sie dieses Antworthilfe-Tool der Initiative “End the Cage Age”. Über die Browsereinstellungen können Sie sich die Antworthilfen übersetzen lassen: https://lnkd.in/eUHmiHp8
Gut zu wissen: Bei der Umfrage geht es um vier große Reformbereiche 👇
Schrittweise Abschaffung der Käfighaltung
Tierbezogene Indikatoren & Digitalisierung, damit Tierwohl messbar wird
Importanforderungen für tierische Produkte aus Nicht-EU-Staaten
Wahrscheinlich geht es Ihnen so wie mir: Hunde und Katzen sind mir nahe, Schweine, Kühe oder Hühner dagegen eher weniger.
Das mag daran liegen, dass erstere bei uns Menschen zu Hause leben, wir mit ihnen kuscheln, sie neben unserem Bett schlafen lassen, ihnen zu essen geben.
Bei Nutztieren ist es anders: Wir haben kaum mit ihnen zu tun, außer, wenn sie auf unseren Tellern landen. Um das für uns selbst zu rechtfertigen, setzen wir uns lieber nicht so richtig mit ihnen auseinander. Wir beschäftigen uns nicht groß damit, wie sie fühlen oder ob sie womöglich schlauer sind, als wir denken. Intelligente Tiere zu essen passt nicht zu unseren moralischen Überzeugungen.
Wie viel Platz braucht eine Milchkuh? Soll sie Zugang zu einer Weide haben? Gesetzliche Mindestanforderungen für die Haltung der Tiere gibt es bislang nicht. Ein Rechtsgutachten im Auftrag von Greenpeace sieht Reformbedarf.
Grasende Kühe vor einer atemberaubenden Bergkulisse, strahlend blauer Himmel - so wird das Leben von Kühen gerne auf Milchverpackungen oder in der Werbung dargestellt. Die Realität sieht anders aus. Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums hat nur etwa jedes dritte Rind im Sommer Weidezugang. Der Großteil der Kühe lebt in Laufställen unter sehr unterschiedlichen Bedingungen.
19.02.2023 | VON ANIKA VON GREVE-DIERFELD, DPA hier
Es weiß nicht wie ihm geschieht. Das Rind auf dem Hof in Ratshausen im Zollernalbkreis geht gemütlich und völlig ahnungs- und angstlos zum Fressen in die Fangbox, an die es vorher gewöhnt wurde. Es beginnt zu fressen, ein Metallbügel legt sich um seinen Hals, sobald der Kopf des Tieres weit genug vorne ist. Der Landwirt Maximilian Sauter tritt an es heran, setzt ein Bolzenschussgerät an die Stirn des Tieres und drückt ab. Betäubt bricht das Tier zusammen, wird in Windeseile in der Fangbox auf Schienen in einen angedockten Hänger gezogen, ein Rolltor fährt hinunter. Dann wird in dem so entstandenen geschlossenen Raum ein Schnitt gesetzt, das Tier blutet innerhalb von Sekunden aus und stirbt. Ein Tod für das Tier ohne stressigen und angstvollen Transport zum Schlachthof. Das ist das Konzept mobiler Schlachteinheiten und das von „Schlachtung mit Achtung“, das über Jahre eine solche Einheit entwickelte und seit März 2019 über die Firma MST Mobile-Schlachttechnik mit Sitz in Kandern im Kreis Lörrach vertreibt.
ARD Tagesschau hier 19.07.2022 Von Nadine Bader, ARD-Hauptstadtstudio
Frühere
Regierungen sind mit dem Versuch gescheitert, eine
Tierhaltungskennzeichnung einzuführen. Nun will der grüne
Landwirtschaftsminister Özdemir das Vorhaben umsetzen - aber mit welchem
Geld?
Hallo,
ich habe gerade die Aktion "Gesunde Tiere statt Tierqual-Label!" von foodwatch unterzeichnet. Bist du auch dabei? Darum geht es bei der Aktion:
Millionen Tiere leiden Schmerzen – in großen und kleinen Betrieben, bio und konventionell. Nun will die Regierung ein neues Haltungslabel einführen. Doch am millionenfachen Leid ändert es nichts. Denn die Gesundheit der Tiere spielt für das Label keine Rolle. Schreibe jetzt an Bundesminister Cem Özdemir und fordere echte Verbesserungen statt hübscher Labels!
Turbo-Mast oder Bio? Oder irgendwas dazwischen? Landwirtschaftsminister
Cem Özdemir hat nun "Eckpunkte" für eine verpflichtende staatliche
Kennzeichnung der Haltungsformen vorgestellt. Doch ein bisschen besser
Fleisch essen reicht nicht
Kaufen Menschen "besseres" Fleisch, wenn sie wissen, unter welchen
Bedingungen die Tiere gelebt haben? Das zumindest scheint der
Vegetarier, Grünen-Politiker und Bundeslandwirtschaftminister Cem
Özdemir zu hoffen. Er hat nun – nach jahrelangen, mut- und erfolglosen
Anläufen seiner Amtsvorgängerin – "Eckpunkte" für eine staatliche Kennzeichnung für Fleisch vorstellt.
Immer mehr Menschen, so das Kalkül, würden sich an der Supermarkttheke
für (aus Tierschutzsicht) bessere Waren entscheiden, wenn sie leicht
verfügbare Informationen über deren Herkunft hätten. Als Beispiel für
einen solchen Erfolg wird gerne die Kennzeichnungspflicht für Eier
angeführt.
Nun ist es zweifellos richtig, dass immer mehr Menschen nach dem Leben
und dem Sterben der Tiere fragen, die sie essen. Dass sie eine kritische
Masse darstellen, die den Markt verändern wird, darf gleichwohl
bezweifelt werden.
Die Erfahrungen mit der freiwilligen Haltungsform-Kennzeichnung des
Einzelhandels zeigt: Oft ist das Angebot an Produkten aus deutlich
besseren Haltungsformen als dem gesetzlichen Mindeststandard gar nicht
verfügbar. Eine echte Wahlfreiheit an der Supermarkttheke bleibt damit
Theorie.
Zum anderen dürfte für die meisten Menschen, gerade in Zeiten der
Inflation und der steigenden Lebensmittelpreise, der Kaufpreis eine
zentrale Rolle spielen. "Billiger" zieht am Ende immer.
Der Staat delegiert seine Verantwortung für den Tierschutz an Verbraucher*innen
Die deutschen Wurst- und Schinkenproduzenten drängen die
Bundesregierung zu mehr Tempo beim Umbau der Tierhaltung.
Verbandspräsidentin Sarah Dhem sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung":
"Wir müssen jetzt endlich mal ins Machen kommen."
Dhem verwies
darauf, dass schon der Vor-Vorgänger von Bundesagrarminister Cem
Özdemir, CSU-Politiker Christian Schmidt, an einer Tierwohlkennzeichnung
gearbeitet habe, "und es gibt immer noch nichts". Mittlerweile sei die
Wirtschaft selbst sehr weit bei dem Thema, so Dhem......
Das
wachsende Angebot veganer und vegetarischer Fleischersatzprodukte löst
bei den deutschen Wurst- und Schinkenproduzenten indes keine
Existenzängste aus. "Wir können aus einer Masse an Rohstoffen eine
Wurstware machen. Ob da nun Fleisch oder Erbsen drin sind, ist
zweitrangig", so Dhem weiter. Größere Sorgen bereite der Branche
hingegen der Wandel bei den Essgewohnheiten. Statt Pausen- oder
Abendbrot mit Wurstbelag kämen zunehmend Fertiggerichte wie Fertigpizzen
auf die Teller.
Insgesamt sei die Wurst-Branche dabei, sich neu
aufzustellen, so Dhem mit Blick auf den sinkenden Fleischkonsum in
Deutschland. Diese Entwicklung mache den Betrieben nichts aus. "Die Zeit
der Völlerei ist vorbei. Unsere Gesellschaft hat in den vergangenen
Jahren mehr Fleisch gegessen, als es gut für sie war." Ein
nachhaltigerer Lebensstil bedeute geringeren Fleischkonsum. "Weniger
heißt aber nicht schlechter", betonte Dhem. Die Wertschätzung gegenüber
Lebensmitteln werde wachsen. "Das ist für meine Branche eine gute
Entwicklung.
21.01.2022
| VON KATRIN PRIBYL WIRTSCHAFT@SUEDKURIER.DE hier
Skandale um Tiertransporte erschüttern regelmäßig
die Öffentlichkeit. Etwa wenn grausame Bilder auftauchen von
zusammengepferchten Kühen, Schafen oder Schweinen, die manchmal tagelang
auf Lkw-Ladeflächen unterwegs sind, in teils brütender Hitze ohne
ausreichend Trinkwasser, nicht selten sogar mit Verletzungen. Häufig
sind die Reisen qualvoll für die Nutztiere. Mehr als 3,8 Millionen sind
es, die jeden Tag zur Schlachtung, zu Zuchtzwecken oder aus anderen
Gründen durch die Staatengemeinschaft transportiert werden. Hinzu kommt,
dass auch der Export von lebendem Vieh aus der EU in Drittstaaten ein
großes Geschäft ist – 2019 waren dies laut EU-Parlament mehr als 1,6
Milliarden lebende Tiere.
Weil sich trotz der bestehenden Regeln
und Appelle in den letzten Jahren wenig geändert hat, unternimmt die EU
jetzt einen neuen Anlauf, um die Bedingungen der Tiertransporte zu
verbessern.