Ergänzung
zur Pressemitteilung vom 15.10.22von Samuel Bosch:
"Am
Sonntag Nachmittag spannten Klimaaktivist*innen ein weiteres Banner mit der
Aufschrift "Vorsicht Klimahölle" zwischen zwei Bäume direkt am Rand
der Rodungsfläche bei Oberankenreute. Das Banner spricht Spaziergänger*innen,
Radfahrer*innen an, die sich im Altdorfer Wald eine Auszeit nehmen.
Gesunder
Mischwald (nicht, wie fälschlicher Weise oft zu lesen ist, Fichtenmonokultur)
wurden für die Erweiterung der Kiesgrube gefällt.
Bei
dem sonntäglichen Waldspaziergang in der weiterhin bestehenden Waldbesetzung Abzweigung
Grund/Alti, war unter den vielen Besucher*innen die Betroffenheit, über den nur
3 km vom Alti entfernten Kahlschlag im Wald, deutlich spürbar."
Pressemitteilung vom 15.10.2022
Nach der erneuten Rodung zur Erweiterung
der Kiesgrube Tullius bei Oberankenreute brachten Klimaaktivist*innen am
heutigen Samstag um 14 Uhr zwei gut sichtbare Banner in den noch verbleibenden
Bäumen neben der Straße L 317 an. Mit dem Aufdruck" Wer Bäume fällt wird
Klimachaos ernten" möchten sie auf die weitere klimaschädliche Zerstörung
durch die Fällung gesunder Bäume im Altdorfer Wald aufmerksam machen.
Ein zweites Banner trägt den Aufdruck
"Vorsicht Klimahölle" mit einem Pfeil in Richtung des am Donnerstag
geschaffenen Kahlschlags.
Lukas Häfele (35) aus Wolfegg dazu:"
Einfach nur traurig, dass Zerstörung von Trinkwasser und Wald in Zeiten von
Wasserknappheit auch noch von einem beschämenden Großaufgebot der Polizei
ermöglicht wird."
Am 13.10.2022 wurde in der
Morgendämmerung die Landstraße 317 durch einen "überdimensional"
großen Polizeieinsatz weiträumig gesperrt, um die Rodung der Bäume unter
Ausschluss der Öffentlichkeit durchzuführen. Die Klimaaktivist*innen weisen
darauf hin, dass die Rodung vergangenen Donnerstag nur ein kleiner Vorgeschmack
ist, von dem, was an Waldvernichtung im Regionalplan auf uns zukommt. In vielen
Gesprächen brachten Anwohner*innen ihren Ärger zum Ausdruck, dass durch den
Polizeischutz für die klimaschädliche Rodung Steuergelder, die besser für
Klimaschutzmaßnahmen eingesetzt werden können, verschwendet wurden. Rodungen
werden sonst nicht im Beisein der Polizei durchgeführt.

"Es wurde sichtbar, dass private
Profitinteressen mit einem Großaufgebot an Polizeieinsatzkräften gegen den
Willen vieler Anwohner*innen durchgesetzt wurden. Es macht mich betroffen, auf
diese Weise die Zerstörung der Zukunft meiner Kinder und aller Menschen hilflos
mit ansehen zu müssen." so Gudrun Bosch, 47, Mutter zweier Söhne aus
Schlier.
Die Anwohner*innen aus den umliegenden
Gemeinden bekräftigen ihre Entschlossenheit, die bestehende Besetzung im
Altdorfer Wald bei der Abzweigung Grund im dritten Winter verstärkt
unterstützen zu wollen. Bei der Mahnwache am Donnerstag vor der Linse in
Weingarten wurde deutlich, dass viele Menschen gegen die Rodungen für den
Kiesabbau im Altdorfer Wald sind. Im Anschluss an die Mahnwache wurde der
Dokumentarfilm zu den Anfängen der Altdorfer Waldbesetzung "90 Meter"
von Claudio Brauchle gezeigt. In der anschließenden Podiumsdiskussion mit
Klimaaktivist*innen, im ausverkauften großen Saal in der Linse, unterstrichen
viele Gäste ihre Sympathie mit den Waldbesetzer*innen.
Wer sich von einem wunderschönen, bisher
noch intakten Waldstück überzeugen möchte, ist jeden Sonntag um 14 Uhr zum
Waldspaziergang in die Waldbesetzung im Altdorfer Wald herzlich eingeladen.