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Dienstag, 7. Juli 2026

Ravensburger Landgericht kassiert Urteil gegen drei Klimaaktivisten und stellt Verfahren ein

 Pressemitteilung 07.Juli 2026

 Neues „Alti-Urteil“

Das gestrige Berufungsverfahren beim Ravensburger Landgericht gegen drei Klima-Aktivisten aus dem Altdorfer Wald, endete mit einer Einstellung. 

Bereits im Februar 2022 hatten Aktivisten der Alti-Waldbesetzung vier Bäume im Forst bei Oberankenreute besetzt und so die Rodung, im Zuge einer Kiesgruben-Erweiterung der Firma Tullius, erschwert. 

Wie die Schwäbische Zeitung erst kürzlich berichtete, leitete die örtliche Polizei einen Großeinsatz mit zwei Hundertschaften und Spezialkräften ein, um insgesamt vier Beteiligte aus den Bäumen zu holen.

Dienstag, 13. Januar 2026

Einwendung gegen Kiesabbau Kieswerk Tullius

Hermine schreibt: Das ist  unsere Einwendung als Regionalverbandsfraktion 11`25

Bündnis 90/Die Grünen Fraktion der Regionalverbandsversammlung

Bild: Aktivisten in der Kiesgrube Tullius 2024


Antrag: Landkreis Ravensburg Kiesabbau mit Wiederverfüllung und Rekultivierung

der Kieswerk Tullius GmbH & Co. KG in Schlier-Hintermoos

Einwendung gegen den Antrag auf erweiterten Kiesabbau im Altdorfer Wald.

Wir brauchen keine Erweiterungen und keine neue Kiesgrube im Altdorfer Wald

Montag, 19. Dezember 2022

Update: Rodung für Kiesgrube Tullius: Vier Baumbesetzer*innen wegen angeblicher Nötigung von Harvester angeklagt

Am 15.12.22 mussten sich 4 Aktivisten wegen der Baumbesetzung am 22./23.2.22 vor dem Amtsgericht Ravensburg verantworten. Sie hatten Bäume in einem Erweiterungsbereich der Kiesgrube Tillius GmbH & Co KG in Oberankenreute bestiegen, um die Rodung des Waldes dort zu verhindern. In nahegelegene Bäume waren Nägel eingeschlagen worden, um das Werk der Kettensägen zu hemmen, worauf durch angebrachte Schilder hingewiesen wurde.

Die allesamt von Rechtsanwälten vertretenen Aktivisten machten vor Gericht keine Angaben zur Sache, wiesen jedoch auf die Bedeutung des Waldes für den Klima-und Wasserschutz hin. Angesichts des herannahenden Klimakollapses könne sich die Gesellschaft den ungehemmten Abbau von Kies und das damit zusammenhängende Bauen mit Beton nicht mehr leisten. Immerhin 8% der CO² Emissionen gingen auf die Kappe der Zementindustrie, so der Angeklagte Samuel Bosch. Nach der Vernehmung der polizeilichen Zeugen war der Sachverhalt insoweit klar, dass alle Angeklagten auf den Bäumen gewesen waren. Einer der Angeklagten hatte in der Folge noch eine Nacht im Polizeigewahrsam verbringen müssen, weil er seine Personalien nicht angeben wollte. Wer allerdings die Nägel in die Bäume getrieben hatte, konnte keiner der Zeugen berichten.

Montag, 24. Oktober 2022

Kleine Filme der Baumbesetzung

 

Zweite Rodung für Kies im Jahr 2022 / Altdorfer Wald / Ravensburg / Oberschwaben

Kleiner Film dazu von Milan hier


  hier Erste Rodung Feb. 2022


Freitag, 21. Oktober 2022

Ein weiterer Leserbrief

Zu „Polizei sichert Rodung im Altdorfer Wald, 14 Oktober“ in der Schwäbischen Zeitung
Leserbrief „Einstellung wenig durchdacht“ von Günter H. Ruchti:

Für eine klimagerechte Zukunft setze ich mich ein und war bei beiden diesjährigen Rodungung am Kieswerk Tullius Vorort. Ich bin erschrocken, dass jeweils ein Polizei Großaufgebot, Profitinteressen von einem Kiesunternehmer verteidigt und dafür auch noch Steuergelder verschwendet werden. Immerhin wurde bei der letzten Rodung die Straße auch für Kieslaster gesperrt und der intransparente Kies Export nach Österreich und die Schweiz konnte kurz gestoppt werden.

Der Protest an der Rodungsstelle am Kieswerk Tullius richtete sich hauptsächlich gegen die Zerstörung eines artenreichen Waldstücks. Für uns ist es unverständlich, dass ein gesunder und intakter Waldboden zerstört wird, um noch mehr Kies abzubaggern. Weiter sind die Bodenschichten und Kies unerlässlich für sauberes Trinkwasser für die umliegenden Gemeinden. Teilen Freie Wähler diese Einstellung etwa nicht?

Beim Thema Windkraft sind wir für einen baldigen Ausbau, auch im Alti. Gerne unterstützen wir hier, um den Eingriff so naturverträglich wie möglich zu gestalten. Windräder werden im Gegensatz zu Kiesgruben nicht dauerhaft „gepflanzt“. Windräder und deren Fundamente können selbstverständlich abgebaut und zu einem Großteil recycelt werden. Wie möchten den Freie Wähler Energiekosten bezahlbar machen? Weiter mit Kohle und damit Menschen in NRW enteignen und vertreiben, oder besser Atomstrom und sich weiter von Autokraten abhängig machen? Mir scheint die Einstellung der Freie Wähler kurzweilig und egoistisch durchdacht.

Gerne können Interessierte immer sonntags um 14 Uhr zu einem Waldspaziergang in die Besetzung bei der Ortschaft Grund kommen um sich auszutauschen.

Sonntag, 16. Oktober 2022

Klimaaktivist*innen spannen Banner an Rodungsfläche bei Kiesgrube

Ergänzung zur Pressemitteilung vom 15.10.22von Samuel Bosch:


"Am Sonntag Nachmittag spannten Klimaaktivist*innen ein weiteres Banner mit der Aufschrift "Vorsicht Klimahölle" zwischen zwei Bäume direkt am Rand der Rodungsfläche bei Oberankenreute. Das Banner spricht Spaziergänger*innen, Radfahrer*innen an, die sich im Altdorfer Wald eine Auszeit nehmen.
Gesunder Mischwald (nicht, wie fälschlicher Weise oft zu lesen ist, Fichtenmonokultur) wurden für die Erweiterung der Kiesgrube gefällt.

Bei dem sonntäglichen Waldspaziergang in der weiterhin bestehenden Waldbesetzung Abzweigung Grund/Alti, war unter den vielen Besucher*innen die Betroffenheit, über den nur 3 km vom Alti entfernten Kahlschlag im Wald, deutlich spürbar."


Pressemitteilung vom 15.10.2022

Nach der erneuten Rodung zur Erweiterung der Kiesgrube Tullius bei Oberankenreute brachten Klimaaktivist*innen am heutigen Samstag um 14 Uhr zwei gut sichtbare Banner in den noch verbleibenden Bäumen neben der Straße L 317 an. Mit dem Aufdruck" Wer Bäume fällt wird Klimachaos ernten" möchten sie auf die weitere klimaschädliche Zerstörung durch die Fällung gesunder Bäume im Altdorfer Wald aufmerksam machen.

Ein zweites Banner trägt den Aufdruck "Vorsicht Klimahölle" mit einem Pfeil in Richtung des am Donnerstag geschaffenen Kahlschlags.

Lukas Häfele (35) aus Wolfegg dazu:" Einfach nur traurig, dass Zerstörung von Trinkwasser und Wald in Zeiten von Wasserknappheit auch noch von einem beschämenden Großaufgebot der Polizei ermöglicht wird." 

Am 13.10.2022 wurde in der Morgendämmerung die Landstraße 317 durch einen "überdimensional" großen Polizeieinsatz weiträumig gesperrt, um die Rodung der Bäume unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchzuführen. Die Klimaaktivist*innen weisen darauf hin, dass die Rodung vergangenen Donnerstag nur ein kleiner Vorgeschmack ist, von dem, was an Waldvernichtung im Regionalplan auf uns zukommt. In vielen Gesprächen brachten Anwohner*innen ihren Ärger zum Ausdruck, dass durch den Polizeischutz für die klimaschädliche Rodung Steuergelder, die besser für Klimaschutzmaßnahmen eingesetzt werden können, verschwendet wurden. Rodungen werden sonst nicht im Beisein der Polizei durchgeführt. 

"Es wurde sichtbar, dass private Profitinteressen mit einem Großaufgebot an Polizeieinsatzkräften gegen den Willen vieler Anwohner*innen durchgesetzt wurden. Es macht mich betroffen, auf diese Weise die Zerstörung der Zukunft meiner Kinder und aller Menschen hilflos mit ansehen zu müssen." so Gudrun Bosch, 47, Mutter zweier Söhne aus Schlier.  

Die Anwohner*innen aus den umliegenden Gemeinden bekräftigen ihre Entschlossenheit, die bestehende Besetzung im Altdorfer Wald bei der Abzweigung Grund im dritten Winter verstärkt unterstützen zu wollen. Bei der Mahnwache am Donnerstag vor der Linse in Weingarten wurde deutlich, dass viele Menschen gegen die Rodungen für den Kiesabbau im Altdorfer Wald sind. Im Anschluss an die Mahnwache wurde der Dokumentarfilm zu den Anfängen der Altdorfer Waldbesetzung "90 Meter" von Claudio Brauchle gezeigt. In der anschließenden Podiumsdiskussion mit Klimaaktivist*innen, im ausverkauften großen Saal in der Linse, unterstrichen viele Gäste ihre Sympathie mit den Waldbesetzer*innen. 

Wer sich von einem wunderschönen, bisher noch intakten Waldstück überzeugen möchte, ist jeden Sonntag um 14 Uhr zum Waldspaziergang in die Waldbesetzung im Altdorfer Wald herzlich eingeladen.

Donnerstag, 13. Oktober 2022

Großaufgebot der Polizei im Altdorfer Wald

Und dazu ganz aktuell: Alarmstimmung im Altdorfer Wald

Es werden Bäume für die Kiesgruben-Erweiterung gefällt

Pressemitteilung vom 13.10.2022

Großaufgebot der Polizei statt sinnvolle Klimamaßnahmen: Wie in Oberschwaben mit Protest umgegangen wird

In den frühen Morgenstunden des 13. Oktober 2022 informierten Anwohner*innen die Waldbesetzer*innen im Altdorfer Wald darüber, dass ein Großaufgebot von Polizei Richtung Wald fährt. Relativ schnell war klar, dass es sich dabei um die Rodung für die Kiesgrubenerweiterung der Kiesgrube Tullius handeln muss. Dort angekommen, beobachteten Aktivist*innen bereits die Markierung und die darauf folgende Rodung aller bisher genehmigten Bäume. Die Polizei sperrte alle Zufahrten zur Kiesgrube ab, im Gegensatz zu vorherigen Rodungen war auch für Kieslaster die Durchfahrt gesperrt. Die Besetzung bei Grund besteht weiterhin und war vom Polizeieinsatz nicht betroffen.

 „Es ist schwer zu ertragen, wie in einer Nacht-und-Nebelaktion hier hunderte ausgewachsene Bäume fallen. Gestern Abend haben wir uns noch das Waldstück angeschaut und heute Morgen liegen die Bäume tot am Boden! Wir können nicht weiter tatenlos mit ansehen, wie hier in Oberschwaben die Klimazerstörung vorangetrieben wird!“ so Anwohner Martin Lang (55)