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Samstag, 8. Juni 2024

Zukunftsforscher: „Ein Parkplatz ist der widersinnigste Ort, den sich eine Stadt leisten kann“

hier  Utopia  Von Lena Rauschecker  6. Juni 2024, 

Zukunftsforscher Stefan Carsten im Utopia-Interview zu nachhaltigen Städten

Wie müssen deutsche Städte aussehen, um Hitze und Hochwasser trotzen zu können? Wie bewegen wir uns in einer nachhaltigen Stadt der Zukunft? Welche Städte können Vorbild sein und wie fangen wir beim Umbau am besten an? Ein Gespräch mit dem renommierten Stadtgeograf und Zukunftsforscher Stefan Carsten.

links: BUND-Kampagne vor wenigen Jahren

3.200 Menschen starben im Sommer 2023 an bzw. durch Hitze (Zahlen bis Mitte September 2023). Durch den Klimawandel erwarten Expert:innen für die nächsten Jahrzehnte eine weitere Zunahme von Hitze und Hitzetoten. Gleichzeitig zeigen Hochwasser wie aktuell im Süden Deutschlands und die Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 eindrücklich: Extremwetter-Phänomene treten wegen der Klimakrise häufiger auf – und richten massive Schäden an.

Hitze und Hochwasser – beide Ereignisse können Städte besonders hart treffen. Genau hier setzt Stadtgeograf und Zukunftsforscher Stefan Carsten an. Er entwickelt Leitfäden, um die Mobilität zu verändern und beschäftigt sich mit der Frage, wie die Zukunft von Städten und öffentlichen Räumen aussehen wird.

Donnerstag, 6. Juni 2024

»Die Kanalisation auszubauen, das ist keine Lösung«

 hier  Spiegel  Ein Interview von Martin Schlak  04.06.2024

Anpassung an Starkregen

Durch die Erderwärmung nimmt extremes Wetter zu, Hochwasser treten immer häufiger auf. Der Geograf Markus Keck erklärt, wie sich das Land am besten für den Starkregen der Zukunft rüstet.

Dienstag, 3. Oktober 2023

SCHWAMM DRUNTER

EWS hier  EIN BERICHT VON ANDREA REIDL bei EWS

ZUR SACHE: KOMMUNEN HABEN IMMER HÄUFIGER MIT EXTREMWETTEREREIGNISSEN ZU KÄMPFEN. MASSNAHMEN WIE ENTSIEGELUNG UND BEGRÜNUNG DER STADTZENTREN WÜRDEN HELFEN

Mittwoch, 30. August 2023

Um sich vor Starkregen zu schützen, setzen Städte auf Schwammbau

 hier  24.08.2023 im Focus

Schwammbau durch Entsiegeln, Grünflächen und grüne Fassaden

Gewitter und Starkregen führen immer wieder zu Überflutungen. Als „Schwammstadt“ sollen Kommunen sich für die zunehmenden Wassermassen wappnen. Während einige Kommunen voll auf das Konzept setzen, zögern andere. Dabei sind die Lösungen bekannt.

Spielplätze in Grünanlagen, die bei Starkregen wie Halligen aus absichtlich überfluteten Liegewiesen herausragen. Zur Mitte hin geneigte Straßen, die das Wasser vorübergehend sammeln, wenn die Kanalisation an der Belastungsgrenze ist. Begrünte Dächer und Fassaden, die Regen speichern und natürliche Verdunstung ermöglichen - und damit eine kühlende Wirkung entfalten. Das Prinzip der sogenannten Schwammstadt wird in immer mehr Kommunen in Deutschland umgesetzt. Es hilft nicht nur, mit den Folgen des Klimawandels umzugehen und Schäden durch  Unwetter oder Hitze zu minimieren. Es steigert zugleich die Lebensqualität der Bevölkerung.

Aufsaugen statt ableiten - Wie Schwammstädte mit Starkregen klarkommen

Mittwoch, 26. Juli 2023

Ist die künstliche Grundwasseranreicherung eine Lösung bei Dürre?

Zeit hier  25. Juli 2023, Quelle: dpa

Die Anreicherung von künstlichem Grundwasser bei Starkregen könnte der Berliner Hydrogeologin Irina Engelhardt zufolge in Zukunft während Dürreperioden für Abhilfe sorgen.

«In manchen Regionen sehen wir einen ordentlichen Abfall des Grundwasserspiegels», sagte die Leiterin des Lehrstuhls für Hydrogeologie an der Technischen Universität Berlin der Deutschen Presse-Agentur. Dabei ist es für Menschen, Tiere und Natur unverzichtbar - etwa als Trinkwasser aus dem Hahn, zum Bewässern von Feldern oder dem Tränken von Tieren. Daher braucht es Engelhardt zufolge schon jetzt dringend Maßnahmen, um Wasser auch bei lang anhaltender Trockenheit weiterhin ausreichend zur Verfügung zu stellen.

Freitag, 16. Juni 2023

Schwammstadt: Wie Städte trotz Klimawandel lebenswert bleiben

 hier  NDR     Stand: 15.06.2023 

Der Klimawandel mit mehr heißen Tagen und Starkregenfällen erschwert vor allem Städtern das Leben. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit Sitz in Osnabrück fordert deshalb eine neue Stadtplanung.

"Das Konzept der wasserbewussten Stadt - der sogenannten Schwammstadt - muss Leitbild für die Stadtplanung werden", sagte DBU-Generalsekretär Alexander Bonde. Zum Konzept der Schwammstadt gehören Grünflächen, die starke Niederschläge wie ein Schwamm aufnehmen und bei Trockenheit und Hitze kühlend wirken. Begrünt werden sollen demnach Fassaden, Dächer und Straßen. Zudem soll es unterirdische Auffangbehälter und Brunnen oder ähnliche Wasserangebote geben. Dass eine weitsichtige Strategie bei der Planung von urbanen Räumen notwendig sei, sei jüngst auch auf einem Parlamentarischen Abend in Berlin mit Vertretern aus Wasserwirtschaft, Politik, Architektur und Stadtplanung deutlich geworden, hieß es am Donnerstag von der DBU.

Dienstag, 28. März 2023

Konzept Schwammstadt: Wie können Städte und Gemeinden ihre Grundwasserpegel sichern?

Ein paar Ideen aus Bayern, die auch bei uns wirken würden.

BR hier  28.3.23  

Die Grundwasserspiegel in Bayern sind immer noch auf niedrigem Niveau. In Städten kann Regen kaum im Boden versickern. Das soll sich ändern - nicht nur für mehr Grundwasserneubildung, sondern auch zum Schutz vor weiteren Folgen der Klimakrise.

Montag, 19. Juli 2021

Experte: Es braucht Schwammstädte

 Kurznotiz  im Südkurier hier von Björn Schlüter, epd

Starkregen und Überschwemmungen sind nach Ansicht des Wissenschaftlers Maximilian Hempel ein Zeichen unter vielen, dass sich der Umgang mit Grund- und Oberflächenwasser grundlegend ändern sollte. So müssten in urbanen Gebieten etwa Dachbegrünung, aber auch die Mehrfachnutzung von beispielsweise Sportplätzen, Parks und Gärten als Überflutungsflächen bei Planungen eine stärkere Rolle spielen, sagte der Abteilungsleiter der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) für den Bereich Umweltforschung und Naturschutz. „Starkregen wird in Zukunft noch zunehmen.“

Ziel müsse eine „Schwammstadt“ sein, die in der Lage sei, Wasser in ausreichendem Maß zwischenzuspeichern und zurückzuhalten statt es direkt abzuführen, sagte Hempel. Das gelte gerade mit Blick auf steigende Temperaturen, die Starkregenereignisse begünstigten. „Als Faustformel gilt, dass jedes Grad Celsius mehr rund sieben Prozent mehr Wasser in den Wolken bedeutet“, erläuterte der Experte.

Doch auch in weiteren Bereichen gelte es, sich den neuen Gegebenheiten anzupassen. So sei es in der Forst- und Landwirtschaft entscheidend, wie Wasser verteilt werden kann. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge habe sich nicht entscheidend verändert. Es sei allerdings zu beobachten, dass in der Vegetationsperiode weniger Niederschlag falle. „Feuchtere Winter bringen wenig, wenn das Wasser in den Monaten fehlt, wo Pflanzen wachsen sollen“, sagte er.