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Donnerstag, 22. Dezember 2022

Österreich: Neuer Klimarat-Verein will Druck auf Politik erhöhen

Standard  hier   Alicia Prager  20. Dezember 2022

93 Forderungen

Ein Grundrecht auf Klimaschutz, ein Stopp für klimaschädliche Subventionen, der Ausbau erneuerbarer Energien: Der Rat der Bürgerinnen und Bürger hat ein paar Ideen für die Politik

Das kann es nicht gewesen sein, sagt Werner Fischer, ein pensionierter Betriebswirt, über die Arbeit im Klimarat – jener Bürgerinnenversammlung, die in der ersten Hälfte dieses Jahres Empfehlungen für die österreichische Klimapolitik ausgearbeitet hat.

Im Juni überreichte sie der Regierung ein Dokument mit 93 Forderungen. Jetzt wollen die Bürgerinnen und Bürger Druck für deren Umsetzung machen und haben sich in einem Verein organisiert. "Wenn wir als Einzelpersonen bei den Ministerien nachfragen, was aus unseren Empfehlungen geworden ist, haben wir weniger Gewicht. Im Verein treten wir gemeinsam auf", so Fischer.

93 Ideen haben die Mitglieder des zufällig zusammengewürfelten Klimarats.
Illustration: Fatih Aydogdu

Es war ein demokratiepolitisches Experiment für Österreich: Über sechs Wochenenden trafen sich 88 Personen, die zufällig ausgewählt worden waren, um Reformen vorzuschlagen, mit denen Österreich seinen Teil dazu beitragen soll, die Erderhitzung zu stoppen. Ein wissenschaftlicher Beirat begleitete die Treffen, gab Inputs und lieferte die Studien als Basis für die Entscheidungen.

Dienstag, 20. September 2022

Artenreichtum wäre bei uns Versicherung gegen verheerende Dürrefolgen

Von unserem Nachbarland Österreich, aber ebenso gültig für uns

Kurier  hier

Artenvielfalt als Rückversicherung bei zunehmender Dürre und Hitze - Noch Fragezeichen zu Veränderungen - Ökologe: "Politik sollte die Bevölkerung nicht unterschätzen"

Durch die Temperaturzunahme sind auch in unseren Breiten anhaltende Dürren und Hitzewellen präsenter geworden - der vergangene Sommer tat sein übriges dazu. Was diese Entwicklung für die Ökosysteme bringt, erforscht der Ökologe Michael Bahn in zahlreichen Projekten, die in viele Publikationen in hochrangigen Fachjournalen mündeten. Das Interesse an dem Thema sei "enorm hoch", um die Komplexität der Zusammenhänge zu verstehen, brauche es aber noch viel Forschungsarbeit.

Spätestens ab der großen Hitzewelle im Jahr 2003 in Europa sei das Thema "Dürre" hierzulande stärker ins Bewusstsein gerückt. Der zuletzt veröffentlichte IPCC-Report geht davon aus, "dass diese Extremwetterereignisse vermehrt auftreten" und "es noch längere und intensivere Trockenphasen geben wird", sagt der Forscher vom Institut für Ökologie der Universität Innsbruck im Gespräch mit der APA.

Dem Thema nähert sich die Wissenschaft einerseits mit Beobachtungsstudien etwa im Grasland oder in Wäldern, die in Mitleidenschaft gezogen wurden, oder in Experimenten an. In Letzteren versucht man gezielt, bestimmte Szenarien herbeizuführen und zu analysieren bzw. Bedingungen herzustellen, die in den kommenden Jahrzehnten mit hoher Wahrscheinlichkeit in Ökosystemen einer bestimmten Gegend herrschen werden.

Im Boden herrscht ein komplexes Wechselspiel zwischen Pflanzen und Bodenmikroorganismen. Was sich im Boden tut, hat auch starke Auswirkungen auf die Freisetzung von Treibhausgasen - allen voran CO2, aber auch das rund 300 Mal stärker als CO2 wirkende Lachgas (N2O).

Sonntag, 10. Juli 2022

Beispiel Österreich: Was passiert mit den Vorschlägen der Klimaräte?

 Kurier  hier von Bernhard Gaul  10.7.22

ÖVP-Klimasprecher will sich für Klimarat-Ideen einsetzen

Nach anfänglicher Kritik kam nun eine überraschende Kehrtwende der Kanzler-Partei.
Vor einer Woche hat der österreichische Klimarat 93 Empfehlungen veröffentlicht.
Bereits im Vorfeld der Veröffentlichung gab es hitzige Debatten, was die Politik mit diesen Empfehlungen machen soll.

Mittwoch, 6. Juli 2022

Nachbarland Österreich: Klimarat präsentierte Empfehlungen

Sicher: das war der Klimarat Österreich. Aber so viel anders als bei uns ist es dort auch nicht, in manchen Dingen sind sie uns einen Schritt voraus. Wieso nicht über die Grenze blicken, wenn es dort gute Anregungen gibt?

Standard  hier  Nora Laufer  4. Juli 2022

Klimapolitik

Grundrecht auf Klimaschutz, Tempo 90 auf Landstraßen

Die Bürgerinnen und Bürger des Klimarats übergaben einen Katalog mit 93 Maßnahmen der Politik, 

An sechs Wochenenden wurde zwischen Jänner und Juni diskutiert, nun hat der Klimarat der Bürgerinnen und Bürger seine Ergebnisse präsentiert. Die Liste der Empfehlungen, die seit Montagvormittag online verfügbar ist, hat es durchaus in sich. Bindend sind die Empfehlungen natürlich nicht, die Regierung hat jedoch angekündigt, bis Herbst zu der Liste Stellung zu nehmen.

ORF

Der Katalog mit insgesamt 93 Maßnahmen wird am Montag der Regierung und dem Parlamentspräsidenten Wolfgang Sobotka (ÖVP) übergeben. "So ein Klimarat soll nicht Politik oder politische Institutionen ersetzen", sagte Georg Tappeiner aus dem Organisationsteam auf einer Pressekonferenz am Montag, "das Instrument kann der Politik aber helfen, zu Lösungen zu kommen."

Sonntag, 3. Juli 2022

Klimarat Österreich: Und mittags gibt es Fleisch

Klimaräte gibt es inzwischen mehrere - man darf gespannt sein,  wie sie sich bewähren.
Haben die Ergebnisse überhaupt eine Chance auf Umsetzung?
Auch im Klimarat Österreich ploppt unversehens ein bekanntes Muster auf, das ich aus der Lokalpolitik bei uns nur zu gut kenne: Gegner von Bürgerbeteiligungen behaupten gerne aus dem hohlen Bauch heraus "das Gremium sei doch gar nicht repräsentativ“.
Punkt - damit ist schon Alles heiß diskutierte von vorne herein abgewertet und verworfen.
Auf geht`s zum "Weiter so", die Macht ist erst mal gesichert. Mitbeteiligung verschoben....


Der Freitag   hier  Martin Leidenfrost  Ausgabe 25/2022

Europa-Kolumne In Salzburg probt der „Klimarat“ des Landes den „systemischen Konsens“, kommt dann allerdings auf das Abstimmen zurück

Samstag, 21. Mai 2022

Spannende Initiative in Österreich: Der Klimarat

In Österreich geht man einen anderen Weg, um die Klima-Maßnahmen abzustimmen. Spannend wird es dann,wenn man gezielt vergleichen kann, was wo besser gelaufen ist.

K.AT NEWS  15.5.2022   hier

WissenschafterInnen gaben Feedback auf Vorschläge des Klimarats 

Beim Treffen des Klimarats kommentierte wissenschaftlicher Beirat Vorschläge zur Klimaneutralität Österreich bis 2040.

Fazit: Bei einigen Handlungsfeldern reichen die erarbeiteten Vorschläge der 100 Bürgerinnen und Bürger aus wissenschaftlicher Sicht noch nicht aus. Nun wird nachgeschärft, beim letzten Treffen Mitte Juni sollen dann die Empfehlungen des Klimarats an die Politik vorliegen.