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Samstag, 30. Mai 2026

Am Ende entscheidet sich die Energiewende daran, ob sie für die Menschen funktioniert – nicht auf dem Papier, sondern im Alltag

Frankfurter Rundschau   hier  28.05.2026, Von: Joachim Wille

Energiewende könnte 38 Milliarden Euro sparen – durch Recycling

Recycling und Wiederverwendung von Solarmodulen, Windrädern und Batterien könnten die Kosten der Energiewende bis 2045 um 38 Milliarden Euro senken.

Dienstag, 28. Januar 2025

Update: Riesiger Erfolg gegen Einwegmüll vor dem Bundesverfassungsgericht

Update: hier Zeit  

Deutsche Umwelthilfe: 120 Städte interessieren sich laut Umfrage für Verpackungssteuer


DUH

Beantragen Sie jetzt die Verpackungssteuer für Ihre Stadt 

Die Tübinger Verpackungssteuer auf Einweg-to-go-Verpackungen ist rechtmäßig! Das hat das Bundesverfassungsgericht diese Woche entschieden und damit nach jahrelangem Rechtsstreit Klarheit für alle deutschen Städte und Gemeinden geschaffen. 

Die Beschwerde einer McDonald’s-Franchisenehmerin wurde damit höchstinstanzlich abgewiesen. Nach immer neuen Einsprüchen und Berufungsverfahren des Fast-Food-Konzerns ist das der langersehnte Befreiungsschlag gegen den immer größer werdenden Müllberg und ein riesiger Erfolg für den Umwelt- und Klimaschutz!

Montag, 2. Dezember 2024

Voraussichtlich im kommenden Mai eine weitere Verhandlungsrunde - 100 Länder haben sich zur Reduktion von Plastik bekannt

Standard  hier  Andreas Danzer  2. Dezember 2024

Plastikabkommen scheitert am Widerstand der Öl- und Gasfraktion – warum trotzdem nicht alles verloren ist

Mehr als 170 Staaten schafften keine Einigung, vor allem der Streit um Geld und Produktionsmengen wog schwer. Doch sogar Greenpeace kann dem Ende etwas abgewinnen

Donnerstag, 28. November 2024

Recycling von Kunststoffen hätte den größten Effekt, um Plastikmüll zu reduzieren

 hier  ARD  28.11.2024  Von Jan Kerckhoff, BR

UN-Plastik-Konferenz in Busan: Löst Recycling das Plastik-Problem?

Die Mitgliedsstaaten der UN wollen weltweit weniger Plastikmüll produzieren. Dazu verhandeln sie in Südkorea über internationale Regelungen. Eine aktuelle Studie zeigt, wie dringend das ist.

Samstag, 9. November 2024

Darum soll der Textilmüll nun vermieden, mehr recycelt werden

 hier  Frankfurter Rundschau  Artikel von Hanna Gersmann 8.11.24

Die Tonne ist künftig tabu – was die neuen EU-Vorgaben für alte Textilien bedeuten

Ab 2025 dürfen alte Textilien nicht mehr einfach so in den Müll. Damit werden EU-Vorgaben umgesetzt. Die FR erklärt, was sich genau ändert.

Sonntag, 4. August 2024

ERDÜBERLASTUNGSTAG - was soll uns das sagen? Fakten und Gedanken dazu

Geo hier MEINUNG von Peter Carstens 01.08.202

Die ökologische ist auch eine politische Krise

Schon am 1. August hat die Menschheit – rechnerisch – die Ressourcen verbraucht, die ihr für das ganze Jahr zur Verfügung stehen. Es ist kein Zufall, dass im Zeitalter von Überkonsum, Klima- und Artenkrise auch Demokratie und Menschenrechte unter Druck geraten

Samstag, 3. August 2024

Überraschende neue Erkenntnisse zum globalen Methanausstoß

 Standard hier  David Rennert  31. Juli 2024

Neuer Plan soll Trendumkehr beim globalen Methanausstoß bringen

Die Reduktion von Methanemissionen ist enorm wichtig, um den Klimawandel zu bremsen. Der Ausstoß des Treibhausgases steigt jedoch – das ließe sich ändern

Samstag, 6. April 2024

Globales Uno-Plastikabkommen wird verhandelt vom 23. bis 29. April: Neun von zehn Menschen wollen weg von Einwegplastik

Standard aus Österreich hier  Andreas Danzer  4. April 2024



PLASTIKVERSCHMUTZUNG
Mehrweg statt Müllberge: Neun von zehn Menschen wollen weg von Einwegplastik
Eine Greenpeace-Umfrage zeigt: Die meisten Österreicher wollen, dass weniger Plastik produziert wird. Ein globales Plastikabkommen könnte die Nutzung künftig stark verändern

Am schlechtesten hat die Alte Donau in Wien abgeschnitten, als vergangenen Sommer sieben beliebte österreichische Badegewässer auf Mikroplastik untersucht wurden. 4,8 Mikroplastikpartikel pro Liter schwimmen im beliebten Altarm der Donau. Insgesamt fanden sich Partikel von 15 unterschiedlichen Plastikarten, die zum Beispiel in Reifen, Kleidung, Verpackungen oder Baumaterial vorkommen.

Im Vergleich zur im Pazifik treibenden Plastikmüllinsel – die mittlerweile so groß ist wie Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien zusammen – ist das weniger fatal.
Doch der Trend ist überall auf der Welt der gleiche: Die Plastikflut nimmt zu. Weil das Problem der Plastikverschmutzung anscheinend greifbarer und leichter nachzuvollziehen ist als der Klimawandel, sprechen sich auch mehr Menschen dagegen aus – das unterstreicht auch eine repräsentative Umfrage von Greenpeace.

Die NGO hat 20.000 Menschen in 19 Ländern befragt, und demnach wollen 82 Prozent, dass weniger Plastik hergestellt wird, 90 Prozent fordern Mehrweglösungen statt Einwegverpackungen. In Österreich sieht die Zustimmung mit 84 bzw. 88 Prozent ähnlich aus. Solche Ergebnisse aus westlichen Industriestaaten sind nichts Ungewöhnliches, aber Greenpeace hat auch Menschen in China und Indien befragt – auch dort antworteten die Befragten ähnlich. Die Ergebnisse zeigen zudem, dass vor allem Menschen im Globalen Süden, die am stärksten von verschmutzten Flüssen und Meeren betroffen sind, die Produktion eindämmen wollen.

Mittwoch, 27. März 2024

Rohstoffrecycling: Forscher sehen großes Potenzial

Hier  DER SPIEGEL

Kupfer, Aluminium, Eisen, Nickel und andere Rohstoffe sind kritisch für die Entwicklung der heimischen Wirtschaft. Mehr Recycling würde die Versorgung besser absichern.

Deutschlands Abhängigkeit von Rohstoffimporten ließe sich durch mehr Recycling signifikant senken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Ifeu-Instituts im Auftrag der Nichtregierungsorganisation Powershift, die dem SPIEGEL vorliegt. Im Zentrum der Untersuchung stehen die Metalle Kupfer, Aluminium, Eisen und Stahl sowie Nickel. 94 Prozent des »gesamten metallischen Rohstoffkonsums« in Deutschlands entfalle auf diese Basismetalle, so die Autoren. Kupfer, Alu und Nickel werden von der EU-Kommission zudem als »kritisch« und »strategisch« eingestuft – mithin als besonders bedeutend für die hiesige Wirtschaft.

Samstag, 16. März 2024

Sensationell: Deutschland stimmt EU-Verpackungsverordnung doch zu

Offensichtlich ist der Kuhhandel zwischen Italien und der deutschen FDP geplatzt....wenn da nicht noch was nachgeschoben wird....

hier  DER SPIEGEL  15.3.24

Die EU will mit einer neuen Verordnung die Verwendung von Einwegplastik eindämmen. Verpackungen sollen bald grundsätzlich recycelbar sein. Die Bundesregierung trägt das Vorhaben trotz Kritik mit.

Deutschland hat trotz handelspolitischer Bedenken der neuen Verpackungsverordnung der Europäischen Union zugestimmt. Eine ausreichende Mehrheit der EU-Staaten unterstützte den Vorschlag, wie die zuständige belgische EU-Ratspräsidentschaft mitteilte.

Donnerstag, 14. März 2024

EINFACH WEGGEWORFEN: Das EU-Parlament stimmte für ehrgeizigere Ziele, um Abfall zu vermeiden

 Standard hier  Lisa Breit  14. März 2024

Am Mittwoch stimmten die Abgeordneten für eine Änderung der Abfallverordnung. Die Menge an weggeworfenen Lebensmitteln soll sinken, Textilien sollen öfter recycelt werden. Wie beurteilen Fachleute die geplanten Regelungen?

Bild links: Essensretter aus Ravensburg

Jede Sekunde landen in der EU zwei Tonnen Lebensmittel im Müll. 60 Millionen Tonnen sind es in einem Jahr. In Zeiten der Klimakrise ist es natürlich alles andere als optimal, wenn Dinge, die aufwendig hergestellt und über teils weite Strecken transportiert wurden, einfach im Abfall landen. Die Auswirkungen auf die Umwelt sind enorm. Wenn Lebensmittelabfälle ein EU-Staat wären, würde dieser Platz fünf auf der Liste der größten Treibhausgasemittenten in der Europäischen Union belegen, lautete ein Vergleich des ehemaligen Vizepräsidenten der EU-Kommission, Frans Timmermans. Bei Textilien sind es 12,6 Millionen Tonnen, die jährlich weggeworfen werden.

Die EU will sich nun ehrgeizigere Ziele setzen, um bis 2030 die Berge an Abfall zu reduzieren. Konkret sollen in der Produktion und Verarbeitung von Lebensmitteln um 20 Prozent weniger Abfall anfallen – verglichen mit dem Jahresdurchschnitt von 2020 bis 2022. 40 Prozent weniger sollen es im Einzelhandel, in Gaststätten und privaten Haushalten sein. Altkleidung wiederum soll in größerem Ausmaß gesammelt und recycelt werden, die Hersteller sollen künftig dafür zahlen müssen. Darüber haben die Abgeordneten des EU-Parlaments am Mittwoch in Straßburg abgestimmt. Der Vorschlag wurde mit 514 Stimmen angenommen, 20 Abgeordnete waren dagegen, und es gab 91 Enthaltungen.

Dienstag, 30. Mai 2023

Abkommen zur Verringerung der Plastikmüll-Produktion soll vorbereitet werden

 Von euronews  •  Zuletzt aktualisiert: 29/05/2023   hier

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat in einer Videobotschaft davor gewarnt, dass die globale Plastikverschmutzung eine "Zeitbombe" sei.

Es steht viel auf dem Spiel, denn die jährliche Kunststoffproduktion hat sich in 20 Jahren auf 460 Millionen Tonnen mehr als verdoppelt und wird weiter wachsen

links: Video  hier zum Anschauen

Vertreter von 175 Nationen treffen sich in Paris zur zweiten von fünf Sitzungen, um bis zum nächsten Jahr ein historisches Abkommen über den gesamten Lebenszyklus von Kunststoffen zu unterzeichnen.

Donnerstag, 4. Mai 2023

Zehn Klima-Signale, die - ein bisschen - Hoffnung geben

ZEIT ONLINE  30. April 2023,  dpa

Angesichts von Überschwemmungen, Dürren und schmelzenden Gletschern kann leicht die Hoffnung schwinden, dass der menschengemachte Klimawandel noch zu bremsen ist. Doch es gibt sie, die Signale, die Hoffnung geben können - wenn auch nicht gerade zahlreich.

«Die Menschheit geht immer noch in die falsche Richtung: Der weltweite Ausstoß von Treibhausgasen steigt weiterhin, es bräuchte internationale Kooperationen, davon gibt es aber leider immer weniger», sagt Klimaforscher Mojib Latif im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

«Als Wissenschaftler bin ich relativ frustriert und ohne große Hoffnung. Als Mensch sage ich: Wir müssen die positive Sicht stärken und dynamisieren. Wir wissen, wie wir die Pariser Klimaziele erreichen, setzen das Wissen aber nicht oder nicht konsequent um. Bei vielem stimmt die Richtung, aber die Geschwindigkeit nicht.»

Deutschland habe eine historische Verantwortung und als große Industrienation eine Vorbildrolle. Daher sei es durchaus sinnvoll, nationale Erfolge im Klimaschutz zu betonen, auch wenn die weltweite Bilanz ein anderes Bild zeige, sagt Latif, der am Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel (Geomar) tätig ist. «Und Deutschland hat da tatsächlich einiges erreicht.»

Mittwoch, 5. April 2023

Der grüne Anstrich trügt

 02.04.2023  hier im Südkurier

Um Nachhaltigkeitsversprechen auf Verpackungen kommt man beim Wocheneinkauf kaum noch herum. Die Nachfrage ist da. Viele Menschen wollen nachhaltiger leben und achten darauf, weniger Müll zu produzieren. So greifen viele nach Verpackungen, die nachhaltig wirken. „Darauf haben die Hersteller reagiert“, sagt der Umweltexperte Philip Heldt von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. „Leider nicht unbedingt damit, dass sie wirklich nachhaltige Verpackungen angeboten haben.“ Viele Verpackungen würden stattdessen als nachhaltig tituliert, obwohl sie nicht anders seien als zuvor.

Sonntag, 26. Februar 2023

Realer Irrsinn: Internationaler Biomüll-Tourismus

 hier zum Anschauen  23.02.2023 ∙ Das Erste  ARD


Wenn der Biomüll aus dem Landkreis Ravensburg eingesammelt wird, hat er noch einen weiten Weg vor sich. Denn er wird nicht in Ravensburg verwertet, sondern nach Österreich gebracht.

Freitag, 2. Dezember 2022

Plastikmüll: Kann ein historisches Abkommen die Müllflut in den Ozeanen stoppen?

 Spektrum   hier   Meera Subramanian

In diesen Tagen wird in Uruguay über einen globalen Vertrag gegen Plastikverschmutzung verhandelt. Forscher warnen, dass die Umsetzung an fehlenden Daten scheitern könnte.

Montag, 28. November 2022

Markdorf: Kleidertausch für mehr Nachhaltigkeit

 25.11.2022  |  VON JÖRG BÜSCHE MARKDORF.REDAKTION@SUEDKURIER.DE  hier

Kleidertausch für mehr Nachhaltigkeit

....Zusammen mit drei weiteren Kolleginnen hat Nicole Vogel den Impuls aus dem Landratsamt aufgegriffen. „Das Abfallwirtschaftsamt ruft einmal im Jahr dazu auf, sich an der Europäischen Woche der Abfallvermeidung zu beteiligen“, erklärt sie. In diesem Jahr lautete der Appell aus dem Landratsamt „Wiederverwendung statt Verschwendung“.

Ein Kilo Chemie pro Pullover

Das Augenmerk richtete sich auf den Umgang mit Textilien. Der, so zeigte das vom Abfallwirtschaftsamt mitgeschickte Material, alles andere als nachhaltig ist: 805 Liter Wasser müssen fließen, um nur einen Pullover herzustellen. Und ein Kilo Chemikalien braucht es, um ihn anschließend zu veredeln. Je Bundesbürger verursacht der Kauf von Textilien rund 135 Kilogramm Treibhausgase im Jahr.....

Dann kommen auch noch die vielen, vielen tausend Kilometer Transportweg hinzu“, erklärt Melina. Um die Baumwolle aus den USA nach China zum Verspinnen, nach Bangladesch zum Nähen und endlich nach Deutschland zum Händler zu bringen, müssen Container per Schiff transportiert werden. Melina denkt aber auch an die Arbeiterinnen. „Die bekommen ganz wenig Geld in den Textilfabriken.“ Und sie setzen ihre Gesundheit aufs Spiel......

Dienstag, 25. Oktober 2022

„Wie viel CO2 muss ich ausstoßen, um glücklich zu sein?“

Frankfurter Rundschau  hier 25.10.2022  Von: Ruth Herberg, Friederike Meier

Ranga Yogeshwar zum Klimawandel

Der Journalist Ranga Yogeshwar über den aktuellen Einfluss des Klimawandels, falsche Anreize und fossiles Denken.

Herr Yogeshwar, angenommen, Sie treffen eine Person, die sich noch nicht mit der Klimakrise beschäftigt hat: Wie erklären Sie dieser Person das Problem?

Der Klimawandel erklärt sich von selbst, denn er wird immer sichtbarer. Nehmen Sie diesen Sommer: Die Dürre in Italien, die Flut in Pakistan oder die Waldbrände in Kanada und den USA. Ich war kürzlich in mit meiner Tochter im Yosemite-Nationalpark in Kalifornien. Die enorme Hitzewelle dort war atemberaubend. Wenn Sie draußen unterwegs sind, haben Sie das Gefühl, zu nah an einem Grill zu stehen – aber Sie können nicht weglaufen. Durch die Waldbrände war die Luft beißend. Die Häufung und Intensität dieser Extremereignisse macht jedem klar: Da ändert sich etwas.

Montag, 24. Oktober 2022

"25 Prozent der Wärmeenergie ließen sich durch einen Gang in den Heizungskeller sparen"

Manager magazin hier  04.10.2022  Das Interview führte Claus Gorgs

Nachhaltiges Bauen 

Windräder und Wärmepumpen allein werden die deutschen Energieprobleme nicht lösen, sagt Lamia Messari-Becker, Professorin für nachhaltiges Bauen. Sie plädiert für mehr Kreativität beim Klimaschutz, einen Umbau des Gebäudesektors und ein Ende der Verzichtsdebatte.

manager magazin: Frau Prof. Messari-Becker, die Preise für Gas und Strom explodieren, Deutschland fürchtet den Energienotstand im Winter. Rächt es sich jetzt, dass die Energiewende lange vor allem darin bestand, Windräder und Solaranlagen zu bauen?

Lamia Messari-Becker: Deutschland hat in der Energiepolitik grobe Fehler gemacht. Die Abhängigkeit von russischem Gas ist der eine, aber ebenso kurzsichtig war der ausschließliche Fokus auf Strom. Deutschland hat 2020 einen Endenergiebedarf von rund 2330 Terawattstunden. Davon macht Strom als Energieform nur 20 Prozent aus, der Rest verteilt sich auf Wärme und Treibstoffe. Viele Politiker und Experten haben das Bild vermittelt, dass wir nicht nur die bestehende Stromerzeugung durch Wind- und Solarkraft ersetzen können, sondern dass Strom auch die Funktion aller anderen Energieformen übernimmt, also die Versorgung von Industrie, Gebäuden und Verkehr. Das ist Wunschdenken.

Dienstag, 11. Oktober 2022

Nachhaltige Ziegel aus regionalem Abfall entwickelt

 Standard hier    9. Oktober 2022

GEPRESST UND GETROCKNET

Der Baustoff lässt sich energiesparender herstellen und besteht zu 63 Prozent aus Müll. Ein erster Einsatz erfolgt beim Bau eines Museums im belgischen Gent

Abfall als Baumaterial ist keine neue Idee. Sowohl mit Plastikmüll als auch mit Resten aus der Land- und Forstwirtschaft wird gearbeitet und experimentiert. Ein Team aus Belgien und England hat dieser Baustoffquelle nun aber zusätzliche Nachhaltigkeit verliehen: Seine Ziegelsteine bestehen zu 63 Prozent aus regionalem Müll. Die Ziegel sollen beim Bau eines neuen Gebäudes des Design Museums im belgischen Gent eingesetzt werden.

Begonnen habe das Projekt vor rund eineinhalb Jahren, erläuterte die Museumssprecherin Bie Luyssaert. Der kalkbasierte Fassadenziegel sei speziell entwickelt worden, um die CO2-Emissionen beim Bau des neuen Museumsgebäudes zu reduzieren. Für die Herstellung habe man Abfälle wie zerkleinerten Beton, Weißglas und Kalk aus der Region gesammelt und in einer Produktionsstätte in Gent in die gewünschte Form und Größe gepresst, hieß es in der Mitteilung des Museums. Das Prinzip lasse sich wegen des einfachen Produktionsverfahrens leicht auf andere urbane Umgebungen übertragen.