Sonntag, 16. August 2026

Mit naturrichtigen Maßnahmen für uns alle DAS Lebensmittel Nummer 1 "anbauen", nämlich Wasser!

 

Niels Werdenberg LinkedIn

Wir brauchen mehr Wasserbäuerinnen.

Wenn die Niederschläge dann wieder kommen, müssen wir sie in der Fläche bremsen, sie versickern lassen, Böden und Grundwasser sättigen, und erst den Überschuss, möglichst zeitverzögert dann in die Gewässer leiten. Hier ist v.a. die Landwirtschaft gefragt.

In einer natürlich speichernden Landschaft ist die Wasserführung im Gewässernetz viel weniger vom unmittelbaren Niederschlag abhängig, denn die Gewässer werden stetig aus der Landschaft bzw. dem hohen Grundwasserstand versorgt (base flow).

Unsere unnatürlich eingetieften Bäche und Flüsse müssen dafür wieder hydrologisch vernetzt werden mit ihrem natürlichen Umland, (Prinzip Aue: Grundwasserstand hoch, Hochwasser muss sich flächig ausbreiten, nicht schnellstmöglich abfliessen).
D.h. wir müssen diese Gerinne wo immer möglich wieder aus der Versenkung holen, weil sie das Grundwasserniveau dauerhaft absenken, die Landschaft dehydrieren und bei Hochwasser Gefährdungen potenzieren, und Wasser samt erodiertem Bodenmaterial außer Landes verfrachten und sinnlos verschwenden. 

Der Biber zeigt wie einfach es bei Bächen geht (natürlich sollen Landwirte fair entschädigt werden). Man kann auch mit Biomimikry nachhelfen (Stichwort Beaver Dam Analogs). Der Punkt ist: Bachnahe Flächen müssen bei erhöhtem Abfluss wieder häufig überschwemmt werden und endlich wieder der Grundwasseranreicherung dienen!

LandwirtInnen (und Gesellschaft) müssen begreifen, dass sie mit solchen und weiteren naturrichtigen Massnahmen für uns alle DAS Lebensmittel Nummer 1 "anbauen", nämlich Wasser! Unbezahlbar wenn es fehlt. Und dafür sollten diese Landwirte finanziell top belohnt werden! 

Das wäre zu schaffen: Subventionen von wasserschädlichen Praktiken kürzen, und für den zukunftsfähigen Aufbau unserer Wasserressourcen einsetzen 

Foto: künstliche Biberdämme Hashtag#beaverdamanalogs in Rümligen BE



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