Donnerstag, 20. August 2026

Das Schrumpfen der Volksparteien

 

Werner Koller, LL.M.

Die deutsche Parteienlandschaft ist einerseits geprägt von einem Schrumpfen und Vergreisen der Volksparteien sowie andererseits einem starken Zuwachs bei der Linken, den Grünen und der AfD.

Die Linke  hat einen Mitgliederzuwachs erlebt, der in der deutschen Nachkriegsgeschichte bezogen auf den prozentualen Anstieg beispiellos ist. Fast 70.000 Menschen stießen 2025 neu dazu. Binnen eines Jahres konnte die Partei die Zahl ihrer Mitglieder mehr als verdoppeln (+119 %). Der hohe Zuwachs begann bereits 2024, in diesem Jahr wuchs sie um 29,5 %. 

Die zweite große Gewinnerin 2025 war die AfD. Sie wuchs um 43 % und kommt derzeit auf 73.000 Mitglieder. Seit ihrer Gründung 2013 ist die Partei schnell gewachsen, unterbrochen von gelegentlichen Austrittswellen. Seit 2023 verzeichnet sie aber wieder einen erheblichen Zulauf. Die höchsten Zuwachsraten hatte die Partei 2016 (+53 %) und eben 2025.

Die Mitgliedschaft der Grünen wuchs 2025 um 13 %, die CSU stagnierte, alle anderen Parteien haben Mitglieder verloren. Vor allem die früheren Volksparteien SPD und CDU leiden an einer Überalterung. Ein- und Austritte hielten sich zuletzt in etwa die Waage. Eine große Zahl an Todesfällen unter den Mitgliedern reißt die Bilanz jedoch ins Minus. 

Der Mitgliederzuwachs ist häufig überproportional weiblich: Der Frauenanteil stieg 2025 bei Linken und Grünen so schnell wie nie zuvor in der beobachteten Zeitreihe. Bei beiden Parteien liegt er über der Hälfte. Zum Vergleich: Bei der AfD machen die Frauen etwa 22 % der Mitglieder aus, bei der CSU etwa 25 %.

Die größten Zuwachs bei Menschen unter 25 Jahre hat die Linke. Die Partei verjüngte binnen eines Jahres ihren Altersdurchschnitt um sechs Jahre. Der Altersschnitt der Mitglieder sank im letzten Jahr von 45 auf 39 Jahre. Damit hat die Linke vor den Grünen die im Durchschnitt jüngsten Mitglieder. Zum Vergleich: Bei CDU, CSU und SPD die der Altersschnitt bei jeweils über 60 Jahren.


Quelle: https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-08/parteimiglieder-wachstum-schrumpfen-krise-linke-afd-spd




Hermann Ude


  • Follower:in


digitalization for a better world (private account)


31 Min. • 




Als Schüler habe ich in meinem Heimatdorf für die CDU Deutschlands für den Gemeinderat kandidiert, war später (dankbarer) Stipendiat der Konrad Adenauer Stiftung und blieb stilles, zahlendes Mitglied der CDU Deutschlands. Entfremdet hat mich die de facto Leugnung der Notwendigkeit von Klimaschutz in der letzten Wahlperiode Merkel und nicht zuletzt der mehrfache persönliche Kontakt mit Friedrich Merz. Als er 2022 den Parteivorsitz übernahm und mit der populistischen Verteufelung der Grünen und aller Klimaschutzprojekte begann, bin ich mit einem Brief an Merz ausgetreten. Als liberaler Unternehmer mit vielen ausländischen Mitarbeitenden und Freunden und als Familienvater konnte ich seine Politik inhaltlich und auch seine Art Politik zu betreiben nicht mittragen. Dabei erwarte ich kein fehlerfreies Regieren - Politik ist ein schwieriges Geschäft anders, aber in der Risikostruktur dem Unternehmerttum nicht unähnlich - Scheitern ist immer möglich. Aber die Fakten der größten Bedrohung der Menschheit zu ignorieren,  nicht nur den politischen Gegner, sondern dringend notwendige Projekte wie Energiewende, Wärmewende Biodiversitätsschutz, Integration gezielt zu torpedieren, nur weil die Grünen sie betrieben haben, das ist verantwortungslos. ich verstehe jeden, der mit dieser Partei nichts mehr zu tun haben will

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen